Reise blog von Travellerspoint

Australien

Down Under

Endlich was zu Essen für unseren Mitreisenden

sunny 22 °C
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Wir sind im "G'day mate, 'ow yer going?"-Land. Australien kann mann mit dem Grüßgottland bzw. schlimmer Niederbayern vergleichen, nur dass der Outback hier ein bissl größer ist als Chaoscity Dachau und Umgebung (Bayrische Radiozuhörer wissen was gemeint ist)
"G'day mate, 'ow yer going?" heisst übersetzt sowas wie Grüßgott. Bevor sich jetzt einige melden um mir zu sagen, ich hab das "wie geht's dir vergessen", nein den Bayern interessiert dies im Gegensatz zum Australier nicht. Er hat, wenn man es genau nimmt, auch nicht dich, sondern Gott gegrüßt. Dies nur, weil er denkt dass der länger in Bayern lebt als er selbst, (dieser Gott wird schließlich auch am Stammtisch gegrüßt). Wenn schon, erkundigt sich der Bayer nach Erna (die Frau ist der Absolute Hit in Bayern, an jeder Ecke hört man "Wie gehts erna?" ;-)

Warum mir da die Bayern einfallen? Hier sind die Gegensätze zwischen Stadt und Land auch ziemlich groß, (d.h. in den Städten sind die Menschen viel normaler und netter), "go on" erinnert mich an das bayerische "passt scho" und bedeutet u.a. auf hochdeutsch übersetzt "ich bin nicht überzeugt, dass du weisst, wovon du redest" Grundsätzlich kann man sagen, um australisch zu sprechen genügt erstmal in jedem Satz ein "Mate" (zu Deutsch Alter/Kumpel) einzubauen. Mein Liebster australischer Spruch ist: "Whadayawant?" Hochdeutsch was kann ich für dich tun, Baayrisch "Wos meggst?" Rheinländisch, Was willst dau den hei?"
Die Frage aller Fragen was wollen wir eingentlich? Natürlich erstmal den Fluffy nach Hause bringen, Einiges was wir letztes verpasst haben sehen z.B. Great Barrier Reef tauchen, den Kakadu Nationalpark sehen.. BEEEEPPP!
Blöderweise ist wieder die gleiche Jahreszeit aus wie letztes Mal d.h. beides müssen wir abschreiben. Es regnet zu viel im Norden. Tasmanien könnten wir noch mitnehmen, aber auch sonst kommen wir die halbwegs dachten in Australien uns auszukennen doch ziemlich verplant hier an.

Eines haben wir uns aber gut gemerkt: Reiseweisheit #7 Die Welt ist kälter als mann denkt und Australien ist da keine Ausnahme , und haben diesmal doch einige warme Klamotten dabei.

Mann ist das kalt hier! Gerade mal 15° als wir um 2 Uhr mogens aus dem Flieger steigen. Frühling in Westaustralien ist auch nicht anders als bei uns Anfang Mai. Alina hatte sich schon im Flieger wegen der Aircon mehrere Lagen angezogen - und sich trotzdem schon wieder erkältet.

Immigration, Zoll, reserviertes Mietauto abholen geht alles reibungslos. Geld am ATM und eine Telefonkarte für Australien haben wir uns auch gleich besorgt. Wohin jetzt? Ein bezahlbares Zimmer haben wir nicht gefunden, rentiert sich auch nicht mehr für die paar Stunden. Idee! McDonald's - die haben 24h offen, kostenloses WiFi, man kann dort parken und zur Not auch mal müssen. Das Navi führt uns hin. Wirklich sehr praktisch diese Technik wenn man wo neu ist.

Leider hat nur der Drive-Through 24h offen, das Lokal ist geschlossen. So viel zum Thema WC-Nutzung. Alina darf gnädigerweise nochmal rein und dann geht's zurück zum Auto - unser heutiges Quartier für die paar Stunden bis es hell wird.

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Um 6 macht der Laden auf und wir frühstücken völlig übernächtigt. Jetzt muß ein Zimmer her. Übers Internet finde ich dann doch was in Victoria Park. Ein Einzelzimmer, dass wir zu zweit beziehen können, bezahlbar und sofort frei. Wir können nicht sehr wählerisch sein, im Vergleich zur vergangengen Nacht ist eh alles wie das Ritz-Carlton für uns.

Wir wollen gerade dorthin aufbrechen da klingelt das Telefon - die Zimmerbesitzerin ist dran. Leider ist doch nichts frei, aber morgen wird sicher was frei und wir können die Nacht auf der Couch schlafen. Deja vu Turda? Egal, alles ist besser als eine weitere Nacht im Auto, wir sagen zu und fahren hin. (Wer den Turdabericht nicht kennt, kann hier nachlesen)

Eine ältere Dame, Ingrid aus Graz, betreibt hier eine kleine Pension. Sie lebt seit 30 Jahren hier und es geht sehr familiär zu. Einen kleinen Zoo hat sie auch, 4 Katzen, 2 Kakadus einer davon ist eindeutig der Hausherr der uns direkt fragt " How you're doing?" und 2 sehr schüchternen Nhymphensittiche.

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Am Ende des Tages zieht doch noch das Paar aus und wir bekommen ein eigenes Zimmer. Eine enorme Verbesserung gegenüber gestern und wahrscheinlich das letzte richtige Bett für die nächsten 3 Monate.

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Alina hat immer noch bzw. schon wieder eine schwere Erkältung und steht völlig neben sich. Die Preise hier machen einen zusätzlich schwindlig. Sie hat so viele Ibupropfen intus, ihr ist alles ziemlich egal, sie will nur schlafen. Ich mache mir Gedanken wegen der Finanzen, gegen das hier war Singapur günstig. Vielleicht sollte ich mir auch ein paar Ibus reinpfeifen, einfach so... zum lockerwerden...

Die nächsten Tage haben gar nichts von Urlaub. Wir müssen dringend einen Campervan finden. Die meiste Zeit verbringe ich im Internet und am Telefon um Termine für die Besichtigung von Campervans zu arrangieren. Das Angebot in unserer Preisklasse ist sehr dünn. Die ersten 3 die ich mir ansehe wären überhaupt nicht erste Wahl gewesen, aber was sollen wir machen - es ist nichts anderes da. Keiner der 3 ist nach der Besichtigung akzeptabel. Alles Schrotthaufen!

Wir müssen unseren Mietwagen verlängern - die Hoffnung schnell einen eigenen fahrbaren Untersatz zu finden mußten wir aufgeben. Auf Ingrid's Terasse zu sitzen und zu warten, dass endlich mal was Passendes angeboten wird ist sehr frustrierend. Mietwagen und Zimmer kosten Tag für Tag Geld - Geld dass wir viel lieber für spannende Unternehmungen ausgeben würden.

Jetzt genug gejammert, denn einer ist seit Tagen glücklich - unser kleiner pelziger Freund, Fluffy kriegt nach 3 Jahren endlich was Vernünftiges zu futtern. Ist doch schon mal was!

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Morgen muß ein Camper her, es ist der letzte Tag an dem wir mobil per Mietwagen sind. Wir haben 3 Besichtigungen ausgemacht. Wenn da wieder nichts Gescheites dabei ist haben wir echt ein großes Problem. Aiaaiai...

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Eingestellt von Tom Travel 06:55 Archiviert in Australien Tagged reiseweisheit Kommentare (4)

Ey Mann, wo is' mein Camper?

unser neues Zuhause

sunny 21 °C
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Heute Montag - letzte Gelegenheit die fahrende Behausung für die nächsten 3 Monate zu finden. Keine guten Voraussetzungen für Verhandlungen und ausgiebige Checks der Kandidaten.

Der erste ist eine 30 Jahre alte Rostlaube - wenn man leise daneben steht kann man es hören. Alina bietet dennoch mal einen Preis - so ca. 30% unter dem was der Verkäufer will - ein Abwehrangebot quasi. Der Verkäufer sagt gottseidank nicht zu - wir beide wollten die Kiste nicht wirklich. Nur wenn alles andere scheitert kommen wir hier nochmal her und verhandeln weiter.

Der Zweite ist noch viel übler. Dem ist kürzlich einer reingefahren und er hat keine Spiegel mehr. Innen sieht es auch schlimm aus - eine Probefahrt erübrigt sich. Der Besitzer ist eh nicht aufgetaucht, statt ihm haben seine gerade aufgestandene Kumpels die Verkaufsgesräche übernommen.

Also zum Allerletzten für heute. Liegt preislich auch viel höher als die anderen beiden. Bilder davon sahen vielversprechend aus. In Wirklichkeit ist er nicht ganz so toll, aber es passt. Nur der Preis ist viel zu hoch. Dummerweise fährt die Besitzerin morgen in Urlaub und wir müssen heute zum Abschluß kommen. Alina hat sich scheinbar heftig in das Fahrzeug verliebt und will es unbedingt haben. Sie bietet gleich mal nur 10% weniger als gefragt war. Ich stehe sprachlos daneben. So hoch einsteigen ist fahrläßig. Die Besitzerin sagt sofort OK.

Auch hier gibt es noch ein paar Dinge zu reparieren. Ein Känguruh hat den Blinker demoliert, die Windschutzscheibe hat einen Sprung und der Camping-Wassertank ist undicht. Diese Reparaturen hätte ich gerne noch reinverhandelt - nun ist's zu spät. Wir haben soeben einen Mazda E2000 Bj 86. gekauft. Scheint gut gepflegt, ein Haufen Reparaturrechnungen aus dem letzten Jahr sind auch dabei. (Ist das nun ein gutes oder schlechtes Zeichen wenn ein Auto kürzlich viele Defekte hatte?)

Wir vereinbaren Übergabe bei uns in der Pension morgen früh. Nun müssen wir dringend zurück nach Perth zu Europcar unseren Mietwagen abgeben.

Dienstag: Wir sind ab heute tatsächlich Besitzer eines eigenen Campervans.

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Steht hier auf dem Hof. Die Formalitäten sind minimal. Hier in Australien gibt es weder Kaufvertrag, Fahrzeugbrief noch Fahrzeugschein. Nur ein Formular regelt die Besitzübergabe - zu unterzeichnen von Käufer und Verkäufer - fertig. Das erzählt uns die Besitzerin, die gleich mit unseren tausenden Australdollar in ihren Urlaubsflieger nach Bali steigt. Ein kleines bisschen mulmiges Gefühl haben wir schon dabei als wir ihr das Geld übergeben, aber es scheint tatsächlich so zu sein.

Mit deem Formular fahre ich Tags drauf zur Zulassungsstelle und schon nach 20 Minuten bin ich wieder draußen. Das Auto läuft nun auf meinen Namen und die Zulassung habe ich auch gleich mal um 6 Monate verlängert. Die Gebühren/Steuern von ca.275 Euro finde ich allerdings ziemlich heftig.

Alina fängt schon mal an den Wagen einzuräumen und die Dinge zu inspizieren die wir alle mit gekauft haben. Eine Anglerausrüstung wirft Fragen auf. Gibt es im Outback Fische? Immerhin gab es welche im Death Valley in Kalifornien. Von der Pfanne bis zum Spanngurt, von den Campingstühlen bis zur Schnorchelausrüstung - alles ist dabei was man zum Campen und überleben im Outback braucht. Glauben wir zumindest. Als völlige Camping-in-Australien-Anfänger werden wir dann schon unterwegs merken was fehlt. Allerdings haben wir unsere Survivalkit von unserer Abschiedsfeier (Geschenk) ja noch dabei.. Wie lange so ein Bombon wohl reicht?

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Ingrid hat uns das Angebot gemacht dass wir eine weitere Nacht quasi als Generalprobe bei ihr auf dem Hof übernachten dürfen. Das nehmen wir natürlich dankend an. Auf diese Weise können wir auch noch einen weiteren Tag auf ihrer gemütlichen Terasse sitzen, das Internet nutzen und sehen wie es uns so geht mit dem Camper.

Eingestellt von Tom Travel 01:34 Archiviert in Australien Kommentare (4)

Camping mit Hindernissen

was macht das blaue Licht da?

sunny 24 °C
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Zwischen zwei Camperbesichtigungsterminen hatten wir einmal kurz Zeit um an den Strand zu kommen und für eine halbe Stunde aufs Meer zu gucken. Endlich der Ozean, schöön!

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Alles ist hier extrem sauber, es liegt fast nichts herum. Kein Plastik im Wasser, keine Müllhalden mehr - dafür ist das Wasser und der Wind saukalt. Einige Surfer hält das trotzdem nicht ab – wirklich harte Jungs Was macht der Perther am Wochenende? Er geht Segeln - unglaublich viele Segelboote, man glaubt es ist eine Regatta zugange. (Leider haben wir dieses Foto später gemacht als kaum welche da waren)

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Ingrid und ihren Zoo haben wir ins Herz geschlossen, es wird immer gemütlicher. Wir leben uns ein, werden häuslich. Dafür sind wir aber nicht hierhergekommen. Wir wollten etwas sehen. Ich bin immer noch krank und würde noch gerne bleiben und mich auskurieren, aber dann kommen wir gar nicht mehr weg.
Wir verabschieden uns von den Hauskatzen Mutzerl und Asshole (so heißt Katze wirklich), aber sie nimmt uns gar nicht wahr, sondern beobachtet weiter ihr Mäuse-TV.

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Ingrid und ihr geliebter Kakadu George nehmen sich Zeit für einen herzlichen Abschied.

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Übrigens, wer auch mal nach Perth zu Ingrid will, hier klicken und rechtzeitig buchen.

Einkaufen den Camper vollpacken - Alina arbeitet endlich auch mal was! :-)

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Ein wenig Luft in die Reifen - Thomas tut auch mal was! :-D )

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Jetzt kommt Generalprobe Teil 2. Wie macht sich der Campervan auf dem Campingplatz? Unser Camper hat ein ausziehbares Vordach. Der Hippie-Camper von unserer letzten Australien-Reise hatte ein Außenzelt. Das war praktisch, denn es hatte öfter mal geregnet. Wer unseren alten Camper vor knapp 3 Jahren sehen will, hier klicken

Wie funktioniert dieses Rollo-Vordach eigentlich? Kinderspiel denken wir bevor wir die Klappe öffnen. Wozu sind die vielen Stäbe und Kurbeln gut? Mist! Ob es nicht auch etwas Automatisches gegeben hätte? Dummerweise haben wir uns das Ding von der Vorbesitzerin nicht erklären lassen. Thomas versucht das Prinzip zu verstehen. Wir sind ja schließlich nicht doof sondern nur blauäugig. Einige Minuten später - Tataaa!

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Wozu die Kurbel gut ist wissen wir immer noch nicht, aber der Rest sieht schon gut aus.
Wir finden im Auto Schalter und Knöpfe die in diversen Farben leuchten, deren Sinn wir wegen der sehr knappen Einführung durch die Vorbesitzerin einfach vergessen haben. Aber es kann uns doch eigentlich nichts passieren, denn das Auto hat 2 Batterien. Eine zum Starten und eine für den Rest den man so zum Campen braucht. Mit einem Schalter kann man verhindern, dass beide leerlaufen. Wie herum gehört der Schalter nun? Senkrecht oder Waagerecht? Wenn die eine Stellung heißt, die Starter-Batterie sollte nicht leer gesaugt werden, wofür ist die andere Position? Und was macht das grüne Licht oder das rote am Kühlschrank? Es leuchtet grün und das andere leuchtet rot alles klar? Au weia! Wir gucken wie ein Schwein ins Uhrwerk.

Hier kommen wir nicht weiter, besser erst mal den Sonnenuntergang am Meer ansehen.

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Es ist für unseren Geschmack wieder mal viel zu kalt hier.

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Wir werden als Touristen direkt enttarnt, denn die Einheimischen gehen so angezogen zum Strand.. Brrrrr...die spinnen die Aussies!

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Wir lasen in unserem Reiseführer etwas von Rottnest Island und den Quokkas. Was für Dinger? Quokkas sind fast ausgerottete Beuteltiere, die nur noch auf dieser kleinen Insel vor Perth leben.
Als der holländische Seefahrer Willem de Vlamingh die Insel entdeckte, sah er ein paar Quokkas durch sein Fernrohr und dachte sich, “das sind ja Riesenratten, bloß weg hier“. So wurde die Insel Rattennest, heute Rottnest genannt. Alina sieht ein einziges Quokka Bild - wir müssen dorthin. Krank oder nicht, mit dem Boot oder schwimmend - sie muss hin.

Wir buchen die nicht gerade günstige Tour und beschließen auch dort zu übernachten. Angeblich sind die zu unrecht als Ratten bezeichneten Beutler nur in der Morgen- bzw. Abenddämmerung zu sehen. Falls Alina keinen Quokka sieht will sie bestimmt nochmal hin. Somit ist Übernachten wahrscheinlich gescheiter und günstiger.

Hier in Australien notieren wir zum ersten Mal auf der Reise unsere Ausgaben. Alles ist hier so schmerzhaft teuer, dass dies notwendig ist um nicht völlig abzubrennen. Transport, Einkäufe, Übernachtung - nur in der Rubrik Spaß steht immer noch eine Null. Wir müssen dringend was auf unser Spaßkonto buchen. Einkaufen und Tanken können wir auch zuhause, da kommt Rottnest gerade richtig. (siehe Bild)

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Apropos Einkaufen und Tanken – das müssen wir vor dem Wochenende auch noch erledigen. Dazu müssen wir unser Vordach wieder abbauen. Was passiert wenn man so eine Rolo-Vordach einfach mal loslässt? Es schnalzt blitzartig zurück in die Vorrichtung und macht dabei so einen Krach, dass einige Aussie-Camping-Nachbarn besorgt um die Ecke gucken. Peinlich!
Damit nicht genug - der Camper startet nicht. Die Batterie wurde doch leer gesaugt und macht heute keinen Mucks mehr. Na super! Hatten wir nicht oben erwähnt das geht gar nicht? Geht doch! Es lag wohl an der falschen Schalterstellung. ^^

Die Nachbarn sind sehr hilfsbereit. Für die Starthilfe muss allerdings erst mal die Haupt-Batterie gefunden werden. So eine Batterie ist doch ziemlich groß und das sollte eigentlich nicht zu schwer sein. Es bedarf doch intensiver gemeinsamer Suche bis wir unter dem Fahrersitz fündig werden. Thomas bekommt bei der Gelegenheit weitere Einblicke in die Elektroinstallation des Autos - einige der Schalter und farbig leuchtende Knöpfe bekommen nun einen Sinn.

Morgen fahren wir Quokkas gucken!

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Eingestellt von Tom Travel 02:16 Archiviert in Australien Kommentare (4)

Rotto und die Quokkas

Ach was sind die süß!

sunny 24 °C
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Früh aufstehen, Proviant packen und schon geht es auf das Megablaster Speedboot nach Rotto (einheimisch für Rottnest Island). Wieso eigentlich Megablaster? Müssen es 900 PS sein? Thomas hatte die Überfahrt gebucht und versichert mir, diese war genauso günstig wie das normale langsame Boot. Glaub ich nicht, Mr. Dangerfreak wollte mal wieder Action. Für mich bedeutet das schneller bei den Quokkas zu sein. :-)

Es geht mit 70km/h übers Wasser, es bleibt aber relativ ruhig, da hab ich schon Schlimmeres erlebt. Auf der Insel angekommen will Thomas zuerst zur Touristeninformation. Blödsinn, ich will zu den Quokkas. Thomas meint wenn wir schnell unsere Mieträder bekommen, kommen wir schneller zum Quokka Aussichtspunkt. Überredet, aufs Radfahren freue ich mich seit Längerem.
Ich warte am Radverleih in der Schlange, da quieken ein paar Mädels hinter mir. Neben meinem Bein hümpelt (Zwischending aus hüpfen und humpeln) ein Quokka. Ich sehe zu Thomas, der sieht mich auch ungläubig an, ich reiße sofort die Kamera raus. Vergessen ist die Schlange, die Kameratasche, Geldbeutel, zeitweise vergesse ich Thomas - ich bin im Quokka Paradies. Es ist unfassbar, hier hümpeln 3 davon herum.

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Sie sind unglaublich zutraulich, so süß, haben solche Knopfaugen. Extrem hoher Niedlichkeitsfaktor meint Thomas. Die ersten Fragen schwirren durch mein Kopf. Was fressen Quokkas? Wie viele Quokkas passen in meine Tasche? Wie erkläre Thomas dass wir mit 3 in unserem Campervan fahren werden? Wie kriege ich die durch den Zoll? Was wird Fluffy sagen?
Ich versuche wieder Herr der Lage zu werden. Ich komme ja nicht wirklich mit den possierlichen Dingern durch den Zoll oder?
Neuer Plan. Können wir hier ein Haus bauen und Quokkas züchten? Ja das gefällt mir viel besser, mal sehen was der Tierarzt dazu sagt, dem gefallen die kleinen Biester doch auch.

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Es ist unglaublich, ich habe schon Bilder gesehen und dachte mir, ob die wirklich so lächeln oder ob das photoshopt wurde? Nein, die haben wirklich so ein süßes Hamsterbacken-Grinsen und der eine hümpelt nicht wirklich. Die können sich auch super schnell bewegen und wie Mini Kängurus davonhüpfen wenn sie müssen. Sie fressen Salat und Blätter, das wäre auch geklärt.

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Ich versuche mal die Bilder zu erklären. Hey Alter habt ihr was zu futtern?

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Oooch das sieht doch echt prima aus. Hast du noch mehr?

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Wie nichts mehr? Wirklich nichts? Auch nicht wenn ich super süß gucke?

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Hehe, wusste ich doch der hat noch was..Alter das war voll lecker!

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Was mache ich bloß, wie bekomme ich Alina von den grinsenden Quokkas weg? Wenn es irgendwo ein Aufruf gibt, nehmt ein Paar Waisenquokkas auf, kauft sie direkt Puppenkinderwagen. Ich drücke ihr den Fahrradschlüssel in die Hand und wir fahren ein wenig herum bis wir unser Quartier bezugsfertig ist. Ganz nett hier, für 75€ pro Nacht! Allerdings schläft man dafür auch mitten im Naturschutzgebiet.

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Alina fragt ob die ein Hausschwein dazuhaben, bzw. ein Hausquokka. Kaum zu Ende gedacht kommt er schon daher

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Quokkas schielen leicht, sehen schlecht, hören schlecht. Obwohl der leckere Salat direkt vor ihren Augen ist hümpeln sie erst einmal in die falsche Richtung. Erinnert uns ein wenig an unseren Kater, nur dass der nicht ganz so zutraulich ist. Aber schmunzeln können sie.

Es ist schwer mich loszureissen, aber Thomas überredet mich zu einer Radtour. Ich habe mich auch sehr darauf gefreut. Rottnest Island ist flach, das sieht man auf den Prospekten. Der super Einstieg für eine Radtour. Von wegen flach - ich als Flachlandkenner weiß wie flach auszusehen hat. Jede Sandschippe wird zum Berg erklärt. Thomas hat keine Probleme, mir tut schon nach einer Stunde der Hintern weh.

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Wir sehen viele Strände und Buchten. Der Sand ist hell, wirkt aber weiß, das Wasser wechselt zwischen blau und türkis – herrlich. Im Reiseführer steht, eine Rundfahrt kann man in 3-5 Stunden machen. Ich bastle mir ein Kissen für mein Hintern.

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Die ganze Zeit geht ein heftiger Wind. Meist uns entgegen. Öfters muss ich sogar bergab noch strampeln. Ich werde immer müder. Total fertig beschließe ich die Tour der France abzusagen, ein Termin weniger für nächstes Jahr. ;-)

Wieder bei unserer Hütte angekommen, sehen wir noch ein ganzes Quokka-Rudel. Ich muss zugeben, von Weitem könnte man denken es sind große Ratten.

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Ich bin so glücklich und so fertig, seit Wochen haben wir uns nicht mehr so angestrengt. Auch Thomas sieht jetzt auf einmal sehr müde aus. Normalerweise bleiben wir bis nach Mitternacht wach, heute geht es früh ins Bett. Nicht leicht, da immer wieder Quokkas vor der Tür aufmarschieren und mit ihren Knopfaugen immer wieder auffordern sie zu fotografieren.

Der nächste Tag - Frühstück mit unserem eigenen Hausquokka. Leider war der Kühlschrank zu kalt eingestellt, alle unsere Vorräte sind gefroren. Erdbeeren, Milch, Schinken alles ist hartgefroren. Der kleine Quokka versucht den gefrorenen Kopfsalat zu fressen. Die Pfoten werden ihm zu kalt, manchmal lässt er ihn deswegen wieder fallen

Eigentlich könnten wir heuteb noch ein paar Stunden Rad fahre, aber mein Hintern macht das nicht mit. Rad abgeben, Schlüssel vom Radschloss ist weg. Mist! 10 Dollar mehr auf unserem "mal-wieder-was-verschlampt-Konto"!

Dann buchen wir eine Buckelwaltour. die kommen hier September-November auf dem Rückweg in die Antarktis vorbei.
Wir haben bei derlei Touren nicht viel Glück und denken an die Delfintour letztes Mal, als keine Delfine zu sehen waren. Andere haben da mehr Glück: Uschi und Robert hatten auch Delfintour eine gebucht, sahen jede Menge Delfine und zum Schluss noch einen Walhai obendrauf.

Klar, dass wir keine Wale sehen - und das trotz einer 95% Chance. Der Kapitän des Magablasters macht als Entschädigung eine Achterbahnspritztour mit uns, auch die Teletubbietour genannt. Warum? Weil die Spritzjacken uns ausshehen lassen wie ...

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Die Achterbahnfahrt mit dem Megablaster ist wirklich sein Geld wert, wenn genug Wellen da sind.

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Eingestellt von Tom Travel 01:43 Archiviert in Australien Kommentare (5)

Heeeeyy ab in den Norden - der Sonne entgegen

keine Lust mehr zu frieren

sunny 37 °C
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Pläne sind dazu da umgeworfen zu werden. Wir hatten den Nordwesten Australiens von der Route gestrichen, weil das zu viel Fahrerei geworden wäre. Da hatten wir allerdings nicht mit dem viel zu kühlen Frühling in Perth und südlich gerechnet. Für Mittwoch sind hier zwar auch 35° angesagt, aber wenn wir die Reise Richtung Südosten fortsetzen wird es eher wieder kälter, z.B. in Adelaide hat es heute gerade mal inakzeptable 22°. Die Nächte sind ziemlich frisch und Alina wird einfach ihre Erkältung nicht los. Somit bleibt schon fast nichts anderes als die Flucht nach Norden - in die Wärme.

Zu sehen gibt es dort oben genug, eigentlich haben wir den Teil ganz gerne wieder ins Programm genommen.

Nach einer Gratisnacht auf einem öffentlichen Rastplatz geht es schon kurz nach Sonnennaufgang los. Es liegt eine ziemliche Strecke vor uns. Unser alter Mazda-Camper muß heute zum ersten Mal zeigen, wie er sich auf der Langstrecke schlägt.

Kaum aus dem Stadtgebiet von Perth draußen ist man mitten im Outback. Dornengestrüpp und rote Erde am Fahrbahnrand. Kaum Verkehr, schnurgerade Straßen. Trostlos, monoton, faszinierend.
Ach, ist das schön warm hier - die Freude währt allerdings nicht lange. Schon sind sie da, die Outbackfliegen . Outbackfliegen haben einen enormen Belästigungsfaktor. Die deutsche Stubenfliege hat wenigstens noch Manieren. Diese australischen Fliegen kriechen einem ins Ohr, in die Nase, in die Augen. Eine ist lästig, wenn 10-20 hinter dir her sind wird es wirklich nervig. Diese lästigen Biester hatten wir seit der letzten Reise völlig vergessen. Im Outback gibt es kilometerlang nichts außer Büschen und Steinen. Kaum steigt man aus fliegen wieder Dutzende um dich herum. (siehe Bild unten) Wo kommen die her? Was machen diese Fliegen wenn keiner anhält? Sie sind überall - auf einer 500 km Strecke halten wir 4 mal an und sofort sind sie da. Warten die den ganzen Tag in den Büschen?

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Am Ende des Tages sind wir 500km weiter nördlich. Wegen der hier geltenden Speed-Limits ist nicht mehr als ein 70er-Schnitt drin. Es wird während der Fahrt immer heißer im Auto. Fenster öffnen bringt nichts - draußen ist es noch heißer. Zum Thema Klimaanlage - wir haben eine Headklima. Erklärung siehe weiter unten.

Wir träumen so vor uns hin, als plötzlich 2 Emus über die Straße flitzen. Damit hatten wir nun überhaupt nicht gerechnet. Anhalten, Kamera auspacken, hinterher - dauert alles viel zu lange - weg sind sie, wir hinterher. Die Emus sind im Vorteil, mit ihren langen Beinen kommen die leichter durch das kratzige Gebüsch. Enttäuscht steigen wir wieder ein und streiten darüber wieso die Kameras nicht bereit war. Kaum 100 Meter weiter kommen die beiden blöden Riesenvögel von der anderen Seite noch einmal über die Straße gewetzt. Als ob sie uns foppen wollen. Verdammt, schon wieder zu langsam für ein Foto. Wir hoffen mal, dass das nicht die letzten Emus waren die wir hier oben zu sehen kriegen.

Wir machen einen Umweg durch ein Naturschutzgebiet für Wüstenblumen. Vorbei an einem rosaroten See - rosarot? Dieser Salzsee ist tatsächlich pink.

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Der Outback blüht um diese Jahreszeit. Lilafarbene Büsche rechts und links, weisse Mini Baumwollblüten.

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Das Etappenziel für heute heißt Geraldton. Eine völlig unbedeutendes Kaff an der Westküste, auf halben Weg zur Shark Bay - da wo wir eigentlich hinwollen. Der erste Weg führt zu McDonald's - nicht wegen der tollen Burger, sondern wegen dem Free-WiFi. Internet ist abseits von Mäkkes eine richtig teure Sache hier in Oz. 4 Euro/Stunde auf dem Campingplatz - die spinnen wohl! Eine SIM-Karte zum Surfen kostet auch gleich mal 50$/Monat. Auf Dauer werden wir ohne so eine Karte nicht auskommen - bis dahin müssen die Besuche in der Burgerbraterei genügen.

Am zweiten Tag fahren wir wieder 450 km.

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Seit Gestern sind wir die Strecke Deutschland-von-Norden-nach-Süd gefahren. Die Tankanzeige steht auf Reserve und langsam machen wir uns sorgen. Juhuh - da ist endlich eine - mitten im Nirgendwo. Wir atmen auf, dass wir es gerade noch bis hierhin geschafft haben. Ohne Sprit in der Hitze im Outback liegen zu bleiben ist nichts was man haben will.

Wir tanken trotz der Wucherpreise, fahren los - nach 100 Metern - Schreck! Der Motor stirbt während dem Fahren ab und wir rollen am Straßenrand aus. Na super! Versuche den Wagen wieder zu starten sind vergeblich. Bevor ich die Batterie völlig leerorgle breche ich die Versuche ab und überlege was das sein kann. Ich werde doch nicht aus Versehen Diesel getankt haben? Nee, oder?

Ich gehe zurück zur Tanke und schaue mir die Zapfsäule nochmal an - Benzin bleifrei. Gut! Also das Richtige im Tank. Auto fährt aber nicht. Also gehe ich rein und frage den Tankwart wie es denn hier so mit einem Mechaniker aussieht. Er deutet in die eine, dann in die andere Richtung und sagt "200km". Soll heißen der nächste Mechaniker ist in jede Richtung 200km weit weg. Jubel! Das ist Australien - deswegen sind wir hier!

Oh je, das wird uns nun eine Stange Geld und Zeit kosten fürchte ich. Alina ist völlig entspannt, sie fotografiert derweil einen Schwarm Wellensittiche.

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Ich bin sehr besorgt. Alina meint es kann gar nichts passieren mit Camp David, so hat die Vorbesitzerin Sarah das Auto genannt, weil sehr wichtige Entscheidungen in ihm getroffen wurden.

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Alina weist noch auf die spirituelle Austattung des Autos hin. Ein lächelnder fetter Buddha auf dem Armaturenbrett, eine Christopherus Medaille und indianische Glückssteine in einem Säckchen am Spiegel. Alinas Ikone aus Rumänien. Mehr Talismane geht kaum. Dazu eine dämlich grinsende Stoffkatze am Stossfänger. Letztere soll gegen Känguruhschaden helfen. Dem Blinker hat es nicht geholfen, da ist der Vorbesitzerin ein Kanguruh reingelaufen.

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Der Motor ist nicht das Einzige was gerade spinnt an diesem Auto. Der Kühlschrank geht auch nicht richtig. Ein Leser hatte gefragt ob wir Klima haben. Wir haben eine Headklima: Kopf in den Kühlschrank stecken. Blöd nur wenn der Kühlschrank sehr voll ist und nicht richtig läuft. Mit Gas geht er trotz aller Bemühungen einfach nicht. Da wir nicht immer Strom haben mussten wir bereits Lebensmittel wegwerfen.

Nach einer halben Stunde gehen wir wieder zurück zum Auto. Ich denk mir: "Was soll's, wenn eh der Mechaniker anrückt kann ich auch die Batterie mit weiteren Startversuchen leer machen."

Heftiges Georgel des Anlassers kombniert mit Chokeeinsatz - es tut sich was. Immerhin hat er schon mal gehustet. Weiterprobieren. Öddel-öddel-öddel. Ein weiteres kurzes Lebenszeichen folgt. Beim dritten Startversuch springt er spuckend, ruckelnd an. Ich wende die Kiste und fahre zurück zur Tanke. Für eine sofortige Weiterfahrt durch die Einöde, die vor uns liegt, traue ich dem Wagen zu wenig.

Wir lassen ihn nochmal stehen. Nach der Pause springt er an, als ob nie etwas gewesen wäre. Ich traue dem Frieden nicht. Morgen fahren wir in eine Werkstatt und lassen den Benzinfilter tauschen. Ich habe den Verdacht, dass mit dem extremen Leerfahren und anschließendem Betanken Dreck aus dem Tank angesaugt wurde und die Düsen verstopft hat.

Ohne weitere Zwischenfälle erreichen wir Hamelin Pool - unser heutiges Nachtquartier. Das liegt am Rande der Shark Bay - schon wieder mal ein Weltkulturerbe auf unserer Reise.

Eingestellt von Tom Travel 21:46 Archiviert in Australien Kommentare (3)

Quokka Special!

für die Fans!

sunny 27 °C
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Da die Nachfrage so groß war, noch mehr Bilder und ein Video.

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Eingestellt von Tom Travel 22:08 Archiviert in Australien Tagged special quokka Kommentare (7)

Delfine in der Haifischbucht

Shark Bay - von Hamelin Pool nach Monkey Mia

sunny 36 °C
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Hamelin Pool - ein wirklich trostloser Campingplatz. Kaum Schatten, heruntergekommene Einrichtungen. Da hatten wir schon Besseres. Früher war das mal eine Telegrafenstation. Ein alter Kühlschrank und ein Truck aus der Zeit gammeln vor sich hin. Die Häuser hier wurden mit Muscheln gebaut. Diese Mauerblöcke bestehen aus zusammengebackenen kleinen Muscheln.

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Den Fliegen gefällt es hier ausnehmend gut. So viele hatten wir bisher nicht. Auch andere Insekten schwirren in Massen abends um uns herum. Versucht da mal etwas zu essen, das ist alles andere als einfach.

Man glaubt es nicht, aber sogar hier gibt es etwas zu sehen. Stromatolithen aus Cyanobakterien - braune Steine. Super gell?

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Diese Steine produzieren Sauerstoff. Das machen sie seit 3 Milliarden Jahren und haben so den gesamten Sauerstoff auf der Erde produziert. Bei denen im Wasser kann man die frischen Sauerstoffbläschen aufsteigen sehen.

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Ich atme den frischesten Sauerstoff ein den es gibt, Thomas verfeuert ihn an seine Zigarette - jeder was er am besten kann.

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Als wir zurückgehen macht Thomas vor mir komische Verenkungen, hebt sein Bein in die Höhe. Was soll das? Er zeigt mir wie extrem lange unsere Schatten heute sind.

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Die Sterne hier - der reinste Wahnsinn. Sterne bis runter zum Horizont. Es glitzert überall. Die extrem trockene, saubere Luft macht es möglich. Wir schwören es ist der beste Sternenhimmel den wir je gesehen haben. Das haben wir schon ein Paar mal gedacht, aber der hier ist unser momentaner Top Favorit.

Ohne großes Bedauern verlassen wir am nächsten Morgen diesen bei Tag so faden Ort. Vorbei an Shell Beach, dieser Strand besteht nur aus kleinen Muscheln - metertief. Kein Sand so wie wir es kennen.

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Nach Denham - die westlichste Stadt Australiens - in die Werkstatt und dann ins Monkey Mia Resort - Delfine gucken. Dort muß man nicht um 6 Uhr aufstehen und mit Booten umherschippern, dort kommen die Tiere jeden Tag direkt bis ans Ufer - garantiert! Nach unseren bisherigen schlechten Ergebnissen bei organisierten Tierbeobachtungstouren ist das genau was wir brauchen.

Wir hatten vorgesorgt, uns gut auf vorbereitet. Wir haben 2 baugleiche Handys mit GPS. Hat den Vorteil, dass man nur ein Ladegerät braucht. Thomas' Handy läßt sich mittlerweile nicht mehr aufladen. Durch Akkutausch können wir das umgehen. Meist nutzen wir eh nur ein Handy für die Navigation. Im Auto sollte das eigentlich kein Problem sein, wir können es am Zigarettenanzünder laden. Eigentlich...das geht nämlich nicht wirklich gut. Mal lädt es, mal nicht. So tauschen wir ständig die Akkus. In Deutschland wären wir zum Händler, von hier ist es echt kacke!

Am nächsten Tag in Denham angekommen fahren wir zur Werkstatt. Der Mechaniker ist nicht da, macht Urlaub, vermutlich in Europa. Mist! Wir wollen den Filter selbst tauschen, aber den müssen wir erstmal finden. Motor ist unter dem Beifahrersitz. Hochklappen - etwas klemmt, aber mit mehr Kraft geht es. Da war der Filter nicht. Der findet sich unter dem Auto neben dem Tank. Kurz danach ist der Filter ist getauscht. Im alten war auch ordentlich Dreck. Wir wollen mal hoffen, dass das wirklich die Ursache war.

Warum der Stuhl eben, geklemmt hat, sehe ich nun. Das Handy lag drunter, es ist in der Mitte durchgebrochen, das Display ist im Eimer. Es war natürlich das mit der funktionierenden Akkuladevorrichtung! Jetzt haben wir 2 defekte Handys :-( .

Wir haben die Nase voll und beschließen in einem Cafe Pause zu machen. Alina sieht erschrocken drein, sie hat sich auf ihre neue Sonnenbrille gesetzt. Meine ist vor 3 Tagen kaputtgegangen, die davor wurde mir von den Affen geklaut. In 5 Monaten ist das die siebte kaputte Brille, ein paar Lesebrillen von mir mit eingeschlossen. Diese Artikel kosten vielleicht wenig, aber bei so vielen kommt was zusammen. Wenigstens habe ich keine weiteren Käppis verloren. In Australien gibt es keine Affen - gottseidank!

Weiter nach Monkey Mia (auch hier gibt es keine Affen - weiß der Geier wie es zu diesem Namen kommt) ein wirklich schönes Resort mit Campingplatz. Nette tierische Nachbarn haben wir auch.

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Wir machen einen Strandspaziergang und beobachten einen einsamen Pelikan zwischen vielen Komoranen - der wollte wohl mal der Größte sein.

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Um näher heranzukommen müssen wir durch das Wasser, ist nicht tief. Alina hat Angst auf was draufzutreten. Ich lache sie aus, "da ist doch nichts außer Sand", sage ich zu ihr. Auf einmal schwimmt ein junger Gitarrenrochen aufgeschreckt davon. Wer hätte das gedacht.

Abendessen ist fertig am Tisch angerichtet. Alina ist noch am Salat machen. Ich gehe kurz zu ihr, da höre ich die Möven hinter mir streiten. Ach du Sch***, denke ich und renne zurück zu unserem Essen, bzw. was davon übrig ist. In wenigen Sekunden haben die Möven unser halbes Essen geklaut. Von wegen nette Nachbarn! Seltsamer Tag heute. Auto repariert, Handy, Brille kaputt, Abendessen geklaut. Der Sonnenuntergang ist dann aber wieder mal ganz schön.

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Tags darauf gehen wir runter an die Bucht und da sind sie schon - die wartende Touristen-Menge zeigt an wo sich hier gleich die Show abspielt. Im flachen Wasser sehen wir etliche Rückenflossen - etwa 10 Tiere spielen im seichten Wasser. Aber noch dürfen wir nicht näher ran gehen. Alles bestens organisiert hier. Pünktlich um 7:45 dürfen wir bis 1 Meter an die Wasserlinie vortreten. Mit den Delfinen schwimmen geht hier nicht.

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Normalerweise darf man hüfttief ins Wasser und die Delfine um sich schwimmen lassen. Heute ist selbst das nicht erlaubt, weil ein 3 Wochen altes Jungtier dabei ist. Das soll nicht gestört werden. Einige Auserwählte dürfen dann doch knietief ins Wasser und den Tieren Fische ins Maul stecken.

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Es sind wilde, freie Tiere, die Show wirkt auf uns aber dann doch zu einstudiert. Zusammen mit 50-100 anderen Touristen für 15-30 Minuten in Reih' und Glied am Ufer stehen um angefütterte Delfine zu sehen, das hier soll eines der tollsten Erlebnisse an der Westküste Australiens sein? Wir sind schwer enttäuscht. Dann doch lieber eine spontane Begegnung auf einem Boot oder beim Tauchen - selbst wenn die Tiere dann viel weiter weg sind.

Den Nachmittag verbringen wir heute ebenso wie gestern in Denhamin einem Internet-Cafe um endlich mal wieder unseren Blog zu aktualisieren.

Weiter Richtung Norden - Carnarvon. Auf de Weg ein Emu, endlich. Ganz gemütlich geht er über die Strasse. Warum man diese großen Vögel trotzdem nicht gut sehen kann, sie tarnen sich sehr gut im Outback, siehe letztes Bild.

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Nur ein weiterer Zwischenstopp auf dem Weg zum nächsten Ziel: Coral Bay und Ningaloo National Park.
Ab hier wird es richtig einsame und abgelgen - Telefon und Internet werden wir so gut wie nie mehr haben in den nächsten zwei Wochen. Entsprechend seltener werden die Updates im Blog sein.

Eingestellt von Tom Travel 01:32 Archiviert in Australien Kommentare (4)

Coral Bay - der Traumstrand

kurze Pause

sunny 35 °C
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Deutsche Touristen sind hier in Australien überall in der Überzahl. Nicht nur Jugendliche unter 30, die hier ein paar Monate arbeiten und den Rest der Zeit herumreisen, sondern auch viele “normale“ Urlauber. Langsam geben wir es auf andere Touristen in Englisch anzusprechen, es stellt sich dann doch nach kurzer Zeit heraus, dass es Deutsche sind. Australien scheint eine besondere Faszination für Deutschsprachige auszuüben (Schweizer und Österreicher trifft man auch eine Menge). Warum nur? Das fragen wir uns immer wieder. Was machen wir hier eigentlich? Bisher ist es entweder zu kalt oder zu heiß, eine Mitteltemperatur scheint es nicht zu geben. Extrem teuer ist es sowieso.

Es ist hier an der Küste viel kühler als manch einer daheim denkt. Jaja, wir wissen, ihr friert gerade bei Temperaturen um den Gefrierpunkt – das ist aber auch normal Ende November. Hier in Australien ist bald Sommeranfang und da haben wir etwas mehr Wärme erwartet.

Wo es natürlich wirklich heiß ist ist der Outback. Man fährt und fährt und wünscht sich eine Klimaanlage.

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1 Stunde später sieht es dann so aus

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Eine weitere Stunde später dann so

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Auf dem Weg nach Coral Bay ein Rastplatz im Outback. Wir sind nicht alleine, es sind sind mindestens noch 4 weitere Deutsche hier. Nachts im Outback kann es für die Rumänen unter uns schon mal unheimlich werden.

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Dieses Mal ist Alina viel entspannter als vor 3 Jahren und fürchtet nicht nachts von einsamen Motorradfahrern massakriert zu werden.

Am nächsten Tag sind wir nach weiteren heißen 300 km in Coral Bay. 5 Tage bleiben wir hier. Für unsere Verhältnisse eine ziemlich lange Zwischenstation. Wild Campen ist hier in Strandnähe nirgends erlaubt. Um die Bucht hat sich ein Mini-Touristenzentrum gebildet. Es besteht aus einer 300 Meter langen Straße mit einigen Shops, Restaurants und Hotels links und rechts davon.

Eine Oase der Zivilisation – der nächste Ort ist über 100 km entfernt. Lebensmittel sind extrem teuer hier (1 Joghurt = 2 Euro). Die Hauptattraktion ist das Riff und das Leben im Wasser. Walhaie und Mantas kommen hier regelmäßig in ufernähe. Für Walhaie sind wir allerdings zur falschen Jahreszeit hier. Ein Tauchgang kostet 150€ - das hätten wir uns ohnehin nicht geleistet.

Ich teste mal die Wassertemperatur mit dem Zeh – Begeisterung sieht anders aus. Das sind bestimmt weniger als 25°.

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Im Caravan-Park finden wir einen schönen schattigen Platz für unseren Camper, damit wir morgens nicht von der Hitze geweckt werden. Hört sich nach einen tollen Plan an oder? Ja, aber die morgendliche Hitze kommt nicht. Es geht hier so eine starker kühler Wind, dass nun auch ich ein Kratzen im Hals spüre, Alina ist immer noch nicht 100% gesund. Das war's also vorerst mit Schnorcheln und Baden hier. Daher beschließen wir ein paar Tage Pause zu machen und nichts zu tun, außer endlich mal wieder völlig gesund zu werden.

Die einzigen tierischen Begegnungen haben wir mit den lustigen kleinen Vögel die mir aus der Hand fressen.

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Beim Fotografieren des Sonnenuntergangs weht es uns fast von der Sanddüne.

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Am nächsten Tag sehen wir uns den Strand an, wundervoll! Das Wasser ist so unglaublich türkisgrün - am Strand zwar keine Palmen, aber es haut uns trotzdem um.

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Der Strand ist so flach, man muß weit gehen bis man mal knietief im Wasser ist. Weiter draußen kommt dann das Riff.

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Das Schnorcheln soll hier fantatisch sein, aber der Wind der haut uns um. Da machen wir lieber einen langen Strandspaziergang mit Windjacke und Schal. (Schottland läßt grüßen). Zuerst mit Rückenwind, danach kämpfen wir uns gegen den Wind zurück. Der peitscht uns die Sandkörner an die Beine. Wir bekommen ein Sandstrahl-Peeling extrem. Aua!

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Es bleibt auch die nächsten Tage sehr windig und zu kühl. So können wir weder schnorcheln noch baden. Wir überarbeiten unseren Reiseplan. Für den Rückweg nach Perth markieren wir eine Route durchs Landesinnere. Wir wollen weiter ins Outback - lieber schwitzen als frieren.

Eingestellt von Tom Travel 05:46 Archiviert in Australien Kommentare (3)

Cape Range & Ningaloo National Park

vom Winde verweht

sunny 35 °C
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Wir erreichen heute den nördlichsten Punkt unserer Australien Rundreise. Wir müssen Vorräte für die nächsten Tage aufstocken und das nächste größere Dorf – Exmouth – liegt halt mal wieder 200km entfernt. Nur zum Einkaufen wäre das schon ein wenig weit, zum Glück gibt es hier 2 Nationalparks. Einer im Wasser - Ningaloo, einer an Land - Cape Range und zusammen natürlich schon wieder mal ein Weltkulturerbe.

Auf dem Weg dorthin unzählige Termitenhügel natürlich muss Thomas wieder drauf klettern oder sonstigen Unsinn machen.

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Unter Wasser soll es hier tolle Dinge schon beim Schnorcheln zu sehen geben. In Tourquise Bay, kann man einen Drift-Schnorchelgang machen. Man geht rein, lässt sich am Ufer entlang treiben und geht wieder raus. Danach kann man zu Fuß zurücklaufen und es nochmal erleben. Unser Pech von Coral Bay setzt sich fort - es geht so ein starker kalter Wind, das Wasser ist kühler als in Coral Bay, so dass wir es nicht wagen unser Schnorchelzeug auszuprobieren. Kaum zu fassen aber wir sind beide immer noch erkältet – das wird nun wirklich zu einem großen Ärgernis.
Alina schaut (schon wieder) sehnsüchtig aufs Wasser und würde so gerne rein. Zu riskant – eine Verschlimmerung ihrer Bronchitis können wir nicht riskieren. Da fährt man über 1000km um in eines der besten Tauch und Schnorchelreviere der Welt zu kommen und dann kann man nicht ins Wasser. Grmpf!

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Wenigstens wird unser Autochen Camp David an den schönsten Stränden Australiens geparkt!

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Dann eben ein Strandspaziergang an eine Wanderdüne (die Seile vom Wind völlig zugeweht)

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Wandern geht hier auch, es gibt einige wunderschöne Schluchten.

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Heute morgen haben unsere deutschen Campingnachbarn uns erzählt, dass eine Riesenkänguruh mit einem Jungen im Beutel vor unserem Auto herumlungerte. Sie haben es auch fotografiert, wir schliefen noch. Das ist sehr ärgerlich denn wir haben bisher noch kein Känguruh gesehen.

Man sieht die bekannten australischen Tiere zuerst entweder in Zoos oder tot an der Straße liegen. Nicht schön, aber so ist es leider nun mal. Etwas enttäuscht fahren wir zu unseren Schlafplatz. Immerhin sehen wir den Autralischen Bustard, der ist über 1 Meter groß und mit dem hatten wir nicht gerechnet, da wir nicht wussten dass es den überhaupt gibt. Zuerst dachten wir es wäre ein kleiner Emu.

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Känguruhs gibt es hier reichlich. So viele Känguruköddel haben wir auf unseren Wanderungen entdeckt, es muss hier Hunderte geben. Im Sand finden wir jede Menge Spuren, aber wo sind sie nur? Wir wissen schon vom letzten Mal, dass sie spät nachmittags bis nachts raus kommen. Deswegen fahren wir auch nicht nach der Dämmerung, wenn es sich irgendwie vermeiden läßt. Aber bei so vielen Knödeln muss es hier große und kleine Wallabys geben und die Großen können sich nicht so gut in den kleinen Gebüschen verstecken, oder?

Auf einmal entdecke ich 2 Ohren im Gebüsch, im Schatten. Tom wendet, fährt zurück und siehe da, dadaa! Unser erstes Känguruh! Kaum will ich näher für ein Foto, hoppelt es schon davon. Ich ärger mich gerade ein wenig, da steht das zweite neben mir. Wo kommt denn der her? War er die ganze Zeit da versteckt?

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Jetzt weiß ich wie ihre Verstecke aussehen, sie verbringen den Tag unter Büschen, siehe Bild unten.

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Es ist jetzt spät Nachmittags, es kommen immer mehr raus. Auf einmal sind sie überall, an den schönsten Stränden,

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an Wasserlöchern,

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sogar an unseren fast vollen Campingplatz kommen welche bis tief in die Nacht angehoppelt.

Nachts kommen hier nicht nur die Känguruhs sondern um diese Jahreszeit auch die Schildkröten am Land um ihre Eier abzulegen. An dem Strand an dem wir heute nacht kampieren kommt leider keine. Nur tausende Krabben, die völlig verwirrt vor unseren Füssen hin und her laufen. Sie wollen uns täuschen und laufen mal rechts mal links, wir immer noch geradeaus. Da sieht man wie sie völlg panisch werden und fast über die eigenen Füßen stolpern. (sie haben ja auch so viele Füße) Das sieht lustig aus, fotografisch kann man es leider nicht festhalten.

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Am nächsten Morgen sehen wir an einer anderen Stelle noch die Spuren der Schildkröten im Sand

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Ebenfalls am nächsten Morgen weitere Känguruhs. An ein paar komme ich auch ganz nah dran, der hier ist ein Riesenkerl.

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Ohne Wasserspaß bringt das hier nichts in Ningaloo. Wir fahren weiter die Küste entlang und auf Nebenstraßen durch den Cape Range Park Unser Campervan leidet dabei sehr, dafür haben wir tolle Ausblicke.

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Eine Emu Henne mit 9 Kids sehen wir auch noch rumwandern!

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Ein paar Tage später wird unser Van noch viel mehr leiden, aber davon weiß er jetzt ja noch nichts. Es geht immer tiefer ins Outback, die Erde rötet immer mehr und es wird "wärmer".

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Nächstes Ziel der Karijini Nationalpark - sind ja wieder nur ein paar hundert Kilometer ^^

Eingestellt von Tom Travel 21:39 Archiviert in Australien Kommentare (3)

Karijini National Park

Öko? Logisch!

sunny 35 °C
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Es geht wieder Richtung Süden, zurück nach Perth. Nicht die selbe Strecke wie auf dem Hinweg – wir fahren durch das Landesinnere. Hier liegt ein weiterer Nationalpark – Karijini.

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Fotos der dortigen Schluchten und Canyons sehen vielversprechend aus. 500km werden es heute wieder mal auf dem Tageszähler – die letzten 40 davon auf einer fürchterlichen Schotterpiste, so dass ich teilweise befürchte unser Camper fällt gleich auseinander. Der feine rote Staub dieser Piste dringt überall in den Innenraum. Als wir an unserer Campsite aussteigen sieht der Wagen aus als ob er sich auf einem Tennisplatz gewälzt hat. Da wird demnächst eine Generalinnen- und -außenreinigung fällig. Den halben Weg hatten wir nicht einmal Musik – das Radio streikte aus unerfindlichen Gründen seit ich einen Schalter betätigt habe, von dem schon die Vorbesitzerin nicht wusste wofür er gut ist. Die Liste der Dinge die es demnächst mal zu reparieren gilt wird immer länger. Wassertank, Gasfunktion am Kühlschrank, Blinker, Außenspiegel und nun auch noch das Radio. :-(

Unser heutiger Campingplatz ist das Karijini Eco Retreat. Was für ein Reinfall! Zugegeben, ich hätte schon beim Zusatz Eco (Öko?) Verdacht schöpfen müssen. Meist verheißt das nichts Gutes. Man bekommt niedrigsten Standard mit einem Umweltetikett zu einem unverschämten Preis. So auch hier. Das gute Umweltgewissen soll den Mangel an Komfort ausgleichen. Alles ist ja so schonend und nachhaltig hier. Moderner Ablasshandel.

Strom oder Wasser an der Campsite? Ja wo denkt ihr hin – wir überlassen euch ein Stück roten Staub und Steine, da dürft ihr euer Auto drauf stellen.

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Wir können doch wegen euch nicht den Naturboden aufgraben und Leitungen legen oder Matten auslegen. Der rote Dreck, den ihr dann unweigerlich im Wagen habt ist eine schöne Erinnerung, die ihr kostenlos bekommt und da habt ihr länger was davon. Der Sonnenuntergang ist noch umsonst, das wird aber bald geändert.

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Das Wasser und der Strom den ihr verbraucht schmälert unseren Gewinn den wir für bunte Werbeflyer in ganz Australien brauchen, damit mehr Umweltfreunde so wie ihr hierher kommen. Aus dem selben Grund stellen wir auch keine Mülltonnen auf. Das hier ist doch ein Naturschutzgebiet und jeder nimmt alles wieder mit was er hergebracht hat. (Außer sein Geld, das darf er hierlassen). Immerhin gibt es Toiletten und da dürft ihr froh sein, dass das was da reinkommt hierbleiben darf. Aber auch nur wenn ihr es gegessen habt, denn was anderes vertragen unsere Toiletten nicht. Waschbecken in den Toiletten braucht es auch nicht. Denkt doch mal an die Umwelt. Ein paar Abstriche bei der Hygiene nimmt man doch dafür gerne in Kauf. Die Duschkabinen sind von innen nicht abschließbar, so ist sichergestellt, dass jeder nur so kurz wie möglich duscht.

Das Radio geht übrigens wieder – ich habe den Sicherungskasten gefunden und die Sicherung fürs Radio war durch. Zumindest wissen wir jetzt, dass der Schalter den Stromkreislauf des Radios lahm legt. Einen sinnvollen Einsatz des Schalters suchen wir weiterhin.

Am nächsten Morgen sind Tausende von Ameisen in unserem Müllbeutel. Ganz un-eco-logisch müssen wir die aus dem Naturschutzgebiet mitnehmen. Hoffentlich beschwert sich keine bei der Umweltbehörde, sonst sind wir dran, ich sehe schon die Schlagzeilen: Gemeine Touristen, 56 Ameisen getrennt von ihren Familien.

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Am anderen Ende des Nationalparks gibt es übrigens einen weiteren Campingplatz. Ohne Eco-Image und Solarduschen, dafür für ein Drittel des Preises.

Der Karijini-Park ist berühmt für seine Schluchten – und die sehen wir uns heute an. Die Ausblicke von oben sind genial. Hier guckt Thomas die Schlucht runter, das habe ich nochmal vergrößert.

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Leider streikt jetzt auch noch Alinas 10 Monate alte Kamera. Der Deckel eines Objektiv ist bei der nächtlichen Schildkrötenwanderung bei den Krabben verloren gegangen. Übrigens, das zweite Handy lässt sich mittlerweile auch nicht mehr einschalten. Wir mussten es auch nicht absichtlich zwischen den Sitz einklemmen, es tut es auch so schon nicht mehr. Schön dass wir auf alle Geräte Garantie haben – in Deutschland! Jetzt noch ein paar Bilder für euch, bevor wir uns noch mehr ärgern.

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Das Wasser unten in der Schlucht lädt zum Baden ein. Wir baden im Knox Gorge – herrlich!

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Weitere Schluchten mit einem erotischen Eukalyptus Baum.

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Orangerote Libellen, sieht man bei uns daheim auch nicht, hier schwirren sie überall rum. Auch andere Libellen und hübschen Eidechsen

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Unser Auto wird auch innen immer mehr zur Staubwüste und wir sind froh als wir endlich wieder Asphalt unter den Rädern haben. 200km sind es bis zu unserem heutigen Nachtquartier – einem Campingplatz in Newman. Eine Minenstadt mit 4000 Einwohnern im Herzen der Pilbara – hier wohnen und leben nur Minenarbeiter. Touristen nehmen die Inlandsroute zurück nach Perth eher selten. Wir legen eine Putztag bzw. -abend ein. Thomas wird wieder zu Jungfrau (Sternzeichen) und macht einen auf Putzkoryphäe und kommandiert rum. Gleich packt er die Untersetzter aus. Grmpf!

Newman ist ein weiteres Beispiel für die extreme Abgeschiedenheit hier in Nordwest-Australien. Die beiden Nachbarorte Port Hedland und Meekatharra sind jeweils über 400km entfernt. Dazwischen ist nichts - außer Millionen Spinifex-Büsche.

Die Wüste Australien blüht zur Zeit. Ihr trinkt Glühwein und wir entdecken den Frühling ohne einen Winter gehabt zu haben. :-)

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Eingestellt von Tom Travel 05:54 Archiviert in Australien Kommentare (4)

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