Reise blog von Travellerspoint

Rumänien

Andernach --> Bukarest

Good Bye Deutschland

sunny 30 °C
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Genug vom Vorgeplänkel und Planung. Jetzt soll's mal richtig beginnen bevor uns die Leserschaft gesammelt gelangweilt abwandert.

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Flughafen Köln-Bonn.

German Wings bringt uns hier raus nach Rumänien, dem 1.Stop unserer Reise. Über 50kg haben wir diesmal dabei. Eindeutig zu viel. Das müssen wir noch irgendwie reduzieren.

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Beim verlassen des Terminals nach der Ankunft in Bukarest können wir die Angebote der hiesigen Taxifahrer dankend ablehnen. Alinas Cousine und ihr Mann holen uns ab, das senkt den Stress Faktor erheblich. Bei den beiden werden wir die nächsten paar Tage auch wohnen.

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Wir schwitzen sofort in unserer deutschen Sommerkluft. Hier ist es gleich mal doppelt so warm wie beim Abflug. Praktiker, IKEA, Hornbach liegen am Weg vom Flughafen in die Stadt – alles klar wir sind in Rumänien. Nicht gerade ein Kulturschock.

Man sieht so gut wie keine Radfahrer auf der Straße - verständlich, auch die Bukarester hängen an ihrem Leben. Radwege gibt es kaum.

Eingestellt von Tom Travel 09:45 Archiviert in Rumänien Kommentare (3)

Bukarest - von Schick bis Schutt

Paris des Ostens.

sunny 28 °C
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Anfang des 19 Jahrhundersts war Bukarest das Paris des Ostens. Dann kam leider der Kommunismus. Heute versteht man was damit gemeint ist wenn man die alten Gebäuden noch sieht. In der Altstadt entsteht so etwas wie ein Kneipen und Bistrocenter. Das was fertig ist sieht allerdings schon sehr einladend aus.

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Könnte mal ganz hübsch werden in 5-10 Jahren. Momentan noch viel Baustelle.

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Die Preise sind mehr als zivil und rauchen kann man auch überall ;-)
Abends ist auch unter der Woche richtig etwas los hier. Da kann in der Woche kaum unsere Münchner Leopoldstraße mithalten.

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Wir mitten drin.

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Dann die Überraschung - es gibt hier Bier aus meiner Heimat

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Kulturprogramm. Mittagessen in einem ehemaligen Militärcasino aus der Ceaucescu-Zeit. Da mein Onkel General war kennt er super Orte.

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Mit anschließendem Besuch im Nationalmuseum. Dort allerdings Fotografierverbot daher nur ein Bild aus dem Eingangsbereich mit einer Erinnerung an Alinas Schulzeit. Leider kam direkt eine Museumswachtel die Alina beim Foto störte.

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Jaa genau ich war mal früher ein echter Pionier!

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Es gibt in der Altstadt auch ein Dracula Denkmal mit Statue. Seine Cityresidenz sozusagen.

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Ich war das letzte Mal vor 7 Jahren hier die Straßen sind um einiges besser geworden und das Nachtleben ist fantastisch. Der Bukarester genießt auch während der Woche seinen Summer in the City. Am WE geht es zum Meer oder in die Berge das alles ist nur jeweils 2 Stunden entfernt.

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In Bukarest gibt es viele neue Einkaufszentren, auch mit Eislaufbahn im Sommer und alles was sonst das Herz begehrt! Viele gemütliche Shisha Plätze geben das Orientalische wieder.. So weit ist Istanbul nicht entfernt.
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Manche Straßen erinnern an München der Englische Garten scheint oft um die Ecke zu sein...

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Einige Innenhöfe protzen mit Geschichte da waren früher die Haiducii, die rümänische Robin Hoods, unterwegs. Heute kann man sich hier im Sommer mit Limonade abkühlen..

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Eingestellt von Tom Travel 14:25 Archiviert in Rumänien Tagged people citylife Kommentare (1)

Fluffy auf Reisen

Nein, Wir nehmen keine Drogen

sunny 32 °C
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Auf unserer letzten längerer Reise hat uns seit Australien und dem Valentinstag Fluffy begleitet.

Jetzt hat der Gute so viel Heimweh und möchte wieder nach Australien. Er wiegt gottseidank wenig und hat immer in der Tasche Platz!

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Daher wird Fluffy unsere jungen Leser im Blog begleiten.

Das bekannteste Bukarester Gebäude ist der Parlaments Palast, das zweitgrößte Gebäude der Welt und das größte Europas. (Nur das Pentagon ist größer) Das konnte Fluffy sich nicht entgehen lassen. Ceauscesu wollte sich hier ein Denkmal setzen, hat allerdings die Fertigstellung nicht mehr erlebt. Der Bau verschlang zu seiner Zeit bis zu 40% des BSP von Rumänien - ein Irrsinn den ausser Adolf kaum jemand nachvollziehen könnte.

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Morgen geht es zum Dracula Schloss da fürchtet er sich sehr...

Wir werden weiterhin von Fluffy's Reise nach hause berichten.

Eingestellt von Tom Travel 01:24 Archiviert in Rumänien Kommentare (4)

Bukarest --> Sinaia --> Bran (Dracula City)

auf nach Transylvanien

sunny 32 °C
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Vier Tage in der 2-Millionen-Stadt sind nun wirklich genug. Endlich geht es raus auf's Land. 100km nord-west-wärts von Bukarest kommen die Berge der Karpaten in Sicht. Nicht die Alpen aber auch schön hoch - ein Skigebiet im Winter, heute 32°. Mischwälder hier statt Fichten-Monokulturen und Viehweiden, so hat es bei uns vielleicht früher mal ausgesehen. Unverdorbene Ur-Landschaft.
(Achtung: spätestens hier können die Bildchengucker aufhören zu lesen - es gibt eine Dosis Kultur!)

Erster Halt Sinaia, Sommerresidenz des ersten Rumänienkönigs, Carol I. (1866 -1906). Ein Hohenzoller, dem is Sommer zu warm war und der sich hier oben was Hübsches hinstellen ließ. Es folgt ein kleiner Rundgang im Schloss. Luxus pur.

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(Nur Fotos von außen, fürs Fotografieren innen wollten wir nicht extra zahlen)

Dann geht es nach Bran - ein verschlafenes Nest das niemand besuchen würde wenn nicht zufällig Vlad Dracul hier sein Domizil gehabt hätte. Rumänien ist bekannt für zwei Massenmörder, einen davon finden sie alle auch heute noch ziemlich klasse. Liegt wohl daran, dass der sich auf Türken als Opfer spezialisiert hatte. Später hat dann ein Engländer einen Roman über ihn geschrieben ihn als Blutsauger unsterblich gemacht. Für heut ist es allerdings zu spät und wir schlagen unser Nachtlager in einer Pension mit Blick auf seine Burg auf.

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Vom Balkon ein schöner Blick auf die Karpaten

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Abendessen in einem lokalen Restaurant mit Vampirwein

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und einem Storch auf dem Nachbardach (hoffentlich hat das nicht was anderes zu bedeuten) ;-D

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Eingestellt von Tom Travel 13:52 Archiviert in Rumänien Tagged landscapes buildings Kommentare (3)

Bran --> Brasov (Kronstadt) --> Sibiu (Hermannstadt)

quer durch Transylvanien

sunny 33 °C
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Nach dem Frühstück zum Schloß Bran.

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Auf dem Weg dorthin die üblichen Souvenirstände mit allerlei Dracula-Zubehör und Leckereien. Das erste ist eine Spezialität aus den Karpaten hier, sieht aus wie Döner schmeckt aber wie gerollte Berliner. Leider könnt ihr nichts riechen. Schade, denn z.B der geräucherte Käse riecht fantastisch.

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Dann im Schloß erste Zweifel - was ist hier los?

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In der Liste der früheren Bewohner findet sich kein Graf Dracula oder Vlad Dracul! In einigen Zimmern finden sich Tafeln zur Geschichte des Herrn, aber wieder kein Hinweis dass er hier mal gewohnt hätte. Totaler Beschiss! Es stellt sich raus daß Bram Stoker hier wohl mal vorbei geritten ist und ihn der Anblick des Schlosses inspiriert hat - das ist dann aber auch schon mal alles.
Bram Stoker hat sich dann aus verschiedene Geschichten den Grafen gebastelt. Quasi der Frankenstein der Irren. Ganz furchtbare Taten hat wohl mal eine Frau hier begangen, und die wurde dafür lebendig eingemauert. Da aber damals Frauen wohl nicht als grausam galten (Scheidungen oder Emanzen gabs erst viel später) musste Bram Stoker sich was anderes ausdenken. Die Geschichten des Blutsaugens hat er sich von den Legenden der bösen Geister geklaut usw. Zu denken gibt mir nur, dass alle Freaks die für die Story verwendet wurden in Rumänien daheim waren. Bis auf den Part mit dem Chupacabra, der kam aus Südamerika.

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Am Ende bin ich nur froh dass wir unter der Woche früh hier waren, denn der Andrang an Reisegruppen ist auch jetzt schon immens. Treppen rauf, Treppen runter im Gänsemarsch. Nichts für Leute mit Platzangst.

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Es scheint sich aber keiner der Amerikaner zu stören dass es hier nicht ganz mit rechten Dingen zugeht. Immerhin ist der Bau aus dem 14. Jh und zu der Zeit haben die Einwohner ihres Kontinents noch in Zelten gehaust.

Fluffy hat hier ein Freund gefunden un der konnte ihn doch überreden sich vor dem Dracula Schloß fotografieren zu lassen.

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Nächster Halt Brasov (Kronstadt), größte Stadt in Transylvanien und nach eigener Aussage die vielleicht tollste Stadt der Welt.
Falls sich jemand über die deutschen Städtenamen wundert - wir sind nun in Siebenbürgen - da war mal alles deutsch.

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An zu viel Bescheidenheit leidet man hier jedenfalls nicht. Blitz-blank scheint hier alles. Man muß schon genau schauen um noch ein paar renovierungsbedürftige Ecken zu finden.

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Wir nehmen die Seilbahn zum Aussichtsberg und sehen alles mal von oben.

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Mittagspause in einer Bar mit 100 verschiedenen Scotch-Whiskies - heute zu heiß und ich muss fahren, daher kein Tasting - mir raucht der Kopf!

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Unterwegs Begegnung mit Tieren

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Dann weiter nach Sibiu (Hermannstadt)

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Schon wieder eine mittelalterliche Altstadt; Zustand erheblich maroder als der von Brasov. Ich entwickle langsam eine Abneigung gegen altes Gemäuer. Sibiu ist nur in der Fußgängerzone wirklich schön, drumherum denkt man oft oh je.

Abendessen in einem Kellergewölbe. Typisch rumänisches Essen. Thomas schmeckt es bisher sehr gut trotz sämtlicher Befürchtungen.

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Musikalischer Untermalung gibt es auch noch.

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Eingestellt von Tom Travel 07:59 Archiviert in Rumänien Kommentare (3)

Sibiu (Hermannstadt) --> Sighisoara (Schössburg)

Vampirjagd

sunny 32 °C
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Gestern waren wir ja nicht sehr erfolgreich auf der Spurensuche nach dem bekanntesten Rumänen. Wir haben den Tipp bekommen, dass in Sighisoara sein Geburtshaus steht. Da geht es heute hin. Kurz noch übern Marktplatz von Sibiu und dann geht's weiter.

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In Sighisoara gibt es eine wunderschöne erhaltene Altstadt innerhalb einer Stadtmauer.

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Das Geburtshaus des Grafens der in Wirklichkeit Vlad Tepes (Zepesch ausgesprochen) hiess, ist etwas enttäuschend - heute ein Restaurant und Souvenirshop.

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Innerhalb der Festung findet sich dann noch eine Büste

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Da Fluffy gesehen hat dass wir so enttäuscht waren hat er mal eben einen auf Vampir gemacht. ^^

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Die Stadt und die Festung machen es wieder wett.

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Meine Vermutung hier gab es 2 Wettbewerbe. Zum einem sollten die Häuser sehr bunt werden zum zweiten sehr schief. Sighisoara hat gewonnen! ;-D (grins)

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Am Ende des Tages finden wir heraus, dass es tatsächlich das Original Dracula Schloss gibt. Leider ist es eine völlig verfallene Ruine, nicht weit weg, aber die Strassen dorthin sind zur Zeit gesperrt. Die Bilder die wir davon sehen machen uns nicht Lust auf mehr. Somit beenden wir vorerst die Suche nach dem Phantom und ziehen uns in unser Nachtquartier zurück. Die Pensionen hier sind sehr hübsch viele neu gebaut und kosten so um 20-30€/Nacht.

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Unsere riesige Frühstücksplatte mit Kaffe hat heute morgen mitten in Sibiu ca 15 Lei (ca 3,70€) gekostet. Auf nach Rumänien bis der Standard sich anpasst.

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Hier noch ein kleiner Gag für meine Ex-Kollegen. BT steht hier für etwas ganz anderes ^^

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Eingestellt von Tom Travel 03:04 Archiviert in Rumänien Tagged buildings citylife Kommentare (1)

Gewitter in Sighisoara --> Turda

Der Himmel fällt uns auf den Kopf und Bootfahren im Untergrund

20 °C
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Eine wunderschöne gut überdachte kleine Balkonterasse gab uns gestern abend Gelegenheit ein wenig auszuruhen und das heraufziehende Sommergewitter zu geniessen. Denken wir zumindest. Eine Abkühlung täte nach der Hitze der lezten Tage wirklich mal gut.
Aber Sturm in den Karpaten ist nichts für Weicheier. "Schau doch mal diese fette schwarze Wolke da direkt über uns!" Nach kurzer Zeit Blitze gucken beschließen wir wegen unseren beider Laptops reinzugehen. Keine Sekunde zu früh. Es regnet und hagelt wie aus Kübeln von oben und diagonal, der Sturm macht uns es sogar schwer die Balkontür zu schliessen. Gerade noch geschafft. Die Terasse auf der wir eben noch saßen ist bereits überschwemmt.

Das Gewitter der letzten Nacht hat sich verzogen und es gab einen Temperatursturz auf 18°. Leider regnet es weiter immer wieder mal den ganzen Vormittag über, so daß wir den Plan die Schluchten in der Nähe von Turda zu besichtigen erst einmal aufgeben müssen. Da ich aber immer noch an einer Überdosis altes Gemäuer leide muss ein Alternativplan für das Sauwetter her. Ich will keine mittelalterlichen Stadtmauern mehr sehen! Die Salinen von Turda sind die Lösung - unter der Erde und garantiert trocken bei jedem Wetter.

Das ganze sieht aus wie eine Raumstation. "Houston we have a problem!"

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Der besondere Kick - ganz tief unten in der Höhle gibt es einen Salzsee auf dem man Bootfahren kann.

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Aber nicht nur das, auch Minigolf, Tischtennis, Billard und Minibowling wird angeboten. Alles anfürsich nichts Besonderes, aber so in der Tiefe einer Salzmine nicht wirklich zu erwarten.

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Boot gefahren sind wir auch, bzw ich habe mich von mein Popeye chauffieren lassen. Das fand er nicht immer so prickelnd aber rudern kann er sehr gut.

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Wieder an der Oberfläche ist erst 5 Uhr und wir begeben uns wieder mal auf die Suche nach einem Nachtquartier. Ein eigentlich einfacher Plan - daraus wurde ein Debakel. Doch davon morgen mehr.

Eingestellt von Tom Travel 14:39 Archiviert in Rumänien Kommentare (0)

Turda (Schreikrampfkrieg!) --> Cluj-Napoca --> Bistrita

Im Wohnzimmer der Borschtsch Leute

semi-overcast 20 °C
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Nachtrag zu gestern: Ich wollte nach Klausenburg (Cluj Napoca) aber Thomas wollte unbedingt in Turda übernachten (wegen Mauernüberdosis). Ich finde Turda sieht aus wie Afghanistan ohne Afghanen. Es gibt eine Strasse der Kriege und so sieht es auch aus. Das Zentrum ist aber ganz ok, leider überhaupt nichts los. Es gibt auch so eine Art Feinkost-Express, aber halt auf rumänisch.

Im Internet haben wir nach Pensionen vor Ort gesucht. Einige waren zwar recht günstig aber mit den die wir bisher hatten nicht zu vergleichen. Daher wollte ich lieber hinfahren und sie mir selbst ansehen. Die meisten sind nah beinander, von der City ca 2 km entfernt. Aber hier (Afghanistan lässt grüßen) sind 2 km Entfernung nicht so einfach. Zuerst haben wir im Navi sämtliche Strassen eingetippt. Das Navi war mit seiner Weisheit am Ende und kennt nur 3 Strassen hier, von den von uns Gesuchten war keine dabei. Der Ort hier hat immerhin 50.000 Einwohner und die leben auch in Häusern. Diese wiederum erreicht man allerdings tatsächlich nicht auf Strassen sondern vielmehr über eine Aneinanderreihung von Schlaglöchern, Pfützen und Tümpeln.

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Aber wir sind ja gut ausgerüstet und mittels UMTS-USB-Stick und mit Google-Maps fanden wir die Strassen auf dem Laptop. Also sagte ich zu Thomas "ist doch ganz einfach vom Rathaus nach Norden und dann links." Unser Auto hat nun das Seepferdchenabzeichen und wir fahren immer weiter durch kleine Seen und Wasserlöcher bis wir nach einer halben Stunde merkten, dass wir völlig verkehrt sind. Die Strassen in der Realität haben scheinbar ein Eigenleben und sind nicht da wo Google-Maps sie gerne hätte. Strassenschilder werden nach dem Zufallsprinzip angebracht. Wäre ja noch schöner wenn jeder Fremde sofort wüßte in welcher Strasse - pardon, Schlaglochsammlung - er sich gerade befindet. Google Streetview wird es nur geben wenn Google mit Panzer oder Boot hierdurch fahren wird.

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Die Bewohner konnten uns trotz meiner Rumänischkenntnisse nicht wirklich weiter helfen. Kurzgesagt die Raffnixe dieser Welt wohnen alle hier. Ich hätte genausogut chinesich sprechen können. Wir sollten zum Rathaus zurück. ZURÜCK!! Das Auto (mittlerweile mit Freischwimmerabzeichen) hat es uns verziehen. Irgendwann haben wir tatsächlich die Pensionen gefunden, aber alle waren ausgebucht.

Neuer Plan: Wir bleiben stehen und versuchen weitere Pensionen, die wir im Internet finden, anzurufen. Nach einigen vergeblichen Anfragen sagt mir eine der ausgebuchten Pensionswirtinnen, dass eine Freundin von ihr super Zimmer hat, es wäre so schön dort... Mittlerweile bin ich schon so genervt von dieser Stadt, es ist mir fast egal wo wir schlafen. Ich ruf also da an und diese Tante will mir nicht sagen wo sie wohnt sondern mich auf der Strasse treffen. Sehr seltsam. Nach weiterem Rumfahren (Hüpfen) durch die beliebten Strassen (haha!) von Turda finden wir die Dame am Strassenrand. Ich soll mir das Zimmer ansehen. Sie zeigt mir ein Zimmer und ich denke "das ist doch das Wohnzimmer der Alten oder?"
Es riecht nach alten Leuten die den ganzen Tag Bortschsch kochen und nie lüften. Ich stehe wie benommen. Ich frage ganz nett wo das Bad ist und wer es alles mit benutzt, sie meint ja wir zusammen (sie, ihr Mann und vielleicht noch der Alte der hier rumschwirrt) Ich weiss nicht was ich sagen soll. Da Thomas auch schon ziemlich genervt draussen sitzt, sage ich ihm auf deutsch dass es mir nicht gefällt. Ich erwähne die Badsituation, er versteht nichts. Er sagt alles wäre ihm jetzt recht und bemerkt meine unzufriedenen Gesichtsausdruck nicht mehr da ich bereits seit 2 Stunden so gucke.

Dann riecht er das Zimmer und ist entsetzt. "Das ist nicht dein Ernst? Was soll das kosten? Wir sollen auf der Klappcouch schlafen?"
Zugegeben 60Lei sind grad mal 15€, aber dafür haben wir die letzten Nächte sehr viel Besseres gehabt. Von dem komischen Alten der auch noch rumschwirrt habe ich ihm noch gar nichts erzählt, warscheinlich soll er zwischen uns auf der Couch schlafen.

Ich sage der Dame dass es nicht geht, mein deutscher Freund mag es nicht. Mache einen auf gute Rumänin, böser Deutscher. Sie lässt nicht locker, fragt nach dem Grund und ich sage es riecht komisch. Meine Manieren sind wohl in den Schlaglöcher gefallen. Damit ich besser dastehe einigen wir uns auf rümänisch, dass Thomas einfach ein furchtbarer Mensch ist. ;-)

Ende der Geschichte, wir bekommen nach weiterer Suche via Internet eine Pension für 10Lei weniger. Auch nicht so doll, aber mit eigenem Eingang, Bad, und Miniküche. Nun kann es endlich zum Essen gehen. Achso, der Feinkostexpress ist das beste Restaurant am Platz erfahren wir, und das Einzige. Ich will wieder weg und zwar morgen früh, ich stehe ganz früh auf das weiß ich jetzt schon.

Morgens haben wir versucht für euch ein Paar Schlaglöcher zu fotografieren aber die Pfützen waren weg und die ganz schlimme Strasse fahren wir nicht nochmal. Die Ziegen die wir unterwegs getroffen haben haben unser Auto mitleidig angesehen nach den gestrigen Strapazen.

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Weiter zur 2. Attraktion in der Gegend - der Turda Schlucht (Cheile Turzii). Eine Art Mini-Yosemite-Valley. Der Regen von gestern hat sich verzogen und es ist auch nicht mehr so heiß. Ideale Bedingungen für eine kleine Schluchtwanderung.

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Tolle Gegend um mit dem Seil zu klettern es gibt hier viele Akrobaten.

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Aufgabe für die Bildchengucker ist euch beim lezten Bild was aufgefallen? Lösung am Ende des Beitrages.

Der Weg ist ca 1,5 km, einfach und wunderschön.

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Thomas muss natürlich rumspringen und überall rumklettern. (ok, ok ich geb zu auf der Brücke hab ich auch känguruht)

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Danach kurzer Abstecher nach Cluj, noch ein Mittelalterliches Zentrum - nix zu sehen für uns (immer noch Gemäuer-Übersättigung), also weiter nach Bistrita.

Wie versprochen die AUFLÖSUNG des Bildes mit den Kletterkünstler. Ein netter Gag die Stiefel unterm Stein zu betonieren.

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Eingestellt von Tom Travel 12:25 Archiviert in Rumänien Kommentare (3)

Bistrita --> Vatra Dornei --> Falticeni

raus aus Transylvanien und das Bettenproblem

semi-overcast 18 °C
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Heute steht nur eine kleine Etappe auf dem Plan. 80km über den Borgo Pass verlassen wir Transylvanien und queren zum 2. Mal die Karpaten. Borgo Pass - schon mal gehört? Das "Hellboy" Finale spielt dort und es ist (na klar!) der Ort an dem Dracula im Roman sein erstes Opfer holt. Sieht gar nicht gruslig aus hier, eher wie in Oberösterreich. Ein Skigebiet im Winter und Wanderparadies im Sommer.
Bram Stoker war vom Borgo Pass fasziniert warscheinlich sah es mal viel gespenstischer aus. Allerdings war er nie hier.

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Wir bleiben erst mal in einem Skiort namens Vatra Dornei. Ganz hübsch hier und die Schlafstätte ist auch gleich gefunden.
Mit den Schlafstätten ist hier so eine Sache. Die einen sind sehr nett und wollen dich am nächsten Tag durch die Stadt rumführen dich zum Frühstück einladen und du brichst ihnen das Herz wenn du sagst du musst weiter. Sie winken dir hinterher wie begossene Pudel und du willst am liebsten sagen "aber wir haben dich doch trotzdem lieb" auch wenn wir weiter müssen.

Die anderen sind angestellt und Service ist noch ein Fremdwort, sozialistische Restbestände. Meine liebste Antwort ist. "Ja, wir haben für sie das passende Zimmer aber die Betten sind nicht bezogen." Meine Frage: Werden die Betten noch bezogen im Laufe des Tages." Antwort "Nein!" Wir sehen scheinbar so aus als ob wir ungemachte Zimmer sehen wollen. Man hört Musik oder hat andere wichtige Dinge zu tun, wie Kreuzworträtsel lösen oder am Handy rumspielen. Das erinnert teilweise an Laos hier.
Einer dieser Service-Raffnixe war schon froh uns los zu sein, als ich fragte "Was ist eigentlich mit den Hütten da hinten?" "Die sind frei" meint sie aber etwas günstiger. (Arghs!) Es muss an uns liegen, wir sehen aus wie Leute die nach ungemachten Bettenzimmer fragen und nicht nach günstigen freien Zimmern.

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Endlich unser Haus, unser Auto, kein Boot (obwohl für Turda wäre das gut gewesen)

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Blicke von der Veranda

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Drinnen wirklich nicht viel Platz

18°, es ist ziemlich kühl hier auf dem Berg, aber das tut mal gut. Wir lesen dass es in München 30° hat und sind erst mal gar nicht neidisch. In der ersten Woche hatten wir genug Hitze hier. Das hier ist der nördlichste Stop unserer Reise. Kühle Tage werden in den nächsten Monaten selten sein.

Am nächsten Morgen Nieselregen bei 14° - kein Grund hier zu bleiben. Alina nutzt das Schlechtwetter um ein paar Stunden online zu arbeiten. So viel Kühl braucht's dann aber wirklich nicht. Wir fahren nachmittags runter ins Tal nach Falticeni. Dort abends bei Ankunft leider das selbe Wetterbild. Alina hat hier Familie und wir werden die nächsten beiden Tage ihre Verwandtschaft besuchen.

Eingestellt von Tom Travel 03:58 Archiviert in Rumänien Kommentare (4)

Falticeni

coming home Teil I

rain 16 °C
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Ich brauche schon wieder Schuhe. Die Schlappen aus dem letzten Urlaub machen's nicht mehr lang. Außerdem haben wir es bei 60kg Gepäck diesmal geschafft die Handtücher zu vergessen. Bisher waren die Pensionen immer komplett bestückt - das wird aber auf der weiteren Reise nicht so bleiben.

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Markthalle in Falticeni

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wenn man da lange draufschaut wird's irgendwie unanständig...könnte auch aus der Mülltonne eines Zahnarztes sein, oder eben weiße Paprika

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Besuch bei Alina's Tante auf dem Land. Kleine Zeitreise zurück. Kein Internet, kein Handynetz, Plupmsklo übern Hof aber immerhin schon seit einigen Jahren fließend Wasser. Das Plumpsklo ist irgendwie nostalgisch. (aber Wehe im Winter bei -20°). Links wohnen die Tiere - rechts die Menschen.

Nicht nur die Tante und mein Onkel leben hier sondern auch meine Mutter ist hier in diesem Haus aufgewachsen. Meine Oma wohnte hier und ich habe viele Wochenenden hier verbracht. Es ist DER Familientreff (Mutterseite) gewesen und es ist noch teils heute. Das Hyannis Port der Ciobanus eben. Gottseidank hat sich hier wenig verändert. Es fühlt sich noch wie zu hause an bei Oma und Tante Paula.

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Hinterm Zaun der Hofhundnachwuchs - allerliebst.

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Auch im Programm - ein Besuch auf dem Dorffriedhof. Ein seltsamer Ort, einerseits traurig, sehr friedlich (was sonst) tolle Aussicht und irgendwie doch wunderschön. Tante Paula erzählt mir wieder die Geschichte als die Oma starb und jedem sagte, dass ihre Enkelin zu hause ist und jemand darauf aufpassen muss. Ihre letzten Gedanken galten mir, daher kommen mir jedesmal die Tränen obwohl ich mich kaum an sie erinnern kann da ich damals gerade mal laufen konnte. Danke Buca, schade dass wir uns nicht besser gekannt haben.
Hier findet mann auch das Grab meiner Ur-Urgroßmutter.

Morgen gehts weiter nach Bacau - zum Teil 2 der Homecoming Story

Eingestellt von Tom Travel 13:54 Archiviert in Rumänien Kommentare (1)

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