Reise blog von Travellerspoint

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neue Eiszeit?

VON WEGEN 30°

all seasons in one day 15 °C
View RTW Reloaded 2011-2013 auf Tom Travel's Reise-Karte.

Wir werden morgens von einem Papageienschwarm geweckt. Wie viele Vögel es hier gibt fällt uns diesmal viel mehr auf als vor 3 Jahren.

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Den wunderschönen Sonnenuntergang von gestern in Kaniva wollten wir euch noch nachtragen.

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Bei Adelaide gibt es eine Touristenattraktion, ein Dorf namens Hahndorf. Gegründet von deutschen Protestanten, ist es heute schön kitschig. Alles was Australier meinen dass es deutsch sein könnte wird hier verkauft. Wie viele Deutsche kennt ihr die eine Kuckuckskuhr haben? Ich kenne zwar viele die ein Dirndl besitzen und zähle auch dazu, aber so ein hässliches? Ieeek!

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Ich finde es hier trotzdem süß. Ein nettes Dörfchen, wo man sich gerne mal hinsetzen und ein wenig Zeit bei einem Kaffee oder Bierchen verplempern könnte. Aber nicht für uns, wir haben keine Zeit, von Geld kaum zu schweigen. Wir sind seit über 2 Monate hier und waren nicht ein einziges Mal im Restaurant Essen. Kaum liegen wir im Budget besser, kommt etwas das uns wieder runter zieht. Die Tasmanien Fähre hat uns z.B. fast 800$ gekostet - viel mehr als geplant.

In Adelaide bei Mirel angekommen springt das Auto von Janine und Flemming nicht an. Dass die Batterie leer war wussten wir, aber mehrere Versuche den Wagen anzuschieben sind zwecklos. Das Problem scheint gelöst als Mirel ein paar Starterkabel auftreibt. Nur leider ist der Anlasser fest und der Wagen startet trotz Fremdbatterie immer noch nicht. Ein paar freundliche Hammerschläge auf den Anlasser helfen manchmal – nicht so in diesem Fall. Bleibt nur noch Anschleppen mittels Abschleppseil. Wenn man eines hätte. Wir haben ein Bergsteigerseil (Made in China mit dem Warnhinweis es nicht zum Bergsteigen zu verwenden) Dann eben abschleppen und das tut es auch. Der Wagen springt an und wir fahren die wunderschöne Gorge Road in die Adelaide Hills. Zuvor verabschieden wir uns noch von Mirel, der uns erzählt dass es die letzten Tage in Adelaide zwischen 35- 40 Grad gab - als wir nicht da waren. Pünktlich zu unserer Ankunft ist es wieder kalt, dass wir überlegen uns noch eine Decke zu kaufen. Geht's noch? Thomas' lange Radlerhose die er monatelang sinnlos durch Asien geschleppt hat wird zum unentbehrlichen Kleidungsstück. Bei Tag und Nacht!

In den Adelaide Hills gibt es einen wunderbar gelegenen Platz, Cudlee Creek. Wieder ein Vogelparadies, diesmal sind Ibisse dabei.

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Wir kochen ein letztes mal zusammen. Leckeres Filetsteak - schwierig in der blöden Pfanne in Betsy, aber hat super geschmeckt. Wir feiern mit Karten spielen und Wein trinken in Flemmings Geburtstag hinein – er wird 19. Happy Birthday!

Am nächsten Morgen gibt es nach 10 gemeinsamen Betsy Tagen noch ein letztes gemeinsames Frühstück zu viert. Es hat in der Nacht schon wieder geregnet und Frühstück draußen geht nicht, also nochmal rein in der guten alten Betsy. Nach gemeinsamer Fahrt quer durch den Kontinent trennen sich unsere Wege heute endgültig. Aus einem kurzen „wir können doch gemeinsam hinfahren“ wurden am Ende 4 schöne und lustige Wochen die unglaublich schnell verflogen sind. Wir sind jetzt auch Blogleser und werden weiterhin den Weg der beiden verfolgen (auch ihr könnt es tun unter twoandahalfyear.blogspot.com) .

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Janine und Flemming sind ein bemerkenswertes "nicht Pärchen", die so unkompliziert Australien meistern, da können sich einige ein Stückchen von abschneiden. Ihr sollt die 2 mal kochen sehen, von wegen Backpacker essen nur Erdnußbutterbrot.

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Wir wünschen den beiden noch ein paar tolle Monate und freuen uns auf ein Wiedersehen. Auf Reisen oder in Deutschland. Janine, Flemming ihr werdet uns fehlen, bitte fleißig Blog schreiben. Übrigens eure Sonnenmilch liegt bei uns im Auto, aber bei dem Wetter wird sie kaum einer vermissen!

Aber das ist nicht der einzige Abschied. Fluffy hatte ein Wiedersehen mit seiner Mutter. Er ist 50 km entfernt auf Känguru Island geboren, aber seine Familie ist mittlerweile weggezogen und lebt in Adelaide. Nach der Begegnung und Rücksprache mit der Familie, hat Fluffy gemerkt, dass er sich gar nicht so leicht von uns trennen kann. (dass wir ihn Singapur am Infinity Pool vergessen hatten hat er uns definitiv verziehen). Da ihm mittlerweile Australien zu kalt geworden ist, (können wir gut verstehen), er das reisen mit uns genießt und seine Geschwister sagten dass der Markt an Flauschi-Koalas hier recht überfüllt ist, wird er uns weiter begleiten. Jetzt fehlt Fluffy aber noch eins, wir müssen mal ein echten Koala treffen, quasi ein lebenden Verwandten.

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Wir machen uns auf die Suche nach Koalas, unser Navi meint es gut mit uns und sucht eine sehr schöne Route durch die Berge an der auch viele Koala Schilder zu sehen sind.

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Nach über 450km in Richtung Süd-Osten nach Melbourne beenden wir den Tag auf einer Waldlichtung. Es regnet schon wieder.

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Himmelar***&Wolkenbruch. Für einen verregneten Sommer hätten wie echt nicht so weit fliegen müssen. Tagsüber geht es gerade mal knapp über 18° und nachts runter unter 10 °C! Wir tragen nur noch langärmlig und Jacken und Pullover, zum Schlafen ziehen wir uns eher an als aus. Die nächste Stufe ist wohl, dass wir nachts noch die Weihnachtsmützen aufsetzen.

Den Princess Highway haben wir weggelassen. Erstens sind wir den vor 3 Jahren schon gefahren und bei dem bewölktem Himmel nehmen wir die etwas kürzere Route über Mt Gambier. Da gibt es eigentlich nichts zu sehen außer einen blauen See, der heisst übrigens Blue Lake. Das gibt es auch in Deutschland mit entsprechender Sonne, aber es ist anders als ihr denkt. Dieser See ist auch ohne Sonne dermaßen blau, das sieht aus wie angemalt. Aber nur im Sommer und man glaubt es kaum, es ist jetzt hier Sommer. Die Fotos geben das Blau nicht so wieder, wir hätte das Bild lieber mit Sonne gemacht. Warum er so blau ist weiß keiner so wirklich, auch Wissenschaftler streiten. Von April – November sieht der See wie jeder andere aus.

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Nur noch ein kleines Stück an diesem Tag. Fett Einkaufen in Warrnambool bei ALDI, bald geht es nach Tasmanien und dort ist es bestimmt nicht günstiger die Vorräte aufzustocken.

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Danach runter an die Great Ocean Road. Davon waren wir letztes Mal schon begeistert und der Ort Port Campbell hat uns am besten gefallen. Deswegen fahren wir auf den dortigen Campground mit Free WiFi – juhuh! Hier ist Hochsaison und der Ort ein touristisches Zentrum. Für den Preis den wir hier für 2 Nächte Campen bezahlen kann man in München ins Hotel gehen!

Auf dem Weg kam die Sonne kurz mal durch und wir nutzen die Gelegenheit sofort um bei einigen Lookouts anzuhalten und ein paar Fotos zu schießen. Der kalte Wind weht uns dabei fast von den Klippen. Danach ist es vorbei mit schönem Wetter und es regnet wieder mal bei 15°.

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Die Sonne grüßt kurz vor dem Untergehen, das haben wir festgehalten.

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Am nächsten Tag das selbe Bild. Kalt, windig, Nieselregen - keinen Hund würde man bei dem Wetter rausjagen. Die australischen Mitcamper ficht das nicht an, sie renen in kurzen Hosen mit Flip-Flops durch die Gegend. Ein klarer Beleg für die britische Abstammung.

Eingestellt von Tom Travel 00:07 Archiviert in Australien Kommentare (0)

Koalamania

entlang der Great Ocean Road

overcast 16 °C
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2 Nächte auf dem zugegeben sehr schönen aber auch sehr teuren Campingplatz in Port Campbell reichen uns. Das Free WiFi haben wir reichlich genutzt. Wir fahren ein kleines Stück weiter die Great Ocean Road entlang nach Princetown.

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Auf dem dortigen Campingplatz feiert die Besitzerin mit Freunden Geburtstag. Endlich rührt sich mal was abends hier. Sonst sind die Campingplätze hier nach Einbruch der Dunkelheit tot wie der Zentralfriedhof in Wien. Einmal wurden wir energisch von einer Camper-Nachbarin zurechtgewiesen weil wir uns im Auto(!) laut unterhalten und womöglich sogar gelacht hatten. Hier legt man großen Wert auf die Nachtruhe, Spaß hat nur vor 22 Uhr statt zu finden.
Eine Herde Kängurus auf der Nachbarwiese findet das kühle Wetter wohl prima. Wenn es heiß ist sieht man tagsüber keines von ihnen.

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Das Fotografieren mit Alinas Kamera wird immer mehr zum Geduldsspiel. Man kann nur noch manuell Bilder machen – nix mit automatischen Einstellungen. Kein Problem für einen Profi – nur das sind wir beide nicht. Im Schnellverfahren lernen wir Blende und Belichtungszeit abzuschätzen, um einigermaßen gute Bilder zu bekommen. Die Ergebnisse sind nicht immer brauchbar. Zu hell, zu dunkel – damit mussten wir bisher noch nie kämpfen. Nun ist auch noch der Reserve-Kamera-Akku defekt. Die Liste unseres Elektronikschrotts auf dieser Reise wird immer länger.

Da die Landschaft keine guten Fotoeindrücke hergibt wollen wir wieder etwas tierisches vor die Linse bekommen. Dabei spielt das Wetter keine so große Rolle.

In Port Otway soll es Koalas geben. Sehr viele Koalas in der Nähe des dortigen Leuchtturms. “Schlafen unter Koalas“ - so wirbt der dortige Campingplatz. Wir machen uns berechtigte Hoffnungen diese Vertreter der australischen Fauna hier zu sehen. Die 80km entlang der bei Sonne wunderschönen Great Ocean Road von Princetown hierher lassen uns völlig kalt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Es hat mal wider nur 15° und wir sehen keinen Grund für Fotos anzuhalten. Der Wetterbericht im Radio frustriert zusätzlich, denn ab Montag sind hier 30° angesagt. Dumm nur, dass wir dann auf der Fähre nach Tasmanien sind. Wir haben das Wetterglück scheinbar beim letzten Besuch hier verbraucht, wie toll diese Küste bei passendem Wetter aussieht kann jeder der gerne möchte in unserem alten Blog nachsehen. Link zum alten Blog

Wir hatten uns 4 Tage für dieses Mega-Highlight Australiens reserviert in der Hoffnung wenigstens einen guten Tag zu erwischen. Sollte wohl nicht sein.

Wir kommen an besagtem Campingplatz in Port Otway an und fragen nach den Koalas. “Die sind hier überall“ heißt es. Echt? Kaum zu glauben. Alina macht sich auf die Suche nach Knubbeln im Baum aber sieht vor lauter Bäumen keine Knubbel. Wir fahren auf unseren Campingplatz und ich frage unseren Nachbarn nach den Bären. Er deutet nach links und nach rechts in die Bäume – und tatsächlich, da sitzen schon die ersten. “Was für ein Glück“, denken wir. Kein Glück wie sich herausstellt. Hier sitzt fast in jedem Baum eines dieser Pelztiere. Mann sollte nur nach Knubbel schauen. Was für Knubbel? Ich zeigs euch!

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Nichts gesehen? Guckt mal in der Mitte genauer hin!

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Überall Knubbel!

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Mann sollte nicht nach Bewegung in den Bäumen gucken. Sie bewegen sich kaum. Eigentlich schlafen sie meist, essen, und manchmal sieht man sie sich am Hintern kratzen.. Was für ein Leben!
Manchmal sieht es so aus als ob mann Teddybären im Baum aufgehängt hat.

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Also der rechts unten das ist doch ein Teddy oder?

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Manchmal sieht man auch mehrere zusammen was die sich wohl zu sagen haben?
"NEEINNN! Wir sehen nicht aus wie Teddybären, diese Touris haben keine Ahnung."

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Von unserer Schokoladenseite sehen wir richtig gefährlich aus oder?

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Es gibt viele Koalamummys mit ihren kleinen Bären die natürlich noch putziger aussehen.

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Man sieht sie nicht nur, man hört sie auch. Diese süssen Bärchen klingen wie grunzende Nilpferde oder wie eine Affenhorde wenn die Männchen ihr Reviergebrüll anstimmen. Solche fiesen Geräusche hätte man diesen Tieren gar nicht zugetraut. Sie sitzen in gut 10m Höhe in den Bäumen, leider etwas zu hoch für Portraitaufnahmen.

Wir machen eine Wanderung zum Leuchtturm und auf einer Lichtung finden wir einen der es sich in nur 3 Meter Höhe gemütlich gemacht hat. Er zeigt uns sehr deutlich, dass er es gar nicht schätzt in seiner Ruhe gestört zu werden. Wir bekommen trotzdem unsere Nahaufnahmen.

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Fluffy muss auch mit auf's Bild, klaro!

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Hier gibt es auch viel schöne Vögel, aber bei den ganzen Knubbeln gehen die fast unter.

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Es gibt Sätze die Alina nie in ihren Leben sagen wird und 3 davon haben mit Australien zu tun: "Ich hab genug 1. Koalas, 2. Quokkas oder 3. Känguruhs gesehen!" Sie geht morgens nochmal eine Runde und knipst weiter viele Bilder. Auch die unheimlichen Koala Geräusche machen ihr nicht aus. Ich muss mit. Der Spaziergang verläuft etwa so: "Schau mal da ist noch einer und da ist wieder einer...", das ist ja wie Schwammerlsuchen im Wald.

Ich schaffe es Alina ins Auto zu locken und fahre los. Sie guckt immer noch in die Bäume. Wir müssen schnell hier weg, sonst errichtet sie noch eine Koalastation und zweitens fährt morgen früh die Spirit of Tasmania nach Tassie und da gibt es Wombats. Alina lächelt wieder denn Wombats hat sie auch noch keine gesehen..

Eingestellt von Tom Travel 21:27 Archiviert in Australien Kommentare (0)

43° 08' 42'' Süd

Am Wendepunkt

sunny 27 °C
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Heute klappt es tatsächlich noch mit dem Treffen mit meiner Ex-BT-Kollegin Eva. Eva und Udo sind auch seit mehreren Monaten unterwegs und machen gerade die Route von Sydney nach Perth. In Melbourne kreuzen sich unsere Wege und wir verabreden uns in Port Melbourne am Strand.
Sie haben natürlich einen standesgemäßen nagelneuen riesigen Mietcamper, nicht so ein verbeultes Stück aus den 80ern wie wir.

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Unsere gute Betsy hat es aber bald geschafft. Weit muss sie uns nicht mehr bringen.

Schon allein aus Komfortgründen sitzen wir daher bei Eva und Udo am Esstisch. Mehr als ein paar Stunden Wiedersehen ist leider nicht drin.

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Es gibt ein Sortiment edler Rotweine – das Camperleben ist nicht immer simpel, manchmal gönnt man sich was. Kein Wunder dass wir den Kopf nicht mehr hochhalten können. ;-p

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Es wird ein lustiger Abend, schade dass wir alle weiter müssen. Wir verraten noch schnell die besten Koalaspots und erzählen von unseren Australien Highlights. Morgen geht es nach Tasmanien, Eva war schon mal da wir sind sehr gespannt. Hier ein Foto der Spirit Of Tasmania die gleich mit uns losfahren wird.

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Das ist übrigens das erste Sonnenaufgangsbild in diesem Blog, direkt vom Bett aus geschossen. So eine Aussicht bekommt man hier in keinem Hotel, dazu muss man wild Campen. :-)
Wir wurden schon gefragt warum wir immer nur Sonnenuntergänge anbieten. Der Grund hierfür liegt in unserer studentischen Lebensweise, die es uns praktisch unmöglich macht einen Sonnenaufgang zu sehen.

Um kurz vor 9 geht es dann rauf aufs Schiff

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Ein paar Kormorane stehen Spalier beim Trocknen.

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Nach 9 Stunden sonniger Überfahrt dann auf der anderen Seite in Devonport, Tasmanien wieder runter. Die Insel begrüßt uns ohne Tasmanischen Teufel aber mit angenehmen 27° und blauem Himmel. So darf es gerne weiter gehen. Gefroren haben wir in den letzten Tagen nun wirklich genug.
So weit südlich waren wir beide noch nie. Tasmanien liegt etwa auf dem selben Breitengrad von Rom schätze ich mal. Wer es nachprüft kann mich gerne korrigieren. Gut 2 Wochen werden wir hier unten sein. Ab jetzt geht es dann schön langsam wieder Richtung Heimat.
Hier in Tasmanien ist es mit dem wild Campen angeblich viel lockerer als auf dem Festland. Wir probieren es heute gleich mal aus und bleiben für die Nacht einfach mal bei einem schönen Aussichtspunkt in der Nähe von Ulverstone stehen. So lässt es sich wirklich aushalten.

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Am nächsten Tag brauchen wir wieder mal das übliche – Power, Shower, und steuern einen Campingplatz direkt am Meer an. Für den heutigen Zweck tut es das hier, aber für einen längeren Aufenthalt ist das hier in Ulverstone nichts. Einkaufen müssen wir auch mal wieder.

Die Wäsche an der Leine war schon fast trocken als es heftig anfängt zu regnen. Nicht schon wieder, denken wir. Hat uns das schlechte Wetter schon wieder eingeholt? Absolut nicht, der nächste Tag ist wie aus dem Prospekt im Tourist-Office. Der Nord-Westen von Tasmanien hat üblicherweise das kälteste und nasseste Klima – deswegen hatten wir den Teil der Insel auch schon abgeschrieben. Windgepeitschte Küste im Regen hatten wir schon genug. Ganz anders heute blauer Himmel und irgendetwas zwischen 25° und 30°. Das müssen wir ausnutzen, wer weiß man so eine Gelegenheit mal wieder kommt.

Dismal Swamp heißt unser erster Stopp. Seltsamer Name und gar nicht so übel wie der Name vermuten läßt. Ein Besucherzentrum, eine Rutsche durch den Regenwald und ein Boardwalk

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dekoriert mit lokaler Kunst.

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20$ Eintritt – Alina und ich sind geteilter Meinung was den Wert dieser Attraktion betrifft.

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Am Ende dann wenigstens noch eine Tiger Snake - die erste Schlange die wir überhaupt hier einigermaßen aus der Nähe zu Gesicht bekommen.

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Das Gute hier in Tasmanien ist, daß alle Schlangen giftig sind. Man kann sich insofern also immer sicher sein.

Ein Prospekt aus dem Besucherzentrum empfiehlt die Arthur River Forrest Rundstrecke durch den Kalt-Regenwald. Bei dem Wetter heute wollen wir uns das mal ansehen. Betsy muss heute noch mal richtig leiden, es geht über viele Kilometer Schotterpiste. Weisser Staub mischt sich mit dem immer noch vorhandenen roten aus Karijini. Der Verkaufstermin rückt näher, eine Wagenwäsche ist jetzt nach über 2 Monaten und fast 15.000km dringend fällig.

Die Landschaft ist erstaunlich abwechslungsreich. Ein paar kurze Stopps an der Küste, dann biegen wir ab ins Landesinnere. Es wird eine erstklassige Fahrt. Grün in allen Schattierungen. Eukalyptus dominiert wieder, hier allerdings ganz ohne Koala-Knubbel.

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Wir sind spät dran und für heute reicht es nur noch bis zum Chisholm Lake und der Campsite dort. Der See ist dann nichts Besonderes, allerdings der Weg durch den Farnwald bis dorthin ist es wert.

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Wir gehen weich gepolstert auf Moos, die späte Sonne leuchtet wunderbar durchs Geäst.

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Da tritt ein Einhorn auf die Lichtung...err. Nee, doch nicht. Es wurde nur eben so romantisch, kitschig – da hätte ein Einhorn gut gepasst.

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Wir fahren vom Seeparkplatz das kurze Stück zur Campsite - dann die Sensation. Etwas läuft vor uns über die Piste. Ein Tier dass wir hier noch nie gesehen haben. Etwas größer als ein Kaninchen. Dunkelbraun, mittellanger Schwanz, lange Schnauze – das muss ein junger Teufel gewesen sein. Wir halten sofort an und setzen ihm ins Unterholz nach, zwecklos. Für Fotos war die Begegnung viel zu kurz. Wir hatten nicht damit gerechnet hier einen leibhaftigen Tasmanischen Teufel zu sehen. Thomas zweifelt später daran dass es ein Teufel war, er meint wir hätten einen Eastern Bandicoot gesehen. So ein Quatsch, das hier ist die Westküste.

Eingestellt von Tom Travel 18:09 Archiviert in Australien Kommentare (1)

Wo wo Wombat?

Wo sind die Dickerchen?

sunny 22 °C
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Der kalte Regenwald mit den Farnen gefällt uns einfach sehr gut. Tasmanien fängt schon mal sehr gut an.

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Wir fahren aus dem tiefen Wald an die Küste nach Stanley zum Frühstück am Circular Head bei schönstem tasmanischen Sommerwetter.

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Hier gibt es diese wunderschönen riesigen Tannen und wieder blüht alles als ob Frühling wäre.

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Danach kurz an der Küste entlang bis Wynyard. Auf dem Weg zu einem Aussichtspunkt plötzlich *PENG* ein lauter Knall. Thomas bleibt sofort stehen. “Was war das?“ frage ich. “Reifenplatzer!“

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Es folgt eine Zwangspause an der Straße zum Reifenwechseln. Am längsten dauert die Suche nach dem passenden Werkzeug. Schließlich ist alles gefunden, der Reifen gewechselt und es kann weiter gehen. Wieder nach Süden rein in den Wald. Die Nacht campen wir am Lake Burbury

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am Rand des Franklin-Gordon National Parks mit Lagerfeuer. Das wärmt auch super, die Nächte sind hier auch im Hochsommer recht kühl.

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An diesem Tag gab es keine tierischen Begegnungen, aber nette Australier die uns doch prompt zu sich nach Hause einladen. Die ersten mit denen wir tatsächlich mal mehr gequatscht haben.

Wir fahren am nächsten Tag den Lyell Highway durch den Park nach Derwent Bridge – eine fantastische Fahrt. Betsy leidet wieder sehr. Es geht rauf und runter wie an den höchsten Alpenpässen. Zum Teil ist der 2. Gang notwendig um die Steigungen zu erklimmen.

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An dieser Stelle (siehe unten) kommt uns mitten in den Bergen ein Mann auf der Straße entgegen. Keine Mütze, kein Shirt(!) und auch nicht mehr viele Haare, dafür einen stattlichen weissrötlichen Bauch. Sehr seltsam, es gibt hier nur die eine Strasse und weit und breit kein Haus oder Auto. Da er angeheitert wirkt hat ihn warschinlich seine Frau ausgesetzt, damit er bis zuhause nüchtern ist :-) Es gibt hier Dinge die können wir uns nicht erklären.

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Die Landschaft hier erinnert ein wenig an Norwegen oder Maria Laach! ;-)

Ich muss lange Nachdenken bis mir schönere Strecken einfallen, die ich in meinem Leben mit dem Auto gefahren bin. Death Valley fällt mir ein, die Saddle Road auf Hawaii. Viel habe ich nicht gesehen das diese Strecke toppen kann. Das Wetter auch heute wieder absolut Spitze, endlich hat unser Wetterpech ein Ende.

Besucherzentrum Lake St. Clair Nationalpark. Hier keine Wombats.

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Alina ist ziemlich säuerlich, die Wombats gibt es am nördlichen Parkeingang zum Cradle Mountian Park – leider 200km entfernt.

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Wo wir nun schon mal da sind gehen wir einen kurzen Rundweg am See entlang. Missmutig stapft sie vor sich hin und macht mir Vorwürfe weil wir nicht gestern zum nördlichen Parkeingang gefahren sind. Da raschelt es vor mir – nicht zu fassen ein Echidna (Ameisenigel) kriecht durchs Unterholz. Kamera gezückt, nichts wie hinterher. Der Kleine ist scheu und versteckt sich erst mal tief im Gebüsch. Mist. Wir legen uns auf die Lauer und dann kommt er nochmal raus so dass wir ihn filmen können. Für Fotos hat es nicht gereicht, da war er schon wieder weg.

Entgegenkommende Besucher berichten von einem weiteren Exemplar etwa 100 Meter weiter. Bis wir dort sind ist der längst weg sagt Thomas. “Du glaubst doch nicht dass der auf dem Weg liegt und auf uns wart...“ und da ist er. Ein Jungtier sitzt nicht mitten auf dem Weg aber schön am Wegrand und gräbt mit seinem Rüssel im Boden. Er läßt uns ausgiebig Zeit ihn von allen Seiten abzulichten. Wunderbar, nun haben wir auch noch die Fotos zum Film falls sich das Video wieder mal nicht uploaden läßt.

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Es gibt hier auch noch eine Platypus Bay, aber so viel Glück ein Schnabeltier zu sehen haben wir heute nicht. Hinter einem Baum stehen Japaner und fotografieren wild. Wir schnell hin um zu sehen was es da gibt. Es gibt dann nur einen weiteren Japaner im hohlen Baum zu sehen. Japaner in Bäumen ist zwar neu, aber nicht so süß wie ein Platypus.

Der Plan war eigentlich die Nacht hier zu bleiben um die Wombats zu sehen. Wenn es hier keine gibt können wir ebensogut weiter fahren. (Da ist Alina knallhart, legt euch nicht mit ihr an wenn es um australische Tiere gibt!)

Spontan entscheiden wir auch den Mount Field Nationalpark zu besuchen. Im dortigen Camp bleiben wir die Nacht und werden belagert von einer Horde Mini-Kangurus, den Pademelons. Die kleinen Schnorrer sehen ähnlich aus wie Quokkas, allerdings nicht ganz so süß findet Alina, es fehlt das Schmunzelgesicht. Entscheidet selbst.

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Wir bauen unser Betsy Bett um, auf einmal höre ich etwas neben mir schlabbern. Wo kommt das bloss her? Hinter mir die Antwort: Ein freches aber wunderschönes Opossum steckt sein Schnabel in mein Weinbecher. Der kleine Schluckspecht säuft mir kackfrech den Weinbecher leer. Sieht selbst!

Opossum "Steht der Becher ohne Beobachter hier rum? Klasse!"

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Als es fertig ist, sieht mich das Opossum ungläubig an, klettert an mir hoch reisst die Augen auf nach dem Motto:
"Alter da muss noch Wein sein, GIB MIR DAS!!!!" Glaubt ihr nicht? Sieht selbst!

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Es ist das größte und schönste Opossum das wir bisher gesehen haben und auch das versoffenste. Wir fangen an zu lachen weil er bereits anfängt zu torkeln. Er geht erst nach rechts, dann nach links und die Bewegungen sehen immer seltsamer aus. Wir lachen Tränen dabei, können es nicht fassen, der Kleine hat den halben Becher gesoffen. Er torkelt richtung Fluss, sieht sehr verwirrt aus dabei. Wir hoffen das Flusswasser wird ihn wieder nüchtern machen.

Eingestellt von Tom Travel 19:49 Archiviert in Australien Kommentare (2)

Pinguine in Bruny

zu den Feen

sunny 26 °C
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Der Weg zu den Russel Fällen gestern war einfach zu schön, da müssen wir heute früh ein zweites Mal hin.

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Nach den Fällen führt der Rundweg zum Big Tree Walk. Schon wieder Riesenbäume denken wir, diesmal heißen die Vertreter Swamp Gum und sind bis 90m hoch.

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Leider keine Besteigmöglichkeiten hier. Weiter zu den Lady Byron Falls – heute wird scheinbar der Wasserfalltag.

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Pademelons hier wohin man schaut. Überall hüpfen sie. Eher selten sehen wir Wallabies, die sind sehr scheu und jeweils nur sehr kurz zu sehen. Vögel sind hier im Vergleich zum Festland wenige unterwegs. Die Erklärung hierfür bekommen wir einen Tag später.

Wir wollen heute einen Schlafplatz in der Nähe der Fähre nach Bruny Island und suchen uns die Snug Hills aus. Dort gibt es auch noch einen Walk zu einem Wasserfall. Entlang einem Bach mit wenig Wasser erwarten wir nicht wirklich etwas Großes am Ende. Der Weg ist auch nicht so besonders, wir sind schon wieder mal ziemlich verwöhnt was Wanderwege betrifft.

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Der Platz für die Nacht ist zwar ruhig, aber einer der unattraktivsten die wir bisher hatten. Keine Piknikbänke, keine Aussicht, kein Wasser, kein WC. Ist ja nur für die eine Nacht. Noch vor dem Frühstück fahren wir runter ans Meer, in der Umgebung wollten wir nicht. Snug Beach ist viel besser geeignet den Tag zu beginnen.

Wir müssen heute einen wichtigen Agendapunkt erledigen. Betsy muss im Internet zum Verkauf angeboten werden. Unsere Tage hier sind bald gezählt und der Verkauf des Autos ist der letzte Punkt der unser Budget noch ruinieren kann.
Was wenn wir keinen Käufer finden? Wir haben nur 4 Tage Zeit um nach Rückkehr von Tasmanien in Melbourne den Verkauf unter Dach und fach zu bringen. Nicht wirklich viel Zeit. “No worries“ sagen die Aussies.

Die haben Strom auch und Internet daheim. Es beginnt wieder eine Odyssee. Diesmal durch Tasmanien, denn McDonalds mit Steckdose ist ein Problem. Es gibt rund um Hobart viele Burgerbuden und die fahren wir alle der Reihe nach ab. Der Vorletzte hat eine Steckdose, die ist aber weit von Tischen und Stühlen entfernt. Wir fahren zum letzten McDonalds. Der hat natürlich auch keine Steckdose, aber liegt in einem Einkaufszentrum und da vertreiben wir uns erst mal die Zeit.

Natürlich nicht nur so flanieren, das geht mit Thomas eh nicht. Er braucht Schlappen, denn seine hat er an einem Rastplatz mitsamt Campingstuhl stehen lassen. Meine Sonnenbrille die ich seit 2 Monaten habe ist auch weg. Wieder etwas auf unserer kaputt-verloren-Liste (siehe am Ende des Beitrags). Ich weiß nicht was wir besser bei der ersten Reise gemacht haben, da hat Thomas in einem Hotel ein Pullover vergessen den wir 3 Tage später wieder abgeholt haben und nur meine Kamera blieb in Sydney. Wobei die Liste “kaputt“ ist viel länger, die Schlappen und auch der Campingstuhl hatten ihre besten Tage hinter sich. “Ihr hattet doch 2 Campingstühle“ würdet ihr sagen? Der erste ist bereits vor 2 Wochen kaputt gegangen.

Wir finden nicht nur neue Schlappen sondern auch ein Cafe mit Internet. Betsy steht nun zum Kauf bereit und wir bekommen schon erste Anfragen. Nun können wir beruhigt nach Bruny fahren.

Bruny ist eine wunderschöne Insel im Südosten von Tasmanien die uns empfohlen wurde.

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Da müssen wir mit der Fähre rüber. Erstaunlich günstig, sonst sind die Fähren hier ziemlich teuer.

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Was gibt es hier? Zwergpinguine oder Feenpinguine übersetzt, (so süß) die nach Sonnenuntergang zu ihren Nestern tappen. Das haben wir schon auf Philipp Island vor 3 Jahren gesehen, dort war es eine Veranstaltung voller Aufpasswachteln und sauteuer. Wir sehen uns den Schauplatz tagsüber an. (unten links kommen abends die Kleinen hin zum schlafen)

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Das wollen wir uns nicht entgehen lassen. Thomas schlägt vor wir campen bei dem Campingplatz in der Nähe und gehen zu Fuß zurück und legen uns auf Lauer. Super Plan. Ich will lieber mit Betsy hinfahren, aber so ein Spaziergang abends ist doch so romantisch.

Die ersten Bedenken kommen schnell, immerhin ist der Strand von hohem Gebüsch begrenzt. Nicht viele Wege dazwischen, wie sollen wir da nachts zurück zum Campingplatz finden? Zur Not laufen wir an der Straße. Klingt erst mal gut. Nach einiger Zeit merken wir, dass es viel weiter ist als gedacht. Jetzt gibt es aber kein zurück mehr, sonst verpassen wir die Dämmerung.

Am Strandabschnitt wo die Kleinen ankommen legen wir uns ins Gebüsch. Warten - manno so ohne Bewegung wird es ganz schön kalt hier, aber frieren sind wir ja gewohnt. Seit 2 Monaten tun wir ja fast nichts anderes. Wenn nur der blöde Wind nicht wäre. Nun ist es fast dunkel, wir sehen fast nichts, außer ein paar Punkten die sich bewegen. Das müssen die Kleinen sein. Es ist mal wieder etwas planlos verlaufen. Grmpf!

Wir wollen zu den anderen Beobachtern hinter der Absperrung, haben aber Bedenken, dass da Rangerwachteln rumstehen die uns anschnauzen wenn wir vom Strand kommen. Was nun? Ein Stück zurück haben wir einen kleinen Weg durch das Gebüsch gesehen. Den versuchen wir nun zu finden. Vergeblich. Dann Känguruspuren im Sand. Vielleicht kannte der einen weg durchs Gebüsch? Ja, der kennt bestimmt einen aber der kommt auch hüpfend einfacher durch als wir.

Nach weiterem Suchen finden wir einen kleinen Durchgang. Thomas sagt “Was läuft denn da vor mir her?“ Dann schreit er “Pinguin“, da ist der Kleine schon im Gebüsch verschwunden. Wir laufen bis zu Straße und bis zum Campingplatz. Da krabbelt wieder was an der Straße. Ich schreie “Echidna“, warum läuft der aber so seltsam? Auf einmal wird uns klar, es ist ein weiterer Zwergpinguin panisch vor uns herlaufend. Das ist so niedlich stellt euch vor ein Pingiun so groß ist wie eine Taube und schnell watschelnd. Für Fotos zu spät.

Wirereichen in dieser Nacht tatsächlich noch den Campingplatz und legen uns erschöpft ins Bett. Heute sind wir echt viel gelaufen, aber es war es wert.

Liste kaputt: Handy 1, Handy 2, Foto Objektiv, Fotocamera, Reserveakku (Camera), USB Stick,
2 Campingstühle, Autoreifen, Sonnenbrille, Schuhe, Schlappen,

Liste weg:
2 Sonnenbrillen, Schlappen, Campingstuhl

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Bruny II - noch mehr Pinguine

zurück in Tassie

sunny 25 °C
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Am nächsten Tag wollen wir eine Bruny Island Cruise Tour machen. Trotz Montag ist die erste Tour am Vormittag ausgebucht. Werbung für diese Veranstaltung findet man überall in Tasmanien. Ausgezeichnet mit etlichen Preisen. Beste Eco Tour Australiens 2010. Schon wieder das Wort "Eco" - wir sind skeptisch.

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Aber das ist scheinbar DIE Tour hier. Wir buchen die Nachmittagstour und reichen 100$ pro Person über den Schalter *schluck*. An die exorbitanten Preise für alles hier haben wir uns auch nach über 2 Monaten noch nicht gewöhnt.

In der Zeit bis es losgeht checken wir auf Campsite ein. Wir finden eine tolle Stelle direkt am Wasser. Einer der besten Stellplätze der ganzen Reise. Wir richten uns provisorisch ein, denn in ein paar Stunden geht unsere Tour los.

Die Tour fängt dann auch ganz ordentlich an, einen Kelpwald habe ich noch nie aus der Nähe gesehen. Das Wasser ist kristallklar. Ich stelle mir vor wie toll es sein müsste durch diesen Tangwald zu tauchen. Allerdings bei 18° Wassertemperatur – lieber doch nicht.

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Die Klippen hier bestehen aus Dolerith, das gibt es angeblich nur noch an 2 anderen Stellen in der Welt. Ahja - diese Info haut uns nicht wirklich vom Hocker, die Klippen schon eher.

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Das Boot fährt nacheinander einige Stellen mit Höhlen und Felsformationen an.

Maria mit Kind

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Das Schlüsselloch

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und das hier sieht aus wie ein …

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Am Ende der Fahrt noch ein paar Pelzrobbenkolonien. Zuerst sieht man sie, dann hört man sie...

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und zuletzt riecht man sie auch.

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Das war es dann auch schon, mach 2 Stunden geht es wieder zurück zum Pier. 200$ hierfür finden wir nun extrem überteuert. Für uns beginnt sich ein Muster abzuzeichnen. Unsere Highlights hier in Australien sind kostenlos oder zumindest mit wenig finanziellem Aufwand verbunden. Attraktionen, speziell für den Tourismus aufbereitet, sind gelegentlich interessant aber immer völlig überzogen im Preis. Beispiele?

1x über die Hafenbrücke von Sydney gehen = 150€; (unten gehen ist kostenlos)
1x Tauchen am Ningaloo Riff = 150€;
Tree Top Walk in Victoria in der Nähe der Great Ocean Road kostet mehr als das doppelte als der Tree Top Walk in WA, ist aber nicht besser.
Eintritt Australia Zoo = 40€ (der Zoo in Dubbo soll besser, größer sein, der Zoo in Sydney ist auch klasse)

Die Aufzählung könnte so weitergehen. Wir würden hier nichts mehr buchen das in irgendeinem Prospekt beworben wird.
Was noch kostenlos ist, ist der Sternehimmel am wunderschönen Capitan Cook Campingplatz. Dank kaputter Kamera und Flemmings Schnellkurs vor ein paar Wochen bekommen wir den Sternenhimmel so gut hin wie es eben ohne Stativ geht. Nicht schlecht oder?

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Auch Tagsüber ist der Campingplatz einer der schönsten.

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So erkunden wir dann auch am nächsten Tag den Süden der Insel auf eigene Faust. Es wird wieder eine Folter für unser Auto. Ungeteerte Strassen mit Löchern so tief, dass man darin schwimmen könnte wenn Wasser drin wäre. (Es kommen Erinnerungen an Turda in Rumänien auf)

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Die schönsten Stellen sind hier entlang an der Dirt Road, zum Beispiel der Leuchtturm.

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Zur Krönung fahre ich Betsy auch noch auf den Strand und am Meer entlang.

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Das ist hier erlaubt, offiziell ist das allerdings als 4WD-Strecke ausgeschrieben. Dicht am Wasser ist der Sand fest genug dass wir ohne Probleme am anderen Ende der Bucht ankommen.

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Dort gibt es eine Campsite im Nationalpark. Auch hier möchte man gerne 10$ zusätzlich zum Nationalparkeintritt den wir ohnehin schon bezahlt haben. Eigentlich nicht viel Geld, allerdings gibt es hier weder Wasser noch Mülltonnen. Hier werden wir die Nacht nicht bleiben. Auf dem Rückweg werden wir am Strand von einem Ranger angehalten.

Er fragt uns nach den Nationalparkausweis, Thomas versteht nur “park“ und meint zu ihm: “Aber wir wollen hier gar nicht parken“. LOL Seltsamerweise habe ich (die hinter Thomas stand und sonst nur die Hälfte verstehe) es verstanden und Tom auf die Sprünge geholfen. Dann kapiert Thomas, und wedelt mit dem Ausweis. Der Ranger rollt die Augen und fährt weiter. Was er sich über deutsche Touristen denkt kann man sich denken.

Wir fahren alle Buchten ab auf Bruny und entdecken auch noch den Glibberstand, ich nenne ihn zumindest so.

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Hier gibt es Glibberwürmchen, sowas haben wir auf allen Reisen noch nicht gesehen.

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Wir haben vor den Feenpinguinen einen weiteren Besuch abzustatten. Vielleicht kriegen wir die Vögel doch noch aus etwas geringerer Entfernung zu sehen. Auf dem Parkplatz dort könnten wir auch die Nacht bleiben.

Pinguinnacht
Wir warten erneut auf die Mini-Pinguine und da kommen sie tatsächlich. Die sind sowas von süß und klein, wie sie ängstlich umherwatscheln. Wir dürfen nicht blitzen, weil sie sonst zurück ins Wasser gehen und ihre Kleinen heute nichts zu fressen kriegen. Das wollen wir natürlich nicht riskieren.

Ein paar Filme drehen wir, aber selbst dafür reicht das wenige Licht das die Ranger mit abgedunkelten Rotlichstrahlern machen kaum aus. Pinguine sind die Hauptattraktion hier, aber die Ranger machen auch auf die Muttonbrids, die hier wie verrückt rumfliegen aufmerksam. Die haben auch ihre Nester hier, aber gegen die kleinen Pinguine kommt keiner an. Wir machen noch ein paar Filmchen und gehen dann ins Bett. Immerhin hat der Ranger 15 Pinguine gezählt, so viele wie seit Tagen nicht mehr. Es ist zum verrückt werden, um diese Jahreszeit gibt es hier die wenigsten Pinguine und die meisten Besucher.

Angekommen in unserer Betsy warten wir bis die Ranger wegfahren und machen unser Bett. Ein paar Franzosen übernachten auch hier in einem riesigen Van. Auf einmal sehen wir eine die ganze Zeit auf die Straße leuchtet. Ein kleinen Pinguin der sich verlaufen hat oder unsicher ist ob er durchgehen kann. Er steht und sieht sich alles an, er ist so niedlich es kostet verdammt viel Überwindung den kleinen nicht zu packen ihn ordentlich zu knuddeln und mit ins Bett zu nehmen. Thomas müsste wegen dem Pinguin-Fisch-Geruch draußen schlafen, aber gegen den kleinen Pinguin hätte Thomas längst verloren, das ist ihm klar. Ich merke aber wie verstört der Kleine ist und lasse ihn in Ruhe.


Pinguinmorgen

Am nächsten Morgen stehe ich um halb 5 auf um die Pinguine zu sehen wenn sie zurück ins Wasser gehen. Wenn man sie dabei stört kann es wenigstens nicht passieren, dass sie umdrehen und ihre Brut für diesen Tag alleine lassen. Alina will nachkommen, zumindest grummelt sie etwas in der Art im Halbschlaf. Es ist noch dunkel aber da sind sie schon.

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NIcht sehr erfreut von meiner Anwesenheit, aber auf dem Weg zum Wasser lassen sie sich nicht sehr stören.

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Alina steht endlich auch auf aber die Pinguine sind längst weg. Wir sehen noch viele Muttonbirds, die sich auf dem Boden wie Pinguine bewegen. Wieder zurück beim Auto sehe ich einen Muttonbird auf der Strasse liegen. Sieht leblos aus. Der lag eben noch nicht da. Ich hebe ihn auf, da regt er sich langsam wieder. Ich will Alina fragen ob sie weiss was mit dem passiert ist und halte ihn ihr vor die Nase. Sie schreit schrill und nun ist auch der Vogel wieder hellwach. Alina hat Angst vor Vögeln besonders vor toten Vögeln. Federvieh ist ihr nicht geheuer, es sein denn es ist was Papagaien- oder Pinguin-artiges. Der Vogel war gegen die Stromleitung geflogen, das hat Alina mitbekommen, sich aber nicht rangetraut. Eine kurze Untersuchung ergibt - der Vogel ist unverletzt, nur noch ein wenig benommen. Ich setzte ihn auf einen Busch, da sollte er sich wieder erholen.

Das war es dann auch schon mit unserem Bruny-Intermezzo. Wir nehmen die Fähre zurück nach Tassie.

Eingestellt von Tom Travel 19:19 Archiviert in Australien Kommentare (6)

TASmanien = fanTAStisch

von Bruny zur Wineglass Bay

sunny 28 °C
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Wir verbingen die Nacht in Sorell an einem eher faden Platz am Stadtrand. Fast wäre uns dieser Sonnenuntergang entgangen.
Schon wieder war der Akku der Nikon leer und wir können nur mit der kleinen Fuji fotografieren.

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Am nächsten Tag ist Australia Day – Nationalfeiertag. Was macht der Australier am Australia Day? Känguruh Whiskey trinken? BBQ mit Emu Öl? Dieses Jahr nicht, denn wir haben zum ersten Mal auf Tasmanien Sch***wetter. Arme Australier, die können einem fast Leid tun, all die schön vorbereiteten Barbies (BBQ) fallen heute aus. Wir tun heute mal nichts und verbringen den ganzen Tag an der Swansea Campsite mit Faulenzen. Das tut uns auch mal gut.

Man kann nicht hier in Tasmanien sein und nicht zur Wineglass Bay im Freycinet National Park fahren. Eine der muss-man-gesehen-haben Attraktion. Da fahren wir heute hin und wir haben schon wieder bestes Foto- und Wanderwetter dafür. 28° und fast wolkenlos - ein Wetter zum Eierlegen!

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Die Bucht ist nur über einen ziemlich beschwerlichen Weg zu erreichen. 2-3 Stunden hin- und zurück. Alina hat Flip-Flops als Schuhwerk gewählt und bereut das bald. Stößt sich mehrfach die Zehen und flucht wie ein Kesselflicker hinter mir. Natürlich bin ich schuld.

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Zunächst geht es zum Aussichtspunkt.

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Blick auf die Wineglass-Bay und es wird auch sofort klar warum die so heisst. (Endlich mal etwas das der Laacher See nicht hat!)

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Von dort durch den Wald hinunter an den Strand. Das Wasser sah schon von oben so einladend aus. Viele Einheimische gehen auch glatt zum Baden rein – wir nicht!

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Dann treffen wir das unerschrockenste Wallaby hier. Es lässt sich streicheln und unzählige Fotoshootings über sich ergehen, Hauptsache es kann die Bananenschale zu Ende kauen. Die Banane hat er aus dem Beutel einer Touristin geklaut. Interessanterweise scheint ihm die Schale besser zu schmecken als die Frucht darin. Wir meinen hätte sie es vorher gewusst dass er die Banane nicht will, hätten die zwei es doch teilen können. Jetzt ist die Banane voller Sand.

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Das nutzt Alina aus, vergessen ist die falsche Schuhwahl, jetzt wird gestreichelt und posiert.

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Danach probiert das freche Wallaby doch die Banane. Am Ende war es doch zuviel des Guten für das Tier und wir sehen ein Känguruh kotzen.
Bilder ersparen wir euch.

Eingestellt von Tom Travel 19:18 Archiviert in Australien Kommentare (3)

Bay Of Fires

es wird immer besser

sunny 29 °C
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Wir fahren die Ostküste ein Stück weiter hinauf. Ganz schön windig hier.

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In Little Bay übernachten wir. Es ist nicht kalt, wir machen uns trotzdem ein kleines Lagerfeuer - wenn es schon mal erlaubt ist.

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Wieder muss die Kamera für ein paar Nachtaufnahmen her, wir versuchen wieder mal den tollen Sternenhimmel überzubringen. Irgendwann werdfen wir es auch noch schaffen die beiden Nachbargalaxien, die man hier ständig sehen kann aufs Foto zu kriegen.

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Heute geht es zur zweiten Hauptattraktion Tasmaniens – die Bay of Fires

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mit ihren vielen traumhaft schönen Buchten.

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Die kannte kaum jemand bis ein UK Reisemagazin Binalong Bay - eine dieser Bucht(en) - 2005 zur Zweitschönsten der Welt erkoren hat.

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Wir wissen nicht welche die Schönste geworden ist, vielleicht war es ja Lucky Bay in WA – immer noch unsere persönliche Nr.1. Hier kann man bequem mit dem Auto hinfahren.

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Camping gibt es an vielen Stellen entlang der Küste kostenlos. Entlang der Küstenstraße bleibt uns mehrmals der Mund offen stehen bei diesen Aussichten.

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Egal was nun noch kommt, für mich ist Tasmanien jetzt schon der Höhepunkt der gesamten Reise. FanTAStische Urwälder, tolle Strecken mit dem Auto durch die Wälder und Berge, Strände so schön dass es im Auge weh tut.

Man braucht allerdings so ein Wetterdusel wie wir. Vorgestern als es so trüb war konnten wir uns vorstellen wie viel von der Faszination verloren geht wenn die Sonne und das Licht fehlt. Wir haben relativ viel Zeit für diese kleine Insel vorgesehen, aber wieder zu wenig. Ein Monat mehr wäre kein Problem.

Genug von den Stränden, wir fahren wieder ins Landesinnere über den Myrtle Pass und machen einen Abstecher zu einem kleinen Regenwaldlehrpfad entlang der Strecke. Noch haben wir uns an den Riesenfarnen nicht satt gesehen.

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Dann ist auch schon Schluss für heute. Wir übernachten in Weldborough auf der dortigen Campsite.

Am nächsten Tag holen wir ein wenig unseren Blog-Rückstand auf und fahren anschließend nach Launceston, zweitgrößte Stadt Tasmaniens. Als Pfarrer Horton 1822 hierhingeschickt wurde schrieb er nach kurzer Zeit: "Die Verrücktheit dieser Leute übertrifft alle Berichte. Blasphemie, Trunkenheit, Dummheit." Wenn einer seiner Vorgesetzten hier wäre würde er sofort verstehen warum viel mehr Missionare dringend benötigt werden. Anscheinend kamen die auch, denn es ist eine wunderbare ruhige Stadt geworden.

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Victorianische Architektur und eine wunderschöne Bade-Schlucht direkt neben dem Stadtzentrum. Wunderschöne Felsen, Wanderwege, ein kostenloses Schwimmbecken, ein Fluss, ein Platz zum Grillen - klasse!

Wir sind aber auch hier weil wir einer Einladung von Sharon und Stan folgen. Sie meinten wenn wir mal in der Gegend sind sollen wir vorbeikommen. Sind wir – machen wir. Die beiden haben wir vor gut einer Woche beim Campen am Lake Burbury getroffen. Die ersten Australier die uns zu sich nach hause einladen, das können wir uns nicht entgehen lassen.

Sharon und Stan haben haben einen Bungalow mit einer herrlichen Aussicht über den Fluss.

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Überall blühen die Rosen, im Garten gibt es Tomaten, Zitronen, alles gedeiht hier. Sie haben Freunde eingeladen und Stan steht am Barbie (BBQ). Er erklärt mir, das sei der Männerbereich. Eine australisches Barbecue ist grundsätzlich schwarz, hergestellt in China (?) und ein Heiligtum, dass Frauen nicht betreten sollten. Stan ist Brite und das merkt man auch, seine Humor ist einfach herrlich!

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Wir werden verwöhnt mit Fleisch vom Grill, Salat, Eiscreme und leckere Erdbeeren, Wein (aus der Flasche, kein Karton)

Nächter Tag es regnet Bindfäden. Sharon und Stan sagen wir könnten gerne noch einen Tag hier verbringen - was sollen wir bei dem Regen schon groß machen. Morgen müssen wir aber wirklich weiter, unsere Zeit hier geht zu Ende und Alina hat immer noch keinen Wombat gesehen.

Eingestellt von Tom Travel 03:39 Archiviert in Australien Kommentare (2)

Narawntapu National Park

Da die Dickerchen!

sunny 24 °C
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Nein, es ist kein Wallaby über die Tastatur gehüpft, dieser Park heißt wirklich so.

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Hier gibt es garantierte Wombatbegegnungen. Seit Tagen höre ich mir das nun schon von Alina an: "Warum sind wir nicht nach Cradle Mountain gefahren? Da gibt es Wombats!"

Dieser Park ist allerdings für seine Wombats bekannt und so hoffe ich, dass die Beschwerden dann endlich aufhören. Die tappsigen Dickerchen rangieren auf der Niedlichkeitsskala mit den Koalas und Quokkas ganz oben. Wombats und Koalas haben gemeinsame Vorfahren. Alina meint die Wombats bestehen nur aus Hintern, um so noch putziger auszusehen.

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Es ist Spätnachmittag als wir ankommen. Camper abgestellt und kaum losgegangen sehe ich auch schon den ersten Dicken. Dann noch einen und noch einen und noch einen. Alles voll hier!

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Sie sind nicht alle auf einem Haufen aber auf der Wiese sieht man sie vom Weitem.

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Manche sind recht scheu und laufen bei Annäherung weg.

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Das sieht noch süßer aus, wie laufende Minibärchen.

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Eine Familie Riesen-Kängurus läuft uns später noch über den Weg.

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Es gibt einen Boardwalk über den Fluß, einen See und rundherum eine riesige Wiese. Mehrere km² groß. Deswegen auch so viele Grasfresser hier. Wallabys, Pademelons, Wombats tummeln sich ab Spätnachmittag. Eine Pademelongruppe hält sich immer in unserer Nähe auf. Wir schauen ihnen den ganzen Abend zu.

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Alina sieht mal wieder eine Schlange und ich bin nicht dabei - klaro. Obwohl Alina meint ich darf ich mich nicht beschweren wir haben hier in Tasmanien bereits 2 gesehen. Jeden Abend lachen sich die Kookaburras einen Ast, das gefällt uns ausserordentlich.

Eines hätten wir fast vergessen. Wir wachen in der Nacht auf weil es am Auto kratzt und klappert. Wer macht sich da mitten in der Nacht an unserem Auto zu schaffen? Wir machen die Vorhänge auf und da guckt uns ein Opossum durch die Windschutzscheibe an. Er kommt näher zur Fensterscheibe als wir ihn anleuchten. Heute gibt es keinen Wein. Dann dann klettert er auf unserer Jalousie herum und bringt sie fast zum Einsturz. Thomas muss raus in die Kälte, um es wieder zurichten, damit es nicht nachts gegen den Van schnalzt.

Diese Opossums...wie werden wir sie bald vermissen. Zusammen mit den Kängurus, Kookaburras, Wombats, Koalas, Quokkas, Wrens, u.v.a. Die Tierwelt Australiens und speziell hier in Tasmanien ist einfach unglaublich.

Eingestellt von Tom Travel 02:05 Archiviert in Australien Kommentare (4)

Cradle Mountain National Park

noch mehr Wombats!

overcast 18 °C
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Gestern Nacht war es die kälteste Nacht bisher. So kalt dass wir nicht mal raus gehen und den Sonnenuntergang fotografieren wollten, obwohl der wirklich schön aussah. Ihr sitzt bei Minusgraden nachts schön warm in in eure Häusern, wir schlafen bei 8 Grad in der dünnwändigen Betsy. Unsere dünnen Decken wärmen nicht wirklich. Es ist so kalt diese Nacht, wir ziehen alles an was wir haben. Wer will tauschen? Wahrscheinlich viele von euch. :-)

Wir haben viele Wombats gesehen, sehr viele. Nicht genug meint Alina und deswegen fahren wir heute zur dritten muss-man-gesehen-haben Attraktion hier in Tasmanien: Cradle Mountain National Park. Landschaftlich ein Leckerbissen UND noch Wombats dazu - was will man mehr?

Zunächst mal beäugt uns ein Wallaby völlig furchtlos.

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Wir fahren bis ans Ende der Strasse zum Dove Lake.

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Wirklich hübsch hier, sogar ohne Sonne. Wir wandern einmal um den See und knipsen was das Zeug hält. Hier eine kleine Auswahl:

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Dann kochen wir erstmal. Es ist noch zu früh für Tierbegegnungen und wir warten auf die Dämmerung.

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Wieder ein Wallaby, diesmal allerdings schnell auf der Flucht

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Und da sind sie wieder, Alinas Lieblinge

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Als wir schon wieder fahren wollen kommt ein sehr neugieriges Wallaby auf uns zu und Alina kann sich kaum los reißen.

Das Gespräch geht so: Mensch du bist ja ein süsser! Ja klar das bin ich!

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Hast was zu futtern?

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Stellst dich neben mich hin für ein Foto? Ach weiss nicht, was springt denn dabei für mich raus?

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Du kommst in unseren Blog vor und wirst namentlich benannt! Ja dann.. klaro!

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So, jetzt müssen wir leider weiter.

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Nein bleib hier, du bist gar nicht so übel.

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Irgendwann kann ich sie doch loseisen und wir fahren talwärts in der Hoffnung dass es da unten wärmer wird. In Gowrie Park finden wir einen schönen Platz kurz vor Sonnenuntergang.

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Für euch noch eine nette Geschichte warum manchmal Känguru, manchmal Wallaby. Wallaby ist der richtige Aboriginee Name für diese Tiere. Als die Europäer diese Tiere zum ersten Mal sahen und die Aboriginees fragten wie diese heissen sagten diese: "Kangaroo". Sprachwissenschaftler haben heraus gefunden, dass dies uebersetzt heisst: "Ich verstehe dich nicht". Nette Geschichte - wir haben herzlichst gelacht. Mittlerweile werden die großen tiere "Roos" genannt und die kleineren Wallabys. Koala heisst uebrigens: "Trinkt nicht".

Eingestellt von Tom Travel 20:33 Archiviert in Australien Kommentare (2)

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