Reise blog von Travellerspoint

Indonesien

Piratenhöhle zum Geburtstag

Alina hat's vergessen

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Vorgestern abend sagte ich noch zu Alina "In 3 Stunden habe ich Geburtstag", sie schien nicht besonders interessiert. Morgens sagte sie auch nichts und irgendwann Mittags stritt sie sich mit unserem Guide, denn er meinte heute ist Donnerstag und sie behauptete es ist Mittwoch. Als der sie mit sein Mobiltelefonkalender überzeugte hörte ich nur ein entsetztes Quieken. Dann ein "Oh, alles Gute zum Geburtstag Schatz, ich dachte morgen ist Donnerstag."

Mein Bartkalender funktioniert nicht immer so hundertprozentig. Ausserdem ist sie schon wieder erkältet und muss bei der Hitze mit Schal rumlaufen. Sie hat aufgesprungene Lippen und lächelt seit Tagen nur mit halber Power gequält in die Kamera. Das alles soll ich als mildernde Umstände gelten lassen. Das beste Geschenk, das sie mir machen konnte, ist meinen Geburtstag zu vergessen - jetzt habe ich was gut. ^^

Aber sie hat einen Bonus, seit Tagen plante sie mein Geschenk in Singapur, da sie es mit mir absprechen musste, ist es für mich keine Überraschung mehr. Aber für die Leser wird es eine. Mehr dazu am 11 bzw 12.10. Ich bedanke mich bei Alina und ihren Eltern jetzt schon. Ein Shirt mit dem Tasmanischen Teufel gab es außerdem. Das schleppt sie seit Bali mit, soll ich betonen. Das werden wir zusammen mit Fluffy nach Tasmanien bringen.

Also was gab es am meinem Geburtstag? Viele Höhlen mit Gräbern, Felsen mit Gräbern und Bäume mit Gräbern. Cooles Programm für einen Geburtstag.

So viele Höhlengräber, dass Alina schon den Guide gefragt hat, ob sie hier vielleicht auch leere Höhlen haben. Redundante Frage - natürlich nicht! In jedem Loch stecken hier Knochen. Tana Toraja sollte man echt als Honeymoon-Destination für Grufties vermarkten.

Hier werden die wichtistgen Toten in in den Felsen gemeisselten Höhlen abgelegt.

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Davor stellt man eine mehr oder weniger schöne Holzpuppe auf, um dem Toten zu gedenken. Nicht jeder hat das Privileg, nur wer richtig wichtig war und es sich leisten kann zu seiner Beerdigung mindestens 24 Büffel schlachten zu lassen. Wer das nicht hinkriegt bekommt keine Puppe - da sind die hier knallhart.

24 Büffel - wie viel ist das in €? Ein Büffel kostet zwischen 1500- 2500€ haben wir heute auf den Viehmarkt gelernt. Spekulanten aufgepasst! Wasserbüffel sind inflationssicher. Soll mal einer sagen Bloglesen lohnt nicht!

In der ersten durchlöcherten Felswand die wir besuchen, wurden die Könige abgelegt. Sind etliche gewesen, die Holzpuppenloge ist gut besetzt.

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In den Shops darunter haben wir diese nette Puppe gefunden die sagt doch alles oder? ^^

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In der Umgebung flattern ausgesprochen große und hübsche Falter.

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Dann kommen wir zu einer natürlichen Höhle - sieht aus wie eine Piratenhöhle -Fluch der Karibik Teil V? Nein, hier ruht das gemeine Volk (die mit wenigen oder keinen Büffeln)

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Schon lange außer Betrieb, heute werden die Normalos beerdigt wie bei uns. Die Särge an der Decke krachen irgendwann von ihren Gestellen und dann kommt jemand von der Familie und macht liebevoll Häufchen von dem was so auf dem Boden verstreut übrig ist.

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Zum Schluß noch ein Baum der als Babygrab dient. Ich weiß nicht recht ob ich diesen Brauch gruslig oder schön finden soll. Es wird ein Loch in den Baum geschnitzet und Kinder, die sterben bevor sie Zähne kriegen kommen da rein. Es wird provisorisch veschlossen und im Lauf der Jahre umwächst der Baum die Aussparung und schließt das Loch wieder. Die Einheimischen glauben so leben die Babys im Baum weiter und werden von der milchigen Baumflüssigkeit ernährt.

Ein neuer Tag und - ihr habt es vermutet - wir fahren zu einer Beerdigung. Die Dame die beerdigt wurde ist immerhin 90 geworden, aber wohl nicht so reich wie die andere bei der wir waren, die Beerdigung ist viel kleiner. Sie musste auch 1 Jahr warten bis zur Beisetzung, denn die Familie musste sparen. Für eine Holzpuppe wird's schon reichen.

Uns reicht es schon lange. Andere Touristen, die mit uns beiwohnen dürfen, sind immer noch begeistert am knipsen. Unser Enthusiasmus hält sich in Grenzen und sinkt unter Null, als aus einem großen Faß gekochter Büffel zum Mittag serviert wird. Wie können wir diese Einladung nur ablehnen ohne die Gastgeber zu vergrätzen? Plötzlich fällt mir ein, daß ich Probleme mit dem Magen habe und ich lehne mit dieser Begründung ab. Zur Not wäre ich auch blitzartig zum Hinduismus übergetreten, womit der Verzehr von Rindfleisch mit meiner Religion nicht vereinbar wäre. Auch das hätte gegolten.

Schon der Gestank von diesem gekochten Fleisch macht mich satt für Tage. Um das zu essen (und drin zu behalten) müßte ich schon dem Hungertod sehr nahe sein. Wir lauschen dem Singsang des Pfarrers noch eine Weile, dann reicht's uns endültig. Weg hier!

Ab zum Markt ein paar Büffel kaufen. Super fürs Handgepäck! Auf dem Wochenmarkt kann man verschiedene Formen des Schweinetransports bewundern. Zu Fuß braucht hier kein Schwein gehen.

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Am Markt angekommen dürfen sie gleich liegen bleiben - sieht ein wenig aus wie an der italienischen Adria im August.

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Natürlich auch Büffel - weiß-gefleckt sind die Teuersten. In der Sonne rosa geworden wegen Sonnenbrand, zählt aber auch als weiß.

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Die mit den Hörnern nach unten sind ebenfalls rar und teuer.

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Die mit den ganz langen Hörnern sind Ochsen. Bei kastrierten Büffeln wachsen die Hörner nämlich weiter. Die Größe scheint doch zu zählen, was hinten fehlt, gleicht er vorne aus.

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Natürlich gibt es auch einen anderen Markt, da gibt es Gemüse, Tropische Früchte, und anderen Krimskrams. Wieder sehr verlockend, hier wird das Fleisch und die Fische an der Straße getrocknet. Hmm das duftet. Seid froh dass es noch kein Duft-App gibt. Noch so ein paar Tage und wir werden Vegetarier.

Auch schön neben dem Trockenfisch werden Schuhe verkauft. Da hat jeder mit Stinkfüsse eine gute Ausrede. "Nee, sind nicht meine Füße hab die Schuhe am Fischstand gekauft."

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Eingestellt von Tom Travel 07:38 Archiviert in Indonesien Kommentare (2)

Jetzt reicht es aber

Nein, wir kommen noch nicht wieder heim

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Ich habe jetzt endlich den Grund gefunden warum ich Thomas' Geburtstag verpennt hatte. Mein Handy ging 1 Tag nach. Ich war krank und diese Toten gehen mir auf den Keks und die Beerdigungen und und...

Heute gab es schon wieder eine Höhle.

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Natürlich wieder Holzpuppen davor, einige sind echt gut gemacht - sehen wirklich aus wie Menschen.

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Erinnert an die Muppetshow, wie die alle auf ihrem Balkon vor ihrer Höhle sitzen. Im Souvenirshop wieder 2 Puppen die aussehen als hätte man sie auf dem Klo porträtiert.

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Diese Höhle, Londa, ist natürlich der wunderbare Abschluss. Davor wieder wie üblich Särge auf Gestellen - bleiben so lange da oben, bis sie irgendwann morsch runterkrachen. Besser nicht drunter stehen wenn das passiert.

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Sie ist tief und dunkel.

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Wir müssen ein wenig klettern vor uns geht so ein Heini mit Kerosinlampe und leuchtet.

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Erhöht den Gruselfaktor gleich mal. Mir war nicht klar, dass diese Höhle aktuell noch als Grab benutzt wird. Viele Skelette, hübsch hergerichtet, Särge liegen kreuz und quer. Die Särge sehen immer neuer aus in ihrer Machart. Es wird dunkler und enger.

Ich habe keine Probleme in Aufzügen und auch vor 3 Jahren in Laos, die dunkle Höhle war auch teilweise sehr eng, aber ging so. Aber hier muss ich fast kriechen.

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Noch mehr Särge, noch mehr Skelette. Thomas sagt auf einmal: "Schau mal, da ist ja sogar noch ein wenig Fleisch dran an der".

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"Die sieht doch aus wie Norman Bates Mutter!" (die aus Psycho)

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Ich werde sauer, ich wollte nicht hierhin, ich meine gar nicht die Höhle sondern der ganze Ort. Als ich darüber gelesen habe, fand ich es schon nicht toll. "Zentral Sulawesi = Beerdigungen und Tiergemetzel" - das fällt mir jetzt ein.

Eingeengt in der Höhle werde ich langsam sauer. Der Lampenheni meint, da hinten ist so ein Romeo und Julia Skelett Pärchen.

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Oh nein, sehe ich da richig sind die etwa in Plastikfolie eingewickelt? Das sieht noch recht frisch aus.

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Thomas meint ich solle besser zurück gehen. Zurück? Wir haben nur eine Lampe, im Dunkeln durch die ganzen Leichen - tastend? Am Ende stoße ich aus Versehen noch gegen ein Skelett - IEEEKK bloß nicht!

Mich regen die Frauen auf, die in den Abenteuerfilme schreien wenn ein Skelett im Bild erscheint. Hier unter echten Skeletten finde ich es gar nicht witzig. Ich würde jetzt sogar Jonny Depp den Kopf abreissen.

Thomas erkennt meine Situation und nimmt es mit Humor.

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Der Lampenheini auch, er macht Fotos von Thomas.

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Hilft mir nicht, alleine im Dunkeln zurückbleiben ist keine Option. (habe ich in Laos für so 5-10 Minuten gemacht aber ohne Skelette) Ok, also weiter gehen. Wie? Da vorne ist ein Ausgang? Jipiiee. Der Lampenkasper meint, ich muss nur noch durch das Loch und 20 Meter einen Gang entlang krabbeln.

Ich lache, aber merke bald - der meint das ernst. Nee, oder? Ich gucke Thomas an, und der meint "Ganz ruhig, ich bleibe hinter dir - die Monster holen doch immer den letzten in der Gruppe" - und grinst sich eins.

Wie soll ich da durchpassen? Es ist nicht einfach nur ein Loch, sondern ein Gang, in dem ich auf allen Vieren kriechen müsste und ich sehe noch nicht einmal den Ausgang. Ich zweifle an Thomas Verstand, weil er trotz seiner Größe scheinbar kein Problem hätte da rein zu gehen.

Wenn es so eng wird von allen Seiten, bekomme ich Platzangst. Ich sage ihm das. Thomas meint, dass es nicht Platzangst heisst, sondern Klaustrophobie, denn Platzangst ist Angst vor großen Plätzen und heißt Agoraphobie.

Ich bekomme neben meiner Klaustrophobie gerade auch eine Klugscheisserphobie und ein starkes Verlangen ihn zu schlagen. Ich will hier raus! Pronto! Nachdem ich mein Ärger verdeutlicht habe, gehen wir den gleichen Weg zurück. Der Lampenheini versteht die Aufregung nicht. Thomas lacht sich schlapp.

Die Höhle nebenan macht er mit dem Lampenheini alleine. Mir reicht es! Skelette nur noch in einer Höhle, wo garantiert eine Schatzkiste daneben steht, in was anderes kriegt mich keiner mehr rein.

Man kann Alina schnell wieder zum Lachen bringen. Die Kids an der Strasse haben ihr sehr gefallen.

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Es gibt wundervolle Reisfelder und tolle Ausichtspunkte allerdings sind wir zu spät, der Reis ist bereits geerntet.

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Morgen geht es nach Pare-Pare und übermorgen nach Bali zurück zu den Lebenden. Alina scheint zufrieden.

Eingestellt von Tom Travel 05:45 Archiviert in Indonesien Kommentare (2)

Der Pfurzer von Makassar

wieder mal in Bali

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Zwei ereignislose Reisetage später und wir sind wieder in Legian, Bali. Rantepao --> Pare-Pare --> Makassar --> Denpasar.

Erwähnenswert an der Fahrt nach Makassar ist, dass Alina den Fahrer auf einmal anhalten ließ und mit der Kamera rausstürmte. "Boah! Diese Bananen sind so groß"

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Solche Kaliber von Bananen habe ich auch noch nicht gesehen. Alina fragt die Händlerin ob man die so essen kann. Die kringeln sich vor Lachen. Zumindest um sie zu essen, muss man sie vorher kochen. Von wegen es kommt nicht auf Größe an. ^^

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Weiterflug nach Bali und wieder etwas was mir bei meinen vielen Reisen nicht passiert ist. Ich bin kaum zu meinem üblichen Startnickerchen eingeschlafen, da werde ich unsanft geweckt. Nicht von Turbulenzen oder einer Saftschubse die mir den Trolley auf dem Zeh parkt - schlimmer! Ich bin von Pfürzen meines Frontmannes wach geworden. Alina und ich sind im Gesicht grau-grün geworden. Jeder preßt sich auf Nase und Mund was er gerade finden kann, doch auch gefiltert ist es kaum zu ertragen.

Der Flug dauert zwar nur eine Stunde, aber der Typ hörte nicht auf. Immer wieder stieg eine neue Gaswolke auf. Leise, unsichtbar aber enorm wirkungsvoll. Wir wären am liebsten aus dem Fenster gesprungen.

Willkommen in Bali - ist gar nicht so lange her, dass wir hier begrüßt wurden. Die Kling-Klong-Musik, die Räucherstäbchen, Bali ist unser Reisezuhause geworden. Es ist etwas ruhiger geworden, weniger Touristen jetzt da der Sommer in Europa vorbei ist. Wir bekommen auf Anhieb ein Zimmer.

12 Tage noch bis zum Abflug nach Singapur. Wie sollen wir die bloß rumkriegen. Wir könnten noch mal zum Raften gehen oder nochmal nach Lembongan zum Tauchen. Shoppen, Nichtstun, am-Pool-liegen wie normale Urlauber wäre auch eine Möglichkeit. Schwierige Entscheidungen. (Mitleid ist an dieser Stelle angebracht).

Alina muss ja noch arbeiten ihr Arbeitsplatz am Pool. Ok, das entspricht nicht gerade den üblichen Vorschiriften für einen Bildschirmarbeitsplatz - aber die Umgebung rechtfertigt die Rückenschmerzen.

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Eingestellt von Tom Travel 04:21 Archiviert in Indonesien Kommentare (2)

Partytime

gibt es intelligentes Leben in Australien?

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Die Strassenkatzen (Alleycats)

Da die letzten Tagen in Sulawesi doch etwas stressig waren haben wir von all den Möglichkeiten die letzten 12 Tage in Bali zu verbringen die gewählt nichts zu tun. Gar nichts. Guter Plan, aber leider nicht immer möglich. Die ersten Abende zunächst schön ruhig und einfach klasse. Dann wieder Poolpartys zu denen wir leider nicht eingeladen waren. Aus war es mit der Nachtruhe. Irgendwann spät nach Mitternacht endlich eingeschlafen, hat uns die Gemeinde der heimkehrenden Discobesucher zwischen 4 und 6 Uhr erneut den Schlaf geraubt.

Reiseweisheit Nr.5: Poolpartys sind nur lustig wenn man dabei ist.

Als wir grade ausziehen wollten, sind ein paar nette Brasilianer eingezogen. Die Segeln seit 1 Jahr in der Weltgeschichte herum. 6 Jungs, von denen keiner einen Segelschein oder sonstiges besitzt.

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Ein gebrauchtes14-Meter-Boot (Anschaffungspreis erstaunlich günstig – weniger als ein Kleinwagen) und etwas handwerkliches Geschick für allfällige Reparaturen – mehr braucht es dazu nicht.

Thomas kommt schwer ins Grübeln. So etwas hat gerade noch gefehlt, ich habe seit wir zwischen Bali und Lombok vor ein paar Jahren in einen Sturm kamen kein gutes Verhältnis zu kleinen Booten in großen Wellen. Nun bringen ihn diese Jungs auf bedenkliche Ideen. Hoffentlich vergisst er das wieder.

Mit denen, ein paar Aussies, Kiwis, Spaniern und Briten machen wir wieder Party. Zuerst am Pool klaro! Alina nutzt die Gunst der Stunden und schwingt das Tanzbein mit dem Brasilianer.

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Diese beiden hat man während ihres Aufenthalts nie wieder nüchtern gesehen. Die halten sich ja jetzt schon gegenseitig fest.

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Wir sind wieder mittendrin statt nur Lärm geplagte Anwohner. So erfahren wir auch vom Alleycats, das kennt man wenn man jung ist und gerne Party macht. Das ist die angesagte Kneipe zum Vorglühen für die Disse. Wir hatten es bisher nicht registriert. Warum wohl? Keine Ahnung. ;-)

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Die nächsten Abende beginnen also regelmäßig im Alleycats, wir lernen den netten Besitzer kennen. Erst vor 3 Jahren eröffnet brummt der Laden jeden Abend. Eröffnet weil er kein vernünftiges englisches Frühstück in Bali essen konnte. Das verstehen nur Briten - woanders verzieht man bei englischem Frühstück eher das Gesicht und sucht einen anderes Lokal auf.

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Frühstück wird hier vielleicht auch noch gegessen, aber das meiste spielt sich nach 21 Uhr ab. Es wird rappelvoll und da die Getränke so günstig sind, sinkt das Niveau rapide. Ballermann oder Oktoberfest kommen einem nun für die Beschreibung der Stimmung in den Sinn.

Danach in den Skygarden, denn da gibt es bis 11:30 Free-Flow Longdrinks. Für die Mädels sogar bis 12:30 gratis. Noch mehr saufen? Na klar! Die neue Generation hat eine unglaublich tolle Leber. Und Durchhaltevermögen.

Wenn ich früher eine Nacht durchgemacht habe wurde bis Mittag geschlafen. Die gehen um 6 mit einem Frühstücksbierchen in den Pool und machen weiter. 3 Tagen hintereinander.
Thomas kommt auf den Trick: der eine hat so einen heftigen Sonnenbrand, der kann aus dem Pool nicht mehr raus. So erträgt er die Schmerzen, vergisst wahrscheinlich zwischendurch auch dass er nicht geschlafen hat.

Wir sind so froh nicht mehr jung zu sein aber leider nicht so froh noch nüchtern zu sein, denn nüchtern erträgt man das kaum. Der eine Abend wird unser einziger im Skygarden, schaden denn von der Dachterrasse hat man eine tolle Aussicht.

Die Brasillianer müssen leider weiter, die haben einen Hochzeitstermin und wir vermissen sie jetzt schon. Die waren sogar betrunken liebenswert. Außerdem bekomme ich Komplimente am laufenden Band, ob Segeln mit einer Sehbehinderung gut ist? Die haben sogar Thomas unter 40 geschätzt! ;-)

Was ist noch passiert? Ich lerne Watten (ein Ur-Bayerisches Kartenspiel) und treibe Thomas in den Wahnsinn. Mal vergesse ich Regeln, mal gewinne ich mit unverschämt guten Karten sagt Thomas, denn er verliert nicht soo gerne. hehe!

Dann bekommen wir Besuch. Der kleine Punkt auf meinem Kopf!

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Ein kleiner Gekko - wir haben ihn Gary genannt, krabbelt bis auf mein Kopf. Da macht er es sich gemütlich und beobachtet die Alleycats Szene. Gar nicht mal so dumm, denn unten wäre er wahrscheinlich zertrampelt worden. Ich gehe mit Gary mir einen Drink holen und werde an diesen Abend die meistfotografierte Person dank Gary auf mein Kopf. Bis ein Depp mir Gary wegnimmt und ihn fast zerdrückt. Ich kann ihn noch auf einen Sims retten.

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Bali wird langsam nichts mehr für uns, an den günstigen Ecken wird es jünger aber nicht besser. Wir fühlen uns nicht mehr wohl. Das Gora Beach gefällt uns auch immer weniger, denn die Leute werden immer niveauloser.

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Wenn sich eine junges Mädel damit brüstet letzte Nacht in den Pool gekotzt zu haben, macht auch der wunderschöne Pool keinen Spaß mehr.

Ein Australier namens Troy ca. ende 30 erzählt uns, wie sehr er diese niveaulose Jungend verachtet. Oha, dachten wir – gibt es doch noch Hoffnung auf intelligentes Leben australischer Herkunft zu stoßen?

Viele der Jungs lassen sich mit ihm fotografieren, und quatschen ihn einfach an, da fällt mir auf er ist wohl berühmt. Er erzählt mir dass er ein Star in Australien ist, ehemaliger Footballspieler. Kaum eine Stunde später ist er im selben Delirium wie seine Landsleute. Wir wollten uns seine Daten geben lassen, aber so betrunken wie er ist hat es keinen Sinn mehr. Er kennt noch unsere Namen, die er auch wiederholt, bevor er langsam zu Boden sinkt. Immer locker diese Australier.

Wir freuen uns langsam auf Singapur. Didier ist in Anmarsch mit meinem neuen schlanken Laptop! Ein Laptop ist einfach zu wenig, die Laptopteilung mit Thomas war für uns beide nicht schön. Wir freuen uns auf die BT-Belegschaft in Singapur.

Eingestellt von Tom Travel 19:04 Archiviert in Indonesien Tagged reiseweisheit Kommentare (4)

Schon wieder Indonesien

mit Silk Air von Singapur nach Manado - Sulawesi

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Das stehen wir mal wieder am Flughafen und warten auf unseren Flieger. Wir fliegen von Singapur nach Manado Indonesien und müssen unseren Weiterflug nach Gorontalo kriegen. Aber da haben wir ja genug Zeit - über 3 Stunden. Nur leider viel zu viel Gepäck - unser permanentes Problem. Die erlauben nur 15 kg, dieses Mal werden wir ums Übergepäck bezahlen nicht herum kommen.

In Singapur wir mir übel, ich habe ein Drehwurm. Wir werden von Gate F36 zu E22 geschickt und dann wiederum zu E1 und so weiter. Immerhin komme ich auf diese Weise an meinem geliebten Orchideengarten im Changi Airport gleich mehrfach vorbei, der ist wirklich wunderschön und die Orchideen halten mit jeden botanischen Garten mit.

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Es gibt bei E1 auch einen Farngarten. So gibt es eine kostenlose Airportführung, ich habe gelernt was ein Travellator ist (kennt ihr alle)

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Immer das Positive sehen. Der Flieger wird auch noch getauscht und wir kommen mit Verspätung in Manado an. Wir haben noch kein Visum, das Gepäck wird erst noch aus dem Singapur Flieger ausgeladen - wie sollen wir den Flieger in 30 min bekommen uns selbst und unser Gepäck einchecken? Unsere Stewardess ist keine Hilfe sie wollte dem Pilot bescheid sagen ist aber am Kaffee hängengeblieben, da bekommen wir keine Hilfe.

Thomas eskaliert (Eskalierprofi als alter BT Hase) aber es interessiert trotzdem keinen. Er versucht sich bei der Immigration vorzudrängeln und wird wieder nach hinten gebeten. Da entdecke ich jemand der sich der Sache nach verzweilfelten Blicken von uns annimmt. Er fängt unser Gepäck ab während wir die Einreiseformalitäten abwickeln. Er bringt uns zum Check-In, die dort bereits auf uns warten (wir kommen uns wichtig vor) In 5 Minuten ist das Übergepäck gegen Geld eingecheckt und der Flughafenbus wartet auf die Bekannten 3 Musketiere, errrm Pasagiere.

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Wir steigen ein und sind echt glücklich das alles geklappt hat.

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Der Taxifahrt vom Gorontalo Flughafen bis nach Gorontalo ist wirklich schön.

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Die Strassen sind in einem Zustand den wir uns in Zentral- oder Südsulawesi vor eine paar Wochen gewünscht hätten. Wir sind erstaunt wie modern es hier ist. Unsere Zimmer sind badtechnisch nicht die feinsten, aber das Hotel hat internet und nette Katzen. Ist doch was.

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Am nächsten Tag mieten wir ein Tuk Tuk und faren zu den heissen Quellen. Ach es sitzt sich so schön im TukTuk wo ist eigentlich Didier?
Wenn man sich die Größe eines Tuk Tuks ansieht dann merkt man schnell zu dritt ist es schwierig.

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Didier sitzt erst hinten und dann wechseln wir mal durch, ausser Thomas der passt nur vorne rein.

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Die heissen Quellen ist eher ein Freibad für Locals. Der kleine Pool hat so heisses Wasser, da können wir nicht rein. Der Pool ist heute leer, wir haben das ganze Freibad für uns alleine. Thomas probiert die Kinderrutsche aus.

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Viele Locals schauen durch das Tor, wir merken wir sind mal wieder die Attraktion hier. Jetzt werden die Kids zu uns geschickt, wenigstens die baden mit uns.

Abends mieten wir uns 2 Mopeds und Helme. Hier ist Helmpflicht und dass die Helme echt was bringen sieht man hier.

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Wir sehen damit auch schön blöd aus, und wir beweisen es euch.

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Eingestellt von Tom Travel 13:29 Archiviert in Indonesien Kommentare (2)

Aufruhr in der Schule und Qual im Dschungel

Gorontalo

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Alina wurde gestern vom hiesigen Englischlehrer angesprochen, ob wir nicht Lust hätten vor seiner Klasse aufzutreten. Wir die großen Traveller. Hier in Gorontalo gibt es kaum Touristen und wir sind die Attraktion in der Stadt. Was wir mit den Kindern machen sollen wird uns nicht so richtig klar. Um das zu erklären ist das Englisch des Englischlehrers nicht ausreichend. Wir lassen uns trotzdem darauf ein – könnte ja ganz lustig werden.

Für den Tag haben wir uns 2 Mopeds gemietet und mit dem Lehrer hinten drauf geht es zur Schule. Kaum dort angekommen werden wir von einer Meute Kinder umringt.

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Alle schreien durcheinander und sind hellauf begeistert. Der Typ sagte was von 25-30 Kinder und ebenso viele Lutscher haben wir dabei. Das langt niemals für alle hier. Er beruhigt uns und meint, dass seien nicht alles seine Schüler und wir sollen gleich mal in die Klasse gehen.

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Dort sitzen dann tatsächlich nur etwa 20 Schüler, fein säuberlich nach Mädchen und Jungs getrennt. Es wird wieder laut. Wir erzählen die Geschichte von Fluffy – das kommt allerdings nicht an, weil keiner weiß was ein Koala ist und wo Australien liegt. (auch nicht der Lehrer) Fluffy wird angesehen wie ein Ausserirdischer und fühlt sich unwohl.

Didier fängt an von eins bis zehn auf deutsch zu zählen. Thomas schreibt es an die Tafel. Die Klasse wiederholt lautstark. Alles ziemlich chaotisch.

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Erst recht als wir mit der Verteilung der Lutscher beginnen. Jeder bekommt einen und wir treten den Rückzug an. Gar nicht so einfach, die Kinder hängen wie Kletten an Alina.

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Und wir haben keine Lutscher mehr um Alina auszulösen. Schließlich greift der Lehrer ein und rettet uns.

Als Gegenleistung will uns der Englischlehrer nun den Weg zu den heißen Quellen mit dem Wasserfall zeigen, die wir gestern gesucht und nicht gefunden hatten.

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Sind ja nur 3km vom Parkplatz zum Wasserfall sagt der Reiseführer. Aber das werden die anstrengendsten und längsten 3km, die ich je durch den Dschungel gegangen bin. Wir sind bereits nach kurzer zeit triefnass vor Schweiß.

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Alina ist heute nicht gut drauf und kommt kaum mit. Hätte sie gewusst was für eine Wanderung wir hier machen, hätte sie sicher Turnschuhe mitgenommen. Mit Schlappen und falscher Kleidung wird es eine Qual für sie.

Es gibt nur streckenweise richtige Trampelpfade. Streckenweise geht es über Felsbrocken und Baumstämme und auch mal durch den Fluss. Wir haben zu wenig Wasser dabei, Durst wird zu einem echten Problem.

Endlich nach einer gefühlten Ewigkeit kommen wir an den Wasserfall. Niemand da außer uns und das Wasser ist herrlich kühl. Was für eine Wohltat.

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Der Durst ist mittlerweile so groß, dass ich es riskiere das Wasser zu trinken. Ich habe allerdings kein gutes Gefühl dabei. Wenn ich bedenke was da drin möglicherweise alles herum schwimmt – manche Dinge will man nicht genau wissen.

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Nach einer halben Stunde in den Wasserfallpools müssen wir schon wieder zurück. Der Rückweg ist auch nicht viel einfacher, wenigstens geht es nun bergab. Didier ruiniert seinen Schlappen und muss einen Teil der Strecke barfuß gehen, bis er vom Englischlehrer einen Reserve-Flip-Flop bekommt. Der hatte schlauerweise 2 Paar Schuhe dabei.

Zurück im Hotel packen und Abfahrt in 3 Tuk-Tuks zum Hafen.

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Mit unserem ganzen Gepäck sehen wir eher aus wie ein Tuk-Tuk-Schwertransport. 3 Engländerinnen aus unserem Hotel müssen auch zum Boot, brauchen aber nur 2 Tuk-Tuks und so gibt es einen lustigen 5er-Konvoi.

Das Nachtboot das uns zu den Togeans bringen soll ist erfreulich groß und sieht beruhigend seetüchtig aus.

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Einige der weltbesten Tauchspots liegen laut Reiseführer auf den Togeans um die Inseln. Ab morgen werden wir uns selbst davon überzeugen können.Wir haben die Luxusversion der Überfahrt gebucht, mit Aircondition-4er-Kabine. Dieser Luxus kostet gerade mal 10 Euro pro Person.

Eingestellt von Tom Travel 06:55 Archiviert in Indonesien Kommentare (0)

Togean Islands

Reif für die Insel

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"Es kostet einiges an Anstrengung um auf die Togean Islands zu gelangen, allerdings kostet es noch mehr Überwindung hier wieder weg zu fahren." soweit das Zitat aus unserem Reiseführer. Einen abgelegeneren Ort wird man schwer finden. Na dann schaumermal.

Von ein paar Delfinen begleitet erreichen wir am nächsten Morgen nach 13 Stunden Überfahrt mit der Nachtfähre Wakai,

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die einzige größere Ansiedlung weit und breit und im Prinzip auch nur ein Dorf aus ein paar wackeligen Hütten.

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Das Boot vom Black Marlin Dive Resort wartet schon auf uns und wir werden nach Kadidiri gebracht.

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Eine winzige Felseninsel mit traumhaften Stränden und kristallklarem Wasser. Erinnert ein wenig an Süd-Thailand.

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Der Empfang ist ausgesprochen herzlich. Die Zimmer mit eigener Terrasse 10 Meter zum Wasser sind besser als erwartet.

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Drei Mahlzeiten täglich sind auch im Preis enthalten – was will man mehr. Wunderschöner Blick von der Gemeinschaftsterasse.

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Ein paar Einschränkungen muss man hier am Ende der Welt allerdings schon hinnehmen. Strom gibt es nur für 5 Stunden am Abend, fließend Wasser nur morgens und nachmittags für 2 Stunden. Telefon und Internet? Vergiss es! Krank werden sollte man hier auch nicht. Der nächste Arzt, das nächste Krankenhaus – besser nicht darüber nachdenken.

Tina, die deutsche Tauchlehrerin hier, hat Geburtstag und es gibt eine Geburtstagsparty mit einem Waschbottich voll Arrak-Bowle und Kuchen.

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Der Kuchen war lecker obwohl es eher aussieht als hätte der Blitz eingeschlagen.

Lagerfeuer am Strand.

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Mit "Opi Control"

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Die Locals spielen Gitarre, singen tanzen und feiern kräftig mit. Es werden seltsame Tänze vorgeführt. Alle müssen mittanzen, Thomas hält das ganze fotografisch fest und kommt so drumherum.

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Das ist Ali der einen auf schwangere Tänzerin macht. Klar denkt ihr jetzt was soll der Quatsch, aber glaubt mir, wenn ihr es gesehen hättet, hättet ihr euch auch totgelacht.

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Südseefeeling á la Fidji kommt bei uns auf. Herrlich! So kann es weiter gehen. Wenn jetzt das Tauchen auch noch so gut ist wie erhofft dann wird es wirklich schwer einen Grund zu finden hier wieder weg zu gehen.

Eingestellt von Tom Travel 01:09 Archiviert in Indonesien Kommentare (3)

Togean Diving und eine unerwünschte Rettungsaktion

der Weg hat sich gelohnt

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Diese Insel ist herrlich und es findet sich auch eine kleine Gruppe netter Leute in unserem Resort zusammen. Jeden Abend sehen wir uns gemeinsam den Sonnenuntergang an. Ein paar stehen immer am Strand und fotografieren, die anderen schauen von ihrer Hängematte auf der Terasse zu.

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Mann kann hier auch super Schnorcheln, das Wasser ist immer lauwarm, es gibt viel zu sehen - sogar vom Ufer aus. Manchmal gibt es Aufruhr im Wasser. Direkt von unserem Resort zwischen ein paar Seegrasbüscheln verbringt ein großer Schwarm Sardinen den Tag bei Ebbe. Das Seegras sieht man allerdings kaum, es wird von den Schwarm völlig verdeckt.

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Ab und zu kommen Räuber vorbei, die Sardinen springen teilweise panisch aus dem Wasser auf den Strand. Die Locals sammels sie auf und freuen sich über den Gratisfrischfisch. Wenn sich so viele Sardinen im Wasser bewegen gibt das ein Geräusch wie eine riesige Welle, das kriegt jeder mit.

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Für heute Nachmittag haben wir den ersten Tauchgang ausgemacht. Mit dem Schnellboot dauert es keine 15 Minuten bis wir über dem Tauchspot sind. Taipi Wall heißt er – Steilwandtauchen, genau mein Ding.

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Es ist leicht bewölkt und die Sonne kommt nur teilweise durch. Das ist schon mal sehr schade. Ohne Sonne sind die Farben halt nicht so brillant. Die Landschaft unter Wasser ist ziemlich klasse, nur leider sieht man nicht sehr weit - die Sicht beträgt ca.15 Meter. Es gibt hier auch Zeiten mit 30 Meter Sicht und mehr. Eher kleine Dinge sind hier zu sehen. Nacktschnecken und Seesterne. Dank Didier und seiner neuen Unterwasserkamera können wir euch auch ein paar Bilder davon zeigen.

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Morgens soll es besser sein, also machen wir tags darauf den Frühtauchgang. The Gap heißt der Tauchspot. Hier gibt es schon mal erheblich mehr Fische als gestern. Wir sehen nichts ganz Großes, aber die Vielzahl an Korallen entschädigt. So viele verschiedene Arten auf einen Haufen habe ich selten gesehen. Und vor allem - den Korallen hier geht es prächtig. Keine Schutthaufen wie in Gili Trawangan. Die Sicht leider wieder nur 15 Meter.

Nachmittag haben wir tauchfrei. So schön wie es hier ist, wir brauchen Internet. Alina muss arbeiten. Die Inseln hier sind so abgelegen, dass wir nicht mal mittels unseres USB-Sticks über das Telefonnetz online gehen können. Deswegen fahren wir zurück nach Wakai, in der Hoffnung dort besseren Empfang zu haben.

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Leider Fehlanzeige, irgendwas mit der Verbindung klappt nicht. Wir kommen nicht online und somit steht fest, dass wir am Donnerstag wieder abreisen müssen. Zwar war das von Anfang an so geplant, aber die Leute hier sind so nett, die Atmosphäre so gemütlich, da wären wir auch gerne länger geblieben.

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Später am Tag gehen wir in den Dschungel hinter dem Strand um Kokosnusskrabben zu suchen. Riesenviecher die hier leben – allerdings trotz ihrer enormen Größe nicht leicht zu finden wie sich herausstellt. Nach wenigen Minuten im Dschungel sind wir völlig durchgeschwitzt. Die Einheimischen haben uns gewarnt alleine in den Dschungel zu gehen, es haben sich schon mehrfach Touristen verirrt und mussten mitten in der Nacht gesucht und gerettet werden. Unterwegs ein paar hübsche Fotomotive.

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Der Pfad ist kaum zu erkennen und teilt sich mehrfach. Nach einer halben Stunde wird es Alina und Didier mulmig da es bald dunkel wird und sie drängen auf Rückzug. Keine Kokosnusskrabbe für uns :-( schade darauf haben wir uns so gefreut, wir zeigen euch eine Bild aus dem Netz wie sie aussieht.

grdpz.jpg Artikel dazu hier lesen

Aber wir sind ja nicht nur wegen der Krabben hier. Am dritten Tag heißt der Tauchspot Mini Canyon. Jede Menge gesunder Korallen und kleine Fische. Ein paar mittelgroße Drückerfische sind dabei – immerhin.

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Sicht wieder nicht besonders. Wirklich ein Jammer, denn mit Sonne und klarem Wasser wäre das hier bestimmt Weltklassetauchen.

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Wenn die Wolken über den Taucher hängen sieht es Unterwasser nicht schön aus, aber über Wasser ist es ein super Bild geworden.

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Der für heute bereits fest ausgemachte Nachttauchgang wurde gestrichen – zu wenig Lampen für alle. Es sind neue Taucher angekommen die einen Kurs machen, damit gibt es mehr zu verdienen als mit uns. Daher erhalten sie den Vortritt. Didier geht alleine und wird promt von einen Rotfeuerfisch gestochen. Zum Trost sieht er aber einen schönen Oktopus und einen tollen Seestern.

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Alina und ich werden das Nachttauchen in Bunaken nochmal versuchen.

Nachtmittags wollen die 2 Herren schwimmen gehen, was ja nicht sonderlich schlimm ist aber sie wollen zu der gegenüberliegenden Insel schwimmen ca. 2-3 km Luftlinie hin und zurück

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Zuerst schwimmen sie geradeaus müssen aber bald umkehren, da sie wegen Ebbe und Wassertiefstand die Korallen streifen würden. Ich freu mich schon und denke die geben es auf - von wegen. Dann schwimmen sie wegen der Strömung einen Riesenbogen. Sie wollen zu linken Insel, schwimmen aber scheinbar zur rechten.

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Ich beobachte mit ein paar Touris und ein paar Locals das Geschehen. Die Schwimmer werden zu winzigen Punkten im Wasser und werden immer kleiner. Ich hole mir das Tele-Objektiv und sehe die Schwimmer immer noch auf die falsche Insel zuschwimmen.

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Die Locals sagen mir, bisher habe nur ein junger Mann erfolgreich versucht zur Insel zu schwimmen - der hatte aber Flossen! Ich sehe langsam die Punkte zu richtigen Insel wandern aber sie sind noch ein großes Stück entfernt. Auf einmal sind die Punkte weg. Mist!

Abwarten, alle gucken mich komisch an, dann wieder zu Insel. Einer der Locals schnappt sich ein Kanu und fährt hin. Ein anderer erzählt mir, dass es auf der Insel keinen Strand zum Ausruhen gibt - alles steile Felsküste dort.

Der Kanufahrer kommt zwar der Insel näher, winkt aber nicht oder macht auch sonst nichts dass mich beruhigen könnte. Also sieht er anscheinend auch keinen Schwimmer. Ich werde panisch und besorge mir ein Motorboot. Die Fahrt dauert zwar nur Minuten, die kommen mir aber wie Stunden vor.

Kurz vor der Insel sehe ich die 2 Herren wie sie gerade wieder ins Wasser gehen. Sie verstehen die ganze Aufregung nicht und sagen ich soll verschwinden *grmpf*. Sie wollen jetzt zurück schwimmen und nicht gerettet werden. Meine Begeisterung könnt ihr euch vorstellen.
Motorboot und Kanu kehren unverrichteter Rettungsdinge zurück und die Herren Schwimmer folgen wegen der Strömung in großem Bogen.
Eine halbe Stunde später entsteigen sie dem Wasser als ob nichts gewesen wäre. Dieser Local war auch besorgt, der wollte glatt mit seinem Bambus-"Boot" hinterher. ;-)

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Tags darauf der Höhepunkt - wir fahren nach Una-Una, eine Vulkaninsel eine Stunde mit dem Speed-Boot entfernt. Dort ein Tauchspot namens Pinnacle oder auch Fish-O-Mania. Die 100 PS im offenen Schnellboot schieben ordentlich und schon auf dem Hinweg gibt es für die Passagiere reichlich Spritzwasserduschen.

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Gleich nach dem Einstieg sehen wir 6 riesige Büffelkopf-Papageifische - sicher 50kg oder mehr. Echte Monster dieser Gattung mit riesigen Schnäbeln. Die knabbern die Korallen weg wie Kekse.

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Es wird ein fantastischer Tauchgang. Schluchten, Canyons, Steilhänge und Abgründe - Korallenformationen in allen Farben und Formen - wow! Sicht 20 Meter und mehr. Sonne haben wir auch - perfekt. Gegen Ende wartet ein Schwarm Jacks in einem Canyon und umringt mich von allen Seiten. Tausende Fischleiber wohin man sieht. Sensationell! Das war so gut, dass Alina und Didier nur zuschauten und nur ein kleiner Teil des Schwarms passte auf s Foto werden.

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Nach knapp einer Stunde ist die Luft bei uns alle und wir müssen hoch. Normal taucht man den zweiten Tauchgang nicht an der selben Stelle wie den ersten, aber heute machen wir eine Ausnahme. Besser kann es nicht werden und nach einer Lunch-Pause am Strand von Una-Una geht es erneut runter.

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Der zweite Tauchgang ist genau so gut wie der erste. Wir sehen dieses Mal noch einen riesigenNapoleon Fisch. Der sieht übrigens fast genauso aus wie der Büffelkopf Papagaienfisch und ist auch genausogroß. Sehr nützliche Tiere, denn die fressen am liebsten Dornenkronen siehe unten links - Seesterne die sich von Korallen ernähren und ganze Riffe zerstören wenn sie in Massen auftreten.

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Zum Schluß dann noch Millionen von kleinen Puffer-Fischen.

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Nur wenige Zentimeter lang aber in solchen Massen das man kaum durch den Schwarm sehen kann. Sie schwimmen sehr langsam, so daß man sie mit der Hand fangen kann.

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Ein Schwarm Hornhechte patroulliert über dem Schwarm und frißt weg was zu weit nach oben schwimmt. Wie Chips vom Couchtisch schnappen sie sich einen nach dem anderen von den Kleinen. Wirklich dezimieren können auch die ganzen Räuber diesen riesigen Schwarm scheinbar nicht.

Ein Steinfisch ist ein Fische der aussieht wie ein Stein - kaum zu erkennen aber höchst giftig wenn man draufsteigt. Thomas zeigt drauf

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Ihr seht ihn immer noch nicht? Kein Problem Alina hat den Fisch stundenlang(!) mit Photoshop für euch bearbeitet.

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Wieder ist die Luft viel zu schnell weg und wir müssen hoch. Das war nicht zu toppen und wird unser letzter Tauchgang hier sein. Auf dem Rückweg zum Dive Center gibt der Skipper ordentlich Gas und wir werden alle pitschnaß auf dem Boot.

Und am letzten Abend eine Sonnenuntergangs-Überraschung. Die Sonne geht im Meer unter und wird nicht wie die letzten 4 Monate von Wolken bedeckt.

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auf nach Bunaken

der lange Weg zurück

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Morgen nachmittag fährt die Fähre mit uns zurück nach Gorontalo. Es ist genau wie der Reiseführer es beschrieben hat, hier weg zu gehen fällt extrem schwer. Der Abschied ist ebenso herzlich wie die Begrüßung. Hier checkt nicht Zimmer 9 aus, sondern es fühlt sich auch nach so kurzer Zeit an, wie wenn man Freunde verläßt.

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Der Weg zu den Togeans war schon lang, aber der Weg von dort weg ist noch viel mühsamer. Die Fähre fährt nachmittags ab und man kommt zu völlig unchristlicher Zeit um 4 Uhr morgens in Gorontalo an. Die elegante Option mit dem kurzen Flug von Manado nach Gorontalo gibt es für den Rückweg nicht. Das einzige Flugzeug pro Tag fliegt so früh, dass man es nach Ankunft der Fähre nicht erreichen kann.

Um 2 Uhr nachmittags beginnt also der lange Rückweg mit dem Black Marlin Shuttle-Boot zurück nach Wakai.

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Dort warten wir 2 Stunden bis die große Fähre ankommt.

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Kinder spielen in der Wartehalle und verkürzen uns die Wartezteit.

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Die Sonne geht unter - hier ein Foto von den Fotografen - man beachte Thomas' Shirt ^^

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Diesmal nehmen wir keine Kabine, weil wir denken, dass es sich für die sehr kurze Nacht nicht rentiert. Wir vertreiben uns die Zeit mit Didiers Ipad.

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Ein paar Stunden schlafen wir zwischen den Einheimischen in einer Art Matratzenlager im Zwischendeck.

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Wir kommen nochmal am Black Marlin vorbei und noch einmal kommen alle zum Winken raus,

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am liebsten würden wir ins Wasser springen und dort bleiben.

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Die Toilette, die schon auf der Hinfahrt eine Katastrophe war ist auf der Rückfahrt noch schlimmer. Die abschreckenden Bilder davon ersparen wir euch. Es wird die befürchtet kurze und unruhige Nacht. Keiner von uns schläft mehr als ein paar Stunden. Alina und ich haben uns auf der Rückfahrt von Una-Una im Spritzwasser der Wellen erkältet. Das geht tatsächlich auch bei 29° Wasser und 30° Lufttemperatur. Ob die frisch entdeckten Früchte gegen Erkältung helfen? Schmeckt ein wenig wie ein sehr säuerlicher Apfel, den Namen der Frucht wissen wir nicht.

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Für die Weiterreise von Gorontalo nach Manado haben wir ein privates Taxi organisiert. 10 Stunden für die Strecke von 400km auf dem Landweg nach Manado - im Vergleich zu 40 Minuten mit dem Flieger eine enorme Verschlechterung. Billiger ist es nämlich auch nicht. Unser Fahrer stinkt zum Himmel, leider nicht zum Himmel hinaus sondern ins Auto hinein.

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Dann haben wir noch einen Ösi mitgenommen, der eine Mitfahrtgelegenheit gesucht hat. Das bereuen wir schon bald. Er wird ab und zu pampig und riecht auch nicht gut. Wir konnten alle auf den Boot nicht duschen, aber keiner von uns 3 riecht so.

Wegen einiger dringend notwendiger Pausen (Frischluft) brauchen wir am Ende 12 Stunden für die Fahrt und kommen ziemlich zerknautscht und wegen der kurzen Nacht zuvor auf dem Boot auch ziemlich gereizt in Manado an.

Immer noch nicht am Ziel, aber immerin können wir die Insel Bunaken vom Hafen aus schon sehen. Wir müssen nur noch da rüber.

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Aber wie? Unser Fahrer spricht kein Wort Englisch. Irgendwie hat er dennoch kapiert was wir wollen. Er fährt kreuz und quer im Hafengebiet und ist ständig am Telefonieren. Wir vermuten um einen Skipper zu finden. Ich frage ihn was es denn kostet da rüber zu fahren. Er nennt mir eine völlige abstruse Zahl. Der Betrag ist so hoch, dass ich es für zwecklos halte zu handeln. Ich mache ihm klar, dass wir die Nacht im Hotel verbringen und morgen mit dem normalen Boot für ein Zwanzigstel seines Preises übersetzen werden.

Mein Pokerspiel zeigt Wirkung und er findet einen Skipper, der gleich mal einen Preis nennt der ein Drittel unter dem ersten liegt. Als ich schon weich werde kommt Alina und verlangt resolut weiteren Nachlaß. Die Jungs sind so beeindruckt, dass wir am Ende zu einem wirklich super Preis weg kommen.

Da fällt unserem Fahrer ein, dass wir die Klimanlage benutzt haben. Das war als wir uns an dem Gestank gewöhnt hatten und die Fenster zumachen konnten. Dafür will er extra Geld. Thomas meint es habe ja auf der Fahrt auch kurz geregnet, ob er uns die Scheibenwischer nicht auch noch extra berechnen wolle. Er versteht die Ironie nicht und fängt an zu rechnen. Die Locals drumherum lachen den Typ aus. Wir sagen einfach Nein und Trinkgeld gibt es auch keins. Seife und Deospray würden wir ihm höchstens schenken.

Das wäre also geschafft. Mittlerweile wird es dunkel, wir haben seit über 24 Stunden nichts Richtiges im Bauch und immer noch keine Unterkunft auf der Insel. Ich nenne dem Skipper ein Hotel, dass ich im Reiseführer ausgewählt habe und los geht die Überfahrt.

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Nicht lange - mitten auf dem Meer geht auf einmal der Motor aus. Oh-oh! Kein gutes Zeichen, das erkennt man auch auf Thomas' Gesicht (siehe oben). Der Skipper versucht X-mal den Motor wieder anzuwerfen - vergeblich.

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Viel können wir nicht helfen. Ich leuchte ihm ein wenig mit der Taschenlampe, während er unter der Abdeckung des Aussenborders herum fummelt. Es stinkt überall nach Benzin - das Ding ist völlig abgesoffen. Wir treiben mit der Strömung ab. Unser Boot hat keine Positionslichter. Ich leuchte hektisch mit der Lampe, weil aus der Dunkelheit ein anderes Boot in unserer Nähe auftaucht. Das fehlte noch, dass einer in uns reinfährt während wir hier herum dümpeln.

Etliche Versuche später wird der Motor hustend und spuckend doch noch einmal lebendig. Es reicht bis ans andere Ufer und wir springen erleichtert an Land. Wo wir sind können wir nur ahnen - es ist mittlerweile schon völlig dunkel. Hinter dem schmalen Uferstreifen befindet sich ein Hotel - ein paar Lichter in der Dunkelheit. Wir beenden den Tag im Bunaken Beach Resort.

Endlich haben wir auch wieder Internet. Alina kann arbeiten und ich komme dazu den rückständigen Blog zu schreiben. Alina und ich haben morgen wegen unserer Erkältung Tauchpause, Didier wird am Nachmittag alleine gehen. Mal sehen wie sich das hier mit den Togeans vergleichen läßt.

Eingestellt von Tom Travel 04:53 Archiviert in Indonesien Kommentare (1)

Bunaken Diving

Bunaken: eine Müllhalde an Land - ein Korallengarten unter Wasser

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Ähnlich wie in Pantai Bira in Süd-Sulawesi, wo wir auch in der Nacht ankamen folgt auch hier am nächsten Morgen eine gewisse Ernüchterung. Unser Hotel das Bunaken Beach Resort ist zwar in einem schönen tropischen Garten gelegen,

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der Strand ist allerdings eine Müllhalde.

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Skandal - das hier ist verdammt noch mal ein Naturschutzgebiet und es wird extra Eintritt verlangt dafür, dass man sich hier aufhält! Der Müll wird angeschwemmt von der nahegelegenen 500.000-Einwohner Stadt Manado und nicht von Wochenendtouristen hinterlassen. Uns ekelt beides gleichermaßen an.

Sofort wird klar dass unser Aufenthalt hier nicht lange dauern wird. Wir planen schon mal unsere Weiterreise zurück nach Bali. Mehr als 5 Tage werden wir hier nicht bleiben. So gut kann das Tauchen hier gar nicht sein, dass sich daran etwas ändert.

Didier macht den Anfang alleine, weil wir beide erkältet sind. Als er zurück kommt ist er überraschenderweise ziemlich zufrieden. Unter Wasser sieht es ziemlich gut aus. Viele verschiedene Korallen, jede Menge Kleinzeug.

Alina trifft unseren Koch als er gerade unser Essen heim bringt - ein Marlin. So ein schöner Fisch denken wir - viel zu schade zum Essen eigentlich.

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Tags darauf greife ich ins Geschehen ein. In der Nacht hat es geregnet und der Himmel ist völlig zugezogen. Keine guten Voraussetzungen für einen Tauchgang.

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Unten bin ich zuerst ziemlich enttäuscht. Sicht nur 10-15 Meter und kaum Fische zu sehen. Das bessert sich aber im Lauf des Tauchgangs und es tauchen ganze Schwärme von Engelfischen auf.

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Seeanemone mit Clownfischen

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und eine ziemlich verpennte Schildkröte die sich in einer Nische ausruht und sich durch uns zunächst nicht stören läßt

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Später wird es ihr aber doch zu bunt und sie sucht das Blaue

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Der zweite Tauchgang gefällt mir noch besser. Etwas mehr Sicht und ein schöner Schwarm Drückerfische umgibt mich

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Stilleben mit Schwamm und Anemone

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Eine andere Tauchgruppe sieht sogar einen Riffhai - so viel Glück hatten wir leider dieses Mal nicht.
Alina's Erkältung wird schlimmer und sie muss weiter draussen bleiben und beim Tauchen zusehen. Der erste Morning Dive am nächsten Tag bringt aber nichts. Wenig Fische zwichen den Korallen - nichts Großes oder Seltenes dabei.

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Das Geld hätte man sich sparen können - aber das weiss man halt vorher nie. Die Bedingungen sind so schlecht, dass Didier und ich beide auf den zweiten Tauchgang verzichten und lieber einen Nachttauchgang für heute abend einplanen.

Der beginnt auch erst mal ziemlich langweilig, aber dann wird es doch noch etwas mit Begegnungen mit Unterwasserbewohnern.
Eine kleine Languste

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Am Ende dann auch noch ein kleiner Ammenhai. Der Kleine wird von einer anderen Tauchergruppe auf uns zu getrieben und haut dann panisch ab, weil er fast in mich reingeschwommen wäre. Didier drückt geistesgegenwärtig auf den Kameraauslöser, leider ist die Szene auf dem Bild nur schwer zu erkennen.

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In der Nacht gibt es ein heftiges Gewitter. Wir fallen fast aus dem Bett als es direkt über uns blitzt und donnert. Meine Erkältung ist wieder schlimmer geworden, Alina's noch nicht viel besser - Tauchen fällt für uns beide erst mal aus.

Sie war gestern in Manado und hat endlich die Tickets für die Weiterreise bekommen. Es war weder übers Internet noch telefonisch möglich das von der Insel aus zu erledigen. Donnerstag früh geht es schon wieder mal zurück nach Bali - zum wievielten Mal eigentlich?

Eingestellt von Tom Travel 05:54 Archiviert in Indonesien Kommentare (0)

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