Reise blog von Travellerspoint

Costa Rica

Wo sind sie hin?

Unser Quiz geht in die zweite Runde (aufgelöst!)

semi-overcast 27 °C
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Urlaub für den Chauffeur, Ferien für die Köchin. 14 Tage müssen wir nicht fahren, kochen oder abwaschen. Richtig Urlaub mit viel Nichts-Tun. Es war schon ein seltsamer Flug der uns hierher brachte. Mit Zwischenlandung durch 3 Zeitzonen, aber davon 2 Mal durch die selbe - so was haben wir auch noch nicht gehabt. Wir gehen normalerweise so gegen 2 Uhr morgens ins Bett. Um 3 Uhr morgens mussten wir aber los, gegen 6 Uhr morgens ging der Flieger, das bedeutete keinen Schlaf in dieser Nacht. Alina friert's an der Nase.

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Als wir ankommen sind wir wieder mal völlig zerknautscht und unsere Abneigung gegen Flugreisen ist wieder ein wenig größer geworden. Turbulenzen - es rumpelt zwischendurch so stark, auch wir die kaum geschlafen haben, werden immer wach. Im Bus sitzen ist gleich viel schöner. Irgendwie können wir da besser schlafen, auch wenn es holpert.

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"Enjoy your flight" hatte der Kapitän vor dem Start gesagt. Das kann er auch nur jemandem erzählen der noch nie geflogen ist. Was gibt es denn da zu genießen? Sehen tut man die ganze Zeit nichts - außer Himmel und Wolken. Ein paar sind aber jedes Mal dabei die mit ihrem Iphone aus dem Fenster fotografieren - Anfänger! ;) Dann die Landung bei heftigem Seitenwind. Alle Passagiere sind so still man kann das Herzklopfen hören. Kaum gelandet schalten alle ihre Handys ein um ihren Facebookstauts zu aktualisieren: Wir haben es überlebt!

Wenigstens wurde bei der Landung nicht geklatscht. Vermutlich waren zu wenige Deutsche an Bord. Gilt dieser Beifall eigentlich der Leistung des Flugpersonals oder sind die Bundesklatscher einfach nur froh es überstanden zu haben?

Schön warm ist es hier, aber nicht zu warm. Genau richtig. Und es regnet nicht, wir hatten mit dem Schlimmsten gerechnet denn laut Klimatabelle ist es einer der nassesten Monate hier.

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Auch das Essen ist besser als erwartet. Hier das typisch lokale Frühstück: Reis, Bohnen und Ei

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Viel frisches Obst und Gemüse wartet in nächster Zeit auf uns.

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Wir halten uns nicht lange in der Stadt auf, wollen heute noch weiter Richtung Küste. Noch mal 3 Stunden Busfahrt. Hier geht es überraschend geordnet zu wenn man Bus fahren will. Hier kann man sich nicht einfach hinsetzen wann und wo man will. Tickets werden mit Sitzplatz und Abfahrtszeit vergeben. Weil wir das nicht wußten befanden wir uns im falschen Bus am falschen Sitzplatz, mussten aussteigen und im nächsten Bus unsere rechtmäßigen Plätze einnehmen.

Blöderweise waren wir mit unseren Rucksäcken ganz hinten. Als wir den Fehler gemerkt haben, standen bereits 20 Einheimische im Gang. Versucht da mal vorbeizukommen. Die Einheimischen hier sind zwar klein aber nicht alle schlank. Es gibt nur einen Busausgang vorne beim Fahrer und da steigen immer noch welche ein. Versucht mal denen zu vermitteln dass wir wieder raus müssen. Als wir fertig sind gibt es ein Bus voller Menschen die uns nicht besonders mögen.

Die Busfahrt im richtigen Bus wird schön. Gegen Nachmittag endlich schlafen. Egal wie sehr es rumpelt und schüttelt, auf den Straßen wirkt es einschläfernd, im Flieger willst du einfach keine Vollbremsung erleben. Einmal steigt der Busfahrer dermaßen in die Eisen und das Einzige was ich völlig übermüdet denke ist: "Falls der Bus umkippt, lassen die mich bestimmt nicht weiterschlafen." Thomas bekommt das Ganze gar nicht mit. Der pennt einfach weiter.

Ganz an unser Ziel am Meer kommen wir heute nicht mehr. Das läge noch einmal 2 Stunden weiter. Als wir in der mittelgroßen Hafenstadt ankommen führt uns ein freundlicher Einheimischer - natürlich für ein kleines Trinkgeld - zu einem Hotel. Hatten wir schon schlechter, allerdings auch schon besser für das Geld. Dass es hier teurer ist als in Asien wußten wir allerdings schon vorher und so waren wir nicht allzu enttäuscht.

An manchen Ecken findet man noch die klassische Architektur. Meist in bedauerlichem Zustand.

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Also ihr Lieben der Quiz geht weiter. Einige Tipps haben wir schon, es waren noch nicht zu viele Richtige dabei. Wer wird es erraten? Wo sind wir? Die Postkarte für den 2. der es errät haben wir heute schon gekauft.

OK OK, ihr seit zu gut. Wir haben die 3 Gewinner die richtig auf Costa Rica getippt haben. War das wirklich so einfach? Nächstes Mal müssen wir es schwerer machen und vor allem aufpassen, dass auf den Fotos keine Telefonnummern zu erkennen sind. Unglaublich was Google alles zu Tage fördert.

Eingestellt von Tom Travel 16:44 Archiviert in Costa Rica Kommentare (11)

Costa Rica

endlich wieder wilde Tiere

semi-overcast 25 °C
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Wir sind also in Costa Rica in unserem US-visumsbedingten Zwangsurlaub. Viele Möglichkeiten hatten wir nicht. Die Bestimmungen schließen beide Nachbarländer der USA und "benachbarte Inseln" aus. Was sind Nachbarinseln? Kuba, Bahamas - klar. Aber was ist mit DomRep oder Jamaica oder Japan? Das Ergebnis der Internetrecherche war unklar, daher haben wir uns für die sichere Variante Costa Rica entschieden. Das ist definitiv keine Insel und grenzt auch nicht an die USA.

Unser Quiz hat Irina als Erste korrekt beantwortet. Sie kann uns aber nicht besuchen. Sie bekommt nun auch eine Postkarte. Unser Freund Anonymus (bitte melden oder ist es Andreas mit dem EPC?) hat es richig gegoogelt, du bekommst auch eine Postkarte. Von dir brauchen wir noch die Postanschrift. Respekt Hans-Werner aus Bonn! Hiermit erhältst du die ehrenvolle Erwähnung im Blog. Alle anderen waren entweder zu spät oder lagen daneben. Es wird ja bald mal wieder einen Quiz geben, nämlich dann wenn wir die USA endgültig verlassen. Wohin es dann geht wissen wir selbst noch nicht so genau.

Costa Rica, die reiche Küste, dieses Land war auf unserer Liste, allerdings wollten wir gerne in der trockenen Zeit im Januar hierher. Wir haben in Puerto Viejo an der Ostküste ein relativ trockenes Fleckchen gefunden, wo es auch jetzt in der Regenzeit nicht zu schlimm ist. In den Bergen regnet es täglich und heftig. Dort lägen einige der interessantesten Parks, die wir halt nun leider nicht besuchen können. Vielleicht kommen wir nächstes Jahr wieder - mal sehen.

Ein tropischer Garten, eine kleine Terrasse mit Hängematte, ein großes blitzsauberes Zimmer und WiFi.

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Für 25-30€ die Nacht bekommt man hier schon etwas Ordentliches, zumindest jetzt in der Nebensaison. Der Ort selbst hat sich in den letzten 20 Jahren völlig verändert. Damals waren es nur wenige Hütten. Heute Dutzende Hotels und Restaurants, aber noch nicht völlig verbaut. Viele Europäer und Amerikaner haben sich hier niedergelassen, die Preise sind entsprechend höher als erwartet. Essen gehen ist fast genausoteuer wie in der USA. Wer es super-billig will sollte nicht hierher fahren. Ein Mojito zur Happy Hour geht aber immer. ;)

Überall hört man Reggae-Musik, das Flair ist mehr Karibik als Latino. Kaum Motorenlärm - der Ort ist so klein, dass alle zu Fuß oder mit dem Fahrad unterwegs sind.

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Wir tun wie geplant - nichts. Eigentlich tut nur Thomas nichts, denn ich habe ein paar neue Aufträge. Hier kann ich ungestört 12 Tage am Stück mit HighSpeed Internet arbeiten Unsere Hotelgastgeber schlagen uns mal dies mal das als Unternehmung vor - wir waren noch nicht mal im Wasser. 2 Tage hat es eh fast durchgeregnet, den Rest der Zeit war es bewölkt - nicht so wirklich das Wetter zum Baden. Wir bekommen nur mit was in unserem Garten los ist. Nachbar Heuschrecke guckt mal vorbei.

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Heute war es wieder sonnig und wir mussten mal raus und uns etwas anschauen. Wir haben uns Räder gemietet fahren die Küstenstraße entlang. Der Dschungel geht hier bis ans Wasser und man glaubt mit dem Rad mitten durch zu fahren. Hier ist alles so grün und bunt wie in keinem Land bisher, nicht mal der asiatische Regenwald kann da mithalten.

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Vöglein singen, Brüllaffen brüllen, jeder so wie er kann.

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"Hey Alter, was muß ich tun um in den Blog zukommen?"
"Na gescheit gucken, wäre schön."
"Och Menno!"

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Auf einmal schreit Alina auf dem Rad. Ich dreh mich um sie ist ganz aufgeregt, sie hat wieder mal einen Knubbel hinter dem Baum gesehen.

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Nein, kein Bison. Diesmal ist es ein 3-Finger-Faultier.

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Sogar diese hässlichen Zottel findet Alina süß.

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Reiseweisheit Nr#16: Willst du Tiere fotografieren, fang am besten mit Faultieren an.

Vorteil der Faultieres ist eindeutig, sie bewegen sich sehr langsam. Sagen wir es mal so, ein Koala wirkt dagegen wie ein Rennpferd. Es denkt sich vielleicht: "Scheisse, die haben mich gesehen, schnell weg hier." Aber die nächsten 25 Minuten krazt es sich nur in Zeitlupe.

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Vielleicht überlegte es sich beim Kratzen ein Fluchtplan, denn als wir 1 Stunde später vorbeikommen liegt es einen Ast höher. Hier zeigt es uns was Faultiere erfunden haben - das Abhängen.

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Das macht er so entspannt. Wir machen 100 Fotos, leider gegen das Licht, besser geht es nicht. Irgendwann sieht er sehr müde aus und gibt uns zu verstehen, dass er jetzt ein wenig schlafen will.

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Es wird bald dunkel, sonst würde ich Alina hier nicht mehr weg bekommen. Das Licht reicht grade noch für einen der fantastischen Sonnenuntergänge hier.

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Eingestellt von Tom Travel 21:30 Archiviert in Costa Rica Kommentare (2)

Ais

und andere faule Tiere

overcast 25 °C
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Zur Jaguar Rescue Station geht unser heutiger Ausflug. Wieder mit dem Fahrrad. Eines gleich vorneweg - Jaguare gab es dort nicht. Gut für die Jaguare. Man hat es sich dort zur Aufgabe gemacht die heimische Tierwelt volksnah zu präsentieren. Eine Art exotischer Streichelzoo oder besser Knutschzoo. Dieses unverschämte Reh - schon beim ersten Date Küssen mit Zunge?

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Artgerecht ist das sicher nicht, den Besuchern gefällt es. Die Tiere wurden zum Teil verletzt gefunden oder von ihren Besitzern abgegeben, weil zu groß oder zu bissig geworden.

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Ziel ist es alle Tiere nach und nach wieder auszuwildern. Das wird zumindest erzählt - ich habe so meine Zweifel. Täglicher stundenlanger Umgang mit Besuchern und freiwilligen Betreuern scheint mir nicht der optimale Weg in die Freiheit der Wildnis.

Den ganzen Tag mit einem jungen Ozelot schmusen und spielen - nicht der schlechteste Job wenn man Katzen mag.

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Pfeilgiftfrösche
- davon gibt es hier reichlich.

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Hier sieht man warum sie auch Baumsteigerfrösche heißen. Mit der Landung ist das so eine Sache, daher ist von Blatt zu Blatt Steigen sicherer als Springen.

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Junge Brüllaffen - wann kommt man schon mal so nahe an diese Tiere heran.

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Alina ist begeistert. Seit mir in Bali zwei meiner Lieblingsmützen gestohlen wurden mag ich keine Affen mehr in meiner Nähe. Ich gehe nicht mal rein zu den Verwandten dieser fiesen Diebe. Lieber fotografiere ich hinter der Scheibe wie Alina entlaust wird!

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3-Finger-Faultiere sehen doch aus wie nicht von dieser Welt.
Eher wie eine Kreuzung aus E.T. und einem Wischmopp.

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Den Dauergrinser kriegen sie genausowenig aus dem Gesicht wie die Quokkas in West-Australien. Daher sind sie auch sofort in den Top 3 unter den Tieren bei Alina. Zitat: "Soooooo süüüüüß!!"

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Der hier macht gerade einen vergeblichen Fluchtversuch. Dabei grinst er ständig nach dem Motto: "Hehe, die stehen alle hier rum aber ich hau heut einfach mal ab".

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Ein fliehendes Faultier - das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Besser noch man hat es gesehen. Es war nicht so, dass es wirklich eine Chance gehabt hätte bei all den Aufpassern rundherum. Die Zielstrebigkeit war allerdings beachtlich - das Tempo weniger.

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Och, sieht euch mal sein Grinsen an "Gleich bin ich frei, juchuu!" Kaum über den kleinen Zaun gekommen wurde der Kleine wieder reingesetzt.

Die Ais (Bild unten) kennt man aus dem Kreuzworträtsel - 2 Finger is klar, ne? Vorne zumindest!

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Schweineschokoschnauzen. Niedlich, ohne Dauergrinser dafür mit Sturmfrisur.

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Von wegen nur Alina findet diese Zottel süß, ratet mal wer noch die ganze Zeit gegrinst hatte! Das 10-Finger-weniger-behaarte-Faultier namens Thomas! ;)

Eingestellt von Tom Travel 12:15 Archiviert in Costa Rica Kommentare (5)

Abhängen wie die Faultiere

Gruselnächte

rain 23 °C
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Waaas? Fast 2 Wochen sind rum! Wo sind die hin? Reisen verlängert das Leben, d.h. wenn du viel erlebst kommt dir 1 Jahr vor wie 2 manchmal sogar länger vor. Die letzten 14 Tage sind im Flug vergangen, weil wir nichts gemacht haben. Alina hat richtig gearbeitet, ich nur an meinem Angry Birds Highscore.

Außer den Ausflug zu den Faultieren und täglich 2 mal zum Essen zu gehen haben wir nichts gemacht.

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Das Wetter war auch nicht danach. Eines haben wir dann doch gemacht, nämlich uns ständig über die Essenspreise hier zu beschweren.

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Zuletzt vor 3 Tagen 2 Pizzen und je 1 Getränk (Cola und eine kleines Bier) für 40 USD? So toll war die Pizza auch wieder nicht. Langsam gewöhnen wir uns an das Preisniveau und schlucken es. Nur weil ein Land als 3. Welt klassifiziert wird, heißt nicht mehr, dass es für uns als Touristen billiger ist als Europa oder USA. Euro und US$ sind als Währung weltweit lange nicht mehr das was sie mal waren. Der Lebensstandard und das Preisniveau rund um den Globus holt stark auf. Das ist eine Erkenntnis dieser langen Reise.

Kurz vor unserer Abreise entdecken wir einen Fischladen dessen ungarischer Besitzer mit seinem Schnauzer dem Verleihnix (aus Asterix) sehr ähnlich sieht. Tolle Fischgerichte und super Pizza gibt es für ca 30 US$. Es fehlt nurf dass Automatix vorbeikommt und hier die Fische durch die Luft flliegen.

Heute ist unser letzer Tag am Strand in Puerto Viejo und wir dachten: "Es kann ja nicht sein, dass wir nicht ein mal im Wasser waren." Unsere Gasthausbesitzerin ist geschockt über unsere Faulheit. Also ab zum Baden.

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die nicht so faulen Ameisen

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Zwischenstopp in Limon wegen Karneval. Richtig gelesen, dort feiert man im Oktober Karneval. Kolumbus kam genau hier vor der Küste an und das freut die Leute auch heute noch so sehr, dass sie eine Woche lang auf der Straße feiern. Wir sind wohl am falschen Tag dieser Woche gekommen, denn uns erscheint das Ganze ziemlich freudlos. Rheinischer Karneval ist besser.

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Eine Reiterparade mit 100 Pferden, naja - keine Festwagen oder Kostüme.

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Abends dann Straßenbuden mit ohrenbetäubender Musik, viel Bier und Besoffenen (OK, das ist dann wie rheinischer Karneval). Das Publikum braucht keine Maskerade, sieht auch so aus wie die Nacht der lebenden Toten.

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Bald haben wir genug, es fäng an zu regnen und wir gehen wieder in die Kneipe wo wir vor gut 2 Wochen schon einmal waren. Die chinesischen Wirtsleute erkennen uns wieder und grüßen freundlich. Die Kneipe hat etwas von der Space Bar aus Star Wars. Unglaublich was sich hier für Gestalten tummeln. Und wie die aussehen, die können alle ungeschminkt in jedem Zombiefilm auftreten. Die Damen hier ziehen alle XS an obwohl XXL die geeignete Größe wäre. Manchmal wird aus einem Top dann einfach Bauchfrei, - eher unfreiwillig - aber die Damen tragen es mit stolz. Die Tops sind auch alle quietschbunt, dass schwarz schlanker macht interessiert hier keinen.

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Limon gilt ja nicht gerade als sicher, schon gar nicht nach Einbruch der Dunkelheit. Was ist sicherer als sich mitten in eine der fiesesten Kneipen des dunkelsten Viertels zu begeben? Raffiniert, leichtsinnig oder einfach nur saublöd? Man kann es nennen wie man will, wir kamen da heil raus und in unser Hotel. Also behaupte ich mal es war eine raffinierte Strategie.

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Nächster Tag, Abreise nach San Jose. 3 Stunden Busfahrt, den selben Weg zurück den wir gekommen sind. Unser Bus hat unterwegs eine Panne. Gut organisiert ist man hier, innerhalb von 30 Minuten ist ein leerer Ersatzbus da und es geht weiter. Das Wetter saumäßig bei der Ankunft. Keine guten Voraussetzungen für Hotelsuche zu Fuß. Also bleiben wir im erstbesten Hotel gleich neben dem Busbahnhof. Wenig überraschend ist auch die Gegend hier wie in der restlichen Welt um Bahnhöfe und Busbahnhöfe nicht die beste. Woran liegt das nur?

Wir müssen raus, denn essen müssen wir. Fast alle Geschäfte im Bahnhof haben schon zu. Hier bekommen wir nichts mehr. Der Ort wirkt nun im Dunkeln noch trostloser als zuvor im Regen. Das Zentrum von San Jose ist etwa 1km weit entfernt. Kein Problem, das gehen wir zu Fuß. Es ist zwar dunkel, aber noch noch nicht sehr spät, auf der Strasse ist noch ordentlich was los. Nach längerer Suche finden wir ein chinesisches Restaurant und bekommen unser Abendessen. Das war gar nicht so einfach, denn hier ist man nicht für westlichen Tourismus eingerichtet. Fast nur Fast-Food-Ketten oder Essen im Strassenverkauf. Das nimmt der Einheimische scheinbar gerne, wir wollten was mit Hinsetzen und ohne Juniortüte.

Eigentlich kommt man in San Joses Zentrum ohne Strassenkarte und Plan wunderbar zu seinem Ziel. Alle Strassen sind durchnummeriert und verlaufen rechtwinklig. Wie wir es geschafft haben uns dennoch zu verlaufen ist mir auch jetzt noch ein Rätsel. (Das Rätsel löse ich gerne auf. Da hat doch der Blogschreiber behauptet wir müssen einfach nur der Straße folgen, easy oder? *rolleyes*)

Die Gegend wird immer grusliger. Gestalten liegen am Boden - betrunken oder einfach nur schlafend. Der Müll am Strassenrand türmt sich höher je weiter wir gehen. "Nee, also hier sind wir sicher nicht lang gekommen." Ich frage einen Einheimischen nach dem Weg. Der erste hat keine Ahnung was ich von ihm will, der zweite schon. Der ist allerdings so besoffen, dass er kaum stehen kann. Insofern sind seine Angaben auch nicht wirklich hilfreich. Ich verstehe kaum etwas, außer dass er schon 20 Jahre hier in der Gegend zu hause ist und uns empfiehlt ein Taxi zu nehmen. Warum nur? So weit kann das doch nicht mehr sein.

Alina wird zusehends von Minute zu Minute nervöser während sie die Leute beobachtet die auf der Straße schlafen und leben. Wenn hier ein Taxi vorbeifährt steigt sie warschienlich direkt ein. Aber in der Gegend fährt kein Taxi zufällig vorbei, nur blöde Touris wie wir verirren sich hierher. Ich sage Alina immer wieder, dass San Jose eine der sichersten Städte unter den Großstädten in Südamerika ist und dass sie mit dieser ängstlichen Einstellung nicht nach Bogota oder Quito kommen sollte. Das beruhigt sie überraschenderweise nicht.

Wieder frage ich nach dem Weg. Diesmal einen Farbigen am Wegesrand, der jederzeit als Türsteher oder Rausschmeißer auf der Reeperbahn anfangen könnte. Bevor der auf die Idee kommt wir könnten leichte Beute sein, denke ich es kann nicht schaden ihn direkt mit einer Frage von solchen Ideen abzulenken. Er kennt sich aus und wir kommen mit seiner Beschreibung dem Ziel wieder näher. Alina entspannt sich, sie erkennt einen Teil des Weges wieder und wir kommen ohne weitere Vorkommnisse im Hotel an.

Das war's auch schon mit unserem erzwungenen 16-Tage-Kurzzeitexil hier in Costa Rica. Wir wollen wieder kommen, nächste Jahr wenn das Wetter besser ist.

Eingestellt von Tom Travel 19:58 Archiviert in Costa Rica Kommentare (2)

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