Reise blog von Travellerspoint

November 2012

Halloween in Hot Springs

heiße Quellen, kalte Nächte

sunny 15 °C
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Hot Springs hält uns viel länger als gedacht. 6 Nächte bleiben wir hier. Die heißen Quellen speisen mitten im Ort etliche Springbrunnen und Badehäuser. Das Wasser ist scheinbar von hervorragender Qulität, denn wir sehen etliche Einheimische die sich ganze Pickupladungen von Wasserflaschen an den Brunnen füllen.

Karneval oder Fasching ist den USA unbekannt. Verkleidet wird sich nur an einem Tag - Halloween. Meist irgendwie gruslig, aber alles andere geht auch.

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Unsere Halloween Nacht beginnt in einer Bar mit Karaoke. Den Monster Mash Song haben wir nicht mehr gehört.

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Selbst an einem Tag wie heute ist nicht gerade viel los hier. Das ändert sich in der nächsten Bar. Dort ist es gut gefüllt, Bier ist billig und nicht mal zum Rauchen muss man raus. Arkansas ist in puncto Rauchverbote ziemlich hinterher, etwa so auf dem Stand von Österreich.

Livemusik gibt es von einer völlig durchgenallten koreanischer Band in kurzen engen Hosen.

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An der Theke treffen wir Emilia. (Im Bild unten links)

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Sie ist aus Mexiko, hat lange in Bayern gelebt und spricht daher hervorragend deutsch. Sie fragt wo wir denn heute Nacht eigentlich bleiben. Da wir noch kein Plan haben erzählt sie uns von ihr Haus am See und lädt uns glatt ein ein paar Tage bei ihr zu bleiben. Sie lebt dort allein mit einem Hund und zwei Katzen und es gibt genug Platz für uns und unseren weißen Riesen. Das nehmen wir gerne an, viel besser als schon wieder bei Walmart. Etwas später steigt die Stimmung immer weiter und es entstehen seltsame Schnappschüsse zur Geisterstunde.

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Am nächsten Morgen genießen wir nach dem Aufstehen erst mal die schöne Aussicht bei unserer neuen Gastgeberin.

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Das Haus liegt hübsch an einem kleinen See mit Garten und eigenem Bootsanlegesteg.

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Sie fährt uns zu einem Aussichtspunkt über dem Ouachita Lake. Wir testen unsere neue Kamera.

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Praktisch sind sie schon diese kleinen Kameras, die Ergebnisse sind aber nicht wirklich überzeugend. Für Landschaften nehmen wir künftig wieder die Spiegelreflexkamera. Auf dem Rückweg halten wir bei einer Räucherstube. Sehr alt und originell eingerichtet.

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An der Wand Zeitzeugnisse. Alles musste hier schon vor 100 Jahren seine Ordnung haben.

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Die Sandwiches waren einfach fantastisch gut.

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Jeden ersten Freitag abend im Monat gibt es Downtown den Gallery Walk. Gut ein Dutzend Gallerien entlang der Hauptstraße haben abends geöffnet, servieren Häppchen und Wein.

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Wir gucken uns das nur an, kaufen können wir sowieso nichts davon. Nach der Dosis Kultur gehen wir in eine deutsche Kneipe - das Brauhaus. Endlich mal wieder vernünftiges Bier.

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Der nächste abend beginnt im Salsa Club und endet wieder im Brauhaus. Wieder ist es 2 Uhr bis wir nach hause kommen.

Mit dem Besitzer des Brauhaus gehe ich am nächsten Tag zum Golfen. Der Kurs wunderschön gelegen, jetzt im Indian Summer perfekt für Fotos von bunten Bäumen. Leider hatte ich wieder nur die kleine Kamera dabei.

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Den letzten Abend kocht unsere Gastgeberin Paella, Alina macht bayerischen Wurstsalat dazu.

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Eine Kombination die es wahrscheinlich noch nicht so oft gegeben hat. Wir könnten noch bleiben, aber bunte Bäume hin oder her - es ist uns zu kalt. Sogar tagsüber nur mit Decke und Jacke auf der Terrasse? Das erinnert uns wieder an den letzten australischen Sommer.

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Nachts nur noch 3-5°. Wir müssen dringend weiter in den Süden.

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Eingestellt von Tom Travel 19:04 Archiviert in Vereinigte Staaten von Amerika Kommentare (3)

I'm going to Graceland, Memphis, Tennessee

Alina zu Gast bei Elvis

sunny 18 °C
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Ich wollte immer schon nach Elvisland= Graceland. Wir hatten vor eingen Jahren schon mal ein Versuch gemacht, aber es wäre umständlich und teuer geworden hinzukommen und wir hatten wenig Zeit. Memphis liegt ein bissl im Nowhere und außer Elvis und der Beal Street gibt es für Touristen nicht viel zu sehen.

Diesmal hätte ich es auch fast wieder gestrichen. Thomas meinte "Überleg dir das gut. Wir sind so nahe, wahrscheinlich kommst du nie wieder hier her." Auf dem Highway sehen wir viele Plakate zu Graceland und Elvis wohnte letzlich in seiner eigener Strasse.

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Natürlich habe ich mir zuerst die Meinungen im Internet angesehen. Zu Graceland habe ich eine eine eigene Meinung, jetzt lese ich die Meinung vieler Menschen die ich gar nicht kenne. Memphis kommt im Internet ziemlich schlecht weg. Washington, D.C. aber auch, und die Stadt ist gar nicht so häßlich. In Memphis fürchten Viele um ihr Leben, wurden ausgeraubt. Sogar auf den Parkplatz vor Graceland soll es passiert sein. Thomas entscheidet sich im Auto zu bleiben. Er fürchtet um Moby und seinen für uns unersetzlichen Inhalt. Graceland ist hinter dem Weißen Haus das zweitmeiste besuchte Haus in ganz USA. Die Meinungen zu Graceland fand Thomas auch nicht so super. "Du wirst durchgescheucht, total überfüllt, teuer, ..." Ich habe also nichts erwartet.

Ich habe die Platinum Tour gebucht. ADAC-Rabatt hätte es auch gegeben, wenn man eine Karte vorweisen kann. Mit dem Shuttlebus fährt man durch das goldene Tor, das ich aus vielen Filme über Elvis kenne. Graceland ist ganz hübsch, wurde aber seit den späten 70ern nicht mehr erweitert bzw. modernisiert. Würde Elvis noch leben, wäre es bestimmt größer.

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Man darf erst in den Eingang wenn die erste Gruppe weiter ist. Das Wohnzimmer und der Eingang gefallen mir sofort, sehr hell und zeitgemäß.

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Was ich nicht wußte, Elvis Eltern haben auch in Graceland gewohnt. In einem Zimmer mit Bad im Erdgeschoß. Die Armen, denn das Haus ist gar nicht so groß und Elvis war immer von vielen Leuten umringt. Ruhe hat es wohl selten gegeben. Das Elternzimmer darf man sich ansehen, das obere Geschoss und Elvis' Schlafzimmer darf man nicht besichtigen. Wegen der Privatssphäre der Familie. Hä? Kapier ich nicht. Ganz oder gar nicht. Es ist ja nicht der Buckingham Palace. Da verstehe ich durchaus, dass man ins Gemach der Queen nicht rein darf, die will auch mal ungestört ein Nickerchen machen. Aber...lassen wir das. Was einen im Basement erwartet ist echter 70er-Jahre-Augenkrebs.

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Das Fernsehzimmer mit 3 Fernsehern und ein seltsamer Affe - ein geschmacklicher Härtefall. Die Idee mit den Spiegeln fand ich gar nicht schlecht und es hat was. Das Bild gibt es nicht wieder. Elvis hatte wohl gesehen, dass der Präsident 3 Fernseher hatte um sich die Nachrichten von 3 Kanälen gleichzeitig anzusehen. Respekt das nenne ich Multitasking!

Achtung Augenkrebs Teil 2 im Anschluß. Das Billiardzimmer ist der Hammer! Elvis ließ es so bunt einrichten, ihm hat es wohl gefallen.

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Diese Zimmer sind alle Im Keller und fensterlos. Elvis war auch für seinen Vampirismus bekannt. Er hatte nur Nachts ein Privatleben und zog dann um die Häuser oder mietete Kinosääle. Tagsüber, bekannt in der Stadt wie ein bunter Hund, konnte er nichts machen. So hat er tagsüber meist geschlafen. Sein Cape mit den vielen bunten Glitzersteinchen, dass er öfters trug hat sicher beigetragen, dass er selten unerkannt war. Typ läuft mit Cape nachts rum? Kann nur Elvis oder Batman sein.

Das Dschungelzimmer ist so dunkel und häßlich, das lasse ich einfach weg. Auch der Wasserfall an der Wand wirkt lächerlich. Laut einem Interwiew eines Freundes hatte sein Vater die Möbel gesehen und meinte so was Häßliches gibt es nicht noch mal. Er hat sie wohl am nächsten Tag gekauft! Ein später Revolutzer oder? Laut den Leuten in Graceland fand er die Möbel schön, da sie ihn an Hawaii erinnerten.

Es folgen Räume mit Zeitungsauschnitte aus seinem Leben,

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Dann die Trophäen, 4 Grammys

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Einige goldene Stiefel,

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Goldene Schallplatten, Kassetten und welche aus Platin, klaro.

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Der Raum ist voller goldene Schallplatten - der Wahnsinn!

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Das ist aber nicht alles, es folgt später ein weiterer Raum mit Gold und Platinschallplatten, man weiss gar nicht wo man hingucken soll.

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Es gibt allerhand Zeugs zu sehen. Das Hochzeitskleid von Priscilla, einige Filmplakate.

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Elvis war nie stolz auf seine Filmkariere. Er wollte andere Filme drehen, aber man hat ihn nicht gelassen. Ich fand als Kind alle Filme toll, Hauptsache Elvis hat mitgespielt. Wegen ihm mußte ich auch nach Hawaii. Eine Abteilung zeigt auch wie großzügig Elvis war. Er hat vielen Menschen geholfen und einigen einfach mal ein Auto geschenkt. Einer älteren schwarzen Frau bekam einen Cadillac als er gesehen wie sie sich mit ihren Einkäufen abgemüht hat. Ich glaube er war der meistgeliebte Weiße in der Stadt.

Priscilla bekam natürlich auch Autos. Einige seiner Autos und Golfkarts sind ausgestellt.

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Es folgen Motorräder und seine Flugzeuge.

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Elvis Fliegersicherheitsgurte waren übrigens mit echtem Gold überzogen, (auch der im Schlafzimmer) die darf man nicht anfassen auch die Sessel sind mit Plastikschoner überzogen und sollen so für die zukünftige Führungen geschützt werden. Ok verstehe ich - sieht aber Scheiße aus.

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Am Ende Elvis persönlich, neben seinen Eltern im Meditationsgarten. Sein Zwillingsbruder Jesse der bei der Geburt gestorben ist, liegt alleine auf den staatlichen Friedhof. Ob die auch zu zweit berühmt geworden wären?

Nach dem Haus kommen noch ein paar Ausstellungen hier sieht man seine Jumpsuits und allerhand Zeugs

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Das letzte hatte nicht Elvis an, sondern Katy Perry bei ihrem "Tribute für Elvis."

Ich fand Graceland schön. Es ist nicht sehr groß in 1,5-2,5 Stunden kann man die Tour fertig machen. Im November am einem Wochentag war der Besucherstrom auch ok. Es wird aber bereits für Weihnachten dekoriert und da soll es laut einer Mitarbeiteren ziemlich zugehen. Am Ende jeder Attraktion viele Souvenirläden, das war ein bissl nervig. Das 68-Special und Elvis on Tour hatten auch ein paar Filme die sehenswert waren.

Fazit, Elvis ist immer noch der King und mir hat es gefallen.

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Mississippi boring

fad hier

sunny 18 °C
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Elvis' Haus ist abgehakt, nun kommt die Strecke den Mississippi runter nach Süden. Eines der erwarteten Highlights in den Südstaaten - dachten wir. Auf unserer Karte ist es als "sehenswerte Route" markiert. Entlang der MS-1 immer wieder Schilder die auf die "Great River Road" hinweisen. Es wird...eine Enttäuschung. Topfeben ist es hier. Der Fluß ist kaum einmal zu sehen, weil zu weit weg. Langweilig wie das Erdinger Moos. Als wir den Mississippi in Illinois nach Iowa überquert hatten war das etwas völlig Anderes. Raddampferromantik mit schönen Ufern sollte man im Norden am Oberlauf des Flusses suchen - nicht hier unten. Südstaaten haben wir uns anders vorgestellt.

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Vielleicht ist die Louisiana Seite schöner. Das können wir uns aber grad nicht vorstellen.

Abgeerntete Baumwollfelder sind das Interessanteste was es zu sehen gibt. Es gibt keinen Grund anzuhalten. Wir fahren bis Greenville - ein häßlicher Ort. Wie so viele durch die wir in den USA gekommen sind. Kein Ortskern, kein Charakter, kein Onkel Tom's Hütte, von Tom Sayer und Huckkleberry Finn keine Spur. Ein Highway mitten durch, vorn und hinten Einkaufszentren. Ein städteplanerisches Verbrechen aus Teer und Beton.

Am nächsten Morgen verlassen wir die ach-so-gepriesene Great-River-Road und fahren winzige Strässchen direkt am Fluß entlang. Schon besser.

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Am frühen Nachmittag erreichen wir Vicksburg. Grinst hier jemand? Wir haben geschmunzelt als wir den Namen das erste Mal gelesen haben. An der Strecke hat ein Spinner einen Tempel aus Müll erichtet.

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Wie in Fredericks- und Gettysburg stolpert man hier überall über die Geschichte des amerik. Bürgerkriegs. Wir steuern erst einmal das örtliche Besucherzentrum an um zu erfahren was es so zu sehen gibt.

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Diesmal geben wir uns die volle Dosis Historie. Video über die Schlacht, Schautafeln über den Schlachtverlauf und ein riesiger Park an der Stelle wo die entscheidende Schlacht am Mississippi geschlagen wurde. Wir sind jetzt Experten für die Schlacht um Vicksburg.

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Abe Lincoln sagte: "Vicksburg ist der Schlüssel zu den Südstaaten und den stecken wir uns besser in die Tasche." War aber nicht so einfach wie gedacht. Die Yankees haben hier in einer Schlacht 3500 Mann verloren, die Konförderierten nur ein paar Hundert, so gut war die Festung ausgebaut. Letztendlich haben die "Guten" hier dann doch gewonnen.

Die U.S.S Cairo (ein Panzerschiff) ist im Krieg im Mississippi abgesoffen. Sie wurde in den 60ern geborgen, hier den Berg hinaufgekarrt und restauriert.

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Eine Straße führt entlang der alten Frontlinien. Schon seltsam, nur 200 Meter sind es von einer Seite zur anderen. Heute ein Spaziergang, vor 150 Jahren unüberwindliche Todeszone.

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Das historische Stadtzentrum ist hübsch. Dixie-Musik wabert durch die Stadt - überall im Boden sind Lautsprecher installiert. Außer uns keiner da der es hören könnte. Es ist total menschenleer. Klaro es ist nicht Hauptsaison. Der alte Bahnhof außer Betrieb. Irgendwie typisch für alles hier.

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Off-Season gerade. Es gibt ein paar kleine Museen. Das war's dann aber auch. Auch hier wird es Herbst. Ein paar hundert Kilometer nach Süden zu fahren hat nicht geholfen. Nachts ist's immer noch saukalt.

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1 Million Euro Frage bei WWM-Jauch: Wo wurde Coca-Cola zum ersten Mal in Flaschen abgefüllt? Wir kennen die Antwort, denn wir waren im Coca-Cola-Museum hier vor Ort.

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Hier in diesem Gebäude wurde die erste braune Brause auf Flaschen gezogen. Übrigens von einem Deutschen. Bis dahin wurde der belebende Saft nur in sogenannten Sodabrunnen im Glas ausgeschenkt. Seit 1905 ist kein Kokain mehr drin. Einer dieser Sodabrunnen ist heute noch gut erhalten in einem Anbau des Museums zu sehen.

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Einen Dampfer haben wir doch noch gefunden - umgebaut zum Casino.

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Wir durchqueren den Staat von West nach Ost. Dichte Kiefern- und Laubwälder entlang der Autobahn - hätten wir hier in Mississippi auch nicht erwartet. Allemal besser als die langweiligen Flussufer. 10.000 Meilen sind wir nun in den USA gefahren. 10.000km waren geplant bis Ende der Tour. Die Zahl stimmt ungefähr, nur die Einheit halt nicht. So gut wie wir unsere Planung einhalten sollten wir uns bei der EZB bewerben.

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vom Winde verweht

Such den Sumpf

storm 15 °C
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Von Vicksburg geht es stramm nach Osten. Kiefernwälder entlang der Strecke. Wo ist er denn der Sumpf? Die Sümpfe des Mississippi finden wir hier nicht, das haben wir mittlerweile eingesehen. Wir verbringen die Nacht in Forest, Mississippi und fahren am nächsten Tag weiter nach Meridian um dort meinen Cousin Ewald zu besuchen. Die Sonne geht jetzt hier schon um 5 Uhr unter. Danach wird es gleich so kalt dass an draußen sitzen nicht zu denken ist. Daher habe ich mich auch damit abgefunden, dass wir nachts fast nur noch bei WalMart stehen. Was habe ich von Standplätzen mitten in der schönen Natur wenn es dunkel und kalt ist? Jede Nacht läuft nun die Heizung und der Generator. Wir lernen den Komfort unseres RV's richtig zu schätzen. Unter 4 Decken läßt sich's aushalten, aber nur weil Alina die Fenster mit Handtüchern abgedichtet hat.

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Wir treffen Witzbolde die uns sagen, Alaska sei auch wunderschön und man da auch mit dem RV rumfahren kann. Ich befürchte dann lässt sich Alina unter ihrem Deckenberg gar nicht mehr blicken. Wahrscheinlich kauft sie sich dann eine Burka mit Heizung und macht ein Lagerfeuer drunter.

Ewald arbeitet für ein Jahr in Meridian. Letzte Woche war hier viel los und auch in 3 Wochen tanzt hier wieder der Bär. Wir haben es wieder mal genau falsch erwischt. Thomas anderer Cousin und Onkel aus NY sind jetzt in Texas auf dem legendären Wurstfest und spielen dort. Die hätten wir auch gerne noch mal getroffen. Wir sind ständig irgendwo 2 Wochen zu früh oder zu spät.

Mit Ewald wollten wir ein nettes Picknick am See machen. Daraus wurde leider nichts. Das Picknick wird vom Winde verweht. Ein kalter Wind verdirbt jede Freude am Draußen-Sein am See. Kurz nach diesem Bild flüchten wir mit unseren Keksen nach drinnen.

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Auch hier ist es wieder ein Riesenvorteil dass unser Auto so viel Platz bietet. Wir sitzen zu dritt im Auto, trinken ein paar Bierchen, es gibt Alinas legendären Lachsauflauf und das Wetter ist uns grad mal egal.

Kurz vor Sonnenuntergang hält ein Ranger neben uns. Er will sich vergewissern dass wir hier nicht über Nacht bleiben. Er muss das sicher stellen weil, Zitat: "Hier so viele Camper sind". Häh? Wo denn? Außer uns ist kaum jemand hier! Kein Wunder bei dem Wetter. Der Mann hat höchtens noch ein Viertel seiner Zähne, aber immer noch viel mehr als Camper hier um den See. Egal, wir wollten eh nicht bleiben.

Wir verbringen einen netten Fernsehabend mit Ewald es läuft die neuste Dexter Staffel. Für uns etwas sehr Seltenes. TV spielt zuletzt kaum noch eine Rolle in unserem Leben. Dann verabschieden wir uns auch schon wieder. Er muß morgen arbeiten und früh raus, wir wollen weiter nach Louisiana.

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Wir bekommen einen Tipp von der Touristinfo gleich hinter der Staatsgrenze in Louisiana.

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Wir erfahren dass die für uns so typischen Sümpfe im Mississippidelta liegen, etwas westlich von New Orleans. Deswegen fahren wir nach Donaldsonville. So richtig nah kommen wir auch hier nicht an die Bayous (Kanäle) und Sümpfe ran.

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Alles Privatgrund hier. Keine öffentlichen Parkplätze oder Wanderwege. Die Häuser am Wasser sind zum Teil richtig bonzig.

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Ein paar hundert Meter weiter sieht man dann wieder vergammelte Trailer, Schrott und Müll.

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Man kann organisierte Touren buchen und mit dem Boot in die Sümpfe fahren. Diese Touren sind uns grad zu kalt und viel zu teuer und außerdem hatte ich mir geschworen:
"Ich mache keine Touren mehr die in Hochglanzprospekten beworben werden!"
Wenn es hier nicht klappt haben wir immer noch die Gelegenheit in Georgia's Okefenokee Swamp zu "versumpfen".

Am nächsten Tag wollen wir uns eine restaurierte Südstaatenvilla ansehen. Die hat auch einen Prospekt, aber Alina setzt sich durch und ich muß mit.

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Es gibt einige Plantagen zur Auswahl, wir entscheiden uns für die San Francisco Plantation. Die Führung macht eine ältere Dame aus der Gegend die - zumindest auf diesem Bild - aussieht als würde sie sich ausschließlich von Zitronen ernähren.

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Die frühere Besitzerin dieses Hauses stammte aus München. Vielleicht deshalb so viel Blau? Andere Herrenhäuser kommen üblicherweise in schlichtem Weiß daher.

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Ein imposanter Eingang, so gehört sich das. Im Haus durfte man nicht fotografieren. Wir machen die Tour mit einem anderen Paar aus Kansas. Es folgt die übliche Frage woher wir kommen. "München" "Was München? Da war ich in den 60ern 6 Monate stationiert." Er erzählt munter weiter. Er hat München das letzte Mal vor 2 Jahren besucht und bedauert, dass es die Mathäser Bierschwemme nicht mehr gibt.

Unsere Fremdenführerin die mit ihrem tollen Südstaatenkleid eingentlich die Show leiten sollte steht leicht genervt daneben. Als sie endlich erzählen darf, rattert sie ihren Text wie vom Band herunter. Sie spricht einen Südstaatendialekt der sich gewaschen hat. Wir verstehen nur die Hälfte. Das eine oder andere haben wir dann doch verstanden. So z.B, dass die Plantage vor einigen Jahren noch von bayerischen Nachfahren der Familie von Seybold, der es mal gehört hatte, besucht worden ist.

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Zumindest auf dieser Plantage erfährt man leider so gut wie nichts über die Lebensbedingungen der Arbeiter. Das hätte uns schon interessiert. Ein paar einfache Holzhütten auf dem Grundstück machen neugierig.

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Darin gibt es allerdings so gut wie nichts zu sehen. Nur wenige Fotos oder andere Zeitdokumente aus denen man hätte ersehen können wie es sich damals als Skalve so gelebt hat. Wir erfahren jedoch, dass hier der französische Code Noir den Umgang mit den Sklaven regelte. Das war viel humaner als das was in englischen oder spanischen Gebieten galt. Für einmal Abhauen wurden die Ohren abgeschnitten, beim zweiten Mal wurde der Flüchtling verkrüppelt indem man die Kniesehnen durchtrennte und erst nach dem dritten Flucht gab es die Todesstrafe. Wenn das human ist was war dann das Andere?

Eine andere Plantage sehen wir uns nur von der Straße aus an.

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Die Zuckerrohrfelder sind abgeerntet. Der Rest wird verbrannt.

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Wir fahren noch ein Stück Richtung New Orleans und schauen uns in einem Vorort für 5$ (!) den neuen James Bond an. Solche Eintrittspreise für Kinos habe ich bei uns zuletzt irgendwann in den frühen 90ern gesehen.

Eingestellt von Tom Travel 10:46 Archiviert in Vereinigte Staaten von Amerika Kommentare (0)

New Orleans - Camping deluxe

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann

sunny 23 °C
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Wir wollten in New Orleans ins Hotel in der Nähe des French Quarter und die Gegend von dort aus zu Fuß erkunden. Die Straßen in der Altstadt sind so unsicher, dass wir es nicht riskieren wollten unser Auto nachts dort zu parken. Das Hotel hätte nur 60$ die Nacht gekostet. Wir hielten das für einen guten Plan. Als wir der Dame in der Tourist Info davon erzählen sieht sie uns an als ob wir nicht ganz bei Sinnen sind.

Erstens hat kein Hotel Parkplätze für RVs - die haben alle nur enge, niedrige Parkgaragen. Ein Teil des French Quarter ist sogar für alle Busse oder langen Fahrzeuge gesperrt. Zweitens ist es geradezu verwegen nachts zu Fuß in der Nähe der Bourbon Street unterwegs zu sein. Schlechte Beleuchtung, enge Straßen - man kann sich direkt einen Raub-mich-aus-Aufkleber auf die Stirn pappen. SO schlimm? Wirklich? Sie muss es wissen. Thomas der sonst solche Warnungen ignoriert hört auf die zwei Ladys von der Touristinfo. Immerhin hat er gelesen, dass man einem in der Bourbon Street letzte Woche ins Knie geschossen hat, der war total betrunken und am falschen Ort zur falschen Zeit.

Also Planänderung. Es gibt einen RV-Camppingplatz direkt am French Quarter. Alina ist schwer enttäuscht. Sie hatte sich so auf eine warme Nacht in einem richtigen Bett gefreut. Der Platz liegt unterhalb einer Schnellstraße wirklich nur 200 Meter vom French Quarter entfernt. Zumindest tagsüber wollen wir es wagen direkt von hier aus die Gegend zu erkunden. Wir haben nicht erfragt was es kostet den Wagen dort für eine Nacht abzustellen. "So 50$ wir das schon kosten," sage ich zu Alina. "unsere Schmerzgrenze wäre dann so bei 60$"

Ich gehe zum Check-In und erfahre es kostet 82$ pro Nacht. Waaas? Für Camping! Die Dame meint "Wir sind ein RV-Resort und kein Campingplatz." Das erklärt dann auch die fehlende Bepflanzung. Ein paar winzige Rasenstücke sind das einzige Grün das man hier findet. Dafür gibt es Pool (unbeheizt - brrrr!), Whirlpool, Fitnessraum. Es hilft nichts, es gibt keine andere Möglichkeit. Ich zahle zähneknirschend den geforderten Preis.

Ich kupple unseren RV an die diversen Schläuche und Kabel, immerhin haben wir Full-Hook-Up für das Geld bekommen. Duschen, kurz E-Mails checken, schon kann es losgehen mit der Expedition in die "gefährliche" Altstadt von New Orleans.

Erster Eindruck: wirklich hübsch hier. Klar, etliche Fassaden bröckeln, aber viele der schmiedeeisernen Balkons sind liebevoll mit viel Grün dekoriert.

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Die Straßen im French Quarter sind eng, eher so wie man es aus Südeuropa kennt.

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Einbahnstraße, schmaler Gehweg, Hauswand. Völlig okay. Es ist wieder eine un-amerikanische Stadt und sie gefällt uns sofort. Alina wird gar nicht mehr fertig vor lauter: "Schau mal da!" und "Fotografier das!"

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Autofahrer bleiben nicht bereits 20m vor jeder Kreuzung schockstarr stehen, wenn sie ein unbekanntes Wesen namens Fußgänger sehen. Hier muss man aufpassen wenn man über die Straße geht. Auch völlig okay, so sind wir es von zu hause gewohnt. Es ist nicht viel los jetzt am frühen Nachmittag.

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Genau richtig um sich alles in Ruhe anzusehen. Der Boss hat letztens den Urlaub nicht genehmigt? Der Zahnarzt hat schon wieder gebohrt? Hier gibt es die Lösung, es gibt ihn wirklich, den Voodoomart.

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Voodoo ist hier ganz groß, überall Shops mit grusligen Designs.

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Hier gibt es nützliche Voodoopuppen in allen Farben. Dein Chef trägt gerne Pink? Haben wir da. Spätestens danach trägt er Pink und wird immer deinen Urlaub genehmigen..

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Haben wir vielleicht jemand vergessen? Anwalt, Telemarktingnervensäge, fieser Ex-Partner, die Schwiegermutter, die Politesse? Das T-Shirt hilft auf die Sprünge. Wir würden es gerne erweitern um die Zeugen Jehovas, die GEZ und Dieter Bohlen.

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Ich bin im Shoppinghimmel. Hier gibt es nicht nur den Standard-Touri-Krimskram, sondern Sachen die es sonst nirgends gibt. So macht Bummeln noch mehr Spaß.

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Wir gehen erst mal direkt runter zum Hafen. Sieht aus wie Hamburg, mal abgesehen von den Schiffen.

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Am Jackson Square improvisiert eine Dixieband. Sehr laut und sehr authentisch. Die haben richtig Spaß dabei.

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http://youtu.be/07LacZeR2fQ

Es gibt hier alles, Kunst

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Handleser, Zukunftsdeuter, übrigens den ersten männliche den ich sehe.

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Von den Sturmschäden durch Katrina ist kaum noch etwas zu sehen. Fast alle Gebäude sind frisch renoviert.

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Wir biegen ab Richtung French Market. Die Mischung aus französischem und spanischem Einfluss gefällt uns außerordentlich gut.

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Zwischendurch eine kleine Voodoohexe neben den Süßigkeiten

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Die Canal Street glänzt mit teuren Läden und schönen Palmen. Könnte in Südfrankreich sein.

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Dann erreichen wir das Epizentrum - die Bourbon Street. Hiervor hatte man uns im Besonderen gewarnt.

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Versifft, kriminell, hochriskant. In der Straße erstaunlicherweise auch ein Nobelhotel.

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Es riecht mach einer Mischung aus Bier, Zigarren, Parfums und...schwer zu sagen. Schön bunt ist es, bunt wie Las Vegas - nur völlig anders. Die Leuchtreklamen sehen tagsüber sehr mitgenommen aus.

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Bestimmt nicht die Schuld von Katrina. So hoch kam das Wasser nicht. Ich denke die Barbesitzer halten den Schmutz und die fehlenden Buchstaben für eine Art Patina die man nicht verändern soll.

Hier geht es um 2 Dinge: Sex und Alkohol. Soviele Daiquiri-Geschmacksrichtungen habe ich noch nie gesehen.

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Striplokale in einer Häufung wie ich es zuletzt in St.Pauli gesehen habe. Daran erinnert es auch am ehesten: Große Freiheit, Reeperbahn, St.Pauli. Dann endet der Vergleich, denn aus vielen Bars tönt hier Dixie, Jazz-Rock, Blues-Live-Musik. Am Nachmittag, unter der Woche? Wie schön!

Schmutz hin, Gerüche her - das hier ist mir 10x lieber als Las Vegas. Neben dem ganzen Kommerz gibt es hier so etwas wie Kultur, besser gesagt Sub-Kultur. Etwas das man in Las Vegas nicht finden wird. Hier lebt etwas, wenn man auch manchmal nicht genau wissen will was alles. Alina entdeckt ein Haus mit Balkon, dass ihr so gut gefällt, sie würde am liebsten hier einziehen.

Als es dunkel ist machen wir uns auf zur zweiten Runde. Wir bereiten uns vor. Die Bourbon Street nachts ist kein Ponyhof.

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Die teure Kamera bleibt zu hause und alle anderen Wertsachen auch. Nur ein paar kleine Scheine in den vorderen Hosentaschen nehmen wir mit. Taschendiebe brauchen wir so nicht zu fürchten und falls wir schlimmstenfalls ausgeraubt werden gibt es nicht viel zu holen. Sind wir paranoid? Die vielen Warnungen haben Eindruck hinterlassen. Letzte Woche wurde hier jemand vor einer Bar angeschossen.

Auf dem Weg vom Campingplatz zum French Quarter werden wir von einem AA (hier Afro-Amerikaner und nicht anonymer Alkoholiker) auf eher unfreundliche Art angesprochen. Ich ziehe vor das zu ignorieren und einfach weiter zu gehen. Das gefällt dem jungen Mann gar nicht. Er ruft uns eine Schimpftirade hinterher von der ich nur "nigger hater" verstehe. Das fängt nicht gut an.

Wir biegen von der Canal Street direkt in die Bourbon Street ab. Das Viertel hat sich nach Einbruch der Dunkelheit völlig verändert. Straßensperren machen quasi eine Fußgängerzone daraus. Jetzt ist hier richtig was los. Die Leute sind alle locker und gut gelaunt.

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Nun kommen wir uns direkt blöd vor. Geht man die Straße entlang klingt es wie ein Radio bei der Sendersuche. Fast in jeder Bar spielt eine Live-Band Musik in allen Stilrichtungen. Dabei ist es grade mal 19 Uhr.

Auf und an der Straße Pantomimen und eine Gruppe Break-Dancer mit ihrer Show. Die sind richtig gut.

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Unterhaltsam sind sie auch noch. Sie weisen darauf hin, dass sie auf gute Trinkgelder angewiesen sind sonst müssen sie zurück in ihren alten Job – Häuser der Weißen ausrauben. “Kommt ruhig näher, wir sind nur 3 Schwarze, ihr seid zu viele. Wir können euch nicht alle verprügeln.“ Und tanzen können sie auch.

Später versumpfen wir richtig

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in einer Bar mit Live Musik.

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Es wird Alinas Musik gespielt. Mitte 90er-Hip-Hop. Sie geht völlig ab, kommt kaum noch von der Tanzfläche. Es wird immer voller, die Stimmung steigt. Es ist Donnerstag Abend, aber hier ist Karneval, Halloween, Oktoberfest – alles auf einmal. Die haben das hier jeden Tag im Jahr. Am Wochenende wohl noch mehr. Man kann sich kaum vorstellen was hier an Mardi Gras los sein muss. Viele sind in Alinas Alter, alle sind begeistert. Dann wird es sogar uns zu bunt. Hier werden Drinks in Reagenzgläsern angeboten. (links ist die Verkäuferin zu sehen)

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Dann wird es Karneval. Es kommt eine Gruppe Kostümierter herein. Ein Bayer ist dabei, bzw. eine bayrische Lederhose. Ich weiß nicht warum mich Alina beißen wollte, der Herr neben uns guckt echt besorgt.

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Wir hatten Spaß wie selten in den USA, sind sogar zu Fuß abends ohne Vorfälle heimgekommen. Was will man mehr?

Reiseweisheit #20: Traue älteren weißen Damen von der Tourist Info nicht, die raten dir wahrscheinlich von allem ab.

Eine zweite 80$ Nacht auf dem Campingplatz wollen wir uns nicht leisten. Wir checken aus und schnorren noch ein paar Stunden deren WiFi auf dem Parkplatz davor bis es dunkel wird. Nur ein paar Kilometer weiter gibt es einen WalMart direkt neben einem Polizeirevier, wie praktisch. Neben uns steht ein PKW aus Arizona, darin 2 Katzen. Etwas später kommen die beiden Katzenbesitzer vom Einkauf zurück und verbringen ebenfalls die Nacht hier.

Etwas weiter packt ein uniformierter Fahrer WalMart Tüten in den Kofferaum einer Stretch Limo. “Nicht schlecht“, denke ich mir. “sich mit der Stretch Limo zum Einkaufen fahren zu lassen und der Fahrer erledigt die Einkäufe.“ Auch die Reichen müssen sparen.

Eingestellt von Tom Travel 17:20 Archiviert in Vereinigte Staaten von Amerika Kommentare (4)

Bange machen gilt nicht

zu sechst in Moby

sunny 25 °C
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Ich frage mich gerade wie 2 Erwachsene und 2 Katzen auf der Rückbank eines Mazda 626 Platz finden. Da krabbelt einer der beiden Insassen heraus und wünscht mir einen Guten Morgen. Max heißt er. Ich habe Alina gestern Abend noch von den beiden Katzen erzählt und nun will sie sie auch sehen. Cheech und Polo, 2 Kater denen das Reisen nichts auszumachen scheint. Etwas später kommt seine Freundin Shellon dazu und wir kommen ins Gespräch. Sie fahren seit 5 Monaten mit den beiden Katzen und ihrem gesamten Hausstand im kleinen Anhänger durch die Gegend.

Im Prinzip das Selbe was wir tun. Wenn man die Katzen abzieht und den Komfort den uns Moby bietet hinzunimmt. Das heißt die Zwei haben kein fließend Wasser, kein Klo, keine Heizung, keine Klima, keinen Kühlschrank, keine Kochmöglichkeit. Max erzählt, daß er im Wald einen Lehmofen gebaut hat und sie darin Kuchen gebacken haben. Wow, einfach toll.

Sie haben eine kleine Akrobatik-Nummer drauf, bei der er Gitarre spielt, während sie ihn auf ihren Füßen quasi als Sitz balanciert.

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Zuletzt haben sie hier über 65$ Trinkgelder am Ende ihrer 15-Minuten-Show bekommen. Seit ein paar Tagen hat Shellon eine Handverletzung und muss pausieren. Geld kommt so keines rein, aber der guten Laune tut das keinen Abbruch. Lebenskünstler, die Zwei + Katzen.

Wir verquatschen den ganzen Tag auf dem WalMart-Parkplatz in unserem Auto. Dann kochen wir alle gemeinsam. Die Katzen dürfen auch mit rein zu uns, damit sie mal ein wenig mehr Platz haben. Etwas das wir später bereuen werden. Eigentlich wollten wir tagsüber noch ein paar Fotos machen, daraus wird nun nichts mehr, es ist bereits wieder dunkel. Gestern hat Alina den ganzen Tag gearbeitet, da haben wir auch nichts mehr von der Stadt gesehen. Dieses um-5-Uhr-ist-es-finster nervt schon ein wenig. Die Tage sind einfach zu kurz wenn man so wie wir erst gegen 9-10 Uhr aufsteht.

Dann gehen wir halt abends alle 4 nochmal ins Barviertel. Heute trauen wir uns sogar die große Kamera mitzunehmen. Am Donnerstag war viel los, aber heute ist Samstag und die Straße ist voll. Noch mehr Musik, Leute, Straßenkünstler, Stimmung. Die Balkons entlang der Bourbon Street hängen voller Perlenketten. Wir erfragen was es damit auf sich hat.

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Die grölende Menge auf den Balkonen wirft die Ketten hübschen Fauen zu und die müssen ihrerseits zum Dank blank ziehen - und sie tun das auch! Etwas das ich mir beim Karneval in Deutschland auch sehr gut vorstellen könnte. Mal sehen wie lange es dauert bis dieser relativ neue Brauch zu uns exportiert wird.

Die Katzenfreunde führen uns in die Frenchman Street. Die Gegend in der die Einheimischen weg gehen. Samstag Abend, auch hier abseits der Bourbon Street ist es nun in vielen Bars gerammelt voll.

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Wir lernen lustige Leute kennen, eine Berliner ist auch dabei, trinken ein paar Bier und Daiquiris auf der Straße (hier erlaubt!) bis Alina die Beine vom Stehen schmerzen. So landen wir in einer Russenbar. Wir dachten wir hätten hier zuletzt schon alle denkbaren Musikrichtungen gehört. Mitnichten. Hier spielt eine Live-Band russische Volksmusik zum Mittanzen.

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Auf dem Rückweg finden wir wieder ein wunderschönes altes Hotel. Der Engel sieht doch aus als ob er gestern zu viele Daiquris gehabt hat.

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Wir bieten Max und Shellon unser Gästebett für die Nacht an. Max nimmt die Katzen mit und so schlafen wir heute inklusive der beiden Katzen zu sechst im Auto. Die Tiere waren erstaunlich brav in der Nacht. Am nächsten Morgen frühstücken wir zusammen und erzählen noch das eine oder andere. Die zwei waren nicht immer Straßenkünstler, sondern hatten solide Berufe, wie wir Deutsche so gerne sagen.

Sie Couchsurfen so oft es geht. Dabei haben sie es nicht einfach mit ihren Katzen. Nicht jeder Couchsurfergastgeber mag Katzen. Sie können das Auto tagsüber in der Hitze nicht stehenlassen wo sie wollen, dann wird es zu heiß für die Katzen. Jeden Tag müssen sie einen Park finden und mit ihren Katzen spazieren gehen. Die haben volles Programm mit den Tieren und dazu kommt Toilette, Essen, Schlafplatz finden. Max meint dennoch er ist so glücklich, dass er dieses Leben mit Shallon so leben kann wie er es grade tut. Die zwei sind außerordentliche junge Leute, wir hoffen wir treffen sie irgendwo mal wieder.

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Eine der Katzen hat uns leider vor lauter Freude über so viel Platz gestern Nachmittag aufs Bett gepinkelt. Das erfordert heute einen Not-Stopp beim Waschsalon. Noch so eine Nacht in dem Gestank halte ich nicht aus.

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An der Grenze zwischen Louisiana und Missisippi ein kleines Naturschutzgebiet.

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Wir sind überrascht als wir erfahren, dass es hier Manatees geben soll. Klar, es gibt eine Verbindung zum Meer, aber hier hätten wir die fetten Säuger nicht erwartet. Gesehen haben wir allerdings keinen.

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Diese gespenstischen Bäume sieht man hier überall. Sie hängen voller Louisianamoos (eine Tillandsienart). Ganzjährig Weihnachtsdeko hier sieht aus wie Lametta.

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Schon wieder wird es dunkel und leider auch kalt. Wir sind wieder in Mississippi, ganz unten im Süden an der Golfküste. Kurz nach Sonnenuntergang sehen wir zum zweiten Mal auf unserer USA-Reise das Meer. Die Sonne ist schon untergegangen, die Stimmung ist gerade einmalig. Wir sehen die Abenddämmerung an, als hätten wir sowas noch nie gesehen. Obwohl wir auch in Costa Rica am Meer waren kommt es uns vor, als wären wir seit Jahren nicht am Meer gewesen.

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Feiner weißer Sand, ein malerischer Fischerhafen - hübsch hier. Das werden wir uns morgen bei Tageslicht mal genauer ansehen. Wir schlafen heute bei einem WalMart in Pass Christian, nur wenige Hundert Meter vom Wasser entfernt. Das ist der Parkplatz mit der schönsten Aussicht seit dem Markt in den Bergen von Wyoming.

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entlang der Golfküste

Mississippi - Alabama - Florida

sunny 25 °C
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Sorry liebe Alabamer, wir waren so schnell durch durch euren Staat wir haben es kaum bemerkt. Hier unten an der Küste ist euer Staat aber wirklich ziemlich schmal. Es sah genauso aus wie in Mississippi. Kiefernwälder neben der Autobahn. Die Fahrt ist allerdings nicht immer langweilig. Etwas später verläuft der Highway entlang der Kanäle. Mit etwas Glück kann man Reiher und Alligatoren sehen.

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Apropos Mississippi, hier müssen wir uns auch ein wenig entschuldigen. Ganz so langweilig war es dann am Ende doch nicht. Die Golfküste von Mississippi war sehr ansprechend, wie man bereits im letzten Beitrag sehen konnte. So einen schönen langen Sandstrand haben wir hier wirklich nicht erwartet.

Deswegen bleiben wir gleich noch eine zweite Nacht an der Küste. Hier gibt es einen Ort mit dem sehr passenden Namen Long Beach. Alina hackt den ganzen Tag in ihren Computer - dringende Geschäfte. Ich lese in der Zeit mein Buch aus und gehe auf Fotosafari im Hafen.

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Etwas weiter ein gesperrter Steg, demoliert von Katrina.

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Jetzt gehört er den Möwen - wenn nicht gerade Fotografen das "Betreten verboten"- Schild ignorieren.

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Pelikane und Reiher haben die Ruinen der alten Hafenanlage besetzt.

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Wir stehen direkt gegenüber vom Long Beach Yacht Club neben unserer Lieblings Burger Bude auf dem Parkplatz eines verlassenen Grundstücks. Heute revanchieren wir uns für das Free WiFi und werden zu zahlenden/essenden Kunden.

Alina zieht auch noch mal los für eine Fotosession kurz vor Sonnenuntergang.

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Alina hat Gefallen an dem puderfeinen Sandstränden gefunden und will weiter entlang der Golfküste fahren. Das wird wieder mal ein ein kleiner Umweg, diesmal aber wirklich klein im Vergleich zu denen die wir schon gemacht haben. Südlich von Pensacola im Staat Florida treffen wir wieder auf den Golf von Mexiko und bleiben kurz danach in Gulf Breeze stehen.

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Egal was man tut, man vergleicht immer. So auch hier. An was erinnert mich das? Italien, Adriaküste oder Nordseeinseln kommt in den Sinn. Der Sand ist hier allerdings feiner und heller.

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Übernachten dürfen wir hier nicht - Naturschutzgebiet. Deswegen fahren wir wieder zurück ans Festland

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Wieder mal wird ein WalMart unser Schlafplatz. Diesmal säumen Palmen und keine bunten Laubbäume den Parkplatz. Die Häuser sind alle in Pastellfarben. Eindeutig, wir sind in Florida, unser vorletzter Bundesstaat. Es sieht so aus als ob wir die Herbstgrenze überquert haben. Selbst die Laubbäume hier halten es nicht für notwendig ihre Blätter abzuwerfen, so kalt wird es hier eben nicht. Fürs abends-draußen-Sitzen reicht es nicht, aber es ist erheblich wärmer als die 3° die wir vor einer Woche hatten.

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Am nächsten Tag kommen wir in Apalachicola an. Der Name ist schon süß, das Städtchen auch. Alina verliebt sich in diesen Shop.

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Was es da zu verkaufen gibt? Lebensgroße Piratenstauen, Steurräder, Treibholz in allen Formen und Farben. Alina will am nächsten Tag nochmal bei Tageslicht hin, aber es ist Thanksgiving, d.h. fast alles hat zu. Einer der ganz wenigen Feiertage die hier bezüglich Ladenschluss ernst genommen werden. Der Katze ist das völlig egal.

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Pech für Alina, Glück für mich, denn sonst würde Moby jetzt von innen und außen wie Fluch der Karibik aussehen. Den Abend davor verbringen wir in einer einheimischen Bar mit lustigen Zapfhähnen.

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Da war auch das Lustigste nicht daran, um 9 Uhr leert sich der Laden, alle gehen heim. Es ist halt nicht New Orleans.

Happy Thanksgiving
nach Deutschland von uns

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Eingestellt von Tom Travel 21:36 Archiviert in Vereinigte Staaten von Amerika Kommentare (1)

Jagdsaison – Black Friday – Eiszeit

Das Ding aus dem Sumpf

sunny 18 °C
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Wir verabschieden uns von der Golfküste und biegen nach Norden ab. An der Straße wird vor Bären gewarnt. Bären in Florida? Die spinnen doch die Amis. Wir suchen eine der schönen kostenlosen Campsites im Apalachee National Forest, die wir im Internet gesehen haben. In diesem riesigen Kiefernwald kann man eigentlich überall campen. Eigentlich. An diesem Wochenende allerdings nicht. Heute ist Thanksgiving und bis einschließlich Sonntag ist Jagdsaison. Jeder der ein Gewehr hat – und das ist so ziemlich jeder hier über 5 Jahre – geht in den Wald und schießt. Daher ist es nicht schlau sich abseits der ausgewiesenen Picknick und Campingplätze im Wald aufzuhalten.

Trotz miserabler Beschilderung finden wir einen Platz namens Cotton Landing am Ende eines holprigen Waldweges. Wir sind völlig allein mitten im Sumpfwald.

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Im Sommer fressen einen hier die Mücken. Zumindest einen Vorteil hat das kalte Wetter – keine Mücken. Ich kann die Hängematte, sie kam aus unerfindlichen Gründen noch nicht zum Einsatz hier in den USA, zwischen zwei Sumpfzypressen aufspannen und ungestört lesen. Zumindest hier für den Sumpf haben wir ganz offensichtlich die perfekte Jahreszeit erwischt.

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Wanderwege gibt es hier nicht. Man kann sich durchs Unterholz schlagen falls man unternehmungslustig wird. Das wollen wir jetzt mal machen. Die Jäger die wir auf der Fahrt hierher gesehen haben trugen knall-orange Warnwesten. Das verringert die Gefahr mit einem Hirsch verwechselt zu werden. Solche Westen haben wir nicht, aber wir ziehen beide rote Pullover an, das wird hoffentlich auch helfen.

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Wir finden diesen See einfach wunderschön und machen jede Menge Fotos. Fällt euch an den Bildern unten was auf?

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Die Auflösung gibt es am Ende des Beitrags.

Etwas später bekommen wir Besuch von einem Ranger . Er erzählt uns, dass es hier durchaus Schwarzbären gibt. Eine etwas kleinere Sorte. Die entwickeln sich langsam zur Plage, denn sie kommen in die Städte und plündern die Mülltonnen. Wir staunen nicht schlecht und wollen auch einen Bären sehen. Also ab in den Sumpfwald. Kleiner Yogibär put, put, putt. Ich gehe schon mal vor.

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Alina wollte nur noch kurz das Schuhwerk wechseln, kommt aber nicht nach. Ich gehe zurück zum Auto um zu sehen wo sie bleibt. Sie sieht nicht nach Wandern aus. Plötzlich hat sie starke Bauchkrämpfe bekommen und kann nicht mehr stehen. So macht Einsamkeit im Sumpf keine Freude. Wir packen zusammen und fahren nach Tallahassee. Überaschenderweise ist das die Hauptstadt von Florida – nicht Miami, Orlando oder Tampa wie man vielleicht meinen könnte.

Wir kommen relativ früh bei einem WalMart am Stadtrand an. Der Parkplatz kaum halb gefüllt.

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Ich lese, Alina liegt flach – etwas Anderes kann sie gerade nicht. Ein paar Stunden später gehe ich für eine Rauchpause nach draußen und kriege kaum die Tür auf. Der riesige Parkplatz ist gerammelt voll. “Was ist denn hier los?“ frage ich mich. Keine Leute zu sehen. Die müssen alle im WalMart sein. Das muss ich mir ansehen. Drinnen ist die Hölle los. Die Leute räumen praktisch den Laden aus. Schlangen von der Kasse quer durch den Laden.

Plasma-TV, Grill, Staubsauger alles muss raus. Am Eingang drückt mir eine Mitarbeiterin eine Karte in die Hand. Wozu denn eine Karte? Jetzt dämmert es: das ist der Black Friday Sale bei Walmart. Auf der Karte sind die Standorte der besten Schnäppchen eingezeichnet. Im Radio hören wir seit Tagen die Werbung. Da hier ständig irgendwelche Verkaufsaktionen angepriesen werden haben wir uns nichts dabei gedacht. Ob es wirklich so viel billiger ist als sonst können wir nicht sagen. Plasma-TV, Grill und Staubsauger kaufen wir nicht so oft. Die Amerikaner gehen aber davon aus und es wird gekauft als gäbe es morgen nichts mehr. Dass heute Donnerstag ist stört dabei nicht. Black Friday beginnt Donnerstag Abend (gleich nach dem Truthahn um 8) und endet Samstag Mitternacht.

Ich erzähle Alina, die immer noch auf der Nase liegt, davon. Sie kann sich nicht aufraffen sich dieses Schauspiel anzusehen. Solche Aktionen sind normal ihr Heimspiel, das ist ein ernstes Zeichen. Unser morgiges Ziel, eines der größten und abgelegensten Sumpfgebiet der USA, können wir erst mal streichen. Solange es ihr nicht besser geht können wir nicht weitab der Zivilisation fahren.
Am nächsten Tag ist Alina noch nicht ganz fit, es geht ihr aber besser. Dafür habe ich mir gestern meine Schulter verrenkt. Wir jammern uns nun gegenseitig etwas vor. Kaum angekommen im Rentnerparadies Florida und wir fühlen uns wie 65 Jahre. Es wird Zeit dass wir weiter ziehen.

Die letzte größere Stadt vor den Okefenokee Sümpfen ist Valdosta in Georgia. Hier sehen wir diese Bäumen deren Blätter einzeln direkt aus dem Ast wachsen. (siehe zweites Bild unten) Wir sind wieder in der Herbstzone.

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Hier bleiben wir heute Nacht. Georgia ist der 30. und letzte Staat auf unserer USA-Rundreise. Wenn der Verkauf von Moby klappt wie geplant sind wir noch vor Weihnachten raus aus den USA.

Die letzten zwei Nächte war es wieder erträglich warm. Damit ist es morgen vorbei. Laut Wetterbericht geht es hier ab Sonntag in der Nacht runter Richtung Gefrierpunkt. Gas für den Brenner haben wir genug, dummerweise brauchen wir zum Heizen auch Strom für das Gebläse. Den liefert unsere Batterie, aber leider nur für die halbe Nacht. Da ich keine Lust habe mitten in der Nacht aufzustehen und den Generator anzuwerfen, brauchen wir für die bevorstehende Eiszeit einen Standplatz mit Stromanschluss.

Etwa 100km fahren wir von Valdosta bis zum Stephen C. Foster State Park mitten im Sumpf.

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Um uns herum fast 4000km² unwegsames Gelände ohne menschlichen Einfluss. Auch hier gibt es die kleinen Schwarzbären. Die nächste Siedlung ist 30km entfernt. Versuche den Sumpf kommerziell zu nutzen sind gescheitert. Nur ein paar rostige Eisenbahngleise sind übrig.

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Der Campingplatz hier bietet Wasser und Strom (wichtig für die Nacht s.o.) und sogar TV-Kabelanschluss. So kann der naturverbundene Sportfan die College-Football Play-Offs auf ESPN in seinem Zelt oder Camper verfolgen. Toller Service. Wir können wieder die Hängematte auspacken.

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Wir machen eine erste kleine Wanderung durch den Sumpf.

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Das Louisiana Moos nennen sie hier Spanisches Moos. Wir bekommen nicht genug davon. Die befallenen Bäume nennen wir Gespensterbäume. Sie sehen so majestätisch aus. Wir haben es bisher nicht geschafft ein gutes Bild zu machen das dies wiedergibt, aber wir fotografieren brav weiter.

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Hier gibt es eine ziemlich große Superspinne - die Goldseidenspinne. Ihre Fäden sind stärker als Kevlar. Thomas ist gegen ein Spinennnetz gelaufen und wurde fast zurückgeschleudert.

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Entlang des Boardwalks sehen wir das undurchdringliche Chaos im Sumpf.

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Kann sich noch einer an die Dschungelfeger Asiens erinnern? (zur Erinnerung hier klicken) Die hätten hier echt gut zu tun. Seht euch das Desaster an. Obama hätte viel weniger Arbeitslose. Thomas versucht schon mal die Aufräumarbeiten zu managen.

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"Der Baum nach da, dieser nach dort." Im Auto ist er der Außenverantwortliche. Ich habe das Bordcatering bekommen und wurde zum Innenraumverantwortlichen befördert. Mehr Gehalt gibt es nicht, nur mehr Verantwortung wie das meistens so ist. "Wir sind ja schließlich nicht zum Spass hier" wiederholt Thomas immer wieder. Grrr. Der braucht echt wieder einen Job, bevor er eine Powerpoint Präsentation bezüglich mehr Effizienz oder so erstellt. Aufruf an BT: Schickt ihm doch mal ein paar Powerpoints rüber oder laßt ihn wieder in einer Konferrenz sein endloses Wissen verbreiten.

Das Wort Sumpf hat etwas Negatives. Das hört sich jetzt vielleicht seltsam an, aber das ist der schönste Sumpf der Welt.

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Normalerweise würden wir hier herumklettern. Ich kann nicht wegen der Schulter und Alina wegen ihrer immer noch vorhandenen Krämpfe. Ein Dreamteam, das sind wir. Nicht einmal dieses Reh flüchtet, sondern guckt uns Invaliden nur verwundert an.

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Falls das Sumpfmonster kommt, können wir nur hoffen das es auch irgendwelche Wehwehchen hat. Alina nutzt die Situation aus und bewirft mich mit Spanischem Moos.

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Da taucht das wahre Sumpfmonster auf.

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OK, wir sind albern, zugegeben.

Einen netten Alligator finden wir auch noch

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Auflösung: die Bilder waren auf den Kopf. Hier das erste Bild richtig herum und im Zweiten sieht man leichten Wellengang im Wasser.

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Eingestellt von Tom Travel 13:09 Archiviert in Vereinigte Staaten von Amerika Kommentare (2)

Okefenokee

see you later alligator

sunny 20 °C
View RTW Reloaded 2011-2013 auf Tom Travel's Reise-Karte.

Dieses Sumpfgebiet hat unserer Meinung nach einen eigenen Blogeintrag verdient. Wir setzen ihn auf die kurze Liste der magischen Orte die wir in den letzten 5 Monaten hier in den USA gesehen haben. Yellowstone WY - Wälder, White Sands NM - Sandwüste, Zion UT - Felsen, Okefenokee GA - Sümpfe.

Vor über 20 Jahren hatte ich in einem Reisemagazin einen Bericht über diese Sümpfe gelesen und seitdem steht diese Gegend auf meiner Reise-Wunschliste. Wie unsere anderen Lieblingsplätze auch liegt dieser hier weitab aller Touristenrouten und ist wohl daher außerhalb der USA so gut wie unbekannt.

Wir wollen die Tour um 10 Uhr morgens machen, Alina meint "Da müssen wir wohl früh aufstehen." Ich lache, aber so unrecht hatte sie gar nicht. Als der Wecker uns um 9 weckt sind wir uns beide einig: "Wir machen die Nachmittagstour" und drehen uns auf die andere Seite. Mit unseren Schmerzen schlafen wir derzeit nicht gut. Außerdem war es heute morgen nochmal viel kälter und Frühaufsteher waren wir noch nie.

Diesmal haben wir wirklich Glück. Es gab genug Regen während der letzten Monate und der Wasserstand ist perfekt für die typischen Spiegelungen im Schwarzwasser.

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Die gefürchteten Gelbfliegen (gegen die kein Repellent hilft) sind bereits im Winterschlaf. Für andere fliegenden Blutsauger ist es schon viel zu kalt. Da es hier sonst vor Moskitos nur so wimmelt sehen wir auch daran, dass sogar die Rangerstationveranda ein sehr gutes Moskitonetz hat. Ein Ranger erzählt uns, dass März-April und Oktober-November die besten Monate für einen Besuch sind. Jetzt im November werfen die Sumpfzypressen ihre Nadeln ab und haben die fotogene rote Farbe.

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Gestern sind wir nur ein wenig um den Campingplatz gewandert. Das war schon nicht schlecht. Heute wollen wir mitten rein. Man kann eine durch Ranger geführte Bootsfahrt entlang der Kanäle buchen. Das machen wir und selten haben wir etwas unternommen das so sein Geld wert war. Wir müssen noch ein wenig warten bevor es los geht und wir sitzen am Teich vor dem Besucherzentrum. Ich sehe auf der anderen Seite etwas das eine Schildkröte auf einer Seerose sein könnte und sehe mir das aus der Nähe an. Schildkröte stimmt, aber das worauf sie sitzt und sich sonnt ist definitiv keine Seerose.

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Die Schildkröte denkt sich: "Was gucken die denn alle?" und der Alligator: "Mittagessen!"

Fast alle Camper sind heute heim gefahren, das lange Wochenende ist vorbei. Daher sind wir alleine auf dem Boot als es los geht.

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Abseits der Hauptkanäle gibt es kein Weiterkommen. Weder zu Fuß noch mit irgendeinem Wasser-, Amphibien- oder Landfahrzeug käme man hier durch. Daher sind große Teile des Sumpfes immer noch unerforscht.

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Einige Alligatoren wärmen sich in der Sonne. Kaum kommen wir näher verschwinden sie im Wasser.

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Im Winter geht hier die Lufttemperatur schon mal unter den Gefrierpunkt, das Wasser ist dann nur wenige °C warm. Uns war völlig unbekannt, dass Reptilien in so kaltem Wasser überleben können. 13.000 Stück gibt es hier, sagt der Ranger. Die größten über 4 Meter lang.

Die Schildkröten hat wahrscheinlich keiner gezählt. Davon gibt es sicher noch viel mehr die mit der Kälte im Winter klar kommen.

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Viele Reiher, aber die sind sehr scheu und flüchten sofort bei Annäherung.

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Eineinhalb Stunden dauert die Fahrt,

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Wir filmen und fotografieren was was die Ausrüstung hergibt.

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Später sind wir mit unserer Fotobeute nicht wirklich zufrieden. Das Boot wackelt und bewegt sich. Zeit um Belichtung und Blende manuell einzustellen haben wir nicht. Mit Automatik sind die Bilder zu hell oder zu dunkel.

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Aber wir haben ja noch das Video. Dauert knapp 4 Minuten und vermittelt die Stimmung besser als die Standbilder. (Wie wir leider erfahren haben sperrt die GEMA für deutsche Besucher das Video - sehr schade!)

Als wir zurückkommen gehen wir zum Hausalligator, der neben der Rangerstation. Sitzt die Schildkröte immer noch da?

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Nein, er ist alleine. Wir finden zwei andere Schildkröten. Das Bild sieht so aus, als würde die eine sagen:
"Hey, hast du heute Paul schon gesehen?"
"Ja, der wollte sich kurz in die Sonne legen. Aber jetzt sehe ich ihn auch nicht mehr."

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Wir gehen zurück zu unserem Camper auf diesem wirklich wunderschönen Campingplatz. Am liebsten würden wir hier eine ganze Woche bleiben. Wir müssen aber aus mehreren Gründen morgen weiter fahren. Alina muß arbeiten, es ist uns einfach nachts zu kalt, für Dienstag ist Regen angesagt und 28 Dollar Standgebühr pro Tag Camping wollen wir nicht ausgeben.

Abends fragt Alina "Wie spät ist es?" Meine Antwort "Es ist 21 Uhr." Darauf sie: "Schaltest mal den Toaster ein?" Was meint ihr warum schalten wir abends den Toaster ein? Auflösung folgt im nächsten Beitrag. Übrigens, wir haben kein Brot mehr.

Am nächsten Tag besuchen wir noch einmal unseren Hausalligator. Der ist wirklich immer da. Heute sonnt er sich direkt neben einem Bootssteg. Alina wird übermütig und legt sich direkt daneben.

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Da zischt und knurrt es plötzlich bedrohlich. Ich weiß woher das Geräusch kommt und denke "Alina, mach dass du da weg kommst!" Der genervte Alligator hatte sie gewarnt, dann aber das Weite gesucht. Glück gehabt! Alina meint ganz cool für den bin ich eh viel zu groß und dem ist eh viel zu kalt. Aha, ich hätte das nicht gemacht von wegen nur Thomas macht Unsinn!

Eingestellt von Tom Travel 20:43 Archiviert in Vereinigte Staaten von Amerika Kommentare (3)

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