Reise blog von Travellerspoint

Dezember 2011

Coral Bay - der Traumstrand

kurze Pause

sunny 35 °C
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Deutsche Touristen sind hier in Australien überall in der Überzahl. Nicht nur Jugendliche unter 30, die hier ein paar Monate arbeiten und den Rest der Zeit herumreisen, sondern auch viele “normale“ Urlauber. Langsam geben wir es auf andere Touristen in Englisch anzusprechen, es stellt sich dann doch nach kurzer Zeit heraus, dass es Deutsche sind. Australien scheint eine besondere Faszination für Deutschsprachige auszuüben (Schweizer und Österreicher trifft man auch eine Menge). Warum nur? Das fragen wir uns immer wieder. Was machen wir hier eigentlich? Bisher ist es entweder zu kalt oder zu heiß, eine Mitteltemperatur scheint es nicht zu geben. Extrem teuer ist es sowieso.

Es ist hier an der Küste viel kühler als manch einer daheim denkt. Jaja, wir wissen, ihr friert gerade bei Temperaturen um den Gefrierpunkt – das ist aber auch normal Ende November. Hier in Australien ist bald Sommeranfang und da haben wir etwas mehr Wärme erwartet.

Wo es natürlich wirklich heiß ist ist der Outback. Man fährt und fährt und wünscht sich eine Klimaanlage.

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1 Stunde später sieht es dann so aus

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Eine weitere Stunde später dann so

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Auf dem Weg nach Coral Bay ein Rastplatz im Outback. Wir sind nicht alleine, es sind sind mindestens noch 4 weitere Deutsche hier. Nachts im Outback kann es für die Rumänen unter uns schon mal unheimlich werden.

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Dieses Mal ist Alina viel entspannter als vor 3 Jahren und fürchtet nicht nachts von einsamen Motorradfahrern massakriert zu werden.

Am nächsten Tag sind wir nach weiteren heißen 300 km in Coral Bay. 5 Tage bleiben wir hier. Für unsere Verhältnisse eine ziemlich lange Zwischenstation. Wild Campen ist hier in Strandnähe nirgends erlaubt. Um die Bucht hat sich ein Mini-Touristenzentrum gebildet. Es besteht aus einer 300 Meter langen Straße mit einigen Shops, Restaurants und Hotels links und rechts davon.

Eine Oase der Zivilisation – der nächste Ort ist über 100 km entfernt. Lebensmittel sind extrem teuer hier (1 Joghurt = 2 Euro). Die Hauptattraktion ist das Riff und das Leben im Wasser. Walhaie und Mantas kommen hier regelmäßig in ufernähe. Für Walhaie sind wir allerdings zur falschen Jahreszeit hier. Ein Tauchgang kostet 150€ - das hätten wir uns ohnehin nicht geleistet.

Ich teste mal die Wassertemperatur mit dem Zeh – Begeisterung sieht anders aus. Das sind bestimmt weniger als 25°.

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Im Caravan-Park finden wir einen schönen schattigen Platz für unseren Camper, damit wir morgens nicht von der Hitze geweckt werden. Hört sich nach einen tollen Plan an oder? Ja, aber die morgendliche Hitze kommt nicht. Es geht hier so eine starker kühler Wind, dass nun auch ich ein Kratzen im Hals spüre, Alina ist immer noch nicht 100% gesund. Das war's also vorerst mit Schnorcheln und Baden hier. Daher beschließen wir ein paar Tage Pause zu machen und nichts zu tun, außer endlich mal wieder völlig gesund zu werden.

Die einzigen tierischen Begegnungen haben wir mit den lustigen kleinen Vögel die mir aus der Hand fressen.

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Beim Fotografieren des Sonnenuntergangs weht es uns fast von der Sanddüne.

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Am nächsten Tag sehen wir uns den Strand an, wundervoll! Das Wasser ist so unglaublich türkisgrün - am Strand zwar keine Palmen, aber es haut uns trotzdem um.

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Der Strand ist so flach, man muß weit gehen bis man mal knietief im Wasser ist. Weiter draußen kommt dann das Riff.

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Das Schnorcheln soll hier fantatisch sein, aber der Wind der haut uns um. Da machen wir lieber einen langen Strandspaziergang mit Windjacke und Schal. (Schottland läßt grüßen). Zuerst mit Rückenwind, danach kämpfen wir uns gegen den Wind zurück. Der peitscht uns die Sandkörner an die Beine. Wir bekommen ein Sandstrahl-Peeling extrem. Aua!

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Es bleibt auch die nächsten Tage sehr windig und zu kühl. So können wir weder schnorcheln noch baden. Wir überarbeiten unseren Reiseplan. Für den Rückweg nach Perth markieren wir eine Route durchs Landesinnere. Wir wollen weiter ins Outback - lieber schwitzen als frieren.

Eingestellt von Tom Travel 05:46 Archiviert in Australien Kommentare (3)

Cape Range & Ningaloo National Park

vom Winde verweht

sunny 35 °C
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Wir erreichen heute den nördlichsten Punkt unserer Australien Rundreise. Wir müssen Vorräte für die nächsten Tage aufstocken und das nächste größere Dorf – Exmouth – liegt halt mal wieder 200km entfernt. Nur zum Einkaufen wäre das schon ein wenig weit, zum Glück gibt es hier 2 Nationalparks. Einer im Wasser - Ningaloo, einer an Land - Cape Range und zusammen natürlich schon wieder mal ein Weltkulturerbe.

Auf dem Weg dorthin unzählige Termitenhügel natürlich muss Thomas wieder drauf klettern oder sonstigen Unsinn machen.

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Unter Wasser soll es hier tolle Dinge schon beim Schnorcheln zu sehen geben. In Tourquise Bay, kann man einen Drift-Schnorchelgang machen. Man geht rein, lässt sich am Ufer entlang treiben und geht wieder raus. Danach kann man zu Fuß zurücklaufen und es nochmal erleben. Unser Pech von Coral Bay setzt sich fort - es geht so ein starker kalter Wind, das Wasser ist kühler als in Coral Bay, so dass wir es nicht wagen unser Schnorchelzeug auszuprobieren. Kaum zu fassen aber wir sind beide immer noch erkältet – das wird nun wirklich zu einem großen Ärgernis.
Alina schaut (schon wieder) sehnsüchtig aufs Wasser und würde so gerne rein. Zu riskant – eine Verschlimmerung ihrer Bronchitis können wir nicht riskieren. Da fährt man über 1000km um in eines der besten Tauch und Schnorchelreviere der Welt zu kommen und dann kann man nicht ins Wasser. Grmpf!

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Wenigstens wird unser Autochen Camp David an den schönsten Stränden Australiens geparkt!

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Dann eben ein Strandspaziergang an eine Wanderdüne (die Seile vom Wind völlig zugeweht)

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Wandern geht hier auch, es gibt einige wunderschöne Schluchten.

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Heute morgen haben unsere deutschen Campingnachbarn uns erzählt, dass eine Riesenkänguruh mit einem Jungen im Beutel vor unserem Auto herumlungerte. Sie haben es auch fotografiert, wir schliefen noch. Das ist sehr ärgerlich denn wir haben bisher noch kein Känguruh gesehen.

Man sieht die bekannten australischen Tiere zuerst entweder in Zoos oder tot an der Straße liegen. Nicht schön, aber so ist es leider nun mal. Etwas enttäuscht fahren wir zu unseren Schlafplatz. Immerhin sehen wir den Autralischen Bustard, der ist über 1 Meter groß und mit dem hatten wir nicht gerechnet, da wir nicht wussten dass es den überhaupt gibt. Zuerst dachten wir es wäre ein kleiner Emu.

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Känguruhs gibt es hier reichlich. So viele Känguruköddel haben wir auf unseren Wanderungen entdeckt, es muss hier Hunderte geben. Im Sand finden wir jede Menge Spuren, aber wo sind sie nur? Wir wissen schon vom letzten Mal, dass sie spät nachmittags bis nachts raus kommen. Deswegen fahren wir auch nicht nach der Dämmerung, wenn es sich irgendwie vermeiden läßt. Aber bei so vielen Knödeln muss es hier große und kleine Wallabys geben und die Großen können sich nicht so gut in den kleinen Gebüschen verstecken, oder?

Auf einmal entdecke ich 2 Ohren im Gebüsch, im Schatten. Tom wendet, fährt zurück und siehe da, dadaa! Unser erstes Känguruh! Kaum will ich näher für ein Foto, hoppelt es schon davon. Ich ärger mich gerade ein wenig, da steht das zweite neben mir. Wo kommt denn der her? War er die ganze Zeit da versteckt?

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Jetzt weiß ich wie ihre Verstecke aussehen, sie verbringen den Tag unter Büschen, siehe Bild unten.

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Es ist jetzt spät Nachmittags, es kommen immer mehr raus. Auf einmal sind sie überall, an den schönsten Stränden,

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an Wasserlöchern,

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sogar an unseren fast vollen Campingplatz kommen welche bis tief in die Nacht angehoppelt.

Nachts kommen hier nicht nur die Känguruhs sondern um diese Jahreszeit auch die Schildkröten am Land um ihre Eier abzulegen. An dem Strand an dem wir heute nacht kampieren kommt leider keine. Nur tausende Krabben, die völlig verwirrt vor unseren Füssen hin und her laufen. Sie wollen uns täuschen und laufen mal rechts mal links, wir immer noch geradeaus. Da sieht man wie sie völlg panisch werden und fast über die eigenen Füßen stolpern. (sie haben ja auch so viele Füße) Das sieht lustig aus, fotografisch kann man es leider nicht festhalten.

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Am nächsten Morgen sehen wir an einer anderen Stelle noch die Spuren der Schildkröten im Sand

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Ebenfalls am nächsten Morgen weitere Känguruhs. An ein paar komme ich auch ganz nah dran, der hier ist ein Riesenkerl.

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Ohne Wasserspaß bringt das hier nichts in Ningaloo. Wir fahren weiter die Küste entlang und auf Nebenstraßen durch den Cape Range Park Unser Campervan leidet dabei sehr, dafür haben wir tolle Ausblicke.

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Eine Emu Henne mit 9 Kids sehen wir auch noch rumwandern!

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Ein paar Tage später wird unser Van noch viel mehr leiden, aber davon weiß er jetzt ja noch nichts. Es geht immer tiefer ins Outback, die Erde rötet immer mehr und es wird "wärmer".

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Nächstes Ziel der Karijini Nationalpark - sind ja wieder nur ein paar hundert Kilometer ^^

Eingestellt von Tom Travel 21:39 Archiviert in Australien Kommentare (3)

Karijini National Park

Öko? Logisch!

sunny 35 °C
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Es geht wieder Richtung Süden, zurück nach Perth. Nicht die selbe Strecke wie auf dem Hinweg – wir fahren durch das Landesinnere. Hier liegt ein weiterer Nationalpark – Karijini.

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Fotos der dortigen Schluchten und Canyons sehen vielversprechend aus. 500km werden es heute wieder mal auf dem Tageszähler – die letzten 40 davon auf einer fürchterlichen Schotterpiste, so dass ich teilweise befürchte unser Camper fällt gleich auseinander. Der feine rote Staub dieser Piste dringt überall in den Innenraum. Als wir an unserer Campsite aussteigen sieht der Wagen aus als ob er sich auf einem Tennisplatz gewälzt hat. Da wird demnächst eine Generalinnen- und -außenreinigung fällig. Den halben Weg hatten wir nicht einmal Musik – das Radio streikte aus unerfindlichen Gründen seit ich einen Schalter betätigt habe, von dem schon die Vorbesitzerin nicht wusste wofür er gut ist. Die Liste der Dinge die es demnächst mal zu reparieren gilt wird immer länger. Wassertank, Gasfunktion am Kühlschrank, Blinker, Außenspiegel und nun auch noch das Radio. :-(

Unser heutiger Campingplatz ist das Karijini Eco Retreat. Was für ein Reinfall! Zugegeben, ich hätte schon beim Zusatz Eco (Öko?) Verdacht schöpfen müssen. Meist verheißt das nichts Gutes. Man bekommt niedrigsten Standard mit einem Umweltetikett zu einem unverschämten Preis. So auch hier. Das gute Umweltgewissen soll den Mangel an Komfort ausgleichen. Alles ist ja so schonend und nachhaltig hier. Moderner Ablasshandel.

Strom oder Wasser an der Campsite? Ja wo denkt ihr hin – wir überlassen euch ein Stück roten Staub und Steine, da dürft ihr euer Auto drauf stellen.

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Wir können doch wegen euch nicht den Naturboden aufgraben und Leitungen legen oder Matten auslegen. Der rote Dreck, den ihr dann unweigerlich im Wagen habt ist eine schöne Erinnerung, die ihr kostenlos bekommt und da habt ihr länger was davon. Der Sonnenuntergang ist noch umsonst, das wird aber bald geändert.

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Das Wasser und der Strom den ihr verbraucht schmälert unseren Gewinn den wir für bunte Werbeflyer in ganz Australien brauchen, damit mehr Umweltfreunde so wie ihr hierher kommen. Aus dem selben Grund stellen wir auch keine Mülltonnen auf. Das hier ist doch ein Naturschutzgebiet und jeder nimmt alles wieder mit was er hergebracht hat. (Außer sein Geld, das darf er hierlassen). Immerhin gibt es Toiletten und da dürft ihr froh sein, dass das was da reinkommt hierbleiben darf. Aber auch nur wenn ihr es gegessen habt, denn was anderes vertragen unsere Toiletten nicht. Waschbecken in den Toiletten braucht es auch nicht. Denkt doch mal an die Umwelt. Ein paar Abstriche bei der Hygiene nimmt man doch dafür gerne in Kauf. Die Duschkabinen sind von innen nicht abschließbar, so ist sichergestellt, dass jeder nur so kurz wie möglich duscht.

Das Radio geht übrigens wieder – ich habe den Sicherungskasten gefunden und die Sicherung fürs Radio war durch. Zumindest wissen wir jetzt, dass der Schalter den Stromkreislauf des Radios lahm legt. Einen sinnvollen Einsatz des Schalters suchen wir weiterhin.

Am nächsten Morgen sind Tausende von Ameisen in unserem Müllbeutel. Ganz un-eco-logisch müssen wir die aus dem Naturschutzgebiet mitnehmen. Hoffentlich beschwert sich keine bei der Umweltbehörde, sonst sind wir dran, ich sehe schon die Schlagzeilen: Gemeine Touristen, 56 Ameisen getrennt von ihren Familien.

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Am anderen Ende des Nationalparks gibt es übrigens einen weiteren Campingplatz. Ohne Eco-Image und Solarduschen, dafür für ein Drittel des Preises.

Der Karijini-Park ist berühmt für seine Schluchten – und die sehen wir uns heute an. Die Ausblicke von oben sind genial. Hier guckt Thomas die Schlucht runter, das habe ich nochmal vergrößert.

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Leider streikt jetzt auch noch Alinas 10 Monate alte Kamera. Der Deckel eines Objektiv ist bei der nächtlichen Schildkrötenwanderung bei den Krabben verloren gegangen. Übrigens, das zweite Handy lässt sich mittlerweile auch nicht mehr einschalten. Wir mussten es auch nicht absichtlich zwischen den Sitz einklemmen, es tut es auch so schon nicht mehr. Schön dass wir auf alle Geräte Garantie haben – in Deutschland! Jetzt noch ein paar Bilder für euch, bevor wir uns noch mehr ärgern.

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Das Wasser unten in der Schlucht lädt zum Baden ein. Wir baden im Knox Gorge – herrlich!

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Weitere Schluchten mit einem erotischen Eukalyptus Baum.

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Orangerote Libellen, sieht man bei uns daheim auch nicht, hier schwirren sie überall rum. Auch andere Libellen und hübschen Eidechsen

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Unser Auto wird auch innen immer mehr zur Staubwüste und wir sind froh als wir endlich wieder Asphalt unter den Rädern haben. 200km sind es bis zu unserem heutigen Nachtquartier – einem Campingplatz in Newman. Eine Minenstadt mit 4000 Einwohnern im Herzen der Pilbara – hier wohnen und leben nur Minenarbeiter. Touristen nehmen die Inlandsroute zurück nach Perth eher selten. Wir legen eine Putztag bzw. -abend ein. Thomas wird wieder zu Jungfrau (Sternzeichen) und macht einen auf Putzkoryphäe und kommandiert rum. Gleich packt er die Untersetzter aus. Grmpf!

Newman ist ein weiteres Beispiel für die extreme Abgeschiedenheit hier in Nordwest-Australien. Die beiden Nachbarorte Port Hedland und Meekatharra sind jeweils über 400km entfernt. Dazwischen ist nichts - außer Millionen Spinifex-Büsche.

Die Wüste Australien blüht zur Zeit. Ihr trinkt Glühwein und wir entdecken den Frühling ohne einen Winter gehabt zu haben. :-)

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Eingestellt von Tom Travel 05:54 Archiviert in Australien Kommentare (4)

Nord-Westliches Outback --> Perth

Der lange Weg zurück

semi-overcast 25 °C
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Die folgende Tagesetappe wird unsere bisher längste. 800km Richtung Süden, das bedeutet 10 Stunden Fahrt mit Pausen nur zum Tanken.

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Unser Routenbuch ist veraltet und die vorher ausgewählte Stelle zum Übernachten gibt es nicht mehr. Wir müssen gegen unsere Gewohnheit bis nach Einbruch der Dunkelheit weiter fahren, bis wir einen passenden Rastplatz finden.

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Kurz davor sehen wir den schönsten Regen unseres Lebens - was für ein Licht!

Ein Parkplatz kurz hinter Paynes Find wird unsere heutige Nachtstation. Paynes Find besteht aus einer Tankstelle mit dem teuersten Sprit den wir bisher in Australien getankt haben und einem Bar-Restaurant für Fernfahrer. Der Anblick der Gäste um den Tresen als ich zum Bezahlen reingehe lässt mich gleich mal doppelt so schnell wieder raus gehen.

Eine hübsche Stabheuschrecke besucht uns vom Licht angezogen.

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Leider müssen wir unseren ersten Roadkill verzeichnen – eine Taube hat uns zu spät gesehen und beendete ihr Leben an unserem Reservereifen.

Auf der Strecke hierher haben wir mehr überbreite Schwertransporte gesehen als in unserem ganzen Leben davor. Schlafcontainer für die Minenarbeiter, Reservereifen für die riesigen Bagger – alles geht Richtung Norden zu den Minen. "Oversize" ist hier die Normalität. Das ein oder andere Mal müssen wir auf den Straßenrand ausweichen, da werden komplette riesige Baumaschinen transportiert, die die ganze Straße brauchen.

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Die schnellsten Fahrzeuge auf Australiens Highways sind die Road-Trains. Über 50 Meter lange und 70 Tonnen schwere LKWs. Die rauschen mit 110 Sachen dahin und bremsen für nichts und niemanden. Ich versuche immer so einen zu erwischen und im Windschatten mit zu segeln. Spart Sprit und außerdem räumen die vorne alles weg was so auf die Fahrbahn springt. Ganz ungefährlich ist das allerdings auch nicht, liegen Steine auf der Straße und man ist dicht hinter so einem Monster, dann kann es das für die eigene Frontscheibe gewesen sein. Unsere hat bereits einen guten Sprung, wie man auf dem Foto sehen kann, viel mehr verträgt die nicht.

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Nächster Tag und nur noch 500km bis Perth. 5000km lang war unsere "kleine" Rundreise durch den Nord-Westen als wir wieder in Perth ankommen. Es ist höllisch heiß in der Stadt. Endlich wieder Telefon, Internet, Auswahl bei Tankstellen und Lebensmittelläden.

Als erstes kaufen wir ein neues Handy mit Navi. Hat leider keine Karten drauf, also los zu McDonalds wegen Internetzugang. Super, der Mc Donalds ist direkt um die Ecke. Schön bauen wir unsere Laps auf, den Mehrfachstecker, den australischen Stecker, die Stromkabel. Nur funktioniert hier das Internet nicht. Blöd denn wir brauchen beides, Netz und Strom. Es beginnt eine Odyssee durch Perth von einer Filiale zur nächsten, bis wir endlich (nach über 3 Stunden und gefühlte 26 McDonald Filialen) eine finden, die auch Steckdosen für unsere Laptops hat. Die Downloads für unser Navi brechen ständig ab, das wird nichts mehr heute und wir müssen oldschool mit Papierstadtplan weiter fahren zu unserem heutigen Standort für die Nacht – ein ziemlich grusliges Waldstück 50km südlich von Perth. Da könnten wir morgen bei Tageslicht doch schön ein bissl wandern. Dachten wir...

Das Wetter hat sich gegen uns verschworen. Als wir gestern Nachmittag ankammen war es 36° höllisch heiß in der Stadt. Die Sonne hat uns im Auto durch die Scheiben gebraten. Dann ein Gewitter und nachfolgend Dauerregen. Nun ist es wieder viel zu kühl. Als es dann endlich aufhört zu regnen ist der fiese kalte Wind wieder da. Es ist wie ein regnerischer Herbsttag in Deutschland, kein Sommergewitter. Nicht direkt das Campingwetter das wir uns wünschen. Der nächste Tag wird nicht anders, es regnet durch. Wir haben etliches zu erledigen. Als erstes wir fahren zu Dove (die Firma, die vor vielen Jahren den Mazda zu einem Camper umgebaut hat) und wollen endlich wissen wie der Kühlschrank mit Gas funktioniert. Dabei stellen wir fest, er funktionierte die ganze Zeit. Da die Kontrolllampe nicht leuchtet, dachten wir es geht nicht. Wieso leuchtet gerad diese nicht? Wir bekommen viele Tipps, z.B. wo wir einen zweiten Außenspiegel und Ersatz für das kaputte Blinkerglas bekommen, die Fahrt war hierhin war somit nicht ganz umsonst.

Wir brauchen Strom, Dusche, Waschmaschine. Also ist für den nächsten Tag ein Campingplatz in Maddington angesagt. Als wir die Camp-Küche sehen sind wir sprachlos und können nur noch lachen. Es weht so starker Wind, dass wir befürchten die Decke fällt uns gleich auf den Kopf. Thomas sagt, er hat schon Hundefutterküchen gesehen die schöner waren als das hier.

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Beim Schrotthändler in der Nähe bekommen wir die Ersatzteile für unseren ramponierten Bus. So mit intaktem Blinker und Aussenspiegel sieht er gleich viel besser aus. Nun traue ich mich auch wieder in den Stadtverkehr von Perth. Wir wollen heute unbedingt noch den Kings Park sehen bevor wir uns endgültig von Perth verabschieden. Fluffy kommt auch mit. Von hier oben hat man den perfekten Ausblick über den Swan River und den CBD von Perth

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Links "The Queens Tree" - von QE II vor 60 Jahren gepflanzt. Heute ein Baumriese, erstaunlich wie schnell Eukalyptus wächst.

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Im Park ein Botanischer Garten und darin ein kostenloser Tree-Walk

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und Blüten überall, es ist halt Frühling

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Alina als "Tree-Hugger" ;-)

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Sowas Gemeines! Mir hat er gesagt "Stell dich mal neben den Baobab Baum, dann sieht der Baum etwas schlanker aus." Der österreischische Charme ist schon was Einmaliges, gell?

Rauchpause

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Wirklich klasse hier in Australien sind die überall an den vielen Picknickstationen aufgestellen Grillstationen. Kostenlos und zumeist in erstaunlich sauberem Zustand.

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Ein wirklich allerletzter Blick zurück auf Perth, noch heute abend geht es weiter Richtung Süden.

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Eingestellt von Tom Travel 22:58 Archiviert in Australien Kommentare (3)

Von Perth in den Südwesten von WA

alles so schön grün hier

semi-overcast 24 °C
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Die erste Nacht auf dem Weg nach Süden verbringen wir an einem wunderschönen Rastplatz in der Nähe von Dawesville, in einem Erholungsgebiet direkt am Wasser. Weit und breit wieder mal kein Haus und kein Mensch. Nur ein paar Kangurus hüpfen in der Gegend herum. Da erschrickt sogar Thomas wenn so ein 50kg Lackel in der Dunkelheit aus dem Gebüsch springt.

Am nächsten morgen geht es über Bunbury weiter nach Busselton. Wir müssen wieder mal einen Campinplatz ansteuern – wegen Dusche und Strom. Wir bekommen einen Platz in der ersten Reihe am Kukaburra Campingplatz mit Meerblick.

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Wie üblich hole ich das Verlängerungskabel und stöpsle uns an der Campingplatzsteckdose an. So eine Pole Position ist praktisch zum Wegfahren am nächsten Morgen. Man ist gleich auf der Straße und es kann weiter gehen. Nach 1km überholt uns ein PKW und die Insassen winken hektisch und deuten hinter uns. Im Rückspiegel sehe ich den Grund – unser Stromkabel flattert fröhlich hinter uns her. Das war es also was vorhin beim losfahren kurz geruckelt hat.

Auf den Weg hierher sehen wir dass Mangowein hier verkauft wird. Das finden wir nicht so ungewöhnlich wie das nächste Verkaufsschild: Emu Oil. Öl aus Emus - kaltgepresst oder was? Was kommt als Nächstes? Känguruhwhiskey?

Ein bisschen verbeult ist er noch unser Van aber so mit Spiegel und Blinker sieht er doch wieder ganz hübsch aus.

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Busselton hat den längsten Steg in der südlichen Hemisphäre. 2km geht der ins flache Wasser hinaus. Den Tipp haben wir von einer netten Australierin. Was es nicht alles an Superlativen gibt mit denen man im Lauf so einer Reise konfrontiert wird. Die ältesten Lebewesen, der größte Felsbrocken und nun der längste Steg.

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Und nachts mit Beleuchtung

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Der Vollmond leuchtet so hell, man könnte fast Zeitung lesen.

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Nächster Tag, erste Station Dunsborough. Der Schicki-Micki Rückzugsort für betuchte Perther am Wochenende. Teure Villen am Ufer, aber nix los. Sehr exklusiv das Ganze. Hotels für Pauschaltouristen wird man hier nicht finden. Schon wieder so ein Traumstrand wie in Coral Bay. Man muss weit ins Wasser gehen bis man mal schwimmen müsste. Ideal für Kinder und erstaunlich warm. Wäre sogar für unsere +25°-Ansprüche warm genug zum schwimmen.

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Es blüht mal wieder was am Straßenrand und wir müssen anhalten. Das duftet herrlich, kein Wunder dass alles voller Bienen ist.

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In der Gegend um Margret River kommen Weinliebhaber voll auf ihre Kosten. Überall Winerys mit Tasting-Angeboten entlang der Straße. Wir gönnen wir uns unseren ersten Pub-Besuch in diesem Australien Urlaub. Wurde auch Zeit, denn heute sind wir genau 1 Monat hier. Wir haben in diesem Monat so viel gesehen und erlebt - es kommt uns wie eine Ewigkeit vor.

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Die Strecke von Perth nach Süden ist völlig anders als die, die wir auf unserer Fahrt Richtung Norden gesehen haben. Alles so schön grün hier - bsssss! Weinplantagen, Eukalyptus-Alleen und dazwischen ein paar Schafweiden. Was ein Kontrast zu den Trockenbusch-Ebenen im Norden.

Die nette Dame von der Tourist-Information hat uns einen Schlafplatz im Leeuwin-Naturalist-Nationalpark, 20km südlich von Margret River, empfohlen. Schon die Fahrt dorthin ist der Hammer. Wie durch einen Märchenwald geht es Richtung Küste. Der Campground selbst ist einfach nur klasse. Diese abgelegenen Orte sind es was Australien für uns ausmacht. In dem riesigen Areal verbringen außer uns nur noch eine handvoll anderer Camper die Nacht.

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Die Küste ist nicht weit - schaut irgendwie schottisch aus hier.

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Der Grillmeister bei der Arbeit

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Die Opossums die es hier gibt haben wir nicht gesehen. Aber wir bekommen am Abend ein seltenes Naturschauspiel zu sehen – eine totale Mondfinsternis bei Vollmond. Keine Wolke am Himmel und kein störendes Licht hier tief im Wald. Besser werden wir so etwas wohl nicht mehr zu sehen bekommen.

Eingestellt von Tom Travel 21:27 Archiviert in Australien Kommentare (2)

von der Höhle mit See zum Tal der Riesen

von Margret River nach Albany

sunny 22 °C
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Am nächsten Morgen ist die Batterie am Auto leer. Schon wieder! Nun schon zum 3. Mal. Das mit dem Dual-Batterie-System funktioniert überhaupt nicht. Egal in welcher Schalterstellung - wenn die eine Batterie leer ist geht nichts mehr mit Starten. Allerdings lernt man auf der Suche nach Starthilfe nette Leute kennen.

Entlang der Cave Road gibt es viele - man ahnt es bereits - Höhlen.

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Wir haben uns die Lake Cave ausgesucht. Ein frei hängender Tisch, tolle Reflektionen im Wasser.

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Margret River gefällt uns so gut, wir bleiben noch eine weitere Nacht direkt am Fluß auf dem Riverside Campingplatz. Einer der schönsten Campingplätze die wir je gesehen haben.

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Da würde ich gerne mal wieder kommen allerdings mit mehr Geld oder wenn mann für 1€ = 3 Austral$ bekommt. Hier ist alles teuer auch die um bereits 20% reduzierten Weintouren würden für uns beide immer noch 150$ kosten. Wir haben uns bereits die Höhle gegönnt, immerhin auch 50$.

Auf dem Weg nach Süden machen wir einen Abstecher an die Küste in Hamlin Bay. Möglicherweise ein ziemlich genialer Ort nur heute ist es wieder windig und kalt - schon wieder kein Badewetter. Jetzt beschweren die sich schon wieder über das Wetter. Wir sehen schon wie ihr mit den Augen rollt. Es ist allerdings gerade wirklich zum Kotzen! Es fängt schon wieder an zu regnen. Hier gibt es keine Mitteltemperatur. Alina hatte sich gestern kurz in Margret River gesonnt, heute hat sie 2 Pullis und Jacke an. Eine Mitteltemperatur wünschen wir uns zu Weihnachten. Ob der Weihnachtsmann auch Blog liest? Bestimmt! ;-)

Thomas hatte den Auftrag öfters auf Fotos zu lachen, bei dem Wetter hat er sein Bestes gegeben.

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Wir biegen ab nach Osten und fahren durch die teilweise noch schwelenden Reste eines riesigen Buschbrandes.

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Gut dass wir nicht vor ein paar Tagen hier waren.

In der Nähe von Pemberton gabeln wir 2 junge Hamburger, Fleming und Janine, auf die auch mit dem eigenen Auto unterwegs sind. Wir tun mal so als ob wir wüssten wo es lang geht und übernehmen die Führung. Zusammen verfahren wir uns zum Brook Damm. Wir schlagen unser Lager im Warren Nationalpark auf. Hier ist Lagerfeuer nicht nur erlaubt, man bekommt sogar das Feuerholz dafür gestellt. Am liebsten würden wir ein Lagerfeuer im Auto machen, es ist natürlich wieder mal saukalt. Wir sind froh im Wald zu sein, außerhalb ist es bestimmt noch kälter, hier haben wir Windschutz.

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Am Lagerfeuer sehen wir einen Kookaburra und hören noch einige mehr. Hört sich an als ob sich Affen kaputtlachen.

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Am nächsten Tag ein bisserl wandern. Der Stausee ist wirklich schön aber bei dem Wetter wirkt alles grau. Auf einmal entdecken wir ein kleines bekanntes Etwas in Gebüsch! Ein Quokka! Viel scheuer als seine Freunde in Rottnest und viel schwerer zu sehen.

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In diesem Teil Australiens fährt man praktisch von einem Nationalpark in den nächsten Am nächsten Tag sind wir bei den riesigen Kerri-Eukalyptus-Bäumen. Einige kann man besteigen - wenn man sich traut.

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Mehr als Eisenstangen und ein wenig Draht bekommt man nicht als Aufstiegshilfe und Sicherung. Bis auf 75 Meter geht es in die Höhe zur Aussichtsplattform. Blöd für Alina die mit Höhenangst geplagt ist, sie kann zwischen den Stäben durchgucken, sie klettert schnell wieder runter.

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Als nächstes kommt "The Valley fo the Giants". Riesige Tinglewood Bäume haben nur noch hier überlebt und man hat freundlicherweise einen Treewalk in 40 Meter Höhe gebaut, damit auch die die sich nicht auf die Kerris getraut haben mal den Wald von oben sehen können.

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Alle alten Tinglewoods sind unten hohl - sehr fotogen

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Alina füttert Alpacas auf unserem Campingplatz in Albany

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ANGEKOMMEN!

Albany - Esperance - Lucky Bay

rain 18 °C
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Fast 500km Richtung Osten und es nieselt und regnet fast auf dem ganzen Weg. Es gäbe sicher ein paar interessante Stellen auf der Strecke aber bei dem Wetter sieht es dann so aus. Was wäre dieser Ausblick schön, mit ein bisschen Sonne.

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Hier kann mann toll wandern auch übernachten aber wir hoffen auf besseres Wetter und fahren wir einfach immer weiter. 100km vor Esperance hört es endlich auf und wir machen Rast.

Nächster Morgen - kurze Etappe. Wir steuern wieder mal wegen Power und Shower eine Campsite an. Unser Auto braucht einen Check bevor wir in die Nullarbor Wüste fahren. Ein Kontrolllicht fürs Wasser leuchtet immer wieder mal - so trauen wir uns nicht auf die weit über 1000km lange Wüstenstrecke.

Das Wetter ist endlich mal trockener, mehr als 19° sind allerdings nicht drin. Stop bei McDonald und Einkaufen, danach Fahrt Richtung Cape Grand Natural Park

ANGEKOMMEN! Endlich haben wir einen dieser Plätze gefunden wegen denen wir die vielen Kilometer hier in Australien gefahren sind. Das Wetter spielt dabei wieder eine große Rolle. Seit Margret River hatten wir fast nur deutsches Herbstwetter mit Nieselregen und kaltem Wind.

Als wir uns dem heutigen Ziel nähern sieht es schon sehr vielversprechend aus. Die Wolken reißen auf und bereits einige Kilometer vor der Küste kommen beeindruckend blanke Felsen inmitten einer Buschlandschaft ins Blickfeld.
Unsere Erwartungen sind hoch, Cape Le Grand National Park wurde uns als eine der Superattraktionen in WA empfohlen.

Als wir dann am Beach ankommen ist es super sonnig – bestes Fotowetter.

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Der Sand ist der feinste und hellste den wir je gesehen haben. Neuer Platz #1 in unserer persönlichen Sandwertung für Strände in puncto Sauberkeit, Feinheit und Farbe.

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Lange halten wir uns trotzdem nicht auf, wir müssen unsere Mitreisenden Janine und Flemming wieder finden, die wir auf der Fahrt hierher verloren haben. Unser Navi hat sich dafür gerächt, dass wir es zuletzt das eine oder andere Mal überstimmt haben. Die eigentlich super einfache Route von Esperance in den Park an der Küste (nur 60km) auf schönen breiten Straßen fand unser Navi zu anspruchslos. Er berechnet für uns eine Route von über 100km und baut dabei gleich mal 30km Schotterpiste mit ein. Das nennt sich dann optimierte Routenfindung – optimiert wofür? Die nächste Wagenreinigung?

In der nächsten Bucht finden wir dann unsere temporären Mitreisenden wieder. Sie haben glücklicherweise gleich mal einen Standplatz für uns reserviert.

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Das war auch nötig, denn viel Platz für Camper gibt es hier nicht. Wir sind begeistert, denn hier an der Campsite gibt es sehr viele Kängurus. Vor 2 Tagen ist uns einer ganz knapp vors Auto gelaufen, aber war zum Glück schnell genug.

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Lucky Bay
heißt diese Bucht und beim ersten Anblick in der untergehenden Nachmittagssonne bleibt uns beiden gleich mal die Sprache weg. Wir klettern auf die Felsen und sind lucky und begeistert.

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Eigentlich wollten wir hier nur eine Nacht bleiben, wir verlängern es direkt auf zwei. Mehr geht nicht, denn Montag haben wir einen Termin in der Werkstatt für einen Grundcheck bevor es 1500km durch die berüchtigte Nullarbor Wüste geht

Abends sitzen wir wieder zusammen und lernen Felix kennen. Der gibt uns ein Paar Tipps und hilft Alina den Sternenhimmel aufzunehmen. Der Wahnsinn hier, klar die Belichtungszeit war ein bisserl zu lang aber vielleicht könnt ihr euch das trotzdem vorstellen.

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Der nächste Tag, ab zum Strand. So etwas Schönes haben wir bisher kaum in unserem Leben gesehen.

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Die Farbeverläufe im Wasser sind unglaublich und wirken unecht – sieht aus wie eine Computergrafik ist aber tatsächlich echt.

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Die Fotos können es nur völlig unzureichend wiedergeben.

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Was wir nicht fotografisch wieder geben können ist der feine Sand. Es ist so puderig, wenn wir drauf laufen hört es sich an wie Schneeknirschen und er quietscht auch dabei.

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Heute haben wir ein Problem, wir können nicht über 150 Bilder in Blog laden, und müssen uns auf diese hier beschränken.

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Diese Bucht hat Alles außer warmes Wasser und Quokkas. Thomas testet das Wasser und stellt fest dass es nach einigen Minuten immer noch kalt ist. Ich bin trotzdem begeistert.

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Schwimmen ist für uns Warmduscher also nicht drin. Dann halt auf die wunderschönen Felsen klettern bis wir an das andere Ende der Bucht kommen.

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Hier finden wir immerhin auch die 3 Affen.

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Wir sonnen uns zum ersten Mal in Australien am Strand und denken wäre es nicht schön in dieses türkisblaue Wasser zu springen? Für die Jugend ist das kein Thema – die springen rein.

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Kängurus sind hier überall. Es kommen so viele, dass sie sich vor Futterneid gegenseitig anknurren.

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Man könnte direkt Angst kriegen, klingt wie ein Schäferhund ist aber ein Kanguruh Manche lassen sich sogar streicheln. So viele Kängurus das gefällt uns, sie mögen uns scheinbar auch denn sie kommen bis tief in die Nacht vorbei. Am nächsten Morgen Känguru Knödel vor unser Haustür - Frechheit!

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Eingestellt von Tom Travel 20:43 Archiviert in Australien Tagged cape_le_grand_nationalpark Kommentare (5)

2000km nach Osten

von West-Australien nach Süd-Australien

semi-overcast 21 °C
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Sehr ungern verlassen wir am nächsten Morgen Lucky Bay. Wie kann es nur sein dass wir schon wieder keine Zeit haben so einen Ort ausgiebig zu erleben? Silvesterfeuerwerk in Sydney ist die Antwort und zwischen uns und Sydney liegt noch der ganze Kontinent und nur noch 12 Tage bis Jahresende. Australien ist groß, sehr groß. Ein Straßenschild mit so einer astronomischen Zahl bis zur nächsten größeren Ortschaft wird man anderswo in der Welt kaum finden.

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Zuvor machen wir noch halt in Esperance, beim letzten McDonalds auf den nächsten 2000km. Horden von gratis Strom- und Internetschnorrern belagern diese Filiale und es dauert nicht lange bis die Managerin alle rausschmeißt.
Das größte Problem hier ist Power und Shower wenn McDonalds noch eine McDusche einbaut, wird es die Backpacker Institution schlechthin. Für uns hat das Internetschnorren dennoch gereicht um unseren letzten Blog hochzuladen.

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Kurz hinter Norseman wird es dunkel und wir beenden die erste Etappe Richtung Nullarbor noch unter Bäumen.

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Ein Trucker macht hier ebenfalls seine Pflichtpause und packt ein junges Känguru aus und füttert es. Er hat es aus dem Beutel seiner überfahrenen toten Mutter vom Straßenrand gerettet und zieht es nun mit der Flasche auf.

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Alle 4 Stunden will die Kleine was zu trinken, dafür ist sie auch sehr Menschen bezogen und anhänglich geworden. Als Beutel dient nun ein Leinensack und eine Sporttasche. Alina ist wieder mal hin und weg mit dem Tier, darf es sogar auf dem Arm halten, aber im Beutel ist es dann doch viel lieber.

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Morgens werde ich geweckt von Kratzen und Pfeifen von oben – was ist das denn?
Als ich den Kopf aus der Schiebetür stecke sehe ich, dass sich ein Schwarm Wellensittiche auf unserem Hubdach niedergelassen hat und mich nun neugierig und lautstark beäugt.

Es geht nun stramm nach Osten. Zunächst das übliche Bild mit Eukalyptusbäumen links und rechts. Manchmal sieht man welche in denen zumeist Schuhe, aber auch Mützen, Schals und heute sogar ein BH hängen – ein australischer Brauch dessen Wurzeln und Sinn wir noch nicht herausgefunden haben.

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Als nächstes kommt die längste Gerade Australiens – nun darf auch Alina mal fahren :-) Bäume gibt es hier auch nicht viele. Fluffy freut sich er kommt seiner Heimat immer näher. Er ist aus dem Staat Südaustralien und da fahren wir hin.

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Die Warnschilder Australiens die vor seltsamen Begegungen warnen kennt man ja.

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Eine Emumutter führt ihre Brut fast direkt vor unseren Kühlergrill. Einen Dingo sehen wir später auch noch über die Strasse wetzen, der war aber fotoscheu.

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Nullarbor, was für ein genial einfallsloser Name. Wir dachten das wäre etwas aus Aboriginee-Sprache, dabei ist das bloß Latein für „kein Baum“. Und das ist er nun – der letzte Baum vor Nullarbor.

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Ist auch keine Wüste sondern vielmehr eine Gras und Buschsteppe. Der wirklich baumlose Teil ist auch gar nicht so groß. So richtig Null Arbor gab es nur auf einem relativ kurzen Stück.

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Am Ende fanden wir es gar nicht so wild. Alle paar Minuten kam ein Auto, die ganzen Warnungen von wegen viel Trinkwasser mitnehmen usw. - alles übertrieben. Da war die Fahrt Richtung Norden von Perth aus viel einsamer. Hier gab es alle 100-200km eine Tankstelle, man konnte es sich sogar aussuchen ob man hier oder bei der nächsten tankt. Ein Luxus den wir auf unserer ersten Nord-Rundreise nicht hatten.

Bemerkenswert eine einsame Radfahrerin die diese Ebene auch durchquert. Ihren Geisteszustand zweifeln wir an, aber Mut hat sie. Sie ist allerdings nicht die Einzige. Hier gibt es noch mehr solcher Verrückter die mit dem Rad fahren auch wenn es 40 Grad hat und weit und breit kein Schatten auf den nächsten 100 km.
Das glaubt ihr nicht? Radfahrer die so eine Strecke (vorschriftsmässig mit Helm) fahren gibt es spätestens seit 1962. Eine Tanke im Nullabor das Rad ausgestellt. Damals gab es also auch schon Bekloppte!

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Oft sieht man herrenlose Autos an der Strasse liegen. Die werden ausgeschlachtet und rosten langsam vor sich hin. Sogar einen Campervan gab es einmal. Hätten wir das mal vor 6 Wochen gewusst. Problem: wie kommt man da hin, wahrscheinlich hätten wir auch mit dem Rad fahren müssen.

Nach 750km Rast für die Nacht mitten in der baumlosen Ebene. Da geht man halt dann hinter den Busch statt hinter einen Baum wenn man mal muss. ^^

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Von der Straße aus gab es ein paar Stichstraßen an die Küste, die hier aus 70m hohen Klippen besteht.

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Die jungen Norddeutschen begleiten uns immer noch. Dies bietet eine Reihe von Vorteilen. Durch unsere umfassenden Ortskenntnisse und unser unfehlbares Navi (hüstel) kommen sie durch uns in Ecken von Australien, die sie ohne uns nie gesehen hätten. Genaugenommen wollten auch wir da nicht hin, aber was soll's. So fahren wir also im Mini-2er-Konvoy durch die Nullarbor Ebene. Windschattenfahren auf endlosen Geraden ohne Verkehr ist sehr Benzin sparend. Man kann es allerdings auch übertreiben. Das meint zumindest der freundliche Polizist der mich heute aus dem Verkehr zieht. Er meint 5 Meter Abstand sei bei Tempo 100 dann doch etwas zu wenig. Wenn der Vordermann bremsen muss und etwas passiert müssen sie die Sauerei dann von der Straße räumen. Da hat er wohl recht - es bleibt allerdings bei einer kostenlosen Verwarnung wegen dichtem Auffahren. Schon Pech irgendwie - auf den 8000km durch das australische Outback habe ich bisher genau 2 Polizeiautos gesehen und eines davon zieht mich gleich mal raus...

Am Ende des Tages und weitere 500km auf dem Tacho sind wir nach über 1600km in Fluffy's Heimatstaat Süd-Australien angekommen. Wir fahren bis Streaky Bay. Ganz nett hier die Bucht und der Campingplatz und so – allerdings hat es nach Lucky Bay jeder weitere Strand sehr schwer bei uns Beachtung zu finden.

Eingestellt von Tom Travel 23:11 Archiviert in Australien Kommentare (7)

unser Weihnachtsgedicht

wir wünschen allen Lesern Frohe Weihnachten bei 20-38°

38 °C
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Weihnachtsgedicht ganz unten lesen...

Es gibt hier kein Mittelmaß – wir haben heute in Streaky Bay plötzlich wieder 38° tagsüber. Das gibt aber seit langem endlich mal wieder eine schöne laue Tropennacht. Die Bucht vor dem Campingplatz ist nicht der Rede wert. Kein Wunder dass es hier trotz Hochsaison bei Weitem nicht ausgebucht ist.

Am nächsten Morgen fahren wir die Eyre Peninsula bis ganz runter an die Spitze nach Port Lincoln. Unterwegs Murphys Haystacks - ein paar Felsen. Zwischen denen hausen die Fliegen die es in der Sonne nicht aushalten, also alle Fliegen. Das sind die vielen Punkte auf Bild 2.

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Ein Blauzungenskink

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Port Lincoln
ist ein sehr hübscher Ort und viel größer als gedacht. Alles da an Geschäften was man als Camper braucht – zu unserer Überraschung sogar eine McDonald Filiale. Die erste seit 2000km und endlich Gelegenheit den Blog zu aktualisieren.

Als Standort für die nächsten zwei Tage haben wir uns September Bay im Lincoln National Park ausgesucht. Das Campen in den Nationalparks ist billig, bedeutet aber leider auch keinen Strom und keine Duschgelegenheit. Erstaunlicherweise sind wir auch hier praktisch alleine auf weiter Flur. Nur ein paar hungrige Kängurus kommen abends vorbei.

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24.12. - Heilig Abend. Wir wollen heute ein wenig mehr Komfort und fahren zurück nach Port Lincoln zum dortigen Caravan Park. Laptops laden, Dusche, Einkaufen, McDonald wegen Internet ist das Tagesprogramm. Abends brutzeln wir leckere Steaks in der Campküche. Die traditionellen Fotos mit dussligen Hüten haben wir schon in Lucky Bay gemacht.

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Der Weihnachtsmann kam kurz auf seiner Harley vorbei

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Das weitere Tagesgeschehen in Gedichtform

When the snow falls wunderbar
and the children happy are,
when the Glatteis on the street,
and we all a Glühwein need,
then in Germany you know, es ist soweit:
she is here, the Weihnachtszeit

But we are so far far away,
and see no snow in these days.
Glatteis we don't really need
and also the police on the street.
And so she comes to us näher,
with "TATÜ TATA" daher.
No drunk we are nicht,
we have no Glühwein jetzt in Sicht.
The Gurt was on Thomas nicht,
Officer hat es gesehen, such bad Nachricht.
Jetzt kommts aiaaiii,
Policeofficer gibt uns a fine.
Dann we hear the price
und kriegen nearly Herzinfarkt twice.

Grmpf! Kruzefix, au weia ist des teier
gut das wir bereits gekauft haben für uns're Feier.

No more money für shopping hirnverbrannte things
Don't worry, be happy, let now the Christmasglocke rings.
Betsy (the car) wird mit Rednose nun zum Reindeer
Und looks more like a funny Blöd-Tier

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It's Christmas we should frohlocken.
its getting cold again! Damn! where are the Socken?

We go to the Barbeque-Raum
and this has no Weihnachtsbaum. ;-(

Now we wish to get betrunken,
Wine im Karton wird empty gesuffen.
Kein Schnee aber auch kein rain,
Der Wein erleichtert us das fine pain.
And then Petrus sagt - "Wasser marsch!"
Christmas is now im ... A****!

Nee so schlimm war es doch nicht, es hat nur ein bissl getröpfelt... aber alles andere stimmt! :-(
Merry Xmas

Eingestellt von Tom Travel 17:47 Archiviert in Australien Kommentare (4)

Port Lincoln --> Adelaide --> Bathurst

wieder weiter nach Osten

sunny 24 °C
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Am nächsten morgen angenehme 24°. Wir wollen noch zur Westseite der Eyre Peninsula und uns im dortigen Coffin Bay Nationalpark umsehen. Das Wasser und der Strand hier ist ähnlich schön wie Lucky Bay, die Küste ist an einigen Stellen steil und sehr fotogen. Leider ist es überwiegend wolkig und so kommen dann leider keine Spitzenaufnahmen dabei heraus.

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Unsere Gedanken sind schon wieder fast 2000km weiter in Sydney. Nur noch 5 Tage bis Sylvester. Daher bleiben wir nur eine Nacht in Coffin Bay und machen uns dann am nächsten Mittag auf Richtung Adelaide. Flem und Janina haben vor mit ihrem 4WD tiefer in den Park hinein zu fahren - für unsere Betsy ist das nichts. Sie wollen dort eine Nacht bleiben und kommen dann auch nach Adelaide. Von dort wollen wir dann zu viert in unserem Camper den Abstecher zum Sylvesterfeuerwerk in Sydney machen. Das wird zwar ein wenig eng werden, allerdings halbieren sich dadurch die Spritkosten für alle.

Der Sohn von Alinas Patentante wohnt dort. Die Strecke von Port Lincoln nach Adelaide ist für eine Tagesetappe zu lang und wir machen wieder mal im Nirgendwo Rast zwischen Whyalla und Port Augusta. Alina gefällt es hier gar nicht - zu einsam für ihren Geschmack. Sie hat wohl zu viele Horrorfilme über Australien gesehen in denen einsame Camper massakriert werden.

Als ich nachts im Dunklen alleine vor dem Camper beim Rauchen sitze rennt mir eine Maus am Bein hoch. Das Kleinviehzeug hier legt es scheinbar wirklich darauf an mich zu erschrecken. Abgesehen davon ist nichts passiert und es geht ereignislos weiter bis Adelaide.

Dort werden wir von Mirel und Gabbi sehr herzlich empfangen. Er ist der Sohn von Alina's Patentante und hat sie zuletzt als 10-jährige gesehen Da gibt es viel zu erzählen. Vor über 10 Jahren ist das Paar mit Sohn ausgewandert und leben nun den Australien way of life. Sie sind glückliche Auswanderer, haben kein Heimweh und können sich nicht vorstellen woanders zu leben. Sie wohnen in einem hübschen Vorort in Adelaide, nah am Strand und im Garten ist Platz für unsere Betsy.

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Es gibt lecker Essen (zum ersten Mal seit Wochen essen wir wieder von richtigem Porzellantellern) und wir unterhalten uns bei gutem Wein bis ziemlich spät in die Nacht. Als es dann ins Bett geht ziehen wir es vor im Camper zu schlafen und lehnen das Angebot auf eine Couch im Gästeanbau dankend ab.

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Strandspaziergang in West Beach Adelaide, 5 min vor dem Haus entfernt. Das Wasser ist hier auch nicht so kalt kann man im Sommer gut schwimmen gehen .

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Unsere Gastgeber kommen hier jeden Tag her - verständlich. Unten im Bild ein Pelikan aus Eisen. Das ist ein Projekt um andere Pelikane her zu locken. Es funktioniert tatsächlich.

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Vom Strand bis in die Stadt verläuft ein Park am Kanal entlang - hier leben Wildpferde frei.

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Gemeinsames Essen. Es werden rumänische Spezialitäten gemacht (Beouf Salat, Mincarica de Ciuperci, Mici) ganz leckeres Fleisch gegrillt, leckeren Wein, Käse und ein göttliches Tiramisu von Gabi. Wir speisen wie die Könige. Alina bekommt noch ein Akubra Hut geschenkt, das ist DER australische Hut.

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Der wird auch von einer McLeod Tochter getragen. Kein Wunder, die Serie wurde in Adelaide gedreht.
Power und Shower gibt es auch, wir fühlen uns hier pudelwohl. Aber länger können wir nicht bleiben, wir haben ein Date.

Wir treffen uns mit Janine und Flemming denn wir wollen zu 4. nach Sydney. Wir sind seit 2 Wochen gemeinsam unterwegs. Das macht so viel Spaß, also haben wir beschlossen zusammen nach Sydney zum Feuerwerk zu fahren. Alles rein in Betsy – ganz schön eng.

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800km am ersten Tag. Die fahrt entlang dem Murray River ist teilweise sehr schön, aber Zeit um uns alles näher anzusehen haben wir wieder mal nicht.

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Nachts an einem ausgesprochen hübschen Rastplatz neben einem Feuchtbiotop.

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Kaum angekommen ausgepackt, Essen kochen (Arme Ritter) – Zelt aufbauen. Sonne geht unter. Ach ist das schön hier, die Nacht ist herrlich lauwarm. Über 80km entfernt von jedem Haus in jede Richtung, ohne künstliche Lichtquellen und heute bei Neumond sind sogar 2 Nachbargalaxien mit freiem Auge gut sichtbar. Wunderbar.

Schon fliegen die ersten Moskitos an, wir holen unser Antimückenspray raus und lachen erst noch darüber. Keine 5 Minuten später gibt es nichts mehr zu lachen. Die Mossies haben uns umzingelt, jeder hat ca. 20 im Schlepptau. Sie finden immer eine kleine unbesprühte Stelle oder sie stechen selbst durch dicke Kleidung. So eine massive Moskito-Attacke ist bisher in 6 Monaten nicht dagewesen.

Wir flüchten ins Auto, dort müssen erst einmal die bereits für die Nacht auf uns wartenden Blutsauger erledigt werden. Eigentlich wollten wir Karten spielen, aber das Spiel heißt jetzt Mossies-Klatschen. Das geht ganz gut, es werden neue Moves ausprobiert. Vorhand, Rückhand, flache Hand, jeder hat seine Technik.

Ein paar Dutzend Mückenleichen später ist endlich Ruhe. Und nun? Für Kartenspielen sind wir zu müde. Wir überlegen kurz die Tür aufzumachen und wieder ein paar frische Mossies hereinzuholen, quasi als zweite Runde. Als wir durch unser Moskitonetz sehen wie viele Mossies rein wollen (ob Rächer oder Freunde die zu Beerdigung ihrer Kumpels wollen die bei uns tot im Auto tot liegen, wissen wir nicht) überlegen wir es uns anders. Wir haben zwar noch nie ein Horrorfilm mit Mossies gesehen aber wenn es mal einen gibt wäre das hier ein prima Drehort.

Das morgendliche Aus-, Ein und Umpacken ist nun noch etwas komplizierter geworden. Geschirr und Gepäck von 4 Leuten muss verstaut werden, Janine und Flemming schlafen im Zelt, auch das muss irgendwohin.

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Wir haben es aber ganz gut gelöst, denn Alinas Verwandte haben den Koffer mit dem Tauchzeugs zur Aufbewahrung (der Koffer den wir gerne irgendwo vergessen). Es dauert halt alles ein bisschen länger und mit der üblichen Verspätung gegenüber der Planung geht es weiter. Bathurst, oder wie wir sagen Bratwurst, ist unser heutiges Ziel. Von dort sind es nur noch 200km bis Sydney.
Countdown läuft! Nur noch 32 Stunden...

Eingestellt von Tom Travel 21:36 Archiviert in Australien Kommentare (3)

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