Reise blog von Travellerspoint

Kanada

Kana da?

wo geht's hier lang?

semi-overcast 21 °C
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In den USA ist alles größer - fast alles. Die Niagara Fälle nicht. Auf der US Seite (im Bild links) sind sie direkt mickrig gegen das was man auf der kanadischen Seite zu sehen bekommt.

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Deswegen fahren wir rüber über die Rainbow Bridge auf die andere Seite. Kanada das 13. Land auf unserer Reise. Mit unserem Camper müssen wir eine gesonderte Warteschlange über die Grenze nehmen. Der Grenzer fragt was wir denn so vorhaben in Kanada. "Freunde und Verwandte besuchen für ein paar Tage" - sagen wir. Ob wir was dabeihaben. Alkohol, Tabak, Geschenke? "Nichts" sagen wir. "Was seit ihr denn für Besucher. Nichtmal Geschenke dabei." meint er dann noch und wünscht uns eine gute Fahrt.

Es ist bewölkt, nicht so gut für Fotos. Ohne Sonne leider auch nicht der berühmte Regenbogen über den Fällen.

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Wir sind denoch wieder sehr beeindruckt.

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Letztes Mal hatten wir ein schickes Zimmer in dem Turm hier in der Bildmitte der aussieht wie ein Eis am Stiel.

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Damals hatten wir durch die bodentiefen Fenster Blick auf die beleuchteten Fälle vom Bett und von der Badewanne aus. Eine Fahrt mit der "Maid of the Mist" hatten wir auch schon. Beides können wir jedem der zum ersten Mal hierher kommt absolut empfehlen.

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Bis Niagara Falls navigieren wir ziemlich souverän mit unserem Handy-Navi und Karte. Für Kanada haben wir nur das Handy-Navi - dachten wir. Als wir unser heutiges Schlafziel in der Nähe von Toronto eingeben wollen verweigert es den Dienst. Die Kanada Karte ist nicht drauf bzw. nicht nutzbar. Wieder mal muss McDonald's helfen. Wir laden uns die Routenführung offline auf den Laptop und los geht es. Zunächst durch riesige Weinanbaugebiete. Wer hätte das gedacht - kanadischer Wein. Etwas weiter dann die Gegend um Toronto. Sehr dicht besiedelt. Runter vom Highway sind es nur noch etwa 30km bis zum Ziel. Allerdings geht es nun durch eng bebautes Gebiet und mitten durch die Innenstadt von Hamilton (500.000 Einwohner). Ich komme ganz schön ins schwitzen. Diese Strassen sind absolut nichts für unseren Moby Dick. Viel zu eng. Es ist wie Hubschrauberfliegen im Wohnzimmer. Einmal falsch abgebogen und wir stehen im Nirgendwo auf einem Supermarktparkplatz - unsere Offline Routenführung ist nicht mehr zu gebrauchen.

Mit viel Glück sehen wir eine Strasse, die uns dann doch wieder auf den richtigen Weg führt und wir kommen etwas verspätet bei unseren Gastgebern Christine und Bob an. Ein Platz vor dem Haus für Moby Dick findet sich auch. Der bleibt heute Nacht allerdings alleine, wir bekommen ein richtiges Bett.

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Kurz darauf sitzen wir mit unseren Gastgebern am Pool bei kanadischem Wein, Würstchen und Burgern vom Grill.

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Christine und Bob verdanken wir überhaupt das wir in hier sind, denn ohne ihre nette Einladung hätten wir Kanada ausgelassen. Alina wollte schon immer nach Kanada, sie ist natürlich wieder total happy.

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Eingestellt von Tom Travel 20:12 Archiviert in Kanada Kommentare (4)

von Party zu Party

Feiern bis der Arzt kommt

sunny 30 °C
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Wir sind scheinbar gar nicht so übel. Wir sind von Christine und Bob eingeladen die ganze Woche bis nächsten Samstag zu bleiben. Letzten Freitag waren wir in ein nobles Restaurant eigeladen, das nobleste bisher auf unsere Reise. Christine hat ihren ganze Mannschaft, alles angehende Ärzte, eingeladen und uns direkt mit.

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Die können hier feiern, das sag ich euch. Die Gastfreundschaft dieser Leute hier ist immer wieder erstaunlich.

Freunde von den beiden veranstalten am nächsten Tag eine Gartenparty irgendwo nördöstlich von Toronto. Wir sind schon wieder mit eingeladen. Die haben ein Haus, besser gesagt ein Anwesen von der Größe der Southfork Ranch. Unser Moby Dick fällt auf diesem Gelände gar nicht auf. Hier könnten Hunderte von seiner Sorte stehen. Wie ihr seht ist unser Moby ist der Kleine rechts.

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Alleine das Poolhaus mit Küche, Bad und Dusche erscheint größer als unsere Münchner Wohnung. Es gibt lecker Weine und Essen.

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Am Pool gibt es dann etwas später echte kubanische Zigarren. Hier in Kanada legal käuflich, in den USA immer noch verboten.

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Um so etwas zu finanzieren kann man so wie Harold Besitzer eines Yachthafens sein. Das reicht dann offensichtlich für die dringendsten Anschaffungen. Hier kann man es wirklich aushalten.

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Dort lernen wir die andere Freunde der beiden kennen. Eine ist die einzige Herzchirurgin Kanadas. Sie und ihr Mann haben an den Niagara Fällen ein Ferienhaus. Da sind wir nächsten Samstag auf der nächsten Party. Da sagen wir spontan zu und hoffen uns nicht an dieses Leben zu gewöhnen. Bis dahin gibt es leckeres essen jeden abend bei Christine und Bob am Pool.

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Zubereitet vom Grillmeister persönlich

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Einer von Christines Assistenzärzten bringt einen Riesenlaib deutsches Brot mit da staunen sogar wir. Er glaubt in Deutschland ist so ein großes Brot gang und gäbe.

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Christine erzählt uns dass sie und Bob zwischendurch Bedenken hatten wegen uns. Hätte ja sein können, dass wir Serienmörder auf der Flucht sind. Klar - wir sind in Nordamerika und da muss man mit so etwas rechnen. Sie sind dann aber doch das Risiko eingegangen, schließlich stammen beide aus Neuseeland und da ist man weniger ängstlich.

Dass ich rauche ist für sie auch ein mittleres Problem. Immerhin ist sie Lungen und Herzfachärztin und Raucher kennt sie ansonsten nur als Patienten im Endstatdium.

Um wenigstens etwas von der Gastfreundschaft zurück zu geben helfe ich Bob bei Arbeiten rund ums Haus. Heute sind es mal wieder gut über 30° im Schatten und man kommt auch bei der geringsten Anstrengung ordentlich ins Schwitzen.

Tags darauf machen wir mit Bob eine Tour durch das Weinanbaugebiet Niagara, südlich des Ontario Sees.

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Er muß fahren und endlich kann ich auch mal Weine probieren. Im Barossa Valley, Australien und Napa Valley, Kalifornien war immer ich der Dumme und durfte nur zusehen während Alina beim Tasting immer lustiger wurde.

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Wir klappern insgesamt 4 Weingüter ab.

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So wirklich umgehauen hat uns keiner der probierten Rot- und Weißweine. Allerdings sind wir auch nicht wirklich Kenner. Üblicherweise trinken wir Wein aus 5l-Kanistern zu 10$ und nicht wie hier für 20-40$ pro Flasche.

Wieder zurück sind wir schon wieder von einer anderen Ärztin, Angela, in den Nobelschuppen vom letzten Freitag eingeladen.

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Wieder wird gegessen und ordentlich gebechert. Das nimmt ja wirklich kein Ende hier. Da ist sogar Bali ein Dreck dagegen wie die hier feiern. Wir sind schon nach knapp einer Woche ziemlich mitgenommen. Gut dass wir gestern und vorgestern zwei Ruhetage ohne Feier bis spät in die Nacht hatten.

Eingestellt von Tom Travel 17:51 Archiviert in Kanada Kommentare (1)

Tief im Wald

Der Inspektor stellt fest Moby Dick ist nicht ganz dicht

semi-overcast 24 °C
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Angela erzählt von ihrem Haus tief im Wald. Sie ist ein paar Tage nicht da und meint wir könnten dort unseren Moby Dick gut abstellen und etwas von der kanadischen Wildnis sehen. Das klingt sehr verlockend. Bisher haben wir nur Eichhörnchen gesehen, die jeden Tag um den Pool herum springen.

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So schön es ist bei Christine und Bob den ganzen Tag am Pool abzuhängen, es wird uns langsam peinlich und wir denken es ist gut ein paar Tage woanders zu verbringen. Dafür haben wir schließlich unseren Moby Dick. Wir haben erst 3 Mal darin geschlafen seit wir ihn haben. 2 Mal davon war nur zur Probe noch bei Mary vor dem Haus.

So fahren wir tief in den Wald in das Naturschutzgebiet in dem Angela lebt. Dieses Gebiet ist Teil eines Grünstreifens der bis nach Toronto geht.

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Kaum angekommen begrüßt uns ihre Katze. Die Katze nennen wir Inspektor Columbo. Sie inspiziert unser Auto genauestens.

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Nach einigem Miauen gehen wir davon aus dass alles OK ist. Scheinbar haben wir das Miauen falsch verstanden. Es regnet heftig und unter dem Fenster läuft ein kleines Bächlein ins Auto. Jetzt ist es amtlich, Moby ist zwar dick aber nicht ganz dicht. Thomas versucht von außen etwas zu retten. Da es aber wie aus Kübeln regnet zieht er dazu seine Badehose an. Duschen kann er sich heute sparen. Wir haben die Quelle lokalisiert, es ist das Schlafzimmerfenster. Glücklicherweise hört es auf zu regnen. Wir brauchen dringend Silikon zum Abdichten vor dem nächsten Regenguss.

Nächster Tag - Inspektor Columbo ist mittlerweile Dauergast. Mit dem Inspizieren ist er allerdings noch lange nicht fertig.

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Zum Arbeiten gehe ich in Angelas Haus, wegen besserem Internetempfang. Ich bin ja allein im Wald nicht so der Held. Es wird langsam dunkel und ich meine im Haus wäre noch jemand. Ein Geräusch, habe ich im Augenwinkel nicht was gesehen? Hat da was geflattert? “Nee, kann nicht sein“ denke ich, bis mir eine kleine Fledermaus über den Laptop fliegt. Nun folgt eine Reihe spitzer Schreie meinerseits. Die Kleine ist panisch und will raus. Wie ist sie überhaupt reingekommen? Ich mache die Tür auf, aber die Fledermaus rafft es nicht und fliegt von Zimmer zu Zimmer. Thomas muss helfen. Er kommt, die Fledermaus ist nirgends zu sehen. Wir hören Geräusche. Die Fledermaus ist im Fensterrahmen zwischen den Fenstern eingeklemmt. Thomas öffnet das Fenster, aber sie fliegt nicht weg. Thomas packt sie mit der Hand und bringt sie raus. Zum Dank beißt sie ihn in den Finger.

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Wir haben hier mit Füchsen und Hirschen gerechnet, eine Fledermaus im Haus ist mal was anderes.

Keine weiteren Vorkommnisse in dieser Nacht. Am nächsten Morgen holen wir Bob ab und fahren ans Südufer des Ontario Sees zu Michael und Stefanie.

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Unter der Woche wohnen sie in Toronto, am Wochenende am Lake Ontario mit Blick auf die Skyline Torontos. Privater Seezugang und Pool – na klar.

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Bocciaturnier, BBQ, Gitarren Live Musik. Es gibt Wein des Weingutes “Foreign Affairs“ aus dem Niagara Weinanbaugebiet nebenan. Die Besitzer des Gutes sind auch auf der Feier. Beim Bocciaturnier stellen wir uns gar nicht mal so übel an.

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Wir kommen bis ins Halbfinale, werden dann aber weggefegt. Dann gehen wir halt wieder in den Pool.

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Etwas später dann Live Musik.

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Der Sänger ist US-Amerikaner und von ihm bekommen wir weitere Adressen in Wyoming und Montana. Wildfremde Leute für uns - gute Freunde unserer neuen Bekanntschaften.

Sonnentuntergang überm See, schön kitschig.

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Hier kann man es wirklich aushalten.

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Wir mischen uns unter die Partygäste und merken das ist eine andere Liga. Einer erzählt von einem Wochenendtrip wo er so interessante Leute kennegelernt hat. Der Eintritt kostete nur 4000$. Andere waren in Uganda bei den Gorillas im Nebel. Kostet mal eben 5000$ für die 3 Tage Affengucken. Eine sehr netter Herr erzählt mir von seiner Porschesammlung. Ich weiss gar nicht was ich sagen soll. Wir bekommen ein Angebot nach dem anderen. Einer hat einen Sohn, der könnte mit uns eine Runde über Toronto mit seinem Kleinflugzeug fliegen. Thomas lehnt ab, er hat genug, er will in die Natur. Würden wir es darauf anlegen, ich glaube wir könnten hier noch Monate praktisch kostenlos bleiben. Unser Netzwerk wächst unglaublich schnell.

Eines hat Alina doch noch durchbekommen, schon wieder haben wir für morgen eine Einladung quasi um die Ecke. Spezialtasting im “Foreign Affairs“ Weingut . Manchmal glaube ich, wir kommen hier nie mehr weg.

Nächster Tag, Alina geht mit den anderen Frauen shoppen. Sie erbeutet ein Paar Schuhe. Nur 50$ und die sind ja sooo bequem. Ich hatte Schlimmeres befürchtet. Dann ab zum Tasting.

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Die Besitzer warten auf uns. Wir bekommen Proben aus speziellen Fässern. Weine die sonst nicht zum Tasting angeboten werden.

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Bei zweien davon denke ich "Boah, schmeckt das Zeug gut! Was habe ich sonst immer für Wein getrunken?" Die zweite Frage ist "Warum ist das Zeug so teuer?" Bei 163$ pro Flasche, da müssen wir ganz schön schlucken. Der Wein ist es allerdings wert, wenn man es sich leisten könnte. Unsere Begleiter kaufen einfach mal je eine Kiste. Alina kauft eine schicken Weincooler als kleines Dankeschön für unsere Dauergastgeberin Christine. Die netten Besitzer schenken ihr dann noch einfach so eine Flasche Eiswein.

Jetzt müssen wir aber wirklich los. Einen Kaufrausch können wir uns hier nicht leisten. Schon wieder Abschied nehmen - etwas was wir nicht gerne machen, erst recht nicht von den Kanadiern. Die sind bei uns nun auf Platz #1 der gerade-kennengelernt-Gastgeber. Wir bekommen noch eine Einladung zur berühmten Weihnachtsfeier im Dezember in Stefanies und Michaels Haus. Alina denkt ernsthaft darüber nach. Aber eines weiss ich, sie hasst nichts mehr als Kälte. Dezember in Kanada? Brrrrr! Auch wenn das hier der südlichste Zipfel des Landes ist. Liegt etwa auf der Höhe von Mailand - die Winter sind richtig kalt. Der Sommer den wir hier gerade erleben ist allerdings traumhaft. Jeden Tag warm, kaum mal Regen. Wir setzen Kanada als 3. Land auf die sehr kurze Liste der Länder (dieser Reise) in denen wir noch nicht gefroren haben. Türkei und VAE sind die anderen beiden. Wenn wir gemeinsame Ziele nehmen kommt übrigens nur noch ein Land ohne Frierphasen hinzu: Fiji

Eingestellt von Tom Travel 10:43 Archiviert in Kanada Kommentare (4)

Moby Dick gibt Rauchzeichen

Kraxelei im Dunkeln

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Wir fahren zurück zu den Niagara Falls und heute haben wir perfektes Wetter. Sonne, das bedeutet wir sollten einen wunderschönen Regenbogen über den Fällen zu sehen bekommen. Ein weiteres Plus: heute ist Sonntag und da gibt es um 22 Uhr ein kleines Feuerwerk. Wir hatten bereits auf der Hinfahrt einen kostenlosen Parkplatz in der Nähe oberhalb der Fälle gefunden und wollen heute da übernachten.

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Wir halten kurz vor den Fällen um für das Abendessen einzukaufen. Als wir weiter fahren wollen Thomas sagt plötzlich: “Irgendetwas stimmt mit dem Bremsen nicht.“ Sie bremsen zwar aber das Pedal ist butterweich und das Auto zieht stramm nach rechts.

Wir erreichen kurz darauf unseren "Geheimparkplatz" und als wir anhalten merken wir, dass von der Beifahrerseite Rauch aufsteigt. Thomas und ich beugen uns runter um uns den Reifen und die Quelle des Rauches anzusehen. Als ich aufstehe vergesse den riesigen Außenspiegel über meinem Kopf. Peng! Aua! So doll habe ich mir den Kopf noch nie angehauen. Thomas macht sich nun um Bremsen, Reifen und um meinen Kopf Sorgen. Werkstatt ist heute nicht, weil Sonntag.

Weiterfahren können wir so auch nicht, also tun wir das was wir ohnehin vorhatten. Wir gehen nach Kühlung meines Kopfes zu den Wasserfällen. Wir müssen uns beeilen, die Sonne geht bald unter und dann ist es wieder nichts mit Regenbogen.

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Könnt ihr euch an die soo bequemen Schuhe erinnern, die ich mir vor wenigen Stunden gekauft habe? Ich habe jetzt 2 riesige Blasen an den Fußsohlen, aber es gibt keinen kurzen Weg zurück. Aua, Aua, ich humple was das Zeug hält. Egal wir haben unsere Niagarabilder mit Regenbogen.

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Auf den Weg zurück schummeln wir uns in unser altes Hotel von vor 4 Jahren und fotografieren das ganze noch mal von oben.

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Nach dem Abendessen, ab zum Feuerwerk.

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Wieder der lange Weg außenrum, aber ich habe dieses Mal meine bequemen alten Schlappen an. Die Füße tun mir trotzdem höllisch weh.
Das Feuerwerk und das abendliche Farbenspiel der Fälle lässt mich das erstmal vergessen.

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Die US-amerikanische Seite (2 Bilder oben) sieht nachts auch ganz hübsch aus.

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Zusatzinfo zu unserem Geheimparkplatz (rosa Kringel). Von dort aus gibt es auch eine ganz tolle Abkürzung (rosa Pfeil) eine Böschung hinunter durch ein kleines Stück Wald.

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Spart etwa 2 km Fußmarsch. Wir sind schon vor einigen Tagen da runtergekraxelt. Allerdings tagsüber und mit Turnschuhen. Alina schafft heute den langen Rückweg nicht. Sie möchte ihre schmerzenden Füße nicht weiter bewegen als nötig.

“Das schaffe ich schon durch den Wald.“ sagt sie. Wir finden im Dunkeln den Anfang des Trampelpfades nach oben nicht mehr. Mit unserer Schlüsselanhänger-Taschenlampe kann man nachts am Auto das Schlüsselloch finden, mehr auch nicht. Ich suche im Dickicht nach dem nach dem Weg, aber finde ihn nicht. Alina humpelt hinter mir her. Ich würde normalerweise jetzt das Auto holen, aber mit den defekten Bremsen geht es nicht. Also durchleuchte ich weiter den Waldrand mit der Minitaschenlampe und finde einen möglichen Weg.

Eigentlich mag ich nicht mehr laufen. Durch das nasse Grass ist eklig und es liegen hier Äste herum, die im Dunkeln kaum zu sehen sind. Thomas ist voraus und sucht den Weg nach oben. Auf einmal findet er einen geteerten Weg. Hallelujah, der könnte nach oben führen. Er findet aber noch einen Weg durchs Gebüsch und meint “Versuchen wir es hier, ein wenig steil aber sollte gehen.“ Das “ein wenig steil“ war die Untertreibung des Jahres. Der Anfang ging ja noch, aber das Gekraxel wurde immer schlimmer. Ich habe keinen Halt, meine Fußsohlen tun weh, ich rutsche jedes mal nach hinten aus den Schlappen raus. Ausziehen will ich die aber auch nicht, denn hier liegen auch Scherben herum. Ich umarme ein Baum nach dem anderen und ziehe mich Stück für Stück nach oben. Thomas versucht mir den Weg zu leuchten, mich zu ziehen oder anzuspornen. Wir stellen uns vor wie das was wir da gerade machen für jemand anderen aussehen muss und was passiert wenn uns einer hier findet, was sich der denken mag. Es ist so skuril wie wir beide hier planlos durchs Unterholz stolpern. Wir müssen anhalten und lachen uns kaputt. Da passiert es - ich rutsche aus, falle auf mein Hintern und rutsche wieder nach unten.

Ich kann ja ein bisschen rumänisch, aber die Flüche die Alina jetzt von sich gibt verstehe ich nicht. Eines sagt sie auf deutsch: “Das verzeihe ich dir niemals!“ Dabei wollte sie doch die Abkürzung nehmen. Kurz darauf lacht sie schon wieder. Leider nur bis zum nächsten sehr steilen Stück. Flüche und wieder die das-verzeihe-ich-dir-nie-Nummer (sehr oft). Irgendwie schaffen wir es doch beide bis nach oben. Es gibt keine berühmten rumänischen Bergsteiger. Warum ist mir heute klargeworden. Noch etwas habe ich gelernt:

Reiseweisheit #12: Frauen haben immer die falschen Schuhe an, egal wie bequem sie vorher waren.

Hundemüde, leicht zerschrammt und mit schmutzigen Händen und Füßen, als hätten wir etwas im Wald verbuddelt, gehen wir in unsere Kojen. Mal sehen wie das morgen mit der Reparatur der Bremsen weiter geht.

Eingestellt von Tom Travel 17:52 Archiviert in Kanada Tagged niagara_falls waterfall fireworks Kommentare (3)

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