Reise blog von Travellerspoint

Philippinen

mit alinaM in Manila

Der lange Tag

sunny 30 °C
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Alina hat versucht die 12 bestellten Quokkas, 3 Wombats, das Knuddel-Känguruh und unser Besoppum (besoffenes Opossum) mitzunehmen, aber der australische Zoll war dagegen. Nur Fluffy durfte mit, der ist quasi schon Deutscher und hat Weltreiseerfahrung. Unser Blog wird demnächst weniger tierisch werden.

Heute wird ein extrem langer Tag für uns werden. 3 Flüge innerhalb von 24 Stunden, das ist sogar für uns Rekord. Warten, Einchecken, Fliegen, Auschecken, Warten - mein Bedarf an Flughäfen ist für lange Zeit gedeckt. Auf dem Flug von Melbourne nach KL haben wir den Äquator auf dieser Reise zum 6. Mal überquert. In Kuala Lumpur angekommen, riecht alles nach Asien, die Sonne wärmt uns, es ist herrlich. Kostenloses Internet und Stationen zum Aufladen des Elektrozeugs, günstiges Essen sogar am Flughafen, was will man mehr?

Die Klippen der Airlines beim Check-In bezüglich Zahl der Gepäckstücke, Maximalgewicht und Handgepäcksbeschränkungen umschiffen wir mittlerweile souverän. In Singapur hat JetStar etwas Neues für uns auf Lager. Sie wollen ein Weiterflugticket sehen mit dem wir beweisen, dass wir auch wirklich vorhaben die Philippinen wieder zu verlassen.

Diese Bedingung ist uns bekannt. Praktisch jedes Land besteht zumindest auf dem Papier auf einem solchen Dokument. In Zeiten elektronischer Buchungen ohne Papierbelege wurden wir allerdings bisher noch nie danach gefragt. Bis jetzt. Ich versuche einen Bluff und sage der Dame wir haben einen bestätigten Rückflug in unserer Email und hoffte das würde nun genügen. Nichtsda - sie will die Email sehen. Verdammt! Rückzug ist angesagt. Naja, so wirklich fest ist nichts gebucht, gebe ich zu. Na dann sollen wir mal eben einen Flug buchen, meint sie. Wenn wir ein Ticket haben dürfen wir wieder kommen. Nur gut dass es noch 2 Stunden bis Abflug sind.

Wir packen den Laptop aus, loggen uns ins WiFi ein und finden einem günstigen Flug Manila-Singapur Ende März. Das extrem Ärgerliche daran ist, dass wir uns weder auf einen Tag noch auf das Ziel festlegen wollten. Diese schöne Wahlfreiheit werden wir nicht wegen den paar Euro aufgeben die uns dieser blöde Flug gekostet hat. Es sieht nun so aus als ob wir diesen Pro-Forma-Rückflug verfallen lassen werden. Es gibt so viele interessante Ziele, die man von den Philippinen aus ansteuern kann. Außerdem kann es ja sein, dass es uns dort so gut gefällt und wir bis Ende Mai dort bleiben wollen.

Pünktlich um 8 Uhr Abend landen wir. Es ist bereits stockdunkel. Die langen hellen Abende in Südaustralien sind nun vorbei. Kurze tropische Tage sind nun angesagt. Es ist warm - endlich wieder warm. Herrliche 26°. Der erste Eindruck von der Stadt ist gar nicht mal so übel, allerdings nervt uns der Verkehr so sehr, dass wir uns vom Taxifahrer in ein etwas besseres, allerdings auch doppelt so teures Hotel fahren lassen. Wir haben die Adresse des Hotels das wir uns für die erste Nacht ausgesucht hatten verloren und bei dem Verkehr keine Lust mehr weiter zu suchen.

Das Zimmer ist so lala, die Gegend..naja. Ich frage den Taxifahrer ob es hier eine gute Gegend ist und will eigentlich wissen, ob es einigermaßen sicher ist abends raus zu gehen. Er meint, "Jaja - viele Prostituierte hier - gute Gegend!"

Wer will es ihm verübeln, gibt es doch nur eine Sache für die Manila wirklich bekannt ist und das ist seine Rotlichtszene. Wir wagen uns hinaus und gehen in eine Kneipe um die Ecke - G-Point heißt sie. Alina braucht bis zum nächsten Tag bis ihr ein Licht bezüglich des Namens der Bar aufgeht.

Mit wenigen Ausnahmen (wir!) sitzen und stehen männliche Touristen weit jenseits der 50 und Philippinas unter 25 um die Tische. Es gibt billiges Bier und grottenschlechte Livemusik. Vorgetragen von einem gelangweilten Keyboarder und 3 lustlosen Sängerinnen. Wir kommen uns völlig fehl am Platze vor und suchen bald das Weite.

Für den nächsten Tag haben wir eine ziemlich lange Liste von Dingen die wir erledigen müssen. Ein neues Zimmer suchen steht ganz oben. Wir finden das Hotel in das wir eigentlich gestern schon wollten. Das Beste dort - Free WiFI! Endlich wieder Internet ohne Einschränkungen. Die Zimmer dort sind winzig klein. Der Vorteil daran, viel auspacken können wir nicht, da kein Platz ist und es keine Schränke gibt. 2x2 Meter - das versteht man hier scheinbar unter artgerechter Backpackerhaltung. Betsy war geräumiger.

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Dafür ist die Lounge auf der Dachterasse spitze! Dort sitzen wir bei lauwarmen Temperaturen den ganzen Nachmittag, schauen über die Manila Bay und erledigen online was schon längst gemacht werden mußte.

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Wir bekommen vom Internetsurfen schon viereckige Augen, da meldet sich der Hunger. Direkt gegenüber ist eine Kneipe die genau in unser Beuteschema passt. Versifft mit Falangs. Leser unseres alten Blogs werden vielleicht noch wissen was gemeint ist. Für die neuen hier eine kurze Erläuterung. Das beste und günstigste Essen bekommt man in Asien oft in Restaurants die nicht so piekfein ausssehen und in denn viele Touristen (in Thailand Falangs genannt) sitzen.

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So auch hier. Der Hauptgang ist einwandfrei und als Nachtisch eine sensationell gute Mango. 0,60€ für eine Flasche Bier, 0,80€ für eine Schachtel Zigaretten - hier machen die Laster wieder Freude.

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Das Tragen von Schusswaffen ist hier auf den Philippinen legal. Daran merkt man die Verbundenheit zu den USA nach dem 2. Weltkrieg. Solche Schilder an den Türen zu vielen Gebäuden geben einem dann doch gleich wieder ein gutes Gefühl der Sicherheit.

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Nächster Tag und weitere Dinge auf unserer To-Do-Liste werden abgearbeitet. Manchmal fühlt es sich nicht wie Urlaub an. Wir kaufen eine lokale SIM-Karte (ohne Telefon geht irgendwie nichts mehr), einen neuen Reserve-Akku für die Kamera, eine neue Sonnenbrille (schon wieder eine futsch) und versuchen die Weiterreise zu buchen.

Gar nicht so einfach. Die Reisebüros verkaufen nur Komplettpakete oder Flüge. Wir wollen aber nur per Bus und Fähre erstmal nach Puerto Galera auf Mindoro. Ein Local will uns zu seinem Hotel schleppen, das brauchen wir nicht, aber weil er schon mal da ist frage ich ihn wegen dem Transport. Es stellt sich heraus, dass jeden Tag morgens ein Bus genau vor dem Hotel abfährt in dem wir die erste Nacht verbracht haben. Das heisst morgen früh müssen wir wieder ein Taxi organisieren und den selben Weg zurück. Grmpf!

Der Bus fährt schon um 8 Uhr - früh aufstehen auch noch - das ist ja wirklich fast wie Arbeit hier. ^^

Eingestellt von Tom Travel 03:20 Archiviert in Philippinen Kommentare (3)

Sockenwetter

wieder was gelernt

rain 20 °C
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Heute habe ich in Manila eine weitere Lektion für leichtsinnige Touristen erhalten. Vor der Abfahrt auf der Straße noch einige Fotos gemacht. Ein kleiner Junge und ein alter Bettler stehen an unserem abfahrbereiten Bus, schauen zu und halten die Hand auf. Dem Alten drücke ich ein paar Münzen in die Hand, der Kleine geht leer aus. Kinder bekommen grundsätzlich nie etwas von mir.

Beim Einsteigen wird der Kleine noch mal aufdringlich und drückt sich an mich heran. Einen Moment abgelenkt denke ich mir erstmal nichts dabei. Bis wir dann am Hafen in die Fähre umsteigen wollen. Gewohnheitsmäßig klopfe ich auf die kleine Hüfttasche in der meine Digicam steckt - Schreck! leer! Die kleine Mistkröte hat mir doch glatt das Ding im Gedränge rausgezogen. Wieder 100g weniger Gepäck. Meine Sonnenbrille ist auch schon länger weg, unsere "Weg-Liste" wird immer länger. Eine neue Sonnenbrille hab ich aber bereits, Ersatz für die Kamera muss noch beschafft werden.

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Es hätte schlimmer kommen können. Alle Fotos bis auf die 2 letzten haben wir im Backup. Außerdem wollte ich sowieso eine neue bessere Digicam haben. Die Qualität der Bilder waren im Vergleich zu denen, die ich auf Alinas Kamera gemacht habe totaler Schrott und wasserdicht war sie auch nicht.

Es kam uns teilweise in Australien vor als würden wir von einer Regenwolke verfolgt. Wir haben das Schlechtwetter das uns seit Wochen verfolgt ausgetrickst. Durch die Zick-Zack-Fliegerei haben wir es abgehängt - dachten wir. In Singapur und die ersten 2 Tage in Manila war echt klasse Wetter. Nun hat unsere Wolke uns wieder gefunden. Wir kommen am Strand von Puerto Galera bei Nieselregen an. Wenigstens regnet es hier warm.

Abends gehen wir erst mal schön essen.

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Das ist eines der letzten Bilder als Alinas Kamera noch funktionierte.

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Ich möchte am nächsten Tag das Schlechtwetter fotografisch festhalten, immer nur die Schönwetterbilder im Blog ist auch gelogen.
Mist, Akku leer. Aber wir haben ja den frisch gekauften Reserveakku, der ist allerdings leer. Und das bleibt er auch. Das Ding ist kaputt von Anfang an und läßt sich nicht laden. Dann halt den alten Akku aufladen. Gesagt getan, nur jetzt zeigt die Kamera wieder den alten Belichtungssteuerungsfehler und läßt sich nun auch im manuellen Modus nicht mehr bedienen.

Jetzt haben wir gar keine Kamera mehr, außer das Handy. Es ist zum Kotzen. Wenn es viel Unglück in einem Gebäude gibt, dann sollte man etwas opfern, z.b. dem Gott der Erde auf der man gebaut hat. Bevor man das Meer überquert sollte man etwas dem Wasser opfern. Gibt es schlechtes Karma mit Elektrogeräten? Haben wir in vorherigen Leben Edison in der Schule verprügelt? Lieber Elektronikgott wir haben dir so viele Opfer gebracht, bitte verschone uns in Zukunft!

Zur Kameramisere gibt es Sockenwetter.

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Alina friert schon wieder. Es ist auch am dritten Tag bewölkt und abends regnet es ohne Unterlass was runtergeht. Die Temperaturen sinken auf inakzeptable 20°. (Jetzt wird uns sicher wieder Jammern auf hohem Niveau vorgeworfen)

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Im Februar regnet es hier im Schnitt 2 Tage pro Monat - die haben wir schon mal weg. Anscheinend kriegen wir die vom März auch noch aufgebrummt. Die warmen Sachen die wir ganz unten rein gepackt hatten und von denen wir dachten, dass sie da bis Schottland bleiben werden wieder hervorgekramt. Langärmlig und mit Socken sitzen wir auf der Terrasse. So haben wir uns das nicht vorgestellt. Unsere Gastgeberin hat einen Tauchladen, aber bei dem Wetter ist uns nicht nach Tauchen.

Es hilft alles nichts, hier auf der Insel kann mann keine gescheite Kamera kaufen. Die nächsten Wochen ohne Kamera geht gar nicht. Palawans Strände sollen der absolute Hammer sein, deswegen sind wir ja hier. Mit dem Handy brauchen wir das nicht zu fotografieren. Thomas muss zurück nach Manila und Ersatz besorgen. Ab nun gibt es vorerst mal nur Fotos von unserem Handy.

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Bei Sonnenschein sieht es hier gar nicht mal so übel aus. Hier der Ausblick beim Frühstück.

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Dann gibt es hier noch die weltweit besten Mangos. Alina ist verzückt.

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Heute ist Valentinstag, das Wetter endlich besser und wir gehen zur Feier mal in eine Bar mit Live-Musik. Die beiden Bands sind erstaunlich gut. Das Publikum besteht wieder zumeist aus alten Säcken die zuhause nichts abbekommen. Nicht wirklich unser Publikum. Daran werden wir uns hier wohl gewöhnen müssen. Genauso wie an die Fahrten in den Cheepneys - ehemals umgebaute US-Armee-Jeeps die nun für den Nahverkehr eingesetzt werden. Nichts für Sitzriesen wie mich.

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Eingestellt von Tom Travel 01:29 Archiviert in Philippinen Kommentare (3)

Die kleinen Dinge

No way Jose!

sunny 30 °C
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6 Nächte haben wir in Sabang Beach verbracht. Ganz schön lange, einer der längsten Aufenthalte der ganzen Reise an einem Ort. Gemacht haben wir in der Zeit nichts. Außer uns von der Terasse aus den Regen anzuschauen,

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Wir dürfen erst wieder meckern wenn uns die Schuhe oder Fluffy verschimmeln. (siehe Kommentare.. ;-) Kein Tauchen, kein Baden, nicht einmal den Zeh ins Meer eingetaucht. Wir nutzen eifrig das überall vorhandene kostenlose Internet (sogar in Bussen gibt es das hier). Alina arbeitet an ihrer Homepage, ich arbeite an meinem Angry Bird Highscore.

Vorgestern war ich in Manila, hin- und zurück 12 Stunden Reise mit Boot, Bus und Taxis. Der Grund – unser Kameramangel. Im Internet habe ich einen Shop gefunden der die Nikon D5100 (das Nachfolgemodell unserer defekten) auf Lager hat. Das sportliche an diesem Trip war es, alles an einem Tag zu erledigen und die letzte Fähre zurück zu erwischen.

Die Fähre fuhr früh morgens gleich mal mit einer halben Stunde Verspätung los. Bus nach Manila, Taxi zum Shop – ich war fast wieder in der Zeit. Dort haben ich mir auch gleich noch Ersatz für die gestohlene Digicam ausgesucht. Nun kam der Haken – die wollten Bargeld sehen. Kreditkarte wird nur gegen horrenden Aufpreis akzeptiert.

Dann muss ich mir die Scheine halt aus einem der vielen Geldautomaten ziehen, die hier im Einkaufszentrum herumstehen. 4 Kreditkarten habe ich dabei, das sollte doch kein Problem sein. Die Maschinen haben allerdings Limits. Pro Tag, pro Karte, pro was-weiß-ich. Ständig verweigern die Dinger mir die Geldausgabe. Nun beginnt eine Odyssee von einem Automaten zum anderen, dort jeweils alle 4 Karten durchprobiert. Jedes mal wenn eine der Kisten ein paar Scheine ausspuckt, komme ich mir vor wie ein Gewinner. So etwas dauert. 2 Stunden insgesamt, bis ich endlich den Betrag für die beiden Kameras beisammen habe.

Mittlerweile ist es 2 Uhr nachmittags, das letzte Boot fährt um halb 5. Kaum noch zu schaffen. Ich mache mich auf den Rückweg. Taxi ist nicht zu bekommen, denn es regnet aus Kübeln. Wie in allen Großstädten der Welt lösen sich auch hier in Manila freie Taxis bei Regen auf. Nach einer halben Stunde bekommen ich endlich eins. Taxi zum Bus, Bus zum Fährhafen durch den Rush-Hour Stau der mittlerweile eingesetzt hat. Keine Chance die Fähre noch zu kriegen.

Um Viertel vor 5 komme ich am Pier an. Wie zu erwarten ist das letzte Boot nach Sabang weg. Übernachten hier? Doch nicht. Es geht ein allerletztes Boot nach Puerto Galera, nur 5 km weg von Sabang Beach. Das kriege ich gerado noch. Das letzte Stück zurück zu Alina mit dem Mopedtaxi. Sie bewundert meine Beute und ist sofort neidisch auf die neue Kamera. Sie wird mit der alten verglichen und auf einmal funktioniert die alte Kamera wieder, der Fehler ist weg. Kruzefix und Birnbaum!

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Das darf doch nicht wahr sein! Die Freude währt allerdings kurz, bereits am nächsten Morgen spinnt die Kamera wieder. Jetzt packen wir sie endgültig weg! Unten erste Versuche der neuen Digi-Cam. NIcht so doll, aber das wird schon noch.

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Einen Tag brauche ich zum Ausruhen dann geht es weiter an die Südspitze von Mindoro, nach San Jose. Natürlich mit dem Jeepney, Alina lacht sich immer kaputt wie eingequetscht ich darin aussehe.

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Zwerge passen sogar mit Hut hinein.

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Mindoro ist eine seltsame Insel. Nahe an Manila gelegen sollte man meinen, dass es dort mehrere Tourismuszentren gibt. Dem ist nicht so. Außer der Halbinsel um Puerto Galera ganz im Norden, existiert der Rest der Insel touristisch quasi nicht. Dabei ist sie gar nicht mal so klein (150 auf 300km schätze ich mal). Wir müssen ans andere Ende. Das wird ein ziemlich spannender Trip, denn wir wissen gar nichts. Nicht wie wir dorthin kommen, nicht wo wir dort übernachten und vor allem nicht wie wir da wieder weg kommen. Ihr könntet nun fragen was wollt ihr dann dort?

Wir vermuten dass es von dort eine Fährverbindung nach Coron geben könnte. Das liegt auf halbem Weg nach Palawan (unserem eigentlichen Hauptziel hier auf den Philippinen für die die es vergessen haben sollten). Internet und Reiseführer gaben diesbezüglich keine oder widersprüchliche Informationen. Einheimische die wir im Norden der Insel befragten hatten auch keine Ahnung was da unten im Süden an Booten fährt.

Deswegen fahren wir mal eben dahin. Es wird ein langer holpriger Trip im Minibus. Da werden Turda Erinnerungen wieder wach.

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Mit 18 Personen gilt so ein Bus hier als voll und abfahrbereit. Dreimal umsteigen und gut 8 Stunden später kommen wir in San Jose an. Es ist bereits dunkel und es gibt gerade einen Stromausfall in der Stadt. Wir sind dankbar als uns der Minibusfahrer direkt vor einem Hotel absetzt. Mit dem ganzen Gepäck durch die finstere Stadt auf Zimmersuche – nicht was wir uns gewünscht hätten. Wir sind also da und haben eine Übernachtungsmöglichkeit. Bleibt nur noch die Frage wie kommen wir morgen hier weg und an unser eigentliches Ziel?

Es ist immer das Gleiche Spiel in der Welt. Kommst an einen Touristenort, weiß jeder sofort was du willst und schiebt dich in die richtige Richtung. Kostet allerdings meist auch ein wenig mehr. Kommst wohin wo keine Touristen sind, mache dich auf ungläubige Gesichter gefasst wenn du deine Wünsche äußerst. Die einfachsten kleinen Dinge werden schwierig. Bestelle mal abseits der ausgetretenen Pfade in Asien eine Diet-Coke – keine Chance!

Wir fragen an der Rezeption nach einer Fähre nach Coron oder El Nido, Palawan. Die Frage zündet nichts. die beiden Damen haben keine Ahnung. Allerdings könnte ein Tricyclefahrer es wissen. Diese sind zwar sozial nicht hoch angesehen, gelten aber hier als Quell des Wissens.

Wir gehen essen und die Damen an der Rezeption versprechen danach die Info von den Tricycle-Weisen erfragt zu haben. Zurück frage ich erneut und nun heißt es morgen früh um 4 geht ein Boot. Um 4?! Um 3:30 würde man uns wecken. Was sind denn das für unchristliche Uhrzeiten in diesem katholischen Land?

Wir haben uns bereits mit der sehr kurzen Nacht abgefunden, da klopft es an der Tür. Ein anderer Tricyclefahrer , den ich vorhin selbst an der Strasse angesprochen hatte, steht vor der Tür und berichtet es gibt kein Boot morgen. Erst am Dienstag um 9 fährt eines.

Werden wir nun um halb 4 geweckt und fahren zum Hafen, wie der eine Tricyclefahrer sagt? Oder bleiben wir liegen und beschäftigen uns die 3 Tage bis Dienstag hier in der Gegend? Auflösung im nächsten Blogeintrag.

Eingestellt von Tom Travel 00:28 Archiviert in Philippinen Kommentare (3)

Die kleinen Dinge II

Dosenfutter, Ei und pinke Würstchen

sunny 30 °C
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Die Klimaanlage in unserem Zimmer geht immer wieder von selbst aus. Wir werden nachts 3 mal wach weil es zu warm wurde. Alina schaltet sie jedesmal wieder ein. Grund hier für ist nicht etwa ein raffinierter Stromsparmechanismus sondern schlichtweg die ständigen Stromausfälle hier.

Um halb 4 hat keiner geklopft um uns zu wecken. Scheinbar ist hier nun allgemeiner Consens, dass erst am Dienstag ein Boot geht und es nichts bringt die Touristen mitten in der Nacht an den Hafen zu karren. Gut ausgeschlafen geht es erstmal raus zum Frühstücken. Kaum aus der Tür, treffen wir einen Österreicher, der das gleiche Problem hat wie wir. Gestrandet bis Dienstag, dann geht das Boot nach Coron. Das hat er aus erster Hand direkt am Hafen erfragt.

Das Frühstück wird ein Debakel. Eigentlich hätte man das filmen sollen. Alles auf der Speisekarte ist auf philippinisch, außer Ei mit Toast, aber das können wir schon langsam nicht mehr sehen. Wir fragen den recht jungen Kellner ob er uns die Speisekarte übersetzen kann. (Nun folgt eine Fortsetzung von Gestern) Er guckt uns an: "Wie ihr wisst nicht was Digranhgtzxrgs ist?" Nee, für uns hört sich das an wie Digranhgtzxrgs und kennen tun wir es auch nicht. Der Kellner ist ratlos, ich bin kurz davor zu lachen. Thomas geht volles Risiko und deutet einfach auf eines der 10 philippinischen Frühstücksgerichte.

Ich frage: "Ist das mit Fleisch?",
Er sagt "Ja, Schwein."
"Gibt es etwas ohne Schwein?"
"Digranhgtzxrgs!"
Thomas fragt: "Was für ein Tier ist denn in Digranhgtzxrgs?"
"Pork!"

Ich muss mich zusammenreissen um nicht loszuprusten, der König der Raffnixe steht leibhaftig vor uns! Oder sind wir die Raffnixe? Wir fragen erneut nach etwas ohne Schweinefleisch und er zeigt diesmal auf etwas anderes. Thomas bestellt sich das.

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Er bekommt, Ei, Reis und pinkfarbene Würtschen. Was das für Fleisch ist? Wissen wir immer noch nicht, aber Hühnchen ist es nicht. Warum wir kein Pork wollen? Hier gibt es ständig Stromausfälle (s.o.), Kühlungen fallen aus, da sollte man mit Fleisch von großen Tieren vorsichtig sein.

Egal, ich war ja schlauer und habe mir einen Fruchtsalat und ein Mangosaft bestellt. Der Saft kommt in einer Dose. Als ich frage ob sie keinen frischen Saft haben, lacht der Kleine mich fast aus. Nestle hat dieses Land fest im Griff.

Schon als Thomas vor über 20 Jahren zum ersten Mal hier war hat er sich darüber geärgert, dass Früchte und Säfte fast nur in Konserven angeboten werden, obwohl hier überall alles frisch am Baum hängt. Daran hat sich nichts geändert. Warum auf einen Baum klettern wenn das Zeug so praktisch haltbar im Supermarktregal steht?

Übrigens, der Fruchtsalat ist eine halbe Espressotasse mit gefrorenen Dosenfrüchten in Sahne. Urgs!

Thomas muß seit 1 Monat dringend zum Friseur. In Australien wollte er nicht, er wollte warten bis er für 3€ seine Haare geschnitten bekommt + Kopfmassage. Gesagt getan, hier gibt es sogar eine Rasur dafür obendrauf.

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Er hat sich ganz nett mit dem Friseur unterhalten. Die Filipinos hier sind ausgesprochen hilfsbereit und extrem freundlich. Nach einigen Minuten weiss Thomas wo wir evtl. unser Visum verlängern lassen können und wie die zuständige Dame heisst. Morgen können wir direkt hin. Das war ja einfach! Wir unterhalten uns mit dem Figaro über die vielen Stromausfälle. Er meinte in seiner Straße passiert das nie, da sie da 2 Leitungen haben. Kurz danach Vorführeffekkt - Strom geht aus. Er meint lächelnd heute seien wohl beide Leitungen ausgefallen. Soviel zum Thema redundante Anbindung.

Dass das bei Datenanbindungen nicht immer funktioniert - daran kann ich mich noch dunkel erinnern, für Strom war mir das neu.

Wir schauen uns ein wenig in der Stadt um. Den Markt lasse ich mir entgehen, denn der stinkt wie noch kein anderer. Es riecht nach Fisch, Fleisch. Ich sehe sogar eine Katze die Nase rümpfen. Eines war dann doch sehr nett, ein Mann der mit seinem Kalb spazieren geht..

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Mit einem Trycicle lassen wir uns ein wenig rumfahren,

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Es gibt hier wirklich nichts zu sehen. Keine anderen Touris, der Österreicher schient ausser uns der einzige Versprengte zu sein der sich hier in der Stadt aufhält.

Das Abendessen ist aber gar nicht übel immerhin gibt es Thunfischsteaks. Ich frage nach einer Zitrone und bekomme erstmal nichts. Ich frage noch 2 mal, jetzt muss sich jemand was einfallen lassen. Der Kellner sieht schon total fertig aus, nach dem Motto "Was will die bloss?". Wir sagen, Lemon, Citron, green, zeigen das Auspressen. Es zündet bei ihm, er gibt uns Zeichen - jetzt weiss er was ich meine. Ich gucke ganz schön blöd als ich anstatt Sojasosse mit Balsamico bekomme. Spontan entschliesse ich mich lieber diese zu nehmen, denn mein Fisch ist eh schon fast aufgegessen.

Am nächsten Morgen versuchen wir ein besseres Hotel am Beach zum Frühstück. Die Angestellten sind erstarrt vor Schreck, dass Touris hier frühstücken wollen die gar nicht im Hotel übernachtet haben. Also versuchen wir es mal wieder: "Frische Früchte?" Ja, sie haben grüne unreife Mangos, sie zeigen sie uns sogar. "Frische Säfte?" Immerhin gibt es Saft von Minizitronen. Dazu Tee, Kaffee und Pfannkuchen aus einer Backmischung.

Derart gestärkt fahren wir zum Immigration Office. Um 10:30 kommen wir da an. Keiner da. Angeblich sind alle in Mittagspause noch 1 Stunde. Um halb 11 Mittagspause - nicht schlecht. Seltsam, dass die hier vor 12 aus der Pause zurück sind. Die Frau am Eingang sagt ich hätte recht, es sei besser wenn wir erst um 1 kommen, da wären die zurück aus der Mittagspause.

Mist, wir lassen uns zum Frühstückshotel am Beach zurück fahren. Die haben Internet zum Zeitvertreiben. Auf den Weg sehe ich eine Frau die in ihrer Hütte eine frische Melone ißt ich werde woll neidisch, das gute Zeugs gibt es nur für die Armen, die Besseren essen Dosen. Pünktlich deutsch um 1 Uhr lassen wir uns von Tricycle zurück bringen. Die Tür zum Immigration Office ist immer noch zu. Nun heisst es wegen Stromausfall seien die Beamten nach Hause gegangen. Wir können es aber gerne morgen noch mal versuchen. Grmpf! Beamter auf den Philippinen - wo kann man sich bewerben? Die arbeiten zwar auch ihre 8 Stunden, allerdings auf die ganze Woche verteilt.

Morgen werden wir dann also das Boot nach Coron nehmen und es auf Palawan erneut versuchen unser Visum zu verlängern. Nochmal wollen wir denn Stress mit überzogenem Visum nicht haben. Noch haben wir 10 Tage Zeit...

Eingestellt von Tom Travel 07:22 Archiviert in Philippinen Kommentare (2)

und sie bewegt sich doch...

Richtung Coron

sunny 30 °C
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Wir wollen wirklich hier weg; deswegen stehen wir früh um 7 auf, um auf keinen Fall das Boot das uns von San Jose weg bringt zu verpassen. Frühstück fällt aus weil um 7 noch alles zu hat. Blöderweise wussten wir dies nicht vorher und sind früher aufgestanden. Zeit genug mit einem Trycicle alles abzufahren was zu hat. Dann esssen wir halt am Hafen was - denken wir.

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Der "Hafen" von dem unser Boot ablegen soll ist ein unsauberes Stück Strand mit vielen Booten und einer Bude in denen wir Bonbons und Schokoriegel kaufen können.

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Zumindest sind wir vom Tricyclefahrer an der richtigen Stelle abgesetzt worden, wir sind die ersten Passagiere. Ja; das ist der Hafen!

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Kein Restaurant weit und breit. Das fängt nicht gut an. Hungrig auf die 8 Stunden Überfahrt zu gehen war nicht der Plan. Nach und nach trudeln weitere Fährgäste ein. Um kurz vor 9 kommt Bewegung in die Truppe. Träger beginnen das Gepäck auf kleine Beiboote zu verladen. Wo ist der kleine grüne Koffer? Nein! Nicht schon wieder! Nun bereits zum 3 Mal vergessen wir ihn im Hotel. Das wird ja langsam zum Running-Gag hier.

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Für mich heißt es zurück und Koffer holen. Dauert keine 20 Minuten. Wieder zurück sind alle Passagiere verschwunden. Alina steht alleine noch am Ufer. Wo ist das Boot? 200m vom Ufer sehen wir etwas das aussieht wie ein Fischerboot, heißt hier Banca. Nicht das linke sondern das rechte.

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Damit sollen wir fahren? Eine kleine Nussschale setzt uns und unser Restgepäck über - alles andere war schon an Bord verstaut.

Der Ladevorgang geht noch eine halbe Stunde weiter, das Boot ist voll, aber es geht noch lange nicht los. Eine weitere Stunde warten wir auf die Freigabe von der Küstenwache. Um halb 11 endlich setzt sich das Boot in Bewegung. Nicht wirklich schnell. Es wird die langsamste Fährfahrt die wir je gemacht haben. Allerdings auch die ruhigste. Egal, Hauptsache weg hier, selten haben wir einen Ort so gerne verlassen wie San Jose.

Wir haben leichten Rückenwind und fahren mit der Dünung. Das führt allerdings dazu, dass wir während der Fahrt praktisch Windstille an Bord haben. Die Sonne brennt aus fast wolkenlos blauem Himmel auf uns. Mit Folgen für den nächsten Tag.

Eine Kleinigkeit gibt es dann doch noch zu essen. Reis und 2 Sardinen, wir essen mit Heisshunger. Blöderweise gibt es aber nichts zu trinken. Wir haben 2 halbvolle Flaschen Wasser und Cola. Die rationiere ich und teile sie ein. Alina hat es missverstanden und hat bis zur Hälfte alles weggetrunken .So gibt es die letzten Stunden nichts. Am Hafen waren wir eigentlich lange genug. Auch bei der Koffer-Rückholaktion war genung Zeit Wasser und Obst zu kaufen. Wir haben es schlicht vergessen uns mit Vorräten zu versorgen. Meine Zigaretten gehen auch langsam auch aus, ich habe welche im Koffer, der ist im Laderaum - da komme ich nicht ran.

Der Österreicher aus unserem Hotel ist auch mit an Bord. Er heißt Florian und kommt aus Wien. In 10 Stunden kann man sich viel erzählen. Es werden nahezu die kompletten Lebensgeschichten ausgetauscht.

Plötzlich geht der Motor aus und die Besatzung wird hektisch. Wasnulos? Unsere Banca hat sich mit den Auslegern in einem riesigen Treibnetz verfangen.

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Nach etlichem Rangieren, Vor und Zurück und Einsatz der Crew an den Auslegern und unter dem Rumpf kommen wir wieder frei und die Reise kann weiter gehen.

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Am Horizont taucht endlich unser Ziel auf. Bis wir es erreichen ist es allerdings schon dunkel.

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Hungrig, durstig, völlig verbrannt und ausgedörrt von der Sonne gehen wir an Land. Hier gibt es wenigstens einen Landesteg.

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Am Quai werden wir bereits erwartet. Die sehr freundliche Managerin einer Unterkunft hier bietet uns Zimmer an. Auf Stelzen in der Mangrovenzone betreibt sie ein Backpackerhostel. Thomas ist so müde er kann kaum die Augen offen halten.

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Alles in Bambus und Rattan, ziemlich neu und blitzsauber. Sehr günstig ist es auch. Wir bleiben - zumindest mal für heute Nacht. Im Dunkeln sah die Gegend hier ziemlich gruslig aus, mal sehen wie sich das bei Tageslicht macht. Wir werden nicht enttäuscht, sieht sehr gut aus.

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Es ist das luxuriöste Backpacker Guesthouse das wir kennen www.palawan-coron-backpacker.com oder in ganz Philippinen. Besser als das Backpacker in Manila. Kleinigkeiten wie Spiegel im Bad, Haken für Handtücher, Toilettenpapier, Seife, hier ist alles da, was sonst in diesen Gästehäusern immer fehlt und man selbst mitbringen muß. Die Zimmer sind wunderhübsch, einige sind sogar recht groß. Unser vieles Gepäck hat da Platz und man kann sich im Zimmer noch drehen. Es gibt zwar nur Ventilatorkühlung, aber eine Klima braucht man nicht, das Haus liegt auf den Wasser. Es bleibt sogar kühl wenn der Strom ausfällt. Eine Küche ist auch vorhanden, ein großer Esstisch, ein Wohnzimmer mit Sitzecke. Wir lernen viele Reisende kennen und fühlen uns direkt wohl. Zwei ältere Paare, (ca 55-60+) sind auch hier gestrandet. Wir dachten die ziehen direkt weiter, die sind meist anderes gewohnt, aber auch denen hat es sehr gefallen. Wir können das www.palawan-coron-backpacker.com Backpacker Gästehaus in Coron, Palawan empfehlen.

Heute gehen wir ins Dorf Frühstücken und es wird ein Highlight. Frisches Gebäck, Mango und sogar kleine Limonen.

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Strand gibt es hier nicht, dieser Ortsteil von Coron ist größtenteils aufs Wasser hinaus gebaut. Ganz hübsch. Genau schauen darf man allerdings nicht.

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Eingestellt von Tom Travel 01:38 Archiviert in Philippinen Kommentare (5)

Himmiherrgottkreizkruzefixnoamoi Sacklzement so a Sauglump!

Stoßgebet an den Elektroheiligen

sunny 30 °C
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Zunächst mal etwas Positives. Die Regenwolke hat uns verloren, oder besser wir haben sie endgültig abgehängt. Seit wir hier in Coron sind haben wir nur Wetter vom Allerfeinsten. Schöne 30° kaum bewölkt - geht doch! Schaut euch mal diesen tollen Sonnenuntergang an.

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Wir haben jemand gefunden der unser Visaproblem erledigt. Wir müssen also nicht schon bald weiter in die Hauptstadt und da es uns hier so gut gefällt ruhen wir uns etwas aus. Wir nutzen die Küche und machen uns selbst gutes Obstfrühstück. Abends haben wir ein günstiges und gutes Restaurant gefunden was hier eher selten ist. Die philippinische Küche ist eine der schlechtesten Asiens, mit der thailändischen oder indonesischen nicht zu vegleichen.

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Unser Letzter Abend mit Florian, der musste leider wieder weiter.

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Nun zum anderen Thema. Die Elektronik. Da wir anscheinend mit den Elektoheiligen auf Kriegsfuß sind hat Thomas vor knapp 1 Woche eine Kamera gekauft die stossfest (mann kann sie auch mal fallen lassen), staubfest, wasserfest ist und eine weltweite Garantie hat. Der Thomas der ist scho a Hund! Fehlt nur noch eine Diebstahlsicherung und alles wäre abgedeckt. Blöderweise ist diese schöne staub- und stossfeste, wasserdichte nagelneue Fuji Digicam schon kaputt.

Das kam so:

Heute gehen wir Schnorcheln. Zusammen mit 3 jungen Leuten aus dem Pott und 2 Australiern haben wir eine Banca für den Tag gemietet

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und machen ein wenig Island Hopping. Die neue Kamera soll heute zum ersten Mal unter Wasser zum Einsatz kommen. Geeignet bis 6 Meter Wassertiefe steht in der Gebrauchsanweisung. Die ersten Fotos werden gemacht. Klappt prima und macht richtig Spass.

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Ein Schorchelspot hat sogar einen Wrack zu bieten, mit der Kamera ist es aber kaum festzuhalten. Die Sicht ist leider nicht gut genug dafür. Zu viele Schwebeteilchen im Wasser.

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Der zweite Schnorchelspot ist nicht so tief, die Sicht viel besser. Da macht das Fotografieren wirklich Spass. Wir probieren verschiedene Einstellungen aus. Die Ergebnisse werden etwas besser.

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Mittagessen. Es gibt gegrillten Fisch, Calamari, Huhn. Das alles kocht der Skipper auf dem winzigen Holzkohlegrill für 7 Personen. Einhellige Meinung der Passagiere: Das Essen hier ist besser als in vielen Restaurants.

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Nach dem Mittagessen steuern wir den nächsten Schnorchelspot an. Thomas springt rein, kommt aber nach wenigen Minuten sehr schnell zurück. Die Kamera blinkte beim Einschalten kurz rot und gelb, danach war nichts mehr. Das Öffnen des Akkufachs bringt die Erklärung. Wasser ist im Gehäuse. Das war's, Ende, Finito! Salzwasser und Elektronik verträgt sich nunmal nicht.
Wir sind jetzt echt frustriert. Gerade hatten wir richtig Freude am Unterwasserfotografieren, da ist es auch schon wieder vorbei damit. Siehe oben der Fluch aus dem Titel des Beitrags.

Freudlos beenden wir den Schnorcheltag ohne weitere Fotos. Am nächsten Tag rufe ich im Laden in Manila an wo ich die Kamera gekauft habe. Umtausch? Nee, machen sie nicht. Das muß ich direkt beim Fuji-Haupt-Distributor machen. Gut dass die Telefonnummer auf der Garantiekarte steht. Noch ein Telefonat, eine Warteschleife und dann tatsächlich ein freundlicher Mensch, der mir zusagt die Kamera umzutauschen, wenn ich sie ihm vorbeibringe oder schicke. Ein Lichtblick! Wir entscheiden uns gegen Paketversand. Bei unserem Glück kommt das bestimmt nicht an und fragen statt dessen unseren Wirt, der morgen nach Manila fliegt, ob er die Kamera mitnehmen kann.

Es stellt sich heraus, dass das Fuji-Office am anderen Ende der Stadt ist. Das wären mehrere Stunden Taxifahrt und das können wir niemanden zumuten. Da müssen wir selbst ran wenn wir in 1-2 Wochen wieder da sind.

Zu erwähnen wäre noch dass sich Alina beim Schnorcheln einen Mega-Sonnenbrand geholt hat. Deswegen fällt Tauchen und alle weiteren Aktivitäten unter der Sonne flach. Die nächsten 2 Tage verbringen wir im Guesthouse und gehen wie die Vampire erst nach Sonnenuntergang raus.

Eingestellt von Tom Travel 21:06 Archiviert in Philippinen Kommentare (4)

Wasserpanikhasen

ein Taucher der nicht taucht taucht nix

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Alinas Sonnenbrand ist besser, wir können endlich Tauchen gehen. Deswegen sind wir ja schließlich hier. Mittlerweile seit 3 Wochen! Unsere Pässe mit dem neuen Visum für weitere 38 Tage sind mittlerweile eingetroffen - Zeit genug haben wir nun also. Es wurde langsam auch langweilig den ganzen Tag im Guesthouse zu verbringen. Alina erheiterte mich gestern abend als sie in einem Shop wie Superman hineinflog. Es war mal wieder Stromausfallzeit und den kleinen Absatz an der Shoptür konnte sie nicht sehen. Sie hob die Hand während dem Stolpern und flog buchstäblich in den Laden. Sah so aus, nur mit erschrecktem Gesicht.

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Die Landung war wenig elegant, aber sie konnte sich irgendwie wieder fangen kurz bevor sie im Tresen einschlug. Glück hatte sie, dass es an der Tür nicht direkt eine Theke gab, denn dann hätte ich sie zwischen Shampoo und Chipstüten rausfischen müssen. Die Stromausfälle nerven uns langsam. Mehrmals täglich, zur heißesten Mittagszeit, da wurde es sogar uns zeitweise zu warm. Aber wir wollen nicht klagen, definitv ist schwitzen besser als frieren.

Coron hat einen ganz besonderen Leckerbissen für Taucher - etwa ein Dutzend japanische Wracks liegen hier in günstigen Tauchtiefen. Amerikanische Flieger haben sie 1944 aus dem bzw. unters Wasser geschossen. Alina ist noch nie Wracks getaucht und hat wie immer die Hosen voll wenn es etwas Neues unter Wasser gibt. Diese Wracks hier haben riesige Bombenlöcher und Ladeluken - kein Problem da rein- und auch wieder raus zu kommen.

Den Wasserpanikhasen trifft man meist in flachem Wasser bis zu 40m Tiefe. Meist sind es Weibchen, gelegentlich auch männliche Exemplare. Sie haben wenig Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und sind daher vollkommen auf Ausrüstung, Technik und ihre Begleiter angewiesen. Kneifende Maskenbänder, drückende Flossen, zu enge Anzüge - wenn die Ausrüstung nicht 100% perfekt ist - das ist der Moment in dem er auftaucht. Ist am Tauchspot etwas ungewöhnlich, dann wächst er. Hohe Wellen, trübes Wasser, ein schwieriger Einstieg - da blüht er auf. Spätestens wenn dann noch ein Begleiter Probleme bekommt ist er voll da.

Das Wrack der Iraku steht auf dem Tauchplan. Die Amerikaner haben dieses Schiff fieserweise auf 40m versenkt. Es ist somit das tiefste Wrack hier, die Sicht nicht wirklich gut. Diese Informationen erhalten wir beim Briefing. Abstieg zum Wrack frei im Blau entlang einem Seil. Ich erkenne bei Alina erste Anzeichen von Unbehagen. Ihr Anzug ist zu klein, sie fühlt sich eingeengt. Dafür sind ihre Booties 3 Nummern zu groß, der Tauchshop hat da Mist gebaut. Alina wirkt nun nur noch mühsam fröhlich. Es weht ein ordentlicher Wind und es hat einen ziemlichen Wellengang. Keine Orientierungspunkte. Blau wohin man sieht. Ein kleiner Hase hüpft um die Ecke.

Wir springen nacheinander ins Wasser. Ich zuletzt, will mir gerade das Flossenband stramm ziehen, da reißt es. In den Wellen mit einer Hand am Seil und der anderen mühsam die Flosse festhaltend habe ich durchaus zu kämpfen. Alina ist plötzlich weg. Statt ihrer hängt ein Wasserpanikhase am Seil. Sieht aus wie Alina, ist aber nicht mehr sie. Schluckt, prustet, reißt sich die Maske vom Gesicht und den Regulator aus dem Mund, macht große Augen - ein Prachtexemplar! Man kann versuchen mit Panikhasen zu reden, bringt allerdings nichts. Zurück zur Leiter, der Tauchgang ist zu Ende bevor er begonnen hat.

Also das war nicht ganz so lustig wie Thomas beschreibt. Ich hatte große Probleme mich bei dem Wellengang am Seil festzuhalten. Die Wellen waren teilweise so übel dass ich den Regulator aus den Mund verloren und Salzwasser geschluckt habe. Dann hat Thomas Probleme - er versucht minutenlang seine Flosse zu reparieren. Bei dem Wellengang denke ich es sind Stunden. Dann sagt er, er geht halt nur mit einer Flosse ins Wasser. Unser Tauchguide guckt ihn komisch an, immerhin hat sie über 3000 Dives und findet diese Idee auch fragwürdig. Wir beschließen runter zu gehen, da findet einer von der Crew eine Ersatzflosse. Bei den Wellen kann auch unser Wasserwunderkind Thomas die Flosse nicht so schnell anziehen.

Thomas sieht wie ich langsam meine Kräfte verliere. Er sagt "Geh ein paar Meter runter,da wird es ruhiger". Ok, ich sehe durch meine Maske nach unten und sehe...nichts. Nur Blau, kein Boden - nur dieses Seil das in die blaue Tiefe führt, sonst nichts. Schlechte Sicht nur 5 Meter, wo soll ich da hin? Spinnen die? Ich komme wieder nach oben und sag ihm dass mir das gar nicht gefällt. Helen sieht meine Verzweiflung und sagt ok dann raus, wenn du dich nicht gut fühlst. Der Seegang wird ruhiger, ich denke kurz ich kann es ja versuchen. Thomas sagt meine Maske ist beschlagen, ich neme sie ab. Da kommt der Wellengang zurück. Ich kann mich kaum festhalten. Ich lasse kurz dass Seil los, das Boot kommt auf mich zu, ich raste aus. Kaum habe ich das Seil, schaffe ich es einfach bei dem Wellengang nicht mehr die Maske anzuziehen.

Mittlerweile habe ich sogar Angst zu der Treppe zu schwimmen. Ich habe kaum noch Kraft und viel Wasser geschluckt. Als ich auf den Boot bin, muss ich mich erstmal hinsetzten und durchatmen. Helen fragt warum wir mit dem schwersten Wrack angefangen haben. Eigentlich haben wir uns beraten lassen welche Wracks wir nehmen sollen. Dass es das Schwerste ist hat uns keiner gesagt.

Lunchpause, Lagebesprechung für den zweiten Tauchgang. Wrack nicht so tief, alles andere wie gehabt. Meine Flosse ist notdürftig repariert. Der Abstieg wird fast wieder ein Fiasko, der Hase lugte schon wieder um die Ecke, wurde aber im letzten Moment verscheucht. Es folgte ein sehr guter Tauchgang trotz immer noch miserabler Sicht. Alina schlägt sich tapfer. Das Wrack ist stellenweise sehr eng zum Durchschwimmen und auch stockfinster an manchen Ecken. Nur wenig Licht kommt durch die Bombenlöcher, aber so soll Wracktauchen auch sein.

3. Tauchgang am Riff, keine Wellen, Bodensicht beim Abstieg - das mögen Panikhasen gar nicht. Alles zu normal. Keine Vorkommnisse. Festzuhalten sind wunderschöne Weichkorallen, die wir beide noch nie gesehen haben.

Abends gehen wir ins Loch um unsere Taucherstorys auszutauschen.

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Hier ist eine wunderschöne Reggae Kneipe. Mit Treibholz, Muscheln ausgestattet hat sie ein wirklich einzigartiges Ambiente.

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Der Barkeeper, den hört man vom weitem. Kein Wunder der hat 300 Muscheln an den Füssen die rasseln ohne Ende. Das sieht man hier öfters - der Phlilipino trägt das halt.

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Die nächsten Tage haben wir Tauchpause - Alina hat etwas gegessen dass ihr nicht so gut bekommen ist und wir wollen die Fische nicht erschrecken. Eine Motorradtour um die Insel escheint uns wegen der häufiger verfügbaren Toiletten weniger riskant, davon mehr im nächsten Beitrag.

Eingestellt von Tom Travel 08:44 Archiviert in Philippinen Kommentare (4)

Ein Besuch im Zoo

Giraffen und Zebras

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In den 70er Jahren hatte der Philippinische Präsident Marcos eine Spitzenidee. Er dachte sich: "Wäre doch cool hier auch ein paar afrikanische Tiere wild leben zu lassen." Gesagt getan, Giraffen, Zebras, Stachelschweine und andere friedliche Pflanzenfresser wurden importiert und hier im Norden der Insel ausgesetzt. Es entstand der Calauit Safaripark. Raubtiere durften nicht mit in die neue Welt. Nachdem sich die Pflanzenfresser an die neue Kost gewöhnt hatten vermehrten sie sich ordentlich. Mittlerweile tummeln sich an die 40 Zebras und 20 Giraffen auf dem kleinen Eiland. Hin kommt man nur übers Wasser als Tagestour per Boot, oder wie wir per Moped.

Der Tag beginnt mit Melonenpfannkuchen - seltsame Kombination vor allem wegen der gelben Melonen. Schmecken aber genau wie unsere roten. Aber Pfannkuchen und Melonen passt nicht, besser Mango nehmen.

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Auf zum Zoo, kann ja nicht so weit sein. Auf unserer Karte vom Mopedverleih ist es gleich um die Ecke. ca 15 km entfernt? "Nee", sagt der Mortorradverleiher, "die Karte stimmt so nicht." Unser Ort ist riesengroß gezeichnet und diese Ecke da hinten ist 80 km enfernt. Hä? Wozu die noch eine Karte malen ist mir unklar, aber Touristenverwirrung gehört hier zu jeden Motorrad. Dafür brauchen wir hier keinen Helm tragen, ist doch schon mal was. Hätten wir gewußt welche Tortur das wird hätten wir sicher das Boot genommen. Wie zum Hohn gibt es auch hier einen Ort Namens Turda (die Schlaglochzentrale Rumäniens) - als wir das Schild sehen lachen wir noch. Bis kurz nach der Abzweigung war die Strasse noch eine Strasse. Knapp 80km einfach bis zum Park, leider 3/4 davon über Stock und Stein, so dass uns 2 Tage später noch der Hintern weh tut.

Landschaftlich hat die Strecke kaum etwas zu bieten. Dornbüsche und roter Staub. Kaum etwas das es lohnt stehen zu bleiben. Zwangspausen gibt es bei Bambusplatten über großen Löchern, die wohl Brücken darstellen sollen. Nur sehr wenige Touristen verirren sich auf diese Strasse entlang der Südküste. Die Dörfer machen allesamt den Eindruck als ob ihre Einwohner sie gerne verlassen würden. Die Wegweiser sind manchmal nur schwer zu interpretieren. (Strasse nach Busuanga war links)

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Der letzte Ort am Westende der Insel heißt Busuanga, dort weist man uns den Weg weiter zum Safari-Park. Plötzlich endet die Strasse an einem Steg. Endlich absteigen. Ein Einheimischer kommt mit einem Benzinkanister angetrabt und deutet auf eine Banca die am Ufer liegt.

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Ein paar hundert Meter Wasser trennen die tierische Insel vom Festland. Dort angekommengibt es ein ordentliches Touristenzentrum mit langen Preislisten. Viel los ist allerdings nicht. Wir sind die einzigen und nur ein verschlafener Wachmann empfängt uns. An den Preisen kann es eigentlich nicht liegen, die gehen eigentlich.

Der Park liegt ein Stück weiter im Inselinneren, wir machen uns zu Fuß auf dem Weg. Es ist hölleheiß und wir beschließen die Jeeptour zu machen. Auf Wandern haben wir keine Lust. Der Jeep ist heute allerdings nicht verfügbar, sagt man uns. Aber schon auf dem Weg haben wir Zebras und die einheimischen Zwerghirsche gesehen. Fast zahm stehen sie überall im Schatten und betrachten uns gelangweilt.

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Ich komme mit einem der Ranger ins Gespräch und deute auf eine Giraffe die auf einer Koppel steht. "Die ist verletzt" meint er und ein Kalb führt sie auch gerade. "Verletzt? Was denn?" frage ich. "Eine Wunde am Nacken". Weil wir nichts Besseres zu tun haben schaue ich mir die Sache mal an. Er sagt es gibt keinen Tierarzt hier auf der Insel. Trifft sich gut, denn gerade eben ist einer eingetroffen, sage ich ihm.

Athena heißt das Tier und verfressen ist sie.

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Das Jungtier bleibt zurück, während die Mutter am Zaun bettelt. Sie bekommt ihre Lieblingszweige damit ich sie besser untersuchen kann. Alina ist verzückt, Gelegenheit zum Giraffenfüttern und -streicheln kriegt man nicht jeden Tag.

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Der Ranger ermutigt sie die Blätter mit dem Mund zu füttern. Es folgt ein Giraffenkuss mit extra-langer Zunge. Alina beschwert sich "Zunge beim ersten Date!? Frechheit!" Die Giraffe sieht es schnell ein.

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Auch der kleine Hirsch bekommt etwas ab.

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Die Giraffen Dame sieht eigentlich ganz fit aus, allerdings bin ich mit der Wundbehandlung nicht einverstanden und lasse mir vom Ranger die Hausapotheke zeigen. Erstaunlich gut bestückt, viele Injektionspräparate, eine Spritze - alles da. Nur leider kann und darf er nichts spritzen.
Darüber hinaus traue ich es ihm auch nicht zu mehrere Male eine Giraffe mit einer Spritze zu traktieren ohne dass diese größeren Schaden nimmt. Ich grabe weiter in der Hausapotheke und finde etwas, dass auch übers Futter verabreicht werden könnte. Ist zwar für Schweine gedacht, sollte aber auch hier gut helfen.

Leider weiß ich aus dem Stand nicht die Dosierung für Giraffen und auch bezüglich ihres Gewichts gehen seine und meine Schätzungen weit auseinander. Ich verspreche ihm mich schlau zu machen (gelobt sei das Internet) und werde seinen Chef mit der Behandlungsanweisung kontaktieren. Er sieht zufrieden aus und ist auch nicht mehr enttäuscht, dass wir mit ihm keine Wanderung durch den Park machen wollen.

Der Rückweg führt über die Nordküste der Insel und ist (kaum zu glauben) noch schlimmer als der Hinweg. Wir brauchen mehrere Pausen.

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Abends zurück werden wir von unserem Guesthousebesitzer zum Essen eingeladen. Seine Webseite an der Alina arbeitet ist online (aber noch nicht fertig da Texte und Bilder noch fehlen) - bezahlt wird in Naturalien. ;-)

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Eingestellt von Tom Travel 03:08 Archiviert in Philippinen Kommentare (1)

Pack die Badehose ein

Corons versteckte Paradiese

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Der heutige Blogbeitrag ist wieder etwas für unsere Bildchengucker.

Nachdem unsere erste Schnorchelerkundung eher so lala war, sitzen wir wieder in unsere Lochkneipe und ein Tischnachbar zeigt uns fantastische Fotos auf seinem Laptop. "Wo ist das denn? Wie, hier um die Ecke? Hä?"

Unser Gästehausbesitzer sieht uns mit großen Augen und sagt, "Kann es sein, dass ihr die Coron Tour nicht gemacht habt?" Wir sind völlig überrascht. Hier gibt es quasi vor der Haustür ein Paradies, das wir vergeblich mit den Moped gesucht haben. Man kann es nur per Boot erreichen. Wir organisieren ein Boot für den nächsten Tag. Wir haben keine Lust uns an 10 Japaner und 10 Koreaner dranzuhängen und zahlen ausnahmsweise fast das Doppelte. Dafür ist unser Guide in England aufgewachsen und spricht perfektes Englisch. Wir sind die Einzigen auf unserer Privat-Banca für diesen Tag.

Zuerst zum Hafen.

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Überfahrt von Coron Hafen zur Nachbarinsel, die verwirrenderweise auch Coron heißt. Nur ein winziger Teil der Küste dieser Insel ist für Touristen freigegeben. Den Großteil der Insel bewohnt ein Stamm der Tagbanua . Niemand darf diesen Teil der Insel betreten - nicht mal Philippinos. Die Tagbanua wollen nichts mit den modernen Errungenschaften zu tun haben. Dass es so etwas kaum 20km Luftlinie entfernt von einem Touristenzentrum geben kann, hätte ich nie für möglich gehalten. Man vermutet solche Urvölker im Amazonasdschungel oder auf Papua-Neuguinea.

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Den ersten Schorchelspot, die Siete Picados (Sieben Inseln), lassen wir aus. Da sind uns zu viele Schnorchel und Schwimmwesten im Wasser. Was ein wenig nervt ist, dass man an jedem Haltepunkt des Bootes extra Eintritt bezahlen muß. Vorbeifahren ist gratis, aber anhalten reinspringen oder an Land gehen heißt zahlen. Zwar nur 2-4 € pro Person, aber x2 und x5 Stops, das läppert sich.

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Dass Seen hier schön sind haben wir bereits auf den Fotos gesehen, aber schon das Hinfahren ist ein Highlight. Der Kayangan See liegt hinter hohen Klippen versteckt, wie die meisten hier. Ein wenig Klettern und der Blick zurück auf die Bucht in der wir unser Boot geparkt haben. Wow!

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Der See auf der anderen Seite.

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Der Brackwassersee ist glasklar. Als wir ankommen ist gar nicht so viel los. Nur ein Haufen Fische

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Thomas macht direkt einen Freudensprung

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Der See wird der Orange Lake genannt. Warum? Da viele Asiaten nicht schwimmen können haben alle die orangefarbenen Schwimmwesten an. In der Hochsaison ist der See voll davon.

Weiter geht die Fahrt entlang der Küste - diese Klippen, diese Farben der Wahnsinn!

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Dann der nächste Stop - Twin Lagoon.

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Man schwimmt unter einem Felsen hindurch und landet - im Paradies! Wir schaffen es zwischen 2 Gruppen hier zu sein und haben den ganzen See für uns. Das Wasser ist herrlich, Alina will gar nicht mehr raus.

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Lange Sandstrände findet man hier nicht, aber immer wieder winzige Buchten mit kleinen schneeweißen Strandabschnitten.

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Am längsten Strand hier, der auch gerade mal 100 Meter lang ist, machen wir Siesta. Essen oder etwas zu trinken sucht mann hier vergeblich. Warum arbeiten wenn schon fürs Betreten allein Geld rein kommt?

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Die Insel ist riesig. Im Inneren gibt es einen 10mal so großen See , allerdings Off-Limits - Betreten für jeden verboten.

Zurück entlang der Küste

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Das war der bisher beste Tag auf den Philippinen. Nach fast 4 Wochen wissen wir nun warum wir hier sind. In Australien hatte es ja auch lange gedauert bis wir nach Lucky Bay kamen.

Spätabends ist in unserem Gästehaus Tumult. 4 schwedische Surferboys hatten Kekse in ihren Zimmer und dadurch Ratten angelockt. Da am Eingang immer 2 Katzen faul herumliegen, sind die Ratten von hinten durchs Dach zu den Schweden. Sie schrien und kreischen wie kleine Mädchen. Thomas lacht sie aus und verspottet die Jungs mit Hühnergeräuschen, fragt ob sie ein paar Röckchen brauchen. Nach einer Stunde trauen sie sich wieder in ihr Zimmer. Kaum drin kommen sie quietschend wieder heraus, sie haben wieder Ratten gesehen. Diesmal tragen sie ihre Kissen und Decken unterm Arm. Sie wagen sich nicht mehr ins Zimmer und schlafen lieber in der Küche auf den Bänken.

Nach einem Tag Ruhepause gehen wir es nochmal mit dem Tauchen an. Wir suchen uns einen neuen Tauchshop, Alina war mit dem englischen Besitzer des ersten nicht warm geworden. Außerdem war der mit lauter frischen Russen ausgebucht. Wir tauchen mit einem kleinen Philippino als Divemaster, sieht aus wie 15 ist auch erst höchstens 17. Für den ist alles ein Riesenspaß. Die Sicherheits-Tauchregeln hält er jedoch genauestens ein, da gibt es nichts auszusetzen. Allerdings ist so viel Fröhlichkeit durchaus ansteckend und eine nette Abwechslung zum Ernst mit dem westliche Tauchlehrer an die Sache gehen.

Zuerst tauchen wir an 2 weiteren japanischen Wracks. Beides Frachter mit großen Laderäumen durch die man quasi schweben kann. Ein ziemlich surreales Gefühl mit Lichteinfall mal von oben mal von der Seite, je nachdem wie das Wrack halt liegt. Alina findet das Außenrum interessanter. Irrsinnig viele Fische nutzen das Wrack als Lebensraum. Am ersten Wrack sehen wir riesige Rotfeuerfische im Dutzend. Sonst freut man sich wenn man mal einen kleinen in einer Riffnische stehen sieht. Hier kann man ganze Rudel auf der Jagd nach kleinen Fischen beobachten.

Der dritte Tauchgang wid einmalig. Wir tauchen den Barracuda Lake. Ein Brackwassersee mit unterirdischem Meereszugang und heißen Quellen mittendrin.

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Es gibt in 15 Meter Tiefe eine Sprungschicht an der die Wassertemperatur plötzlich von 28° auf 37° steigt. Tauchen in der Badewanne! Weiter unten wird es wieder kälter, stockfinster und die Sicht geht auf Null.

Über dem heißen Wasser lebt ein einsamer Barracuda in dem See. Ich habe das Glück den Namensgeber des Gewässers zu sehen. Etwa so groß wie ein Hecht - sieht auch sehr ähnlich aus. Ansonsten rührt sich hier nicht viel. Zu wenig Nahrung. Millionen winzige Kegelschnecken bedecken den Boden. Als ich paar von ihnen zerklopfe kommen Hunderte kleiner Welse um die Reste zu fressen.

Da es wenig zu sehen gibt, genießen wir die Schwerelosigkeit und machen allerhand Quatsch und Übungen für die sonst der Sauerstoff zu schade wäre. Unser Tauchlehrer steckt den Kopf in den weichen, schlammigen Boden. Sieht lustig aus, wir wollen es nicht nachmachen. Thomas zieht die Flossen aus und klettert unter Wasser auf Felsen herum - walking on the moon. Ich bin entspannt, denn hier kann er ja nicht runterfallen. Ich mache Flugübungen, ich fühle mich wie im Weltall. Unterwasser Yoga-Kopf und -Handstände auf einem Baumstamm den wir über einen Graben gelegt haben. Thomas klatscht Beifall mit seinen Flossen die er quasi als Handschuhe angezogen hat, dabei sieht er aus wie eine Robbe. Noch nie hat uns ein Tauchgang so viel Spaß gemacht.

Als der Tauchgang vorbei ist gehe ich nochmal schwimmen. Wir sind wieder ganz alleine. Das Wasser ist herrlich warm, ich würde am liebsten hier übernachten.

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Aber genau das ist das Problem. Dieser Ort ist immer eine Bootsfahrt entfernt, unsere Hütte am Strand wo wir die Hängematte aufspannen könnten suchen wir hier immer noch. Wir werden weiter ziehen und weiter suchen.

Die Ratten suchen mittlerweile überall nach den Keksen. Die sind zwar weg aber riechen können sie sie immer noch. Die Schweden schlafen nun schon die zweite Nacht draußen. Die Deutschen hier trinken viel Bier um nicht wach zu werden falls eine Ratte reinschaut. Thomas ist nur noch am Kopfschütteln und lacht alle aus. Eine Ratte kommt auch kurz in unser Zimmer schaut übers Dach herein, ist aber schnell weg, als sie merkt dass wir sie gesehen haben.

Der Besitzer ist alarmiert und spannt am nächsten Tag überall Rattennetze über die Öffnungen im Dach. Trotz alldem sind die Schweden mit ihren Keksen eine Insel weitergezogen, die haben genug. Thomas Kommentar dazu: Pussies!

Kaum eingeschlafen, schreit Alina wie am Spiess. Als ich reinkomme schwört sie mir eine riesengroße Spinne gesehen zu haben, was Quatsch ist, denn sie hat gar keine Angst vor Spinnen. Sie gibt bald zu, sie hat es geträumt. Das gibt Minuspunkte auf dem Superwoman Konto.

Eingestellt von Tom Travel 19:39 Archiviert in Philippinen Kommentare (3)

Das Nest

Das wird ja immer besser hier

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Nach über 2 Wochen geht es endlich weiter nach Palawan - dem eigentlichen Ziel der ganzen Philippinen Reise. Die Calamianes Inseln waren nur ein Zwischenstopp, dass wir so lange dort bleiben würden war nie geplant. Wir waren ziemlich träge und faul geworden in der Zeit hier in Coron.

"Ride The Joe" heißt die Banca die uns nach El Nido (Das Nest) bringt. Das bedeutet wieder mal 8 Stunden übers Wasser. Der Kapitän sieht aus wie Käpten Iglo aus der Fischstäbchenwerbung - ein Original. Stammt aus Seattle, WA und hat hier seine Zelte aufgeschlagen. Beim Wetter in Seattle auch nicht wirklich verwunderlich.

Als wir abfuhren war es zum ersten Mal wieder wolkig und unterwegs hat es glatt mal kurz genieselt. Ich hatte schon die Befürchtung dass unsere Regenwolke uns wieder eingeholt hat. Die Fahrt war ausgesprochen angenehm und ruhig, das Boot kaum halbvoll. Alina hat die meiste Zeit auf einer Bank auf Deck geschlafen. Als wir in de Abendämmerung in El Nido ankommen klart es schon wieder auf. Sofort wird klar woher der Ort seinen Namen hat. Steile Sandsteinklippen direkt hinter dem schmalen Strand.

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Die Seeschwalbennester in diesen Felsen geben dem Ort seinen Namen. Es bleibt mir ewig ein Rätsel warum chinesische und japanische Feinschmecker für ein Produkt aus Schwalbenspucke ein Vermögen hinlegen sobald es in einer Suppe schwimmt.

Der Ort El Nido erscheint vom Wasser aus winzig. Eingequetscht zwischen den Felsen und dem Meer bleibt nur ein schmaler Uferstreifen mit Bars, Restaurants, Hotels und den üblichen Touristenbuden. Dahinter geht es aber weiter und es gibt einen richtigen kleinen Ort. Heute ist Dorffest und es wird gezockt was geht.

Philippino Roulette mit Fussball

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Auch die Kleinen haben schon ihre eigenen Zockerbuden

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Es gibt jede Menge leckere(?) Sachen am Spieß

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Wir setzen uns zu den Einheimischen und suchen uns einen frischen Fisch aus der vor unseren Augen gegrillt wird. Schwein und Rind lassen wir lieber den Anderen. Sicher ist sicher.

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Nächster Morgen - Frühstück auf der Terasse. Endlich mal mit schöner Aussicht. So etwas fehlte in Coron.

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Die Kinder spielen mit selbstgebauten Flößen im Wasser.

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Ob das Floß nicht manchmal umkippt? Kaum haben wir die Frage gestellt...

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Im selben Hotel wohnen zwei weitere Deutsche, Sven und Ole. Die haben mogen ihren letzten Tag hier und fragen ob wir morgen mit dem Boot an den 7 Commando Beach hier um die Ecke mitfahren wollen. Es gibt hier zwar einen Strand direkt vor der Tür - so richtig schön ist der allerdings nicht. Das Wasser auch ein wenig trüb. Daher sagen wir zu und mittags geht es los. Vorbei an der Gemüselieferung,

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finden wir den Strand ziemlich klasse . Wasser bieslwarm, glasklar. Wir sind alleine, denn die Tagesausflügler kommen erst gegen Nachmittag hierher.

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Eine kleine Verkaufsbude gibt es hier auch. Der Touristenklassiker Kokosnuss muss es heute mal wieder sein.

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Noch ein paar Bilder vom Strand. Jemand neidisch?

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Nicht? Dann das hier

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Immer noch nichts? Na gut, dann vielleicht der Sonnenuntergang

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In der Dämmerung geht es zurück, auch nicht schlecht

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Den Abend lassen wir bei Reggae Musik und ein paar Bier in einer Strandbar ausklingen. Wie ist denn das Wetter in Deutschland gerade so? Der Winter müßte doch langsam mal vorbei sein. ;-)

Eingestellt von Tom Travel 09:23 Archiviert in Philippinen Kommentare (3)

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