Reise blog von Travellerspoint

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Bukarest --> Sinaia --> Bran (Dracula City)

auf nach Transylvanien

sunny 32 °C
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Vier Tage in der 2-Millionen-Stadt sind nun wirklich genug. Endlich geht es raus auf's Land. 100km nord-west-wärts von Bukarest kommen die Berge der Karpaten in Sicht. Nicht die Alpen aber auch schön hoch - ein Skigebiet im Winter, heute 32°. Mischwälder hier statt Fichten-Monokulturen und Viehweiden, so hat es bei uns vielleicht früher mal ausgesehen. Unverdorbene Ur-Landschaft.
(Achtung: spätestens hier können die Bildchengucker aufhören zu lesen - es gibt eine Dosis Kultur!)

Erster Halt Sinaia, Sommerresidenz des ersten Rumänienkönigs, Carol I. (1866 -1906). Ein Hohenzoller, dem is Sommer zu warm war und der sich hier oben was Hübsches hinstellen ließ. Es folgt ein kleiner Rundgang im Schloss. Luxus pur.

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(Nur Fotos von außen, fürs Fotografieren innen wollten wir nicht extra zahlen)

Dann geht es nach Bran - ein verschlafenes Nest das niemand besuchen würde wenn nicht zufällig Vlad Dracul hier sein Domizil gehabt hätte. Rumänien ist bekannt für zwei Massenmörder, einen davon finden sie alle auch heute noch ziemlich klasse. Liegt wohl daran, dass der sich auf Türken als Opfer spezialisiert hatte. Später hat dann ein Engländer einen Roman über ihn geschrieben ihn als Blutsauger unsterblich gemacht. Für heut ist es allerdings zu spät und wir schlagen unser Nachtlager in einer Pension mit Blick auf seine Burg auf.

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Vom Balkon ein schöner Blick auf die Karpaten

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Abendessen in einem lokalen Restaurant mit Vampirwein

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und einem Storch auf dem Nachbardach (hoffentlich hat das nicht was anderes zu bedeuten) ;-D

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Eingestellt von Tom Travel 13:52 Archiviert in Rumänien Tagged landscapes buildings Kommentare (3)

Bran --> Brasov (Kronstadt) --> Sibiu (Hermannstadt)

quer durch Transylvanien

sunny 33 °C
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Nach dem Frühstück zum Schloß Bran.

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Auf dem Weg dorthin die üblichen Souvenirstände mit allerlei Dracula-Zubehör und Leckereien. Das erste ist eine Spezialität aus den Karpaten hier, sieht aus wie Döner schmeckt aber wie gerollte Berliner. Leider könnt ihr nichts riechen. Schade, denn z.B der geräucherte Käse riecht fantastisch.

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Dann im Schloß erste Zweifel - was ist hier los?

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In der Liste der früheren Bewohner findet sich kein Graf Dracula oder Vlad Dracul! In einigen Zimmern finden sich Tafeln zur Geschichte des Herrn, aber wieder kein Hinweis dass er hier mal gewohnt hätte. Totaler Beschiss! Es stellt sich raus daß Bram Stoker hier wohl mal vorbei geritten ist und ihn der Anblick des Schlosses inspiriert hat - das ist dann aber auch schon mal alles.
Bram Stoker hat sich dann aus verschiedene Geschichten den Grafen gebastelt. Quasi der Frankenstein der Irren. Ganz furchtbare Taten hat wohl mal eine Frau hier begangen, und die wurde dafür lebendig eingemauert. Da aber damals Frauen wohl nicht als grausam galten (Scheidungen oder Emanzen gabs erst viel später) musste Bram Stoker sich was anderes ausdenken. Die Geschichten des Blutsaugens hat er sich von den Legenden der bösen Geister geklaut usw. Zu denken gibt mir nur, dass alle Freaks die für die Story verwendet wurden in Rumänien daheim waren. Bis auf den Part mit dem Chupacabra, der kam aus Südamerika.

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Am Ende bin ich nur froh dass wir unter der Woche früh hier waren, denn der Andrang an Reisegruppen ist auch jetzt schon immens. Treppen rauf, Treppen runter im Gänsemarsch. Nichts für Leute mit Platzangst.

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Es scheint sich aber keiner der Amerikaner zu stören dass es hier nicht ganz mit rechten Dingen zugeht. Immerhin ist der Bau aus dem 14. Jh und zu der Zeit haben die Einwohner ihres Kontinents noch in Zelten gehaust.

Fluffy hat hier ein Freund gefunden un der konnte ihn doch überreden sich vor dem Dracula Schloß fotografieren zu lassen.

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Nächster Halt Brasov (Kronstadt), größte Stadt in Transylvanien und nach eigener Aussage die vielleicht tollste Stadt der Welt.
Falls sich jemand über die deutschen Städtenamen wundert - wir sind nun in Siebenbürgen - da war mal alles deutsch.

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An zu viel Bescheidenheit leidet man hier jedenfalls nicht. Blitz-blank scheint hier alles. Man muß schon genau schauen um noch ein paar renovierungsbedürftige Ecken zu finden.

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Wir nehmen die Seilbahn zum Aussichtsberg und sehen alles mal von oben.

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Mittagspause in einer Bar mit 100 verschiedenen Scotch-Whiskies - heute zu heiß und ich muss fahren, daher kein Tasting - mir raucht der Kopf!

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Unterwegs Begegnung mit Tieren

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Dann weiter nach Sibiu (Hermannstadt)

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Schon wieder eine mittelalterliche Altstadt; Zustand erheblich maroder als der von Brasov. Ich entwickle langsam eine Abneigung gegen altes Gemäuer. Sibiu ist nur in der Fußgängerzone wirklich schön, drumherum denkt man oft oh je.

Abendessen in einem Kellergewölbe. Typisch rumänisches Essen. Thomas schmeckt es bisher sehr gut trotz sämtlicher Befürchtungen.

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Musikalischer Untermalung gibt es auch noch.

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Eingestellt von Tom Travel 07:59 Archiviert in Rumänien Kommentare (3)

Sibiu (Hermannstadt) --> Sighisoara (Schössburg)

Vampirjagd

sunny 32 °C
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Gestern waren wir ja nicht sehr erfolgreich auf der Spurensuche nach dem bekanntesten Rumänen. Wir haben den Tipp bekommen, dass in Sighisoara sein Geburtshaus steht. Da geht es heute hin. Kurz noch übern Marktplatz von Sibiu und dann geht's weiter.

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In Sighisoara gibt es eine wunderschöne erhaltene Altstadt innerhalb einer Stadtmauer.

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Das Geburtshaus des Grafens der in Wirklichkeit Vlad Tepes (Zepesch ausgesprochen) hiess, ist etwas enttäuschend - heute ein Restaurant und Souvenirshop.

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Innerhalb der Festung findet sich dann noch eine Büste

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Da Fluffy gesehen hat dass wir so enttäuscht waren hat er mal eben einen auf Vampir gemacht. ^^

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Die Stadt und die Festung machen es wieder wett.

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Meine Vermutung hier gab es 2 Wettbewerbe. Zum einem sollten die Häuser sehr bunt werden zum zweiten sehr schief. Sighisoara hat gewonnen! ;-D (grins)

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Am Ende des Tages finden wir heraus, dass es tatsächlich das Original Dracula Schloss gibt. Leider ist es eine völlig verfallene Ruine, nicht weit weg, aber die Strassen dorthin sind zur Zeit gesperrt. Die Bilder die wir davon sehen machen uns nicht Lust auf mehr. Somit beenden wir vorerst die Suche nach dem Phantom und ziehen uns in unser Nachtquartier zurück. Die Pensionen hier sind sehr hübsch viele neu gebaut und kosten so um 20-30€/Nacht.

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Unsere riesige Frühstücksplatte mit Kaffe hat heute morgen mitten in Sibiu ca 15 Lei (ca 3,70€) gekostet. Auf nach Rumänien bis der Standard sich anpasst.

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Hier noch ein kleiner Gag für meine Ex-Kollegen. BT steht hier für etwas ganz anderes ^^

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Eingestellt von Tom Travel 03:04 Archiviert in Rumänien Tagged buildings citylife Kommentare (1)

Gewitter in Sighisoara --> Turda

Der Himmel fällt uns auf den Kopf und Bootfahren im Untergrund

20 °C
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Eine wunderschöne gut überdachte kleine Balkonterasse gab uns gestern abend Gelegenheit ein wenig auszuruhen und das heraufziehende Sommergewitter zu geniessen. Denken wir zumindest. Eine Abkühlung täte nach der Hitze der lezten Tage wirklich mal gut.
Aber Sturm in den Karpaten ist nichts für Weicheier. "Schau doch mal diese fette schwarze Wolke da direkt über uns!" Nach kurzer Zeit Blitze gucken beschließen wir wegen unseren beider Laptops reinzugehen. Keine Sekunde zu früh. Es regnet und hagelt wie aus Kübeln von oben und diagonal, der Sturm macht uns es sogar schwer die Balkontür zu schliessen. Gerade noch geschafft. Die Terasse auf der wir eben noch saßen ist bereits überschwemmt.

Das Gewitter der letzten Nacht hat sich verzogen und es gab einen Temperatursturz auf 18°. Leider regnet es weiter immer wieder mal den ganzen Vormittag über, so daß wir den Plan die Schluchten in der Nähe von Turda zu besichtigen erst einmal aufgeben müssen. Da ich aber immer noch an einer Überdosis altes Gemäuer leide muss ein Alternativplan für das Sauwetter her. Ich will keine mittelalterlichen Stadtmauern mehr sehen! Die Salinen von Turda sind die Lösung - unter der Erde und garantiert trocken bei jedem Wetter.

Das ganze sieht aus wie eine Raumstation. "Houston we have a problem!"

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Der besondere Kick - ganz tief unten in der Höhle gibt es einen Salzsee auf dem man Bootfahren kann.

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Aber nicht nur das, auch Minigolf, Tischtennis, Billard und Minibowling wird angeboten. Alles anfürsich nichts Besonderes, aber so in der Tiefe einer Salzmine nicht wirklich zu erwarten.

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Boot gefahren sind wir auch, bzw ich habe mich von mein Popeye chauffieren lassen. Das fand er nicht immer so prickelnd aber rudern kann er sehr gut.

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Wieder an der Oberfläche ist erst 5 Uhr und wir begeben uns wieder mal auf die Suche nach einem Nachtquartier. Ein eigentlich einfacher Plan - daraus wurde ein Debakel. Doch davon morgen mehr.

Eingestellt von Tom Travel 14:39 Archiviert in Rumänien Kommentare (0)

Turda (Schreikrampfkrieg!) --> Cluj-Napoca --> Bistrita

Im Wohnzimmer der Borschtsch Leute

semi-overcast 20 °C
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Nachtrag zu gestern: Ich wollte nach Klausenburg (Cluj Napoca) aber Thomas wollte unbedingt in Turda übernachten (wegen Mauernüberdosis). Ich finde Turda sieht aus wie Afghanistan ohne Afghanen. Es gibt eine Strasse der Kriege und so sieht es auch aus. Das Zentrum ist aber ganz ok, leider überhaupt nichts los. Es gibt auch so eine Art Feinkost-Express, aber halt auf rumänisch.

Im Internet haben wir nach Pensionen vor Ort gesucht. Einige waren zwar recht günstig aber mit den die wir bisher hatten nicht zu vergleichen. Daher wollte ich lieber hinfahren und sie mir selbst ansehen. Die meisten sind nah beinander, von der City ca 2 km entfernt. Aber hier (Afghanistan lässt grüßen) sind 2 km Entfernung nicht so einfach. Zuerst haben wir im Navi sämtliche Strassen eingetippt. Das Navi war mit seiner Weisheit am Ende und kennt nur 3 Strassen hier, von den von uns Gesuchten war keine dabei. Der Ort hier hat immerhin 50.000 Einwohner und die leben auch in Häusern. Diese wiederum erreicht man allerdings tatsächlich nicht auf Strassen sondern vielmehr über eine Aneinanderreihung von Schlaglöchern, Pfützen und Tümpeln.

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Aber wir sind ja gut ausgerüstet und mittels UMTS-USB-Stick und mit Google-Maps fanden wir die Strassen auf dem Laptop. Also sagte ich zu Thomas "ist doch ganz einfach vom Rathaus nach Norden und dann links." Unser Auto hat nun das Seepferdchenabzeichen und wir fahren immer weiter durch kleine Seen und Wasserlöcher bis wir nach einer halben Stunde merkten, dass wir völlig verkehrt sind. Die Strassen in der Realität haben scheinbar ein Eigenleben und sind nicht da wo Google-Maps sie gerne hätte. Strassenschilder werden nach dem Zufallsprinzip angebracht. Wäre ja noch schöner wenn jeder Fremde sofort wüßte in welcher Strasse - pardon, Schlaglochsammlung - er sich gerade befindet. Google Streetview wird es nur geben wenn Google mit Panzer oder Boot hierdurch fahren wird.

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Die Bewohner konnten uns trotz meiner Rumänischkenntnisse nicht wirklich weiter helfen. Kurzgesagt die Raffnixe dieser Welt wohnen alle hier. Ich hätte genausogut chinesich sprechen können. Wir sollten zum Rathaus zurück. ZURÜCK!! Das Auto (mittlerweile mit Freischwimmerabzeichen) hat es uns verziehen. Irgendwann haben wir tatsächlich die Pensionen gefunden, aber alle waren ausgebucht.

Neuer Plan: Wir bleiben stehen und versuchen weitere Pensionen, die wir im Internet finden, anzurufen. Nach einigen vergeblichen Anfragen sagt mir eine der ausgebuchten Pensionswirtinnen, dass eine Freundin von ihr super Zimmer hat, es wäre so schön dort... Mittlerweile bin ich schon so genervt von dieser Stadt, es ist mir fast egal wo wir schlafen. Ich ruf also da an und diese Tante will mir nicht sagen wo sie wohnt sondern mich auf der Strasse treffen. Sehr seltsam. Nach weiterem Rumfahren (Hüpfen) durch die beliebten Strassen (haha!) von Turda finden wir die Dame am Strassenrand. Ich soll mir das Zimmer ansehen. Sie zeigt mir ein Zimmer und ich denke "das ist doch das Wohnzimmer der Alten oder?"
Es riecht nach alten Leuten die den ganzen Tag Bortschsch kochen und nie lüften. Ich stehe wie benommen. Ich frage ganz nett wo das Bad ist und wer es alles mit benutzt, sie meint ja wir zusammen (sie, ihr Mann und vielleicht noch der Alte der hier rumschwirrt) Ich weiss nicht was ich sagen soll. Da Thomas auch schon ziemlich genervt draussen sitzt, sage ich ihm auf deutsch dass es mir nicht gefällt. Ich erwähne die Badsituation, er versteht nichts. Er sagt alles wäre ihm jetzt recht und bemerkt meine unzufriedenen Gesichtsausdruck nicht mehr da ich bereits seit 2 Stunden so gucke.

Dann riecht er das Zimmer und ist entsetzt. "Das ist nicht dein Ernst? Was soll das kosten? Wir sollen auf der Klappcouch schlafen?"
Zugegeben 60Lei sind grad mal 15€, aber dafür haben wir die letzten Nächte sehr viel Besseres gehabt. Von dem komischen Alten der auch noch rumschwirrt habe ich ihm noch gar nichts erzählt, warscheinlich soll er zwischen uns auf der Couch schlafen.

Ich sage der Dame dass es nicht geht, mein deutscher Freund mag es nicht. Mache einen auf gute Rumänin, böser Deutscher. Sie lässt nicht locker, fragt nach dem Grund und ich sage es riecht komisch. Meine Manieren sind wohl in den Schlaglöcher gefallen. Damit ich besser dastehe einigen wir uns auf rümänisch, dass Thomas einfach ein furchtbarer Mensch ist. ;-)

Ende der Geschichte, wir bekommen nach weiterer Suche via Internet eine Pension für 10Lei weniger. Auch nicht so doll, aber mit eigenem Eingang, Bad, und Miniküche. Nun kann es endlich zum Essen gehen. Achso, der Feinkostexpress ist das beste Restaurant am Platz erfahren wir, und das Einzige. Ich will wieder weg und zwar morgen früh, ich stehe ganz früh auf das weiß ich jetzt schon.

Morgens haben wir versucht für euch ein Paar Schlaglöcher zu fotografieren aber die Pfützen waren weg und die ganz schlimme Strasse fahren wir nicht nochmal. Die Ziegen die wir unterwegs getroffen haben haben unser Auto mitleidig angesehen nach den gestrigen Strapazen.

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Weiter zur 2. Attraktion in der Gegend - der Turda Schlucht (Cheile Turzii). Eine Art Mini-Yosemite-Valley. Der Regen von gestern hat sich verzogen und es ist auch nicht mehr so heiß. Ideale Bedingungen für eine kleine Schluchtwanderung.

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Tolle Gegend um mit dem Seil zu klettern es gibt hier viele Akrobaten.

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Aufgabe für die Bildchengucker ist euch beim lezten Bild was aufgefallen? Lösung am Ende des Beitrages.

Der Weg ist ca 1,5 km, einfach und wunderschön.

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Thomas muss natürlich rumspringen und überall rumklettern. (ok, ok ich geb zu auf der Brücke hab ich auch känguruht)

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Danach kurzer Abstecher nach Cluj, noch ein Mittelalterliches Zentrum - nix zu sehen für uns (immer noch Gemäuer-Übersättigung), also weiter nach Bistrita.

Wie versprochen die AUFLÖSUNG des Bildes mit den Kletterkünstler. Ein netter Gag die Stiefel unterm Stein zu betonieren.

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Eingestellt von Tom Travel 12:25 Archiviert in Rumänien Kommentare (3)

Bistrita --> Vatra Dornei --> Falticeni

raus aus Transylvanien und das Bettenproblem

semi-overcast 18 °C
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Heute steht nur eine kleine Etappe auf dem Plan. 80km über den Borgo Pass verlassen wir Transylvanien und queren zum 2. Mal die Karpaten. Borgo Pass - schon mal gehört? Das "Hellboy" Finale spielt dort und es ist (na klar!) der Ort an dem Dracula im Roman sein erstes Opfer holt. Sieht gar nicht gruslig aus hier, eher wie in Oberösterreich. Ein Skigebiet im Winter und Wanderparadies im Sommer.
Bram Stoker war vom Borgo Pass fasziniert warscheinlich sah es mal viel gespenstischer aus. Allerdings war er nie hier.

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Wir bleiben erst mal in einem Skiort namens Vatra Dornei. Ganz hübsch hier und die Schlafstätte ist auch gleich gefunden.
Mit den Schlafstätten ist hier so eine Sache. Die einen sind sehr nett und wollen dich am nächsten Tag durch die Stadt rumführen dich zum Frühstück einladen und du brichst ihnen das Herz wenn du sagst du musst weiter. Sie winken dir hinterher wie begossene Pudel und du willst am liebsten sagen "aber wir haben dich doch trotzdem lieb" auch wenn wir weiter müssen.

Die anderen sind angestellt und Service ist noch ein Fremdwort, sozialistische Restbestände. Meine liebste Antwort ist. "Ja, wir haben für sie das passende Zimmer aber die Betten sind nicht bezogen." Meine Frage: Werden die Betten noch bezogen im Laufe des Tages." Antwort "Nein!" Wir sehen scheinbar so aus als ob wir ungemachte Zimmer sehen wollen. Man hört Musik oder hat andere wichtige Dinge zu tun, wie Kreuzworträtsel lösen oder am Handy rumspielen. Das erinnert teilweise an Laos hier.
Einer dieser Service-Raffnixe war schon froh uns los zu sein, als ich fragte "Was ist eigentlich mit den Hütten da hinten?" "Die sind frei" meint sie aber etwas günstiger. (Arghs!) Es muss an uns liegen, wir sehen aus wie Leute die nach ungemachten Bettenzimmer fragen und nicht nach günstigen freien Zimmern.

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Endlich unser Haus, unser Auto, kein Boot (obwohl für Turda wäre das gut gewesen)

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Blicke von der Veranda

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Drinnen wirklich nicht viel Platz

18°, es ist ziemlich kühl hier auf dem Berg, aber das tut mal gut. Wir lesen dass es in München 30° hat und sind erst mal gar nicht neidisch. In der ersten Woche hatten wir genug Hitze hier. Das hier ist der nördlichste Stop unserer Reise. Kühle Tage werden in den nächsten Monaten selten sein.

Am nächsten Morgen Nieselregen bei 14° - kein Grund hier zu bleiben. Alina nutzt das Schlechtwetter um ein paar Stunden online zu arbeiten. So viel Kühl braucht's dann aber wirklich nicht. Wir fahren nachmittags runter ins Tal nach Falticeni. Dort abends bei Ankunft leider das selbe Wetterbild. Alina hat hier Familie und wir werden die nächsten beiden Tage ihre Verwandtschaft besuchen.

Eingestellt von Tom Travel 03:58 Archiviert in Rumänien Kommentare (4)

Falticeni

coming home Teil I

rain 16 °C
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Ich brauche schon wieder Schuhe. Die Schlappen aus dem letzten Urlaub machen's nicht mehr lang. Außerdem haben wir es bei 60kg Gepäck diesmal geschafft die Handtücher zu vergessen. Bisher waren die Pensionen immer komplett bestückt - das wird aber auf der weiteren Reise nicht so bleiben.

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Markthalle in Falticeni

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wenn man da lange draufschaut wird's irgendwie unanständig...könnte auch aus der Mülltonne eines Zahnarztes sein, oder eben weiße Paprika

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Besuch bei Alina's Tante auf dem Land. Kleine Zeitreise zurück. Kein Internet, kein Handynetz, Plupmsklo übern Hof aber immerhin schon seit einigen Jahren fließend Wasser. Das Plumpsklo ist irgendwie nostalgisch. (aber Wehe im Winter bei -20°). Links wohnen die Tiere - rechts die Menschen.

Nicht nur die Tante und mein Onkel leben hier sondern auch meine Mutter ist hier in diesem Haus aufgewachsen. Meine Oma wohnte hier und ich habe viele Wochenenden hier verbracht. Es ist DER Familientreff (Mutterseite) gewesen und es ist noch teils heute. Das Hyannis Port der Ciobanus eben. Gottseidank hat sich hier wenig verändert. Es fühlt sich noch wie zu hause an bei Oma und Tante Paula.

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Hinterm Zaun der Hofhundnachwuchs - allerliebst.

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Auch im Programm - ein Besuch auf dem Dorffriedhof. Ein seltsamer Ort, einerseits traurig, sehr friedlich (was sonst) tolle Aussicht und irgendwie doch wunderschön. Tante Paula erzählt mir wieder die Geschichte als die Oma starb und jedem sagte, dass ihre Enkelin zu hause ist und jemand darauf aufpassen muss. Ihre letzten Gedanken galten mir, daher kommen mir jedesmal die Tränen obwohl ich mich kaum an sie erinnern kann da ich damals gerade mal laufen konnte. Danke Buca, schade dass wir uns nicht besser gekannt haben.
Hier findet mann auch das Grab meiner Ur-Urgroßmutter.

Morgen gehts weiter nach Bacau - zum Teil 2 der Homecoming Story

Eingestellt von Tom Travel 13:54 Archiviert in Rumänien Kommentare (1)

Falticeni --> Bacau

coming home Teil 2 - Dracula gefunden

overcast 20 °C
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Die Nacht des Grauens. Graf Dracula ist hier gegenwärtig. Er hat sich in viele kleine Blutsauger aufgeteilt - Stechmücken. Thomas hat ein Mittel gegen Stechmücken. Funktioniert folgendermassen: Man nehme eine fröhliche Alina und legt sich neben sie. Man wärmt sie gut damit sie Füsse und Hände nach draussen steckt . Dann abwarten. Verirrt sich eine Mücke, wird sie schnell rausfinden, dass Alina viel besser schmeckt als Thomas. Achtung! Ganz wichtig, sollte sich Alina mit Antimückendings eincremen wollen, unbedingt das Zeugs vor ihr verstecken sonst bringt's nichts! Alles klar?
Kommentar Alina X@Y§Q? (Kommentar auf romänisch nicht verständlich aber eindeutig säuerlich!)
Die Biester haben mich ausgesagt und Thomas hatte nur einen verirrten Stich. Nur einen!

Ab nach Bacau! Hier ist es schon mal ein wenig wärmer als in Falticeni. Leider immer noch kein Vergleich mit dem perfekten Wetter der ersten Woche. Vor allem für brauchbare Fotos ist das Zwielicht sehr schlecht.

Heute haben wir den Weiterflug nach Istanbul gebucht. Die Fähre übers Schwarze Meer von Constanza nach Istanbul fährt scheinbar nicht mehr - sehr schade. So eine kleine Kreuzfahrt hätte mir gefallen. Der Abstecher nach Bulgarien auf dem Landweg fällt dadurch ebenso aus wie ein Besuch in Odessa, Ukraine mit Stop-Over in Chisinau, Moldavien. Letzteres wegen den Mietwagenbedingungen die es verbieten mit dem Wagen das Land zu verlassen. Ebenfalls sehr schade.

Bacau ist, wenn man keine Kindheitserinnerungen hat, keine besondere Stadt. Endlich treffe ich nach 26 Jahren mein Freundin Irina mittlerweile Ärztin, Mutter von 2 Kindern, eine sehr moderne Frau. Ich bin sicher wir wären heute auch beste Freundinen, wenn ich hier geblieben wäre. Fotos aus alten Tagen bei uns im Garten.

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Fotos heute

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Familie mit Großtante aus Israel zu Besuch. Alle leben sehr modern und bauen fliessig.

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Die alte Nachbarin ist auch noch da mittlerweile 90 Jahre alt.

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Meine Schule hat neuen Namen aber gleiches Gebäude. Mein Elternhaus ist verkauft und wird nicht als Wohnhaus genutzt. Nur noch eine Ruine die auf den Abriss wartet. :'-(
Bilder davon will ich keinem zumuten - so will ich es nicht in Erinnerung haben. Am Zaun gestern...

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...und Fotos vor 4 Jahren als Opa mit seinen fast 99 Jahren noch drauf aufgepasst hat.

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Bacau hat durchaus ein paar schöne Ecken. Restaurant mit Innenhof das sehr gutes und preiswertes Essen hat. Leider kommt es auf den Foto nicht gut rüber.

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Das war's erst mal vom Stadtleben in Bacau - morgen geht es wieder ein Stück nach Norden in die Berge.

Eingestellt von Tom Travel 03:07 Archiviert in Rumänien Kommentare (4)

Bacau --> Piatra Neamt (Durau)

wo bin ich hier?

overcast 18 °C
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Eines steht mal fest – es gibt in ganz Europa wohl kaum eine abgelegenere Gegend als das hier. Mehr als 5 Autostunden entfernt vom nächsten internationalen Flughafen. Auf dem Weg hierhin die rumänische Version vom Hoover Dam

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Auf dem Weg wieder die üblichen tierischen Begegnungen

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Ihr habt richtig gesehen, hier gibt es auch Schwarzbären die hatten aber heute frei. ;-)

Fast exklusiv für einheimische Touristen hat sich hier ein kleiner Ferienort entwickelt. Berge, Täler, Wälder wie gehabt – à la Oberösterreich. Lediglich ein paar verwegene Mountainbiker haben wir gesehen – aber die fahren ja selbst durch Kriegs- und Polarregionen für ihren Sport. Insofern auch wieder nicht verwunderlich. Gäbe es hier Wellen, wären natürlich auch Surfer da, denen ist ja auch alles wurscht. Ausländische Touristen in nennenswerten Mengen sind hier auch auf lange Sicht nicht zu erwarten.
Kein WiFi, kein UMTS – wer von den Lesern ein strahlungsfreies, völlig unberührtes Stück Natur sucht, wird hier fündig. Wenn es nur nicht so weit weg wäre. Wir beziehen Quartier bei Alina's Patentante, eine kleine Pension mit toller Aussicht auf die Berge.

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Das Wetter ist wie seit Tagen wieder mal so lala, zu unsicher für eine Bergwanderung und so schauen wir uns ein restaurierte Festung Stefan's des Großen an

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Steine, schon wieder!

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Da seit Jahrhuntderten von der Ruine nicht viel übrig ist hat man innen viele Bilder wie es wohl mal ausgesehen hat. Hat was von Age of Empires. Eigentlich gar nicht mal so schlecht gemacht. OK, ein wenig sehr werden die Klischees bedient, die man so vom Mittelalter hat. Verlies mit Plastikgefangenen und Plüschratten ist da

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– klar, Schatzkammer, Waffenraum und aus dem 2 Stock winkt eine Burgfräuleinpuppe.

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Der Historiker wendet sich mit Grausen, dem Publikum gefällt es. Die Pilzskulptur fanden wir ganz nett.

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Alleine der Blick über Targu Neamt ist trotz des Wetters die Reise wert und Alina nutzt die Gelegenheit euch mit Panoramabildern zu bombardieren.

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Es wird nicht wirklich besser mit dem Wetter hier. Die Wolken haben sich in den umliegenden Bergen festgerannt. So freut einen das hier nicht wirklich. Einfach zu kalt. So geht es nach 2 Nächten wieder runter ins Tal. Zuvor noch ein kleiner Abstecher zum Lacu Rosu
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und Cheile Bicazului (Bicazus Klamm übersetzt). Wirklich beeindruckend die Strassen durch die Klamm zu fahren, hier sollte jeder hin der nach Rumänien fährt und mindestens eine Woche bleiben. Sehr beliebt bei einheimischen und ungarischen Touristen. Wenn die Sonne mal kurz reinscheint kann man sich gut vorstellen wie hübsch das hier sein könnte.

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Eingestellt von Tom Travel 14:48 Archiviert in Rumänien Kommentare (7)

Durau --> Bacau II --> Donaudelta (Crisan)

Ab in den Süden – 36° und es wird immer heißer

sunny 36 °C
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Mittels Google Analytics verfolgen wir wer uns verfolgt. Wir hatten z.B. 9 Besuche aus Dachau (Hallo Zvoni, hallo Roland!) , 6 aus Hamburg (Gruß ins dortige BT Office), 2 aus Hannover (Hallo Michael) - und seit neuestem auch 3 Besucher aus Finnland - den/die kennen wir nicht. Aber wir hoffen er/sie versteht deutsch :-) - Hei Suomi!

Wir verbringen ein paar weitere Tage in Bacau mit Besuchen bei Verwandten und früheren Nachbarn. Bacau hat 170.000 Einwohner und ich glaube ich kenne jetzt die meisten davon. Die, die nicht verwandt sind, sind Bekannte und wohnen witzigerweise alle an der gleichen Straße.
Wir haben hübsch im Zentrum bei Alina's Verwandten gewohnt,

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Alinas Geburtshaus ist ganz im Süden. McDonalds, ist natürlich auch an der Straße und genau im Zentrum. Alle die durch Bacau fahren kennen den. Das ist daher wichtig, weil Alina sagte sie kennt nicht so viel Leute in Bacau und auch noch welche von außerhalb dorthin bestellt hat, um uns zu sehen. Ganz Bacau reichte offenbar nicht aus.

5 Bacauer sind im Urlaub und um die zu treffen geht’s nach Süden ins Donaudelta. Auf dem Weg riesiege Sonnenblumenfelder, daraus wird vermutlich mal unser E10

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Das ist hier ein Gebiet ohne Verwandtschaft von Alina. Ich hätte nicht gedacht, dass es das hier gibt. Doch der Arm des Clans reicht selbst bis hierher – ein Freund von Alina's Vater geht oft angeln und der wiederum kennt den Besitzer einer Pension hier im Delta - da müssen wir unbedingt hin. Der hat auch ein Boot und kann uns rumfahren. Wir überqueren bei Galati die Donau per Autofähre. Ganz schön breit hier.

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Einige Autostunden später werden wir von einem Motorboot direkt am Ufer eines Donauseitenarms abgeholt. Das Auto wird für die nächsten Tage geparkt, denn da wo wir nun hinfahren gibt es keine Straßen.

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Eine Stunde geht es mit dem Boot 30km durch eine traumhafte Flusslandschaft zu unserem Nachtquartier. Auf dem Bild unser unerschrockener supercooler Skipper.

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Auch hier kein UMTS kein WiFi, kein Internet. Braucht's auch nicht. Hierher kommt man zum Angeln, Vögel beobachten und um seine absolute Ruhe zu haben. Etliche Hundert km² Naturschutzgebiet. Ich wusste nicht, dass es so etwas in Europa gibt. Dieses Land hat wirklich Überraschungen parat.

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Und hier unser Ziel für die nächsten beiden Tage. Morgen geht's mit dem Boot noch mal richtig tief rein ins Delta. Wir sind gespannt, was es hier alles so gibt ausser Moskitos. Ich habe gleich bei der Ankunft die Bewohner nach Stichen gescannt - gibt keine. Man hat hier gut funktionierende Fliegengitter. :-)

Eingestellt von Tom Travel 09:04 Archiviert in Rumänien Kommentare (1)

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