Reise blog von Travellerspoint

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€-Tick-Tack

die Alten sind wieder allein

sunny 29 °C
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Nach dem gestrigen Debakel auf dem Immigration Office sind wir nun übers Wochenende zur Untätigkeit in Sachen Visum gezwungen. Die Penalty Uhr tickt allerdings auch jetzt - jeden Tag kommen ca. 35€ dazu. Zu meinem Entsetzen mußte ich im Reiseführer lesen, dass die Zweigstelle der Immgration in Makassar (wo wir Montag oder Dienstag demütigst Verlängerung beantragen werden) notorisch zickig und schwierig ist bei diesen Dingen. Na super!

Vorgestern hat Nadja Alina zum Tanzen überredet. Für mich ist das nichts, ich muß in meinem Alter befürchten, dass mir dort jemand einen Stuhl anbietet. Die Mädels sind losgezogen und ich konnte am Pool mit meinem Bier relaxen. "Schön", dachte ich, dann fing aber bald die Pool Party an. Die war aber mit ätzender Techno Musik doch sehr störend.

Im Tubes-Restaurant mit den legenderän Surfbrett

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hatte ich vorgestern ein doppelten BomBum getrunken und musste gar nicht großartig zum Tanzen überedet werden. Allerdings im Sky Garden fiel mir der Altersunterschied sehr auf. Wenn ältere da waren, dann gut versteckt in einer dunklen Ecke. Das ist aber nichts für mich, wenn schon Gaudi, dann rein ins Getümel und Party!

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Die Eiswürfel flogen wieder durch die Menge, direkt vor den Augen der Security. Das fand der aber ganz witzig, nur über die Brüstung durfte ich mich nicht lehnen, sonst ist der ganz entspannt. Nicht wie in München im Willenlos wo ich nach Eiswürfelwerfen gebeten wurde das Lokal zu verlassen. Die Musik wurde dann aber immer lauter und leider schlechter. Da merkt man vielleicht doch das Alter. Wir haben 2 nette Jungs aus Deutschland kennengelernt (19 Jahre!) und nach dem mich der eine auf 21 geschätzt hatte dachte ich nur, die Jugend ist heute nicht nur taub sondern auch blind. ;-)

Egal, für mich war die Mission erfüllt. Ich bin glücklich und bevor ich aus Müdigkeit auffalle habe ich mich verabschiedet. Da war die Pool Party vor unserer Hütte voll im Gange. Thomas sitzt daneben und wirkt nicht glücklich. Ich merke es ist die Musik, sonst würden wir vielleicht noch mitmachen, aber mit Teknokacke geht gar nicht. Dann gehen wir eben schwimmen. Wir haben den Pool direkt vor der Zimmertür. Die Party verlagert sich direkt neben unser Zimmer, blöderweise ohne uns. Wir versuchen zu schlafen. Nadja kommt heim nach Sonnenaufgang. Was bin ich froh, dass ich nicht mehr 18 bin.

Nadja nutzt ihren vorletzten Tag zum Shoppen und für den Sonnenbrand ihres Lebens nachdem sie am Strand eingeschlafen ist. Die Mädels gehen erst den Sonnenuntergang gucken und machen die üblichen Bilder.

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Bye bye Strand für Nadja die immer röter wird. Sie müsste sich eh die nächsten Tage vor der Sonne verstecken.

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Auch heute noch mal ab in den Sky Garden - das ist der Schuppen den man hier im Gora Beach bis 4 Uhr morgens hämmern hört. Nadja leuchtet rot wie eine Ampel, Alina muss wieder in die Sonne, sie weisselt schon wieder.

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Heute ist Alina nur Nadja zuliebe mitgegangen. Sie ist wieder altersmässig nicht aufgefallen, kommt aber trotzdem schnell heim. Keine Pool Party heute - wir schlafen wie Babys.

Sonntag, Rasiertag und Nadjas letzter mit uns. Sie merkt den Sonnenbrand kaum ohne Schlaf, da sie wieder bis zum Sonnenaufgang unterwegs war. Aber am nächsten Tag läuft sie herum wie Falschgeld. Wie beim Muskelkater ist auch beim Sonnenbrand der zweite Tag bekanntermaßen der Übelste. ^^

Wir gehen nochmal schön essen - da kommt schon das Taxi. 4 Wochen vergingen wie im Flug.

Wirt wollen es jetzt ein wenig ruhiger angehen, denn in Bali sind wir ganz schön rumgereist.

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Ab jetzt mal wieder etwas langsamer, Alina muss arbeiten, wir wollen ein ruhiges Plätzchen finden und etwas entspannen. Rundreisen sind soo anstrengend. Wenn nur die blöde Sache mit dem Visum nicht wäre...

Eingestellt von Tom Travel 06:54 Archiviert in Indonesien Kommentare (1)

Makassar

Rote Mappe, Formular 23 und schwarze Tinte

sunny 30 °C
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Wir fliegen mit Lion Air eine Station weiter, 1000km nach Norden nach Sulawesi. Das sieht beim Anflug von oben ziemlich trocken aus. Gut so, denn Regen können wir in den nächsten Wochen hier überhaupt nicht gebrauchen. Zum Strandurlaub gehört nun mal Sonne.

Mir liegt die Visumsgeschichte schwer im Magen und ich denke mir bereits herzzereissende Geschichten aus um die Immigration-Beamten milde zu stimmen. Zwecklos, wie sich bald herausstellt – hier in Sulawesi kommt man mit Englisch nur selten weit. Auf dem Amt spricht man nur Bahasa.

Gleich am Gepäckband am Makassar Airport werden wir von einem Local abgefangen. Normal reagieren wir auf so eine Anmache nicht, aber in der Not frisst der Teufel Fliegen. Er will uns eine Taxifahrt in die Stadt und eine Rundreise in den Norden andrehen. Ersteres brauchen wir wirklich, Letzteres nur vielleicht. Das sage ich ihm aber nicht, sondern schildere unser Problem mit der Aufenthaltserlaubnis. „No problem, I have friend work in imigrasi office.“

Ob das mit dem Freund so stimmt ist mir völlig wurscht, ich frage wie lange es dauert das Visum zu bekommen. "You pay little more and can have in 2 days" Wow! SO funktioniert das also. Wie naiv waren wir in Bali auch nur daran zu denken selbst den regulären Behördenweg zu gehen. Anfängerfehler!

Er fährt uns hin, füllt mit uns die Formulare aus, handelt mit den Offiziellen. Auch hier sind rote Schnellhefter und schwarzer Kuli obligatorisch. Aber es kommt Bewegung in die Sache.

Einen Moment glauben wir sogar um die Geldstrafe wegen Überziehung herumzukommen – leider wird daraus nichts. In dem Punkt ist der Beamte knallhart und brummt uns 3 Tage auf. Sind 100€ - geht ja noch. Dazu kommt nun allerdings noch die Gebühr für die Expressbearbeitung des Antrags und das Honorar für unseren Helfer.

Für heute ist alles in die Wege geleitet, morgen liegen die Pässe mit frischem Visum zur Abholung bereit. Die Fahrt vom Office zum Hotel in Makassar dauert 1 Stunde. Als wir den Flug hierhin gebucht haben dachten wir das wäre irgendein Kuhkaff. Das Kaff hier hat allerdings 1,8 Mio Einwohner und ist echt riesig.

Unser Helfer bemerkt unsere Abneigung gegen den hiesigen Verkehr und bietet an die Pässe für uns morgen abzuholen. "Wie, das geht? Hier muss man nicht persönlich erscheinen?" "No problem, you pay little extra and everything goes" Ich wußte irgendwie dass das kommt.

Auch schon egal, keiner von uns hat Lust auf 2 mal die Strecke im Stau morgen Vormittag. Das wäre also geritzt.

Unser Hotel liegt ganz nah an der Strandpromenade – nicht wirklich schön hier, aber mords was los heute. Es geht zu wie bei einem Volksfest. Fallschirmspringer haben einen Zielsprungwettbewerb zum Sonnenuntergang. Das gibt ein paar hübsche Bilder.

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Bei uns werden Ostereier gefärbt, hier färbt man ganze Vögel. Ein wirklich armseliger Anblick, die kleinen Vögel panisch zu zweit in winzige Drahtkäfige gesperrt, völlig widernatürlich quietschbunt gefärbt. (ich vermute mit Lebensmittelfarbe) Was ist der Sinn davon? Für knapp einen halben Euro kann man so ein Pärchen samt Käfig kaufen und anschließend frei lassen. Bringt Glück!

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Alina kann es nicht mehr ansehen und kauft ein Paar. Sie sieht sehr unzufrieden aus.

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Die anschließende Befreiung hebt ihre Laune erheblich.

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Da sie den Käfig ganz vorsichtig öffnen will, damit die Vögel beim herausfliegen nicht hängen bleiben, stehen bald einige Locals um sie herum und filmen sie mit dem Handy.

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Sie ist auf einmal der Star, keiner guckt mehr auf die Fallschirme oder den Sonnenuntergang. Da wir so viel Aufsehen erregen, sind wir uns nicht mehr wirklich sicher, ob die sofortige Freilassung der Vögel der Sinn dieser Tierquälerei ist. Ich habe gemischte Gefühle dabei. So schön es ist den beiden die Freiheit zu geben, werden weiter Vögel gefärbt und eingesperrt, solange Leute sie kaufen.

Schon am nächsten Tag kommt mittags unser Helfer mit den Pässen und dem brandneuen Visa. Er arrangiert auch gleich ein Taxi zu unserem nächsten Reiseziel Pantai Bira südlich von hier. Schon wie in Sri Lanka nicht gerade eine billige Sache. Da wir unser Gepäck allerdings trotz Affen bisher nur unwesentlich reduziert haben, ist Transport in öffentlichen Kleinbussen nicht nicht wirklich eine Option.

175km = 6 Stunden, teils wegen Verkehr in Makassar teils wegen grottigen, an Turda erinnernden Straßen. Wir fahren an Salzplantagen

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und Reisfeldern vorbei.

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Unterschied zu Bali, hier stehen die Häuser auf Stelzen, und sind sehr bunt.

Ziemlich zerknautscht und durchgerüttelt kommen wir erst in der Dunkelheit in Bira an.
Erste leichte Enttäuschung: Internet-Access ist hier ein Problem. Ein einziges Restaurant bietet sehr eingeschränkten Zugriff.

Unsere Hütte liegt direkt an einer Klippe über dem Meer – so viel kann man noch hören. Wie es hier aussieht sehen wir dann erst morgen früh.

Eingestellt von Tom Travel 06:28 Archiviert in Indonesien Kommentare (5)

Der Morgen danach

Sand vom Feinsten und gröbster Unrat

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Stell dir vor du stehst morgens auf, gehst auf deine Terasse und siehst das hier...

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So sah das jedenfalls aus als wir heute morgen zum ersten Mal die Aussicht von unserem Balkon bei Tageslicht genossen. Frühstück in ziemlich genialer Lage. Schmeckt leider viel weniger genial. Toast mir Marmelade und Tee hatten wir schon besser.

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Zweite Enttäuschung: Trotz fantastischem Ausblick muss ein anderes Quartier gefunden werden. Die Bungalows und die direkte Umgebung sind bei Tageslicht gesehen in traurigem Zustand. Schutt und Müll überall. Hier muss es doch noch etwas Bezahlbares geben, dass uns besser zusagt.

Nächste Enttäuschung am Strand: angeschwemmter Müll verschandelt das Bild. Der Sand ist auf unserer Strandwertung der feinste den wir je gesehen haben. So weiss, dass er in der Mittagshitze kaum warm wird. Die Einheimischen kommen hier am Wochende hin und feiern. Dabei hinterlassen sie Müllberge und sogar Glasscherben im Sand.

In Asien ist ein schmutziger Strand etwas Normales, so kennt es jeder. Umweltbewußtsein kommt scheinbar erst mit Wohlstand. Es gibt hier durchaus Wettbewerbe - wer hat den saubersten Strand oder Stadt. Zaghafte Versuche der Regierung an der Müllsituation etwas zu ändern. Dann wird aufgeräumt was das Zeug hält. Leider sieht man bereits kurz nach dem Wettbewerb nichts mehr davon.

Ein interessanter Versuch zur Müllvermeidung ist dieses Damenhygieneprodukt aus pflanzlichem Material - na also, geht doch! Verschiedene Formen und Größen - paßt überall. ^^

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Leider gibt es kaum Palmen oder schattige Plätze am Beach hier. Das gibt in unserer Strandwertung weitere Minuspunkte. Das Dorf wirkt manchmal wie eine Geisterstadt, die noch nicht ganz aufgegeben hat. Ohne Ziegen, wäre es total fad. Die bringen uns mit ihrem dummen Geschau manchmal zum Lachen. Kennt ihr jemanden der schöner blöd gucken kann? (Autoren ausgenommen)

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Kaum Leute auf der Straße, viele Läden haben zu, die Restaurants sind leer. Nur eine handvoll ausländischer Touristen. Nicht einmal fliegende Händler, die einem etwas andrehen wollen. Wäre eigentlich perfekt zum Arbeiten, aber mit der schäbigen Unterkunft und der lausigen Internetsituation...

Es wird im Lauf des Tages nicht besser. Zunächst ist alles was wir uns an Alternativ-Unterkünften ansehen überteuert oder inakzeptabel. Kaum ist das Zimmer ansehnlicher und einigermaßen ordentlich gibt es Fantasiepreise. Mein erlerntes Bahasa wird langsam durchaus nützlich, Verhandlungen in Englisch verlaufen oft nicht zufriedenstellend.

Es gibt ein per Moped erreichbares ein deutsches Tauchresort, das ist aber völlig ausgebucht. Eine andere Dame die lange in München gelebt hat, hat auch ein paar schöne Zimmer in einem netten Garten, hält aber an ihrem utopischen Preis fest. Liebe Exmünchnerin, wenn schon hochpreisig, dann wenigstens mit Meerblick - so nicht. Wir verstehen nun die vielen geschlossenen Guest Houses und Hotels hier - es gibt zu wenige Gäste, die bereit sind diese Preise zu bezahlen.

Am Ende finden wir doch noch etwas, ganz oben auf einem Hügel, tolle Aussicht, freundliche Besitzer, preislich OK. Zwei Probleme die es zu lösen gilt: "Wie kriege ich unsere Koffer da den Berg hinauf?"

und "Woher kriegen wir brauchbaren Internetzugang?" Das überlegen wir uns morgen, heute essen wir bei Salassar und sehen uns den hübschen Sonnenuntergang an. Salassar ist das einzige Restaurant in dem ein wenig was los ist. Eine handvoll Touris hängen hier ab.

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Zwei Nächte bleiben wir im Sea View Hotel, dann ziehen wir um auf den Hügel ins Sunshine Hotel. Etwas weg vom Wasser aber mit Spitzenaussicht.

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Der Umzug mit unserem (trotz Affenreduktion immer noch viel zu viel) Gepäck wird die erwartet schweißtreibende Übung.
Wir geben dem Strand noch eine Chance. Von etwas weiter weg sieht es wirklich klasse aus. Nah rangehen darf man halt nicht.

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Am abend baue ich im Salassar mit seiner vorhandenen Internetverbindung ein WiFi-Netz, so daß wir nun auch mit unserem eigenen Rechner online gehen können. Besser als an einem fremden Rechner zu arbeiten, aber immer noch keine wirklich brauchbare Lösung für uns. Alina muß arbeiten und so wird das nichts. Der Wirt ist allerdings erstaunt was mit seiner alten Windows-XP-Krücke alles möglich ist. Er würde von mir gerne wissen wie ich das gemacht habe, weil er seinen Gästen gerne WiFi anbieten würde. Dieses Wissen behalte ich lieber für mich, sonst habe ich später den Support an der Backe. :-)

Alina ist nicht bester Laune, hier gibt es keine Shops, zu wenig andere Leute zum Quatschen - sie will am liebsten bald hier weg zurück nach Bali. Das nach dem ganzen Ärger mit dem Visum und dem Aufwand hierher zu kommen. Grmpf!

Die Laune hebt sich, als ich am nächsten Tag einem Einheimischen seinen GSM-USB-Stick abschwatzen kann. Nun sind wir unabhängig überall online, und Alina kann arbeiten wo und wann sie will. Dazu sind außer uns noch 5 weitere Gäste im Sunshine eingezogen, wir sitzen nicht mehr alleine beim Frühstück.

Unglaublich, nun sind wir schon 4 Nächte hier und haben noch nicht mal den Zeh hier ins Wasser getaucht. Der erste Eindruck war verheerend und machte nicht so richtig Lust auf einen Tag am Strand. Aber heute ist Samstag und bevor morgen wieder die Horden aus Makassar anrücken, wollen wir es doch doch einmal versuchen. Zweiter Eindruck: So schlecht ist es nun auch wieder nicht. Jemand hat in den letzten Tagen hier aufgeräumt. Das Wasser ist herrlich klar und warm. Schade nur wenn man sich vorstellt, dass schon morgen abend alles wieder wie nach der Love Parade aussehen wird.

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Für morgen machen wir ein Boot zum Schnorcheln klar und fahren zur vorgelagerten Insel.

Eingestellt von Tom Travel 04:19 Archiviert in Indonesien Kommentare (0)

Geht nicht gibt's nicht

Verabredung auf asiatisch

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Zu siebt marschieren wir von unserem Guesthouse zum Strand, um die geplante Schnorcheltour zur Insel anzugehen. Nicht ganz pünktlich sind wir dort - was soll's wir haben Urlaub. Keine Spur von Omar, dem Typ der uns heute mit seinem Boot schippern wollte. Ich suche den Strand auf und ab nach ihm - keine Spur. Hah! Moderne Zeiten, ich habe ja seine Mobilnummer und rufe ihn mal an. Es stellt sich heraus, dass er gerade am Flughafen ist. Was er dort tut sagt er mir in Bahasa - verstehe kein Wort, ist mir auch egal, mit seinem Boot wird das mal heute nichts mehr.

Ein anderes Boot muß her. Wo wir schon mal da sind, wollen wir auch hinausfahren. Heute ist Sonntag und wir müssen den Massen, die sich heute bald hier am Strand tummeln entfliehen. Es dauert nicht lange und ein Ersatzboot ist gefunden. Gleicher Preis - der Skipper heißt Jaffar (wie der Geist aus Aladin). Typisch Asien, es geht immer irgendwie dann doch.

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Der Tag wird zum besten den wir hier hatten. Wir gehen zu Wasser - mehr oder weniger elegant ^^

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Der erste Schnorchelspot ist sensationell. 5-Sterne-Schorcheln vom Feinsten. Das Wasser, diese Farben - irre.

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Sicht bis 30m, Korallen fast alle lebend. Wow! Besser geht es nicht. Nach der ersten Runde geht es auf ein schwimmendes Restaurant zur Mittagspause.

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Ein riesiger Fisch wird für uns alle zum Fisch-BBQ in genialer Lage - schmeckt fantastisch.

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Vor dem Restaurant ein Freiluftaquarium mit Schildkröten - Schreck! Wa ist hier los? Essen die die hier vielleicht auch? Entwarnung! Die werden hier aufgezogen und dienen (leider) auch als Touristenattraktion. Man sagt uns, dass sie frei gelassen werden wenn sie groß sind. Einige sind jedoch schon sehr groß und immer noch hier...hm?

Wir tun eine gute Tat und befreien eine von einer Angelschnur, die sich um ihre Flosse gewickelt hat. Alina fängt sie heldenmutig ein und ich schneide den Faden durch.

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Der Rest der Tiere ist allerdings in ausgezeichnetem Zustand. Ich kann keine Defekte entdecken die auf schlechte Haltungsbedingungen schließen lassen. Einheimische Touristen mißbrauchen sie zum Reiten. Das gefällt ihnen sichtbar nicht, andererseits scheint es ihnen auch nicht viel auszumachen.

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Der zweite Schnorchelour wird fast noch besser. Zwar ist die Sicht weniger gut, aber dafür sehe ich einen riesigen Adlerrochen und Alina taucht zum ersten Mal mit Schnorchel und holt ihren ersten Seestern nach oben. Vorher habe ich das für sie gemacht, sie ist ganz stolz. Der Seestern wird natürlich sofort wieder auf den Meeresboden hingelegt.

Ein Pärchen unserer Truppe entscheidet sich auf der Insel zu bleiben. Wir beneiden sie, würden am liebsten selbst ein paar Tage hier im Paradies verbringen, haben aber leider schon den Fahrer für morgen früh bestellt. Also machen wir noch schnell ein Bild und hauen ab.

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Wird auch Zeit, denn heut gab es genug Sonne und wir freuen uns auf die Dusche. Morgen geht es mitsamt Fahrer auf eine kleine Rundreise. Zeit dem weissen Strand bye bye zu sagen. Wir müssen zugeben, ein wenig Unrecht haben wir diesem Ort schon getan.

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Als wir an unserem Strand ankommen wundere ich mich wo die ganzen Leute geblieben sind. Nur ein paar Dutzend statt der Horden die sonst am Sonntag hier sind - seltsam. Den Grund erfahren wir abends beim Essen. Es gab einen furchtbaren Bootsunfall. Ein Bananaboot war in eine Gruppe von Schwimmern gefahren. Mit der Schiffsschraube wurden 3 Mädchen überfahren. Eine starb noch am Strand, die andere kurz darauf im Krankenhaus. Die dritte überlebte schwer verletzt. Nach diesem Schock sind wohl die meisten der Wochenendbesucher sofort heim gefahren.

Unseren letzen abend hier verbringen wir mit einem netten Pärchen aus der Niederlande. Beim Salassar haben wir eh die Karte rauf und runter gegessen, nochmal geniessen wir die Aussicht und erleben dass die Sonne endlich im Meer untergeht darauf warten wir seit Monaten. Bisher verdarben uns Wolken kurz überm Horizont jedes Mal dieses Erlebnis. Leider gibt es ausgerechnet davon kein Foto für unsere Sonnenuntergangsfans.

Am nächsten Tag geht unsere Rundreise los, über lustige Brücken und vorbei an anderen Verkehrsteilnehmern.

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Leider ist die Fahrt nach Senkang zu unserem heutigen Tagesziel dann doch zu lang. Über 6 Stunden Fahrt, mehr als einchecken und abendessen ist heute nicht mehr drin.

Eingestellt von Tom Travel 07:47 Archiviert in Indonesien Kommentare (1)

Erotische Berge

Bilderrätsel

semi-overcast 25 °C
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Heute mal nur mal ein kurzer Beitrag. Es gibt zur Abwechslung etwas zum Rätseln für unsere Leser und Bildchengucker. Auf der Fahrt von Senkang nach Rantepao machen wir halt an einem Aussichtspunkt. Was gibt es hier zu sehen? Folgendes:

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Nichts erkannt - OK, hier eine Vergrößerung des intressanten "Teils"

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Immer noch nichts erkannt? Na dann hier die Interpretation eines Malers

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Nun sollte es auch dem Letzten klar geworden sein, warum sich die Einheimischen hier so gerne aufhalten. ^^
Eigentlich ein Skandal, ist ja immerhin mehrheitlich muslimisch hier. Ein Wunder, dass die Sittenwächter noch nicht Christo zur Verhüllung bestellt haben.

Falls jemand denkt wir hätten uns das ausgedacht - hier der Beweis. Es wird mit dieser Aussicht geworben. "Pornographic Mountain" wäre allerdings passender.

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Darauf kann wirklich nur kommen wer tagsüber auf der Straße nur Kopftücher sieht. Irgendwann wird die Not zu groß und es geht scheinbar die Fantasie mit einem durch und man(n) sieht überall "Dinge".

Rantepao ist Touristenziel Nummer 1 hier in Zentral-Sulawesi. Allerdings nur im Juli und August, weil da die meisten Beerdigungen sind. Die Attraktion hier sind nämlich Begräbnisse - dazu aber mehr in den nächsten Tagen - wir haben "Glück" zur Zeit findet wieder so ein mehrtägiges Ereignis statt. Jetzt Ende September ist nix los - wir laufen durch die ganze Stadt und zählen gerade mal eine handvoll Langnasen.

Untergebracht werden wir in einem Hotel dessen Bungalows den typischen Häusern der Ureinwohner nachempfunden sind. Innen allerdings top-modern. Bier gibt es hier auch wieder offiziell, immerhin leben viele Christen hier. Im moslemischen Teil wurde es nur zu Wucherpreisen unterm Ladentisch verkauft. Da freuen wir uns doch mal auf die nächsten 5 Nächte hier. :-P

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Eingestellt von Tom Travel 05:59 Archiviert in Indonesien Kommentare (0)

Viele Wasserbüffel und ein Todesfall

Stierkampf mal lustig

semi-overcast 28 °C
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Heute ist Programm angesagt. Wir fahren vorbei an den typischen Häusern hier. Etwas ähnliches habe ich schon mal in Sumatra am Lake Toba gesehen sonst nirgends.

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Wie gestern bereits angedeutet dreht sich hier in Tana Toraja (Zentral-Sulawesi) alles ums Sterben. Besser gesagt um die Bestattung der Toten. Das läßt sich die Familie einiges kosten, und weil das Geld dafür nicht immer gleich da ist bleibt so ein Verstorbener hier schon mal ein paar Monate oder sogar Jahre liegen. Kann auch mal 10 Jahre dauern.

Während dieser Zeit bleibt der/die Tote in einem speziellen Haus nebenan. Früher wurde er auch schon mal im Wohnhaus gelagert. Damit die Geruchsbelästigung nicht allzu stark wird wird heute Formaldehyd verwendet - früher ging es auch ohne.

So eine Bestattungszeremonie geht über mindestens 4 Tage. Tag 1 gestern haben wir verpasst, da wird der/die Verblichene durchs Dorf getragen. Heute ist Empfang der Gastgeschenke angesagt. Wer was auf sich hält gibt Schweine - oder besser noch Wasserbüffel. Zigaretten werden aber auch genommen.

Wir haben "Glück" heute wird eine wichtige verstorbene Person geehrt. Dutzende Schweine und Büffel werden angeliefert. Hunderte von Nachbarn und Angehörigen sind dabei. Die Anreise erfolgt individuell oder doch zumeist in Masentransporten wie bei uns hierzulande das Vieh.

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Schweine kommen einzeln - allerdings ist das sicher kein Vorteil. Tierschützer würden aufschreien bei diesem Anblick. Dieses Schwein hier lebt (noch) - eine wirklich stabile Rasse. Unser Deutsches Edelschwein würde es stressbedingt nicht bis zum Messer schaffen.

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Die Schweine schreien ohrenbetäubend. Am 3. Tag wird geschlachtet. Den will Alina auslassen. Sie hatte auch heute schon keine Lust sich das Ganze anzusehen. Es wird aber heute auch schon geschlachtet. Die Schweine sind dran. Wir sehen zu wie zwei Wasserbüffel ausgenommen werden.

Um den toten Büffel stehen eine Menge Touristen und fotografieren und filmen. Ein Großteil der schaurigen Anziehung dieser Zermeonien liegt wohl daran, dass kaum einer der westlichen Zuschauer bei einer Schlachtung live dabei war.

Ich habe das schon 1000fach gesehen und finde höchstens die hygienischen Umstände fragwürdig. Bei uns hätte ich das gesamte Fleisch konfiszieren müssen. Die Hörner werden später aufgereiht. Bilder von der Schlachtung und Zerlegung ersparen wir euch.

Zu Lebzeiten geht es den Wasserbüffeln allerdings ziemlich gut. Sie werden verehrt, gestreichelt, müssen keinerlei Arbeit verrichten und können den ganzen Tag im Reisfeld rumlümmeln. Nutztieren bei uns geht es nicht so gut.

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Das Überreichen der Geschenke und Verlesen der Namen zieht sich über den ganzen Tag hin. Einige sind sehr schön in alter Tracht angezogen.

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Von uralt bis jung - alles ist auf den Beinen

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Das Gequieke der Schweine und der Lautsprecher geht uns langsam auf die Nerven, wir machen Mittagspause und blödeln rum mit ein paar einheimischen Jungs.

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Später am Nachmittag soll es ein Wasserbüffelkampf geben, die Gewinner werden angeblich nicht geschlachtet. Das Problem, es wird immer noch das Fleisch der heutigen Schlachtungen an die über 1000 geladenen Gästen verteilt. Bevor das nicht geschehen ist kann der Kampf nicht beginnen. Der Typ der alle Namen einzeln über die Lautsprecheranlage vorliest nervt immer mehr. Steht euch vor ihr seid Japaner und hört euch alle 3 Minuten an:
"Der Meier Sepp, aus Schnatting hat a ganze Sau heut gespendet! Der Huber Michi aus Ottering hat an ganzen Büffel gespendet!" ...stundenlang!

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Einige sind so neigierig und zahm, die lecken fast die Kamera.

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Sogar Alina traut sich nach einer Weile an die Tiere heran

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Die sollen später kämpfen? Nee! Einige sind auch echte Pazifisten, die müssen zum Kämpfen überredet werden.
Erst wird geschnuppert,

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dann gerungen

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und irgendwann rennt einer weg. Damit ist der Kampf beendet.

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Das Ganze ist zumindest für die Zuschauer nicht ganz ungefährlich. Manchmal rennt der Verlierer in die Zuschauer, die rennen dann ihrerseits in alle Richtungen. Gestern wurde ein Zuschauer von einem flüchtenden Bullen verletzt. Für die anderen trotzdem saulustig.

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Keine Gefahr für diesen Adler, der kreist über dem Kampfplatz.

Eingestellt von Tom Travel 17:31 Archiviert in Indonesien Kommentare (13)

Piratenhöhle zum Geburtstag

Alina hat's vergessen

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Vorgestern abend sagte ich noch zu Alina "In 3 Stunden habe ich Geburtstag", sie schien nicht besonders interessiert. Morgens sagte sie auch nichts und irgendwann Mittags stritt sie sich mit unserem Guide, denn er meinte heute ist Donnerstag und sie behauptete es ist Mittwoch. Als der sie mit sein Mobiltelefonkalender überzeugte hörte ich nur ein entsetztes Quieken. Dann ein "Oh, alles Gute zum Geburtstag Schatz, ich dachte morgen ist Donnerstag."

Mein Bartkalender funktioniert nicht immer so hundertprozentig. Ausserdem ist sie schon wieder erkältet und muss bei der Hitze mit Schal rumlaufen. Sie hat aufgesprungene Lippen und lächelt seit Tagen nur mit halber Power gequält in die Kamera. Das alles soll ich als mildernde Umstände gelten lassen. Das beste Geschenk, das sie mir machen konnte, ist meinen Geburtstag zu vergessen - jetzt habe ich was gut. ^^

Aber sie hat einen Bonus, seit Tagen plante sie mein Geschenk in Singapur, da sie es mit mir absprechen musste, ist es für mich keine Überraschung mehr. Aber für die Leser wird es eine. Mehr dazu am 11 bzw 12.10. Ich bedanke mich bei Alina und ihren Eltern jetzt schon. Ein Shirt mit dem Tasmanischen Teufel gab es außerdem. Das schleppt sie seit Bali mit, soll ich betonen. Das werden wir zusammen mit Fluffy nach Tasmanien bringen.

Also was gab es am meinem Geburtstag? Viele Höhlen mit Gräbern, Felsen mit Gräbern und Bäume mit Gräbern. Cooles Programm für einen Geburtstag.

So viele Höhlengräber, dass Alina schon den Guide gefragt hat, ob sie hier vielleicht auch leere Höhlen haben. Redundante Frage - natürlich nicht! In jedem Loch stecken hier Knochen. Tana Toraja sollte man echt als Honeymoon-Destination für Grufties vermarkten.

Hier werden die wichtistgen Toten in in den Felsen gemeisselten Höhlen abgelegt.

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Davor stellt man eine mehr oder weniger schöne Holzpuppe auf, um dem Toten zu gedenken. Nicht jeder hat das Privileg, nur wer richtig wichtig war und es sich leisten kann zu seiner Beerdigung mindestens 24 Büffel schlachten zu lassen. Wer das nicht hinkriegt bekommt keine Puppe - da sind die hier knallhart.

24 Büffel - wie viel ist das in €? Ein Büffel kostet zwischen 1500- 2500€ haben wir heute auf den Viehmarkt gelernt. Spekulanten aufgepasst! Wasserbüffel sind inflationssicher. Soll mal einer sagen Bloglesen lohnt nicht!

In der ersten durchlöcherten Felswand die wir besuchen, wurden die Könige abgelegt. Sind etliche gewesen, die Holzpuppenloge ist gut besetzt.

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In den Shops darunter haben wir diese nette Puppe gefunden die sagt doch alles oder? ^^

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In der Umgebung flattern ausgesprochen große und hübsche Falter.

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Dann kommen wir zu einer natürlichen Höhle - sieht aus wie eine Piratenhöhle -Fluch der Karibik Teil V? Nein, hier ruht das gemeine Volk (die mit wenigen oder keinen Büffeln)

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Schon lange außer Betrieb, heute werden die Normalos beerdigt wie bei uns. Die Särge an der Decke krachen irgendwann von ihren Gestellen und dann kommt jemand von der Familie und macht liebevoll Häufchen von dem was so auf dem Boden verstreut übrig ist.

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Zum Schluß noch ein Baum der als Babygrab dient. Ich weiß nicht recht ob ich diesen Brauch gruslig oder schön finden soll. Es wird ein Loch in den Baum geschnitzet und Kinder, die sterben bevor sie Zähne kriegen kommen da rein. Es wird provisorisch veschlossen und im Lauf der Jahre umwächst der Baum die Aussparung und schließt das Loch wieder. Die Einheimischen glauben so leben die Babys im Baum weiter und werden von der milchigen Baumflüssigkeit ernährt.

Ein neuer Tag und - ihr habt es vermutet - wir fahren zu einer Beerdigung. Die Dame die beerdigt wurde ist immerhin 90 geworden, aber wohl nicht so reich wie die andere bei der wir waren, die Beerdigung ist viel kleiner. Sie musste auch 1 Jahr warten bis zur Beisetzung, denn die Familie musste sparen. Für eine Holzpuppe wird's schon reichen.

Uns reicht es schon lange. Andere Touristen, die mit uns beiwohnen dürfen, sind immer noch begeistert am knipsen. Unser Enthusiasmus hält sich in Grenzen und sinkt unter Null, als aus einem großen Faß gekochter Büffel zum Mittag serviert wird. Wie können wir diese Einladung nur ablehnen ohne die Gastgeber zu vergrätzen? Plötzlich fällt mir ein, daß ich Probleme mit dem Magen habe und ich lehne mit dieser Begründung ab. Zur Not wäre ich auch blitzartig zum Hinduismus übergetreten, womit der Verzehr von Rindfleisch mit meiner Religion nicht vereinbar wäre. Auch das hätte gegolten.

Schon der Gestank von diesem gekochten Fleisch macht mich satt für Tage. Um das zu essen (und drin zu behalten) müßte ich schon dem Hungertod sehr nahe sein. Wir lauschen dem Singsang des Pfarrers noch eine Weile, dann reicht's uns endültig. Weg hier!

Ab zum Markt ein paar Büffel kaufen. Super fürs Handgepäck! Auf dem Wochenmarkt kann man verschiedene Formen des Schweinetransports bewundern. Zu Fuß braucht hier kein Schwein gehen.

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Am Markt angekommen dürfen sie gleich liegen bleiben - sieht ein wenig aus wie an der italienischen Adria im August.

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Natürlich auch Büffel - weiß-gefleckt sind die Teuersten. In der Sonne rosa geworden wegen Sonnenbrand, zählt aber auch als weiß.

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Die mit den Hörnern nach unten sind ebenfalls rar und teuer.

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Die mit den ganz langen Hörnern sind Ochsen. Bei kastrierten Büffeln wachsen die Hörner nämlich weiter. Die Größe scheint doch zu zählen, was hinten fehlt, gleicht er vorne aus.

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Natürlich gibt es auch einen anderen Markt, da gibt es Gemüse, Tropische Früchte, und anderen Krimskrams. Wieder sehr verlockend, hier wird das Fleisch und die Fische an der Straße getrocknet. Hmm das duftet. Seid froh dass es noch kein Duft-App gibt. Noch so ein paar Tage und wir werden Vegetarier.

Auch schön neben dem Trockenfisch werden Schuhe verkauft. Da hat jeder mit Stinkfüsse eine gute Ausrede. "Nee, sind nicht meine Füße hab die Schuhe am Fischstand gekauft."

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Eingestellt von Tom Travel 07:38 Archiviert in Indonesien Kommentare (2)

Jetzt reicht es aber

Nein, wir kommen noch nicht wieder heim

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Ich habe jetzt endlich den Grund gefunden warum ich Thomas' Geburtstag verpennt hatte. Mein Handy ging 1 Tag nach. Ich war krank und diese Toten gehen mir auf den Keks und die Beerdigungen und und...

Heute gab es schon wieder eine Höhle.

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Natürlich wieder Holzpuppen davor, einige sind echt gut gemacht - sehen wirklich aus wie Menschen.

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Erinnert an die Muppetshow, wie die alle auf ihrem Balkon vor ihrer Höhle sitzen. Im Souvenirshop wieder 2 Puppen die aussehen als hätte man sie auf dem Klo porträtiert.

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Diese Höhle, Londa, ist natürlich der wunderbare Abschluss. Davor wieder wie üblich Särge auf Gestellen - bleiben so lange da oben, bis sie irgendwann morsch runterkrachen. Besser nicht drunter stehen wenn das passiert.

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Sie ist tief und dunkel.

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Wir müssen ein wenig klettern vor uns geht so ein Heini mit Kerosinlampe und leuchtet.

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Erhöht den Gruselfaktor gleich mal. Mir war nicht klar, dass diese Höhle aktuell noch als Grab benutzt wird. Viele Skelette, hübsch hergerichtet, Särge liegen kreuz und quer. Die Särge sehen immer neuer aus in ihrer Machart. Es wird dunkler und enger.

Ich habe keine Probleme in Aufzügen und auch vor 3 Jahren in Laos, die dunkle Höhle war auch teilweise sehr eng, aber ging so. Aber hier muss ich fast kriechen.

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Noch mehr Särge, noch mehr Skelette. Thomas sagt auf einmal: "Schau mal, da ist ja sogar noch ein wenig Fleisch dran an der".

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"Die sieht doch aus wie Norman Bates Mutter!" (die aus Psycho)

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Ich werde sauer, ich wollte nicht hierhin, ich meine gar nicht die Höhle sondern der ganze Ort. Als ich darüber gelesen habe, fand ich es schon nicht toll. "Zentral Sulawesi = Beerdigungen und Tiergemetzel" - das fällt mir jetzt ein.

Eingeengt in der Höhle werde ich langsam sauer. Der Lampenheni meint, da hinten ist so ein Romeo und Julia Skelett Pärchen.

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Oh nein, sehe ich da richig sind die etwa in Plastikfolie eingewickelt? Das sieht noch recht frisch aus.

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Thomas meint ich solle besser zurück gehen. Zurück? Wir haben nur eine Lampe, im Dunkeln durch die ganzen Leichen - tastend? Am Ende stoße ich aus Versehen noch gegen ein Skelett - IEEEKK bloß nicht!

Mich regen die Frauen auf, die in den Abenteuerfilme schreien wenn ein Skelett im Bild erscheint. Hier unter echten Skeletten finde ich es gar nicht witzig. Ich würde jetzt sogar Jonny Depp den Kopf abreissen.

Thomas erkennt meine Situation und nimmt es mit Humor.

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Der Lampenheini auch, er macht Fotos von Thomas.

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Hilft mir nicht, alleine im Dunkeln zurückbleiben ist keine Option. (habe ich in Laos für so 5-10 Minuten gemacht aber ohne Skelette) Ok, also weiter gehen. Wie? Da vorne ist ein Ausgang? Jipiiee. Der Lampenkasper meint, ich muss nur noch durch das Loch und 20 Meter einen Gang entlang krabbeln.

Ich lache, aber merke bald - der meint das ernst. Nee, oder? Ich gucke Thomas an, und der meint "Ganz ruhig, ich bleibe hinter dir - die Monster holen doch immer den letzten in der Gruppe" - und grinst sich eins.

Wie soll ich da durchpassen? Es ist nicht einfach nur ein Loch, sondern ein Gang, in dem ich auf allen Vieren kriechen müsste und ich sehe noch nicht einmal den Ausgang. Ich zweifle an Thomas Verstand, weil er trotz seiner Größe scheinbar kein Problem hätte da rein zu gehen.

Wenn es so eng wird von allen Seiten, bekomme ich Platzangst. Ich sage ihm das. Thomas meint, dass es nicht Platzangst heisst, sondern Klaustrophobie, denn Platzangst ist Angst vor großen Plätzen und heißt Agoraphobie.

Ich bekomme neben meiner Klaustrophobie gerade auch eine Klugscheisserphobie und ein starkes Verlangen ihn zu schlagen. Ich will hier raus! Pronto! Nachdem ich mein Ärger verdeutlicht habe, gehen wir den gleichen Weg zurück. Der Lampenheini versteht die Aufregung nicht. Thomas lacht sich schlapp.

Die Höhle nebenan macht er mit dem Lampenheini alleine. Mir reicht es! Skelette nur noch in einer Höhle, wo garantiert eine Schatzkiste daneben steht, in was anderes kriegt mich keiner mehr rein.

Man kann Alina schnell wieder zum Lachen bringen. Die Kids an der Strasse haben ihr sehr gefallen.

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Es gibt wundervolle Reisfelder und tolle Ausichtspunkte allerdings sind wir zu spät, der Reis ist bereits geerntet.

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Morgen geht es nach Pare-Pare und übermorgen nach Bali zurück zu den Lebenden. Alina scheint zufrieden.

Eingestellt von Tom Travel 05:45 Archiviert in Indonesien Kommentare (2)

Der Pfurzer von Makassar

wieder mal in Bali

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Zwei ereignislose Reisetage später und wir sind wieder in Legian, Bali. Rantepao --> Pare-Pare --> Makassar --> Denpasar.

Erwähnenswert an der Fahrt nach Makassar ist, dass Alina den Fahrer auf einmal anhalten ließ und mit der Kamera rausstürmte. "Boah! Diese Bananen sind so groß"

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Solche Kaliber von Bananen habe ich auch noch nicht gesehen. Alina fragt die Händlerin ob man die so essen kann. Die kringeln sich vor Lachen. Zumindest um sie zu essen, muss man sie vorher kochen. Von wegen es kommt nicht auf Größe an. ^^

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Weiterflug nach Bali und wieder etwas was mir bei meinen vielen Reisen nicht passiert ist. Ich bin kaum zu meinem üblichen Startnickerchen eingeschlafen, da werde ich unsanft geweckt. Nicht von Turbulenzen oder einer Saftschubse die mir den Trolley auf dem Zeh parkt - schlimmer! Ich bin von Pfürzen meines Frontmannes wach geworden. Alina und ich sind im Gesicht grau-grün geworden. Jeder preßt sich auf Nase und Mund was er gerade finden kann, doch auch gefiltert ist es kaum zu ertragen.

Der Flug dauert zwar nur eine Stunde, aber der Typ hörte nicht auf. Immer wieder stieg eine neue Gaswolke auf. Leise, unsichtbar aber enorm wirkungsvoll. Wir wären am liebsten aus dem Fenster gesprungen.

Willkommen in Bali - ist gar nicht so lange her, dass wir hier begrüßt wurden. Die Kling-Klong-Musik, die Räucherstäbchen, Bali ist unser Reisezuhause geworden. Es ist etwas ruhiger geworden, weniger Touristen jetzt da der Sommer in Europa vorbei ist. Wir bekommen auf Anhieb ein Zimmer.

12 Tage noch bis zum Abflug nach Singapur. Wie sollen wir die bloß rumkriegen. Wir könnten noch mal zum Raften gehen oder nochmal nach Lembongan zum Tauchen. Shoppen, Nichtstun, am-Pool-liegen wie normale Urlauber wäre auch eine Möglichkeit. Schwierige Entscheidungen. (Mitleid ist an dieser Stelle angebracht).

Alina muss ja noch arbeiten ihr Arbeitsplatz am Pool. Ok, das entspricht nicht gerade den üblichen Vorschiriften für einen Bildschirmarbeitsplatz - aber die Umgebung rechtfertigt die Rückenschmerzen.

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Eingestellt von Tom Travel 04:21 Archiviert in Indonesien Kommentare (2)

Partytime

gibt es intelligentes Leben in Australien?

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Die Strassenkatzen (Alleycats)

Da die letzten Tagen in Sulawesi doch etwas stressig waren haben wir von all den Möglichkeiten die letzten 12 Tage in Bali zu verbringen die gewählt nichts zu tun. Gar nichts. Guter Plan, aber leider nicht immer möglich. Die ersten Abende zunächst schön ruhig und einfach klasse. Dann wieder Poolpartys zu denen wir leider nicht eingeladen waren. Aus war es mit der Nachtruhe. Irgendwann spät nach Mitternacht endlich eingeschlafen, hat uns die Gemeinde der heimkehrenden Discobesucher zwischen 4 und 6 Uhr erneut den Schlaf geraubt.

Reiseweisheit Nr.5: Poolpartys sind nur lustig wenn man dabei ist.

Als wir grade ausziehen wollten, sind ein paar nette Brasilianer eingezogen. Die Segeln seit 1 Jahr in der Weltgeschichte herum. 6 Jungs, von denen keiner einen Segelschein oder sonstiges besitzt.

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Ein gebrauchtes14-Meter-Boot (Anschaffungspreis erstaunlich günstig – weniger als ein Kleinwagen) und etwas handwerkliches Geschick für allfällige Reparaturen – mehr braucht es dazu nicht.

Thomas kommt schwer ins Grübeln. So etwas hat gerade noch gefehlt, ich habe seit wir zwischen Bali und Lombok vor ein paar Jahren in einen Sturm kamen kein gutes Verhältnis zu kleinen Booten in großen Wellen. Nun bringen ihn diese Jungs auf bedenkliche Ideen. Hoffentlich vergisst er das wieder.

Mit denen, ein paar Aussies, Kiwis, Spaniern und Briten machen wir wieder Party. Zuerst am Pool klaro! Alina nutzt die Gunst der Stunden und schwingt das Tanzbein mit dem Brasilianer.

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Diese beiden hat man während ihres Aufenthalts nie wieder nüchtern gesehen. Die halten sich ja jetzt schon gegenseitig fest.

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Wir sind wieder mittendrin statt nur Lärm geplagte Anwohner. So erfahren wir auch vom Alleycats, das kennt man wenn man jung ist und gerne Party macht. Das ist die angesagte Kneipe zum Vorglühen für die Disse. Wir hatten es bisher nicht registriert. Warum wohl? Keine Ahnung. ;-)

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Die nächsten Abende beginnen also regelmäßig im Alleycats, wir lernen den netten Besitzer kennen. Erst vor 3 Jahren eröffnet brummt der Laden jeden Abend. Eröffnet weil er kein vernünftiges englisches Frühstück in Bali essen konnte. Das verstehen nur Briten - woanders verzieht man bei englischem Frühstück eher das Gesicht und sucht einen anderes Lokal auf.

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Frühstück wird hier vielleicht auch noch gegessen, aber das meiste spielt sich nach 21 Uhr ab. Es wird rappelvoll und da die Getränke so günstig sind, sinkt das Niveau rapide. Ballermann oder Oktoberfest kommen einem nun für die Beschreibung der Stimmung in den Sinn.

Danach in den Skygarden, denn da gibt es bis 11:30 Free-Flow Longdrinks. Für die Mädels sogar bis 12:30 gratis. Noch mehr saufen? Na klar! Die neue Generation hat eine unglaublich tolle Leber. Und Durchhaltevermögen.

Wenn ich früher eine Nacht durchgemacht habe wurde bis Mittag geschlafen. Die gehen um 6 mit einem Frühstücksbierchen in den Pool und machen weiter. 3 Tagen hintereinander.
Thomas kommt auf den Trick: der eine hat so einen heftigen Sonnenbrand, der kann aus dem Pool nicht mehr raus. So erträgt er die Schmerzen, vergisst wahrscheinlich zwischendurch auch dass er nicht geschlafen hat.

Wir sind so froh nicht mehr jung zu sein aber leider nicht so froh noch nüchtern zu sein, denn nüchtern erträgt man das kaum. Der eine Abend wird unser einziger im Skygarden, schaden denn von der Dachterrasse hat man eine tolle Aussicht.

Die Brasillianer müssen leider weiter, die haben einen Hochzeitstermin und wir vermissen sie jetzt schon. Die waren sogar betrunken liebenswert. Außerdem bekomme ich Komplimente am laufenden Band, ob Segeln mit einer Sehbehinderung gut ist? Die haben sogar Thomas unter 40 geschätzt! ;-)

Was ist noch passiert? Ich lerne Watten (ein Ur-Bayerisches Kartenspiel) und treibe Thomas in den Wahnsinn. Mal vergesse ich Regeln, mal gewinne ich mit unverschämt guten Karten sagt Thomas, denn er verliert nicht soo gerne. hehe!

Dann bekommen wir Besuch. Der kleine Punkt auf meinem Kopf!

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Ein kleiner Gekko - wir haben ihn Gary genannt, krabbelt bis auf mein Kopf. Da macht er es sich gemütlich und beobachtet die Alleycats Szene. Gar nicht mal so dumm, denn unten wäre er wahrscheinlich zertrampelt worden. Ich gehe mit Gary mir einen Drink holen und werde an diesen Abend die meistfotografierte Person dank Gary auf mein Kopf. Bis ein Depp mir Gary wegnimmt und ihn fast zerdrückt. Ich kann ihn noch auf einen Sims retten.

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Bali wird langsam nichts mehr für uns, an den günstigen Ecken wird es jünger aber nicht besser. Wir fühlen uns nicht mehr wohl. Das Gora Beach gefällt uns auch immer weniger, denn die Leute werden immer niveauloser.

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Wenn sich eine junges Mädel damit brüstet letzte Nacht in den Pool gekotzt zu haben, macht auch der wunderschöne Pool keinen Spaß mehr.

Ein Australier namens Troy ca. ende 30 erzählt uns, wie sehr er diese niveaulose Jungend verachtet. Oha, dachten wir – gibt es doch noch Hoffnung auf intelligentes Leben australischer Herkunft zu stoßen?

Viele der Jungs lassen sich mit ihm fotografieren, und quatschen ihn einfach an, da fällt mir auf er ist wohl berühmt. Er erzählt mir dass er ein Star in Australien ist, ehemaliger Footballspieler. Kaum eine Stunde später ist er im selben Delirium wie seine Landsleute. Wir wollten uns seine Daten geben lassen, aber so betrunken wie er ist hat es keinen Sinn mehr. Er kennt noch unsere Namen, die er auch wiederholt, bevor er langsam zu Boden sinkt. Immer locker diese Australier.

Wir freuen uns langsam auf Singapur. Didier ist in Anmarsch mit meinem neuen schlanken Laptop! Ein Laptop ist einfach zu wenig, die Laptopteilung mit Thomas war für uns beide nicht schön. Wir freuen uns auf die BT-Belegschaft in Singapur.

Eingestellt von Tom Travel 19:04 Archiviert in Indonesien Tagged reiseweisheit Kommentare (4)

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