Reise blog von Travellerspoint

Brasilien

Cataratas do Iguaçu

die brasilianische Seite

sunny 30 °C
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Ich werde hier gerade Opfer des ESS (extended stay syndrome). Wieder eines dieser Luxusprobleme mit denen man als Reisender zu kämpfen hat. Hauptsysmptom: Man bleibt viel länger als geplant.

Wenn man wochenlang in bestenfalls akzeptablen Unterkünften verbracht hat, kann es passieren, dass man überraschend an einen Ort kommt wo alles passt. Preis, Standard, Umgebung, Wetter und Mitbewohner. Von so einem Ort wieder weg zu kommen ist ziemlich schwierig. Wie sollte man auch? Vermutlich wird es wieder eine ganze Weile dauern bis man wieder so einen Wohlfühlort findet.

Ein weiteres Symptom für ESS besteht darin, dass man geplante Exkursionen verschiebt. So lange es noch etwas anzuschauen gibt, hat man einen Grund zu bleiben. Ich will mir die brasilianische Seite der Wasserfälle zuerst ansehen - so wird es empfohlen. Wie kommt es eigentlich dass die großen Wasserfälle dieser Erde (Niagara, Victoria, Iguazu) immer in Grenzgebieten liegen?

Gestern war Ruhetag nach der langen Busfahrt. Heute war Ruhetag von gestern. Aber morgen packe ich es dann wirklich, dann fahre ich rüber nach Brasilien.

Ich habe es geschafft. Um 7 aufgestanden, Frühstück und los. Mit dem Bus über die Brücke rüber nach Brasilien, auch hier verläuft mitten im Fluß die Grenze. Das frühe Aufstehen hätte ich mir sparen können. Scheinbar denken viele so wie ich und wollen den Massen entgehen, sind früh aufgestanden und finden sich nun kurz nach Öffnung des Parks in einer langen Schlange vor den Kassen wieder. Es ist total bewölkt - Mist! Die letzten beiden Tage waren wunderbar sonnig. Poolwetter eben. Für Wasserfälle ist Sonne schon wichtig. Kein Regen kein Regenbogen, keine Sonne - auch kein Regenbogen.

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Am Eingang der Hinweis dass es sich bei den Iguazu Wasserfällen um eines der 7 Natur-Weltwunder handelt. Schon wieder eines. Die Auswahl der Sieger fand ich schon beim Underground River in Palawan sehr zweifelhaft. Abgestimmt wurde online und per Telefon. Seht selbst was da auf den ersten 7 Plätzen gelandet ist.

New7Wonders - klick hier

Ein schmaler Weg führt durch den dichten Dschungel am Flussufer.

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Nach 5 Minuten sieht man zum ersten Mal die Fälle - wenn man so groß ist wie ich.

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Wer kleiner ist muss etwas länger warten bis er vorne am Geländer ist und etwas zu sehen bekommt.

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Gegen Mittag wurden es deutlich weniger Besucher. Da hätte ich besser ausgeschlafen und wäre später gekommen.
Für mich überraschend ist, dass Iguazu nicht ein Wasserfall ist, sondern je nach Wasserstand über 250 Wasserfälle von klein bis sehr groß.

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Ich mache ein paar Versuche mit langer Verschlusszeit.

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Zumeist über 2 Kaskaden, 80 Meter runter. Bei Hochwasser fließt nirgends auf der Welt mehr Wasser über die Kante. Alle paar Hundert Meter eine Plattform mit toller Sicht.

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Mit Ton noch eindrucksvoller

Der Weg führt runter zu einer Plattform die rundum von Wasserfällen umgeben ist.

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Ich komme wie geduscht zurück und kann nur mit Mühe die Kamera trocken halten.

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Wer hier noch nicht nass genug geworden ist kann mit dem Boot unter die Fälle fahren.

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Etwa auf der Hälfte des Weges sehe ich die ersten Coaties.

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Grzymek hätte gesagt: "Diese possierlichen kleinen Gesellen turnen munter völlig ohne Scheu zwischen den Menschen."
Sie sind eine Plage. Kein Mülleimer ist vor ihnen sicher.

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So schnell wie die Leute ihren Müll hinein werfen holen sie ihn wieder heraus und verstreuen ihn in der Landschaft.

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Waschbären, Opossums, Coaties - jeder Kontinent hat seine Profischnorrer.

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Wer noch nicht genug hat von den kleinen Rackern hier noch ein kurzes Video.

Einige unverbesserliche Besucher füttern sie auch noch.
Außer den Coaties sehe ich nur noch ein anderes sehr scheues Säugetier. Ich habe allerdings keine Ahnung was das ist. Riesenrattenmeerschweinchen?

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Und natürlich den Koala.

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Dann reißt es ein weng auf und ich bekomme einen kleinen Regenbogen.

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Eine andere hier heimisch Tierart ist mir nur zu gut bekannt - Sandflies. Gegen die bin ich höchst allergisch und gegen Abend habe ich die für mich üblichen Beulen, überall wo sie mich erwischt haben. Die verdammten Viecher sind tagaktiv und kaum setzte ich mich irgendwo hin, sind sie da.

Mir reicht es von den Biestern. Ich fahre zurück über die Grenze in mein Hostel. Genau als es aufreißt und die Sonne wunderbar rauskommt. Mist! Zu spät für heute. Morgen kommt die argentinische Seite und dann habe ich Off dabei!

Eingestellt von Tom Travel 15:06 Archiviert in Brasilien Kommentare (0)

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