Reise blog von Travellerspoint

November 2011

Bali zum ersten, zum zweiten...

... und zum dritten und letzten Mal

semi-overcast 29 °C
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Da wären wir also - schon wieder in Bali. Immer wieder zieht es uns hierher zurück. Ist ja auch ziemlich klasse hier. Action, Ruhe, gutes Essen und alles zu budgetschonenden Preisen - das sind Argumente.

So langsam hat das was von einem Zuhause hier. Zumindest im Umkreis von Legian, wo wir uns fast auschließlich aufhalten, kennen wir uns perfekt aus. Und das Beste - wir müssen uns nichts ansehen oder unternehmen. Kein touristisches Pflichtprogramm, dass es zu absolvieren gilt. Bali genießen, uns treiben lassen, das Feeling spüren, Sonnenuntergänge gucken,

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den Räucherstäbchenduft aufnehmen. Hier kann mann sich Blumen ins Haar stecken ohne dass es lächerlich aussieht.

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Ok, bei Fluffy sieht es seltsam aus.

Didier wollte auch nach Bali. Die letzte Rundreise mit Nadja ist erst ein paar Wochen her und so schön wie es ist - schon wieder wollen wir das nicht. Eigentlich wollten wir gar nichts unternehmen, aber dann haben wir uns eine Floßfahrt vorgenommen. Nicht die vom letzten Mal sondern eine eher gemütliche die Thomas vor 10 Jahren gemacht hat. Er meint die war auch sehr schön aber langsamer. Vielleicht können wir dann mehr fotografieren, wenn wir nicht immer rudern, ducken, Team Beiderbecks nass machen und uns festhalten müssen.

Didier wohnt bzw. residiert wie bereits Robert und Uschi in den Satriya Cottages. Ein wenig Luxus nach den letzten spartanischen Tagen auf Sulawesi. Er ist happy. Wir gehen wieder ins Gora.

Australien ist nun täglich in unseren Köpfen. Es wird sehr teuer - schönen Dank an die Griechen und das was sie mit unserem € gemacht haben. Daher gehen wir hier nochmal öfters aus, was trinken, gut essen. Wir führen Didier rum in den Klubs, für die wir allerdings schon etwas zu alt sind. Schon wieder Alleycats!

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Abends sitzen wir am Pool und machen uns über Alina lustig, da sie sich krazt wie blöd. Sie meckert über ein paar Mosquitostiche. Am nächsten Tag sehen wir das Desaster. Sie hat sich warscheinlich im Shirt einen Katzenfloh eingefangen, der hat sie überall gebissen. Es sieht wirklich übel aus. Das Foto gibt es gar nicht wieder, daher haben wir die Stiche markiert.

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Wir können ihre Stiche gar nicht lang bewurndern denn wir haben ja Rafting ausgemacht. Erstmal die Klamotten anziehen, das sieht schön blöd aus, ähm profesionell.

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Etwas mehr Action? Klar! Alina zeigt Didier doch gleich wie der Paddel angewandt wird. Noch lacht er. ;-)

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Wir dachten diese Fahrt wird ganz ruhig, wir können viel Fotografieren - von wegen. Alina macht ab und zu einen auf nasser Maikäfer, und 2 mal wäre sie fast aus dem Boot gefallen. Es ist anspruchsvoller als wir gedacht haben.

Diesmal gibt es aber Bilder, da Didier seine Untwerwasserkamera mit hat. Es gibt schöne Landschaften zu sehen, leider fehlt die Sonne, das Wasser ist trotzdem warm.

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Wir hüpfen dann zum Schluss ins Wasser und lassen uns treiben, auch dieses Rafting ist sehenswert.

Wir diskutieren welche Tour besser war und werden uns nicht einig. Wir müssen wiederkommen und beide nochmal machen.
Abends feiern wir mit Didier Halloween in den angesagten Clubs von Kuta. Paddy's Club, Sky Garden und Bounty

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Wir brauchen uns nicht schaurig verkleiden, wir gehen als die Alten. Es sind sogar einige noch ältere da. An Halloween dürfen alle mal raus und sich unters Volk mischen.

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In der gleichen Nacht gibt es Stromausfall und der Ventilator fällt aus. Alle Mossies stürzen sich auf Alina. Sie hat so viele Stiche und schlägt den Stichrekord. Blöderweise ihren eigenen Rekord, denn meist wird nur sie gestochen. Wir zählen über 100 Stiche mitsamt Flohbissen, die sie überall schön verteilt hat. Von den zusätzlichen auf ihren Rücken hab ich ihr noch nicht erzählt, sie ist auch so total fertig. Sie hat die Bronchitis noch nicht ganz überstanden, es ist so jämmerlich ich hole Hilfe aus der Apotheke. Dann kommt es schlimmer! Schlimmer? Ja das geht, jetzt reagiert sie auf jeden zusätzlichen Stich zunehmend allergisch. Sie kriegt Quaddeln und Beulen da wo sie gestochen wurde. Wir müssen dringend nach Australien. Genug Asien, genug Tropen!

Didier verabschiedet sich, der muss wieder arbeiten. Natürlich gehen wir wieder ins Tj's und danach ins Havanna leckere Strawberry Daiquiris trinken.

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Das wars mit Begleitung von zu hause. Weiterer Besuch hat sich nicht angekündigt. Die nächsten Monate werden wir alleine Reisen.

Eingestellt von Tom Travel 09:56 Archiviert in Indonesien Kommentare (1)

Bye Bye Bali

Fluffy kommt nach hause

rain 27 °C
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Wir werden reich! Wir haben Google erlaubt bei uns auf der Webseite kleine Werbelinks zu plazieren. Jedes Mal wenn einer drauf klickt klingelt bei uns die Urlaubskasse. Letzten Monat haben wir schon 0,32€ verdient. Wenn das so weiter geht können wir uns in 1 Jahr glatt einen Kaffee leisten. :-)
Damit es 2 Kaffee werden bitte ab und zu drauf klicken, unter dem Beitrag, oder rechts unter der Navigation.

Erinnert ihr euch an Alina's Stiche? Es wurde jeden Tag schlimmer, obwohl sie sich ständig wie blöd mit Anti-Mosquito-Creme einschmierte. Ich wußte auch keinen Rat mehr, vermutete Katzenflöhe als Ursache. Es ist zwar selten, dass Menschen befallen, aber das habe ich schon gesehen.

Eines abends entdeckt sie ein kleines schwarzes Käferchen im Bett. Das wird doch nicht - ist das eine Bettwanze? Ich zerdrücke ihn und habe Blut an den Fingern. Nun ist es amtlich, Bettwanzen!! Wir suchen im Bett, unterm Bett - wo eine ist sind sicher noch mehr. Tatsächlich finden und töten wir noch weitere 9 Gefährten des ersten. Alina sieht immer noch übel aus, ist nun aber zuversichtlicher, denn jetzt wissen wir endlich was los ist. Kenne deinen Feind! Am nächtesn Tag wechseln wir sofort in der Früh das Zimmer. Die Stiche gehen langsam zurück, Heilung ist in Sicht.

Die letzten Tage auf Bali waren eher wenig aufregend. Unsere Activities sahen so aus.

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Nein, dass sind wir nicht, das ist ein Verkaufstalent aus Lembongan.
Dieses Bild sieht man hier sehr häufig, Mittagsschläfchen auf der Arbeit ist hier gang und gebe. Ob man am ruhigen Flughafen wartet...

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Asiaten sind Einschlaftalente, überall, jederzeit können die schlafen - das meine ich wirklich positiv.

Einen Abend entdecken wir die Green Box . Da sind wir so oft vorbeigelaufen.

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Eigentlich nur eine Strassenkneipe mit sehr billigen Mixgetränken zum Vorglühen für die Disse. Das augenkrebsfördernde Singlet habe ich mir gekauft. In Australien kann man so was anziehen - könnte ganz praktisch werden wenn man Nachts am Strassenrand einen Reifen wechseln muss. (oder im Fasching, evtl noch zum Golfen)

Es wird sehr lustig und das Jungvolk überredet uns nochmal ins Bounty mitzukommen. Das sieht zwar nach einem abgedrehten Yoga-Sonnengruß aus, aber so tanzt nunmal unser Thomas. Namaste!

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Bald ist hier die Regenzeit angesagt daher wollen wir schnell weg. Es ist bereits kühler geworden. Die Touristen laufen trotzig weiterhin mit Shorts und Singlets durch die Gegend, aber man könnte ebensogut mit langer Hose, Hemd und Jacke und würde nicht schwitzen. Von wegen "Bali ist ganzjärig bereisbar". Wir kennen die Regenzeit in Bali. Es regnet! Täglich! Heftig! Laßt euch von Reisebüros nichts erzählen.
Reiseweisheit #6: Regenzeit heißt Regenzeit weil's regnet.

Uns ist das ziemlich wurscht - wir hatten Sonne genug in den letzten Monaten. Wer aber nur seine kostbaren Jahresurlaubswochen so verbringt könnte sich dann schon mal ärgern.

Bali klingt so nach Freiheit, aber wir haben gelernt, Verbote gibt es auch hier und sehen dann so aus.

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Vor 3 Monate sind wir hier in Bali angekommen. Wir haben uns in Bali einiges angesehen, haben Lembongan und Gilli Trawangan besucht.

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Es wird wirklich Zeit dass wir hier wegkommen. Unsere Leser langweilen die Asienberichte vermutlich auch schon. Immer wieder Reisfelder, Party, Tempel - irgendwann ist's mal gut.

So sitzen wir dann tagsüber in unser Liebelingsrestaurant bei der Zahnfee, so nennen wir sie ganz liebevoll. (im Bild zwischen uns beiden)
Die Zähne hat sie nicht für's Foto freigegeben. Erst auf den Bild merken wir überhaupt wie klein alle hier sind, meisen sitzen wir im unser Internet Restaurant, da fällt es nicht so auf.

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und schmieden Pläne für Australien. Nicht so wie letztes Mal als wir völlig unbedarft dort ankamen und nicht wußten was und wohin. Nur leider ist bisher alle Planerei ergebnislos. Wir haben weder eine Unterkunft für die ersten Nächte in Perth, noch haben wir in puncto Campervan irgendetwas Konkretes erreichen können. Am Ende werden wir noch mit so was durch die Gegend düsen.

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Eigentlich wären wir sogar froh wenn wir so ein Autochen hätten, sieht nach guter Ausstattung aus :-).
Stundenlange Internetrecherche, Dutzende Emails an Verkäufer und Zimmerbesitzer - nur Absagen bzw. keine Reaktionen. Na toll! Wir haben einen supergünstigen Flug nach Perth mit Air Asia. Uns ist nun auch klar warum der so günstig war. Der kommt nämlich um halbeins in der Früh dort an. Blöder geht's kaum.

Einen Mietwagen haben wir ab Flughafen schonmal gebucht und bezahlt. So wie es aussieht werden wir die erste Nacht in Down Under im PKW schlafen müssen. Irgendwie haben auf dieser Reise oft Pech mit unseren Flügen - dieses Mal gibt es die erste Verzögerung, weil ein Gepäckstück wieder ausgeladen werden muss. Ein Passagier hat sich's überlegt und fliegt nun doch nicht mit. Das kann schon mal dauern bis so ein Koffer identifiziert und aus dem Laderaum entfernt wird.

Nach 40 Minuten setzt sich der Flieger endlich in Bewegung, aber nur 100 Meter - dann steht er wieder. Der Kapitän verkündet etwas stimmt mit dem Flieger nicht - wir müssen zurück ans Gate, alle raus in die Wartehalle. Das Volk murmelt und protestiert - hilft alles nix. Jeder holt sein Zeug aus der Gepäckablage und als alle im Gang stehen kommt die nächste Durchsage: Es geht nun doch schneller, alle wieder hinsetzen, in 30 Minuten geht es los. Wir kommen uns veräppelt vor - und vertrauenerweckend ist diese Aktion auch nicht wirklich.

Mit gut 1 1/2 Stunden Verspätung geht es dann endlich hoch - ein letzter Blick aus dem Fenster auf Kuta und die Poppies Lane und dann ist das Kapitel Bali für dieses Mal endgültig geschlossen.

Eingestellt von Tom Travel 22:55 Archiviert in Indonesien Tagged reiseweisheit Kommentare (2)

Down Under

Endlich was zu Essen für unseren Mitreisenden

sunny 22 °C
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Wir sind im "G'day mate, 'ow yer going?"-Land. Australien kann mann mit dem Grüßgottland bzw. schlimmer Niederbayern vergleichen, nur dass der Outback hier ein bissl größer ist als Chaoscity Dachau und Umgebung (Bayrische Radiozuhörer wissen was gemeint ist)
"G'day mate, 'ow yer going?" heisst übersetzt sowas wie Grüßgott. Bevor sich jetzt einige melden um mir zu sagen, ich hab das "wie geht's dir vergessen", nein den Bayern interessiert dies im Gegensatz zum Australier nicht. Er hat, wenn man es genau nimmt, auch nicht dich, sondern Gott gegrüßt. Dies nur, weil er denkt dass der länger in Bayern lebt als er selbst, (dieser Gott wird schließlich auch am Stammtisch gegrüßt). Wenn schon, erkundigt sich der Bayer nach Erna (die Frau ist der Absolute Hit in Bayern, an jeder Ecke hört man "Wie gehts erna?" ;-)

Warum mir da die Bayern einfallen? Hier sind die Gegensätze zwischen Stadt und Land auch ziemlich groß, (d.h. in den Städten sind die Menschen viel normaler und netter), "go on" erinnert mich an das bayerische "passt scho" und bedeutet u.a. auf hochdeutsch übersetzt "ich bin nicht überzeugt, dass du weisst, wovon du redest" Grundsätzlich kann man sagen, um australisch zu sprechen genügt erstmal in jedem Satz ein "Mate" (zu Deutsch Alter/Kumpel) einzubauen. Mein Liebster australischer Spruch ist: "Whadayawant?" Hochdeutsch was kann ich für dich tun, Baayrisch "Wos meggst?" Rheinländisch, Was willst dau den hei?"
Die Frage aller Fragen was wollen wir eingentlich? Natürlich erstmal den Fluffy nach Hause bringen, Einiges was wir letztes verpasst haben sehen z.B. Great Barrier Reef tauchen, den Kakadu Nationalpark sehen.. BEEEEPPP!
Blöderweise ist wieder die gleiche Jahreszeit aus wie letztes Mal d.h. beides müssen wir abschreiben. Es regnet zu viel im Norden. Tasmanien könnten wir noch mitnehmen, aber auch sonst kommen wir die halbwegs dachten in Australien uns auszukennen doch ziemlich verplant hier an.

Eines haben wir uns aber gut gemerkt: Reiseweisheit #7 Die Welt ist kälter als mann denkt und Australien ist da keine Ausnahme , und haben diesmal doch einige warme Klamotten dabei.

Mann ist das kalt hier! Gerade mal 15° als wir um 2 Uhr mogens aus dem Flieger steigen. Frühling in Westaustralien ist auch nicht anders als bei uns Anfang Mai. Alina hatte sich schon im Flieger wegen der Aircon mehrere Lagen angezogen - und sich trotzdem schon wieder erkältet.

Immigration, Zoll, reserviertes Mietauto abholen geht alles reibungslos. Geld am ATM und eine Telefonkarte für Australien haben wir uns auch gleich besorgt. Wohin jetzt? Ein bezahlbares Zimmer haben wir nicht gefunden, rentiert sich auch nicht mehr für die paar Stunden. Idee! McDonald's - die haben 24h offen, kostenloses WiFi, man kann dort parken und zur Not auch mal müssen. Das Navi führt uns hin. Wirklich sehr praktisch diese Technik wenn man wo neu ist.

Leider hat nur der Drive-Through 24h offen, das Lokal ist geschlossen. So viel zum Thema WC-Nutzung. Alina darf gnädigerweise nochmal rein und dann geht's zurück zum Auto - unser heutiges Quartier für die paar Stunden bis es hell wird.

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Um 6 macht der Laden auf und wir frühstücken völlig übernächtigt. Jetzt muß ein Zimmer her. Übers Internet finde ich dann doch was in Victoria Park. Ein Einzelzimmer, dass wir zu zweit beziehen können, bezahlbar und sofort frei. Wir können nicht sehr wählerisch sein, im Vergleich zur vergangengen Nacht ist eh alles wie das Ritz-Carlton für uns.

Wir wollen gerade dorthin aufbrechen da klingelt das Telefon - die Zimmerbesitzerin ist dran. Leider ist doch nichts frei, aber morgen wird sicher was frei und wir können die Nacht auf der Couch schlafen. Deja vu Turda? Egal, alles ist besser als eine weitere Nacht im Auto, wir sagen zu und fahren hin. (Wer den Turdabericht nicht kennt, kann hier nachlesen)

Eine ältere Dame, Ingrid aus Graz, betreibt hier eine kleine Pension. Sie lebt seit 30 Jahren hier und es geht sehr familiär zu. Einen kleinen Zoo hat sie auch, 4 Katzen, 2 Kakadus einer davon ist eindeutig der Hausherr der uns direkt fragt " How you're doing?" und 2 sehr schüchternen Nhymphensittiche.

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Am Ende des Tages zieht doch noch das Paar aus und wir bekommen ein eigenes Zimmer. Eine enorme Verbesserung gegenüber gestern und wahrscheinlich das letzte richtige Bett für die nächsten 3 Monate.

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Alina hat immer noch bzw. schon wieder eine schwere Erkältung und steht völlig neben sich. Die Preise hier machen einen zusätzlich schwindlig. Sie hat so viele Ibupropfen intus, ihr ist alles ziemlich egal, sie will nur schlafen. Ich mache mir Gedanken wegen der Finanzen, gegen das hier war Singapur günstig. Vielleicht sollte ich mir auch ein paar Ibus reinpfeifen, einfach so... zum lockerwerden...

Die nächsten Tage haben gar nichts von Urlaub. Wir müssen dringend einen Campervan finden. Die meiste Zeit verbringe ich im Internet und am Telefon um Termine für die Besichtigung von Campervans zu arrangieren. Das Angebot in unserer Preisklasse ist sehr dünn. Die ersten 3 die ich mir ansehe wären überhaupt nicht erste Wahl gewesen, aber was sollen wir machen - es ist nichts anderes da. Keiner der 3 ist nach der Besichtigung akzeptabel. Alles Schrotthaufen!

Wir müssen unseren Mietwagen verlängern - die Hoffnung schnell einen eigenen fahrbaren Untersatz zu finden mußten wir aufgeben. Auf Ingrid's Terasse zu sitzen und zu warten, dass endlich mal was Passendes angeboten wird ist sehr frustrierend. Mietwagen und Zimmer kosten Tag für Tag Geld - Geld dass wir viel lieber für spannende Unternehmungen ausgeben würden.

Jetzt genug gejammert, denn einer ist seit Tagen glücklich - unser kleiner pelziger Freund, Fluffy kriegt nach 3 Jahren endlich was Vernünftiges zu futtern. Ist doch schon mal was!

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Morgen muß ein Camper her, es ist der letzte Tag an dem wir mobil per Mietwagen sind. Wir haben 3 Besichtigungen ausgemacht. Wenn da wieder nichts Gescheites dabei ist haben wir echt ein großes Problem. Aiaaiai...

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Eingestellt von Tom Travel 06:55 Archiviert in Australien Tagged reiseweisheit Kommentare (4)

Ey Mann, wo is' mein Camper?

unser neues Zuhause

sunny 21 °C
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Heute Montag - letzte Gelegenheit die fahrende Behausung für die nächsten 3 Monate zu finden. Keine guten Voraussetzungen für Verhandlungen und ausgiebige Checks der Kandidaten.

Der erste ist eine 30 Jahre alte Rostlaube - wenn man leise daneben steht kann man es hören. Alina bietet dennoch mal einen Preis - so ca. 30% unter dem was der Verkäufer will - ein Abwehrangebot quasi. Der Verkäufer sagt gottseidank nicht zu - wir beide wollten die Kiste nicht wirklich. Nur wenn alles andere scheitert kommen wir hier nochmal her und verhandeln weiter.

Der Zweite ist noch viel übler. Dem ist kürzlich einer reingefahren und er hat keine Spiegel mehr. Innen sieht es auch schlimm aus - eine Probefahrt erübrigt sich. Der Besitzer ist eh nicht aufgetaucht, statt ihm haben seine gerade aufgestandene Kumpels die Verkaufsgesräche übernommen.

Also zum Allerletzten für heute. Liegt preislich auch viel höher als die anderen beiden. Bilder davon sahen vielversprechend aus. In Wirklichkeit ist er nicht ganz so toll, aber es passt. Nur der Preis ist viel zu hoch. Dummerweise fährt die Besitzerin morgen in Urlaub und wir müssen heute zum Abschluß kommen. Alina hat sich scheinbar heftig in das Fahrzeug verliebt und will es unbedingt haben. Sie bietet gleich mal nur 10% weniger als gefragt war. Ich stehe sprachlos daneben. So hoch einsteigen ist fahrläßig. Die Besitzerin sagt sofort OK.

Auch hier gibt es noch ein paar Dinge zu reparieren. Ein Känguruh hat den Blinker demoliert, die Windschutzscheibe hat einen Sprung und der Camping-Wassertank ist undicht. Diese Reparaturen hätte ich gerne noch reinverhandelt - nun ist's zu spät. Wir haben soeben einen Mazda E2000 Bj 86. gekauft. Scheint gut gepflegt, ein Haufen Reparaturrechnungen aus dem letzten Jahr sind auch dabei. (Ist das nun ein gutes oder schlechtes Zeichen wenn ein Auto kürzlich viele Defekte hatte?)

Wir vereinbaren Übergabe bei uns in der Pension morgen früh. Nun müssen wir dringend zurück nach Perth zu Europcar unseren Mietwagen abgeben.

Dienstag: Wir sind ab heute tatsächlich Besitzer eines eigenen Campervans.

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Steht hier auf dem Hof. Die Formalitäten sind minimal. Hier in Australien gibt es weder Kaufvertrag, Fahrzeugbrief noch Fahrzeugschein. Nur ein Formular regelt die Besitzübergabe - zu unterzeichnen von Käufer und Verkäufer - fertig. Das erzählt uns die Besitzerin, die gleich mit unseren tausenden Australdollar in ihren Urlaubsflieger nach Bali steigt. Ein kleines bisschen mulmiges Gefühl haben wir schon dabei als wir ihr das Geld übergeben, aber es scheint tatsächlich so zu sein.

Mit deem Formular fahre ich Tags drauf zur Zulassungsstelle und schon nach 20 Minuten bin ich wieder draußen. Das Auto läuft nun auf meinen Namen und die Zulassung habe ich auch gleich mal um 6 Monate verlängert. Die Gebühren/Steuern von ca.275 Euro finde ich allerdings ziemlich heftig.

Alina fängt schon mal an den Wagen einzuräumen und die Dinge zu inspizieren die wir alle mit gekauft haben. Eine Anglerausrüstung wirft Fragen auf. Gibt es im Outback Fische? Immerhin gab es welche im Death Valley in Kalifornien. Von der Pfanne bis zum Spanngurt, von den Campingstühlen bis zur Schnorchelausrüstung - alles ist dabei was man zum Campen und überleben im Outback braucht. Glauben wir zumindest. Als völlige Camping-in-Australien-Anfänger werden wir dann schon unterwegs merken was fehlt. Allerdings haben wir unsere Survivalkit von unserer Abschiedsfeier (Geschenk) ja noch dabei.. Wie lange so ein Bombon wohl reicht?

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Ingrid hat uns das Angebot gemacht dass wir eine weitere Nacht quasi als Generalprobe bei ihr auf dem Hof übernachten dürfen. Das nehmen wir natürlich dankend an. Auf diese Weise können wir auch noch einen weiteren Tag auf ihrer gemütlichen Terasse sitzen, das Internet nutzen und sehen wie es uns so geht mit dem Camper.

Eingestellt von Tom Travel 01:34 Archiviert in Australien Kommentare (4)

Camping mit Hindernissen

was macht das blaue Licht da?

sunny 24 °C
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Zwischen zwei Camperbesichtigungsterminen hatten wir einmal kurz Zeit um an den Strand zu kommen und für eine halbe Stunde aufs Meer zu gucken. Endlich der Ozean, schöön!

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Alles ist hier extrem sauber, es liegt fast nichts herum. Kein Plastik im Wasser, keine Müllhalden mehr - dafür ist das Wasser und der Wind saukalt. Einige Surfer hält das trotzdem nicht ab – wirklich harte Jungs Was macht der Perther am Wochenende? Er geht Segeln - unglaublich viele Segelboote, man glaubt es ist eine Regatta zugange. (Leider haben wir dieses Foto später gemacht als kaum welche da waren)

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Ingrid und ihren Zoo haben wir ins Herz geschlossen, es wird immer gemütlicher. Wir leben uns ein, werden häuslich. Dafür sind wir aber nicht hierhergekommen. Wir wollten etwas sehen. Ich bin immer noch krank und würde noch gerne bleiben und mich auskurieren, aber dann kommen wir gar nicht mehr weg.
Wir verabschieden uns von den Hauskatzen Mutzerl und Asshole (so heißt Katze wirklich), aber sie nimmt uns gar nicht wahr, sondern beobachtet weiter ihr Mäuse-TV.

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Ingrid und ihr geliebter Kakadu George nehmen sich Zeit für einen herzlichen Abschied.

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Übrigens, wer auch mal nach Perth zu Ingrid will, hier klicken und rechtzeitig buchen.

Einkaufen den Camper vollpacken - Alina arbeitet endlich auch mal was! :-)

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Ein wenig Luft in die Reifen - Thomas tut auch mal was! :-D )

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Jetzt kommt Generalprobe Teil 2. Wie macht sich der Campervan auf dem Campingplatz? Unser Camper hat ein ausziehbares Vordach. Der Hippie-Camper von unserer letzten Australien-Reise hatte ein Außenzelt. Das war praktisch, denn es hatte öfter mal geregnet. Wer unseren alten Camper vor knapp 3 Jahren sehen will, hier klicken

Wie funktioniert dieses Rollo-Vordach eigentlich? Kinderspiel denken wir bevor wir die Klappe öffnen. Wozu sind die vielen Stäbe und Kurbeln gut? Mist! Ob es nicht auch etwas Automatisches gegeben hätte? Dummerweise haben wir uns das Ding von der Vorbesitzerin nicht erklären lassen. Thomas versucht das Prinzip zu verstehen. Wir sind ja schließlich nicht doof sondern nur blauäugig. Einige Minuten später - Tataaa!

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Wozu die Kurbel gut ist wissen wir immer noch nicht, aber der Rest sieht schon gut aus.
Wir finden im Auto Schalter und Knöpfe die in diversen Farben leuchten, deren Sinn wir wegen der sehr knappen Einführung durch die Vorbesitzerin einfach vergessen haben. Aber es kann uns doch eigentlich nichts passieren, denn das Auto hat 2 Batterien. Eine zum Starten und eine für den Rest den man so zum Campen braucht. Mit einem Schalter kann man verhindern, dass beide leerlaufen. Wie herum gehört der Schalter nun? Senkrecht oder Waagerecht? Wenn die eine Stellung heißt, die Starter-Batterie sollte nicht leer gesaugt werden, wofür ist die andere Position? Und was macht das grüne Licht oder das rote am Kühlschrank? Es leuchtet grün und das andere leuchtet rot alles klar? Au weia! Wir gucken wie ein Schwein ins Uhrwerk.

Hier kommen wir nicht weiter, besser erst mal den Sonnenuntergang am Meer ansehen.

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Es ist für unseren Geschmack wieder mal viel zu kalt hier.

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Wir werden als Touristen direkt enttarnt, denn die Einheimischen gehen so angezogen zum Strand.. Brrrrr...die spinnen die Aussies!

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Wir lasen in unserem Reiseführer etwas von Rottnest Island und den Quokkas. Was für Dinger? Quokkas sind fast ausgerottete Beuteltiere, die nur noch auf dieser kleinen Insel vor Perth leben.
Als der holländische Seefahrer Willem de Vlamingh die Insel entdeckte, sah er ein paar Quokkas durch sein Fernrohr und dachte sich, “das sind ja Riesenratten, bloß weg hier“. So wurde die Insel Rattennest, heute Rottnest genannt. Alina sieht ein einziges Quokka Bild - wir müssen dorthin. Krank oder nicht, mit dem Boot oder schwimmend - sie muss hin.

Wir buchen die nicht gerade günstige Tour und beschließen auch dort zu übernachten. Angeblich sind die zu unrecht als Ratten bezeichneten Beutler nur in der Morgen- bzw. Abenddämmerung zu sehen. Falls Alina keinen Quokka sieht will sie bestimmt nochmal hin. Somit ist Übernachten wahrscheinlich gescheiter und günstiger.

Hier in Australien notieren wir zum ersten Mal auf der Reise unsere Ausgaben. Alles ist hier so schmerzhaft teuer, dass dies notwendig ist um nicht völlig abzubrennen. Transport, Einkäufe, Übernachtung - nur in der Rubrik Spaß steht immer noch eine Null. Wir müssen dringend was auf unser Spaßkonto buchen. Einkaufen und Tanken können wir auch zuhause, da kommt Rottnest gerade richtig. (siehe Bild)

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Apropos Einkaufen und Tanken – das müssen wir vor dem Wochenende auch noch erledigen. Dazu müssen wir unser Vordach wieder abbauen. Was passiert wenn man so eine Rolo-Vordach einfach mal loslässt? Es schnalzt blitzartig zurück in die Vorrichtung und macht dabei so einen Krach, dass einige Aussie-Camping-Nachbarn besorgt um die Ecke gucken. Peinlich!
Damit nicht genug - der Camper startet nicht. Die Batterie wurde doch leer gesaugt und macht heute keinen Mucks mehr. Na super! Hatten wir nicht oben erwähnt das geht gar nicht? Geht doch! Es lag wohl an der falschen Schalterstellung. ^^

Die Nachbarn sind sehr hilfsbereit. Für die Starthilfe muss allerdings erst mal die Haupt-Batterie gefunden werden. So eine Batterie ist doch ziemlich groß und das sollte eigentlich nicht zu schwer sein. Es bedarf doch intensiver gemeinsamer Suche bis wir unter dem Fahrersitz fündig werden. Thomas bekommt bei der Gelegenheit weitere Einblicke in die Elektroinstallation des Autos - einige der Schalter und farbig leuchtende Knöpfe bekommen nun einen Sinn.

Morgen fahren wir Quokkas gucken!

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Eingestellt von Tom Travel 02:16 Archiviert in Australien Kommentare (4)

Rotto und die Quokkas

Ach was sind die süß!

sunny 24 °C
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Früh aufstehen, Proviant packen und schon geht es auf das Megablaster Speedboot nach Rotto (einheimisch für Rottnest Island). Wieso eigentlich Megablaster? Müssen es 900 PS sein? Thomas hatte die Überfahrt gebucht und versichert mir, diese war genauso günstig wie das normale langsame Boot. Glaub ich nicht, Mr. Dangerfreak wollte mal wieder Action. Für mich bedeutet das schneller bei den Quokkas zu sein. :-)

Es geht mit 70km/h übers Wasser, es bleibt aber relativ ruhig, da hab ich schon Schlimmeres erlebt. Auf der Insel angekommen will Thomas zuerst zur Touristeninformation. Blödsinn, ich will zu den Quokkas. Thomas meint wenn wir schnell unsere Mieträder bekommen, kommen wir schneller zum Quokka Aussichtspunkt. Überredet, aufs Radfahren freue ich mich seit Längerem.
Ich warte am Radverleih in der Schlange, da quieken ein paar Mädels hinter mir. Neben meinem Bein hümpelt (Zwischending aus hüpfen und humpeln) ein Quokka. Ich sehe zu Thomas, der sieht mich auch ungläubig an, ich reiße sofort die Kamera raus. Vergessen ist die Schlange, die Kameratasche, Geldbeutel, zeitweise vergesse ich Thomas - ich bin im Quokka Paradies. Es ist unfassbar, hier hümpeln 3 davon herum.

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Sie sind unglaublich zutraulich, so süß, haben solche Knopfaugen. Extrem hoher Niedlichkeitsfaktor meint Thomas. Die ersten Fragen schwirren durch mein Kopf. Was fressen Quokkas? Wie viele Quokkas passen in meine Tasche? Wie erkläre Thomas dass wir mit 3 in unserem Campervan fahren werden? Wie kriege ich die durch den Zoll? Was wird Fluffy sagen?
Ich versuche wieder Herr der Lage zu werden. Ich komme ja nicht wirklich mit den possierlichen Dingern durch den Zoll oder?
Neuer Plan. Können wir hier ein Haus bauen und Quokkas züchten? Ja das gefällt mir viel besser, mal sehen was der Tierarzt dazu sagt, dem gefallen die kleinen Biester doch auch.

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Es ist unglaublich, ich habe schon Bilder gesehen und dachte mir, ob die wirklich so lächeln oder ob das photoshopt wurde? Nein, die haben wirklich so ein süßes Hamsterbacken-Grinsen und der eine hümpelt nicht wirklich. Die können sich auch super schnell bewegen und wie Mini Kängurus davonhüpfen wenn sie müssen. Sie fressen Salat und Blätter, das wäre auch geklärt.

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Ich versuche mal die Bilder zu erklären. Hey Alter habt ihr was zu futtern?

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Oooch das sieht doch echt prima aus. Hast du noch mehr?

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Wie nichts mehr? Wirklich nichts? Auch nicht wenn ich super süß gucke?

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Hehe, wusste ich doch der hat noch was..Alter das war voll lecker!

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Was mache ich bloß, wie bekomme ich Alina von den grinsenden Quokkas weg? Wenn es irgendwo ein Aufruf gibt, nehmt ein Paar Waisenquokkas auf, kauft sie direkt Puppenkinderwagen. Ich drücke ihr den Fahrradschlüssel in die Hand und wir fahren ein wenig herum bis wir unser Quartier bezugsfertig ist. Ganz nett hier, für 75€ pro Nacht! Allerdings schläft man dafür auch mitten im Naturschutzgebiet.

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Alina fragt ob die ein Hausschwein dazuhaben, bzw. ein Hausquokka. Kaum zu Ende gedacht kommt er schon daher

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Quokkas schielen leicht, sehen schlecht, hören schlecht. Obwohl der leckere Salat direkt vor ihren Augen ist hümpeln sie erst einmal in die falsche Richtung. Erinnert uns ein wenig an unseren Kater, nur dass der nicht ganz so zutraulich ist. Aber schmunzeln können sie.

Es ist schwer mich loszureissen, aber Thomas überredet mich zu einer Radtour. Ich habe mich auch sehr darauf gefreut. Rottnest Island ist flach, das sieht man auf den Prospekten. Der super Einstieg für eine Radtour. Von wegen flach - ich als Flachlandkenner weiß wie flach auszusehen hat. Jede Sandschippe wird zum Berg erklärt. Thomas hat keine Probleme, mir tut schon nach einer Stunde der Hintern weh.

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Wir sehen viele Strände und Buchten. Der Sand ist hell, wirkt aber weiß, das Wasser wechselt zwischen blau und türkis – herrlich. Im Reiseführer steht, eine Rundfahrt kann man in 3-5 Stunden machen. Ich bastle mir ein Kissen für mein Hintern.

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Die ganze Zeit geht ein heftiger Wind. Meist uns entgegen. Öfters muss ich sogar bergab noch strampeln. Ich werde immer müder. Total fertig beschließe ich die Tour der France abzusagen, ein Termin weniger für nächstes Jahr. ;-)

Wieder bei unserer Hütte angekommen, sehen wir noch ein ganzes Quokka-Rudel. Ich muss zugeben, von Weitem könnte man denken es sind große Ratten.

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Ich bin so glücklich und so fertig, seit Wochen haben wir uns nicht mehr so angestrengt. Auch Thomas sieht jetzt auf einmal sehr müde aus. Normalerweise bleiben wir bis nach Mitternacht wach, heute geht es früh ins Bett. Nicht leicht, da immer wieder Quokkas vor der Tür aufmarschieren und mit ihren Knopfaugen immer wieder auffordern sie zu fotografieren.

Der nächste Tag - Frühstück mit unserem eigenen Hausquokka. Leider war der Kühlschrank zu kalt eingestellt, alle unsere Vorräte sind gefroren. Erdbeeren, Milch, Schinken alles ist hartgefroren. Der kleine Quokka versucht den gefrorenen Kopfsalat zu fressen. Die Pfoten werden ihm zu kalt, manchmal lässt er ihn deswegen wieder fallen

Eigentlich könnten wir heuteb noch ein paar Stunden Rad fahre, aber mein Hintern macht das nicht mit. Rad abgeben, Schlüssel vom Radschloss ist weg. Mist! 10 Dollar mehr auf unserem "mal-wieder-was-verschlampt-Konto"!

Dann buchen wir eine Buckelwaltour. die kommen hier September-November auf dem Rückweg in die Antarktis vorbei.
Wir haben bei derlei Touren nicht viel Glück und denken an die Delfintour letztes Mal, als keine Delfine zu sehen waren. Andere haben da mehr Glück: Uschi und Robert hatten auch Delfintour eine gebucht, sahen jede Menge Delfine und zum Schluss noch einen Walhai obendrauf.

Klar, dass wir keine Wale sehen - und das trotz einer 95% Chance. Der Kapitän des Magablasters macht als Entschädigung eine Achterbahnspritztour mit uns, auch die Teletubbietour genannt. Warum? Weil die Spritzjacken uns ausshehen lassen wie ...

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Die Achterbahnfahrt mit dem Megablaster ist wirklich sein Geld wert, wenn genug Wellen da sind.

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Heeeeyy ab in den Norden - der Sonne entgegen

keine Lust mehr zu frieren

sunny 37 °C
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Pläne sind dazu da umgeworfen zu werden. Wir hatten den Nordwesten Australiens von der Route gestrichen, weil das zu viel Fahrerei geworden wäre. Da hatten wir allerdings nicht mit dem viel zu kühlen Frühling in Perth und südlich gerechnet. Für Mittwoch sind hier zwar auch 35° angesagt, aber wenn wir die Reise Richtung Südosten fortsetzen wird es eher wieder kälter, z.B. in Adelaide hat es heute gerade mal inakzeptable 22°. Die Nächte sind ziemlich frisch und Alina wird einfach ihre Erkältung nicht los. Somit bleibt schon fast nichts anderes als die Flucht nach Norden - in die Wärme.

Zu sehen gibt es dort oben genug, eigentlich haben wir den Teil ganz gerne wieder ins Programm genommen.

Nach einer Gratisnacht auf einem öffentlichen Rastplatz geht es schon kurz nach Sonnennaufgang los. Es liegt eine ziemliche Strecke vor uns. Unser alter Mazda-Camper muß heute zum ersten Mal zeigen, wie er sich auf der Langstrecke schlägt.

Kaum aus dem Stadtgebiet von Perth draußen ist man mitten im Outback. Dornengestrüpp und rote Erde am Fahrbahnrand. Kaum Verkehr, schnurgerade Straßen. Trostlos, monoton, faszinierend.
Ach, ist das schön warm hier - die Freude währt allerdings nicht lange. Schon sind sie da, die Outbackfliegen . Outbackfliegen haben einen enormen Belästigungsfaktor. Die deutsche Stubenfliege hat wenigstens noch Manieren. Diese australischen Fliegen kriechen einem ins Ohr, in die Nase, in die Augen. Eine ist lästig, wenn 10-20 hinter dir her sind wird es wirklich nervig. Diese lästigen Biester hatten wir seit der letzten Reise völlig vergessen. Im Outback gibt es kilometerlang nichts außer Büschen und Steinen. Kaum steigt man aus fliegen wieder Dutzende um dich herum. (siehe Bild unten) Wo kommen die her? Was machen diese Fliegen wenn keiner anhält? Sie sind überall - auf einer 500 km Strecke halten wir 4 mal an und sofort sind sie da. Warten die den ganzen Tag in den Büschen?

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Am Ende des Tages sind wir 500km weiter nördlich. Wegen der hier geltenden Speed-Limits ist nicht mehr als ein 70er-Schnitt drin. Es wird während der Fahrt immer heißer im Auto. Fenster öffnen bringt nichts - draußen ist es noch heißer. Zum Thema Klimaanlage - wir haben eine Headklima. Erklärung siehe weiter unten.

Wir träumen so vor uns hin, als plötzlich 2 Emus über die Straße flitzen. Damit hatten wir nun überhaupt nicht gerechnet. Anhalten, Kamera auspacken, hinterher - dauert alles viel zu lange - weg sind sie, wir hinterher. Die Emus sind im Vorteil, mit ihren langen Beinen kommen die leichter durch das kratzige Gebüsch. Enttäuscht steigen wir wieder ein und streiten darüber wieso die Kameras nicht bereit war. Kaum 100 Meter weiter kommen die beiden blöden Riesenvögel von der anderen Seite noch einmal über die Straße gewetzt. Als ob sie uns foppen wollen. Verdammt, schon wieder zu langsam für ein Foto. Wir hoffen mal, dass das nicht die letzten Emus waren die wir hier oben zu sehen kriegen.

Wir machen einen Umweg durch ein Naturschutzgebiet für Wüstenblumen. Vorbei an einem rosaroten See - rosarot? Dieser Salzsee ist tatsächlich pink.

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Der Outback blüht um diese Jahreszeit. Lilafarbene Büsche rechts und links, weisse Mini Baumwollblüten.

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Das Etappenziel für heute heißt Geraldton. Eine völlig unbedeutendes Kaff an der Westküste, auf halben Weg zur Shark Bay - da wo wir eigentlich hinwollen. Der erste Weg führt zu McDonald's - nicht wegen der tollen Burger, sondern wegen dem Free-WiFi. Internet ist abseits von Mäkkes eine richtig teure Sache hier in Oz. 4 Euro/Stunde auf dem Campingplatz - die spinnen wohl! Eine SIM-Karte zum Surfen kostet auch gleich mal 50$/Monat. Auf Dauer werden wir ohne so eine Karte nicht auskommen - bis dahin müssen die Besuche in der Burgerbraterei genügen.

Am zweiten Tag fahren wir wieder 450 km.

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Seit Gestern sind wir die Strecke Deutschland-von-Norden-nach-Süd gefahren. Die Tankanzeige steht auf Reserve und langsam machen wir uns sorgen. Juhuh - da ist endlich eine - mitten im Nirgendwo. Wir atmen auf, dass wir es gerade noch bis hierhin geschafft haben. Ohne Sprit in der Hitze im Outback liegen zu bleiben ist nichts was man haben will.

Wir tanken trotz der Wucherpreise, fahren los - nach 100 Metern - Schreck! Der Motor stirbt während dem Fahren ab und wir rollen am Straßenrand aus. Na super! Versuche den Wagen wieder zu starten sind vergeblich. Bevor ich die Batterie völlig leerorgle breche ich die Versuche ab und überlege was das sein kann. Ich werde doch nicht aus Versehen Diesel getankt haben? Nee, oder?

Ich gehe zurück zur Tanke und schaue mir die Zapfsäule nochmal an - Benzin bleifrei. Gut! Also das Richtige im Tank. Auto fährt aber nicht. Also gehe ich rein und frage den Tankwart wie es denn hier so mit einem Mechaniker aussieht. Er deutet in die eine, dann in die andere Richtung und sagt "200km". Soll heißen der nächste Mechaniker ist in jede Richtung 200km weit weg. Jubel! Das ist Australien - deswegen sind wir hier!

Oh je, das wird uns nun eine Stange Geld und Zeit kosten fürchte ich. Alina ist völlig entspannt, sie fotografiert derweil einen Schwarm Wellensittiche.

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Ich bin sehr besorgt. Alina meint es kann gar nichts passieren mit Camp David, so hat die Vorbesitzerin Sarah das Auto genannt, weil sehr wichtige Entscheidungen in ihm getroffen wurden.

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Alina weist noch auf die spirituelle Austattung des Autos hin. Ein lächelnder fetter Buddha auf dem Armaturenbrett, eine Christopherus Medaille und indianische Glückssteine in einem Säckchen am Spiegel. Alinas Ikone aus Rumänien. Mehr Talismane geht kaum. Dazu eine dämlich grinsende Stoffkatze am Stossfänger. Letztere soll gegen Känguruhschaden helfen. Dem Blinker hat es nicht geholfen, da ist der Vorbesitzerin ein Kanguruh reingelaufen.

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Der Motor ist nicht das Einzige was gerade spinnt an diesem Auto. Der Kühlschrank geht auch nicht richtig. Ein Leser hatte gefragt ob wir Klima haben. Wir haben eine Headklima: Kopf in den Kühlschrank stecken. Blöd nur wenn der Kühlschrank sehr voll ist und nicht richtig läuft. Mit Gas geht er trotz aller Bemühungen einfach nicht. Da wir nicht immer Strom haben mussten wir bereits Lebensmittel wegwerfen.

Nach einer halben Stunde gehen wir wieder zurück zum Auto. Ich denk mir: "Was soll's, wenn eh der Mechaniker anrückt kann ich auch die Batterie mit weiteren Startversuchen leer machen."

Heftiges Georgel des Anlassers kombniert mit Chokeeinsatz - es tut sich was. Immerhin hat er schon mal gehustet. Weiterprobieren. Öddel-öddel-öddel. Ein weiteres kurzes Lebenszeichen folgt. Beim dritten Startversuch springt er spuckend, ruckelnd an. Ich wende die Kiste und fahre zurück zur Tanke. Für eine sofortige Weiterfahrt durch die Einöde, die vor uns liegt, traue ich dem Wagen zu wenig.

Wir lassen ihn nochmal stehen. Nach der Pause springt er an, als ob nie etwas gewesen wäre. Ich traue dem Frieden nicht. Morgen fahren wir in eine Werkstatt und lassen den Benzinfilter tauschen. Ich habe den Verdacht, dass mit dem extremen Leerfahren und anschließendem Betanken Dreck aus dem Tank angesaugt wurde und die Düsen verstopft hat.

Ohne weitere Zwischenfälle erreichen wir Hamelin Pool - unser heutiges Nachtquartier. Das liegt am Rande der Shark Bay - schon wieder mal ein Weltkulturerbe auf unserer Reise.

Eingestellt von Tom Travel 21:46 Archiviert in Australien Kommentare (3)

Quokka Special!

für die Fans!

sunny 27 °C
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Da die Nachfrage so groß war, noch mehr Bilder und ein Video.

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Eingestellt von Tom Travel 22:08 Archiviert in Australien Tagged special quokka Kommentare (7)

Delfine in der Haifischbucht

Shark Bay - von Hamelin Pool nach Monkey Mia

sunny 36 °C
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Hamelin Pool - ein wirklich trostloser Campingplatz. Kaum Schatten, heruntergekommene Einrichtungen. Da hatten wir schon Besseres. Früher war das mal eine Telegrafenstation. Ein alter Kühlschrank und ein Truck aus der Zeit gammeln vor sich hin. Die Häuser hier wurden mit Muscheln gebaut. Diese Mauerblöcke bestehen aus zusammengebackenen kleinen Muscheln.

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Den Fliegen gefällt es hier ausnehmend gut. So viele hatten wir bisher nicht. Auch andere Insekten schwirren in Massen abends um uns herum. Versucht da mal etwas zu essen, das ist alles andere als einfach.

Man glaubt es nicht, aber sogar hier gibt es etwas zu sehen. Stromatolithen aus Cyanobakterien - braune Steine. Super gell?

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Diese Steine produzieren Sauerstoff. Das machen sie seit 3 Milliarden Jahren und haben so den gesamten Sauerstoff auf der Erde produziert. Bei denen im Wasser kann man die frischen Sauerstoffbläschen aufsteigen sehen.

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Ich atme den frischesten Sauerstoff ein den es gibt, Thomas verfeuert ihn an seine Zigarette - jeder was er am besten kann.

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Als wir zurückgehen macht Thomas vor mir komische Verenkungen, hebt sein Bein in die Höhe. Was soll das? Er zeigt mir wie extrem lange unsere Schatten heute sind.

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Die Sterne hier - der reinste Wahnsinn. Sterne bis runter zum Horizont. Es glitzert überall. Die extrem trockene, saubere Luft macht es möglich. Wir schwören es ist der beste Sternenhimmel den wir je gesehen haben. Das haben wir schon ein Paar mal gedacht, aber der hier ist unser momentaner Top Favorit.

Ohne großes Bedauern verlassen wir am nächsten Morgen diesen bei Tag so faden Ort. Vorbei an Shell Beach, dieser Strand besteht nur aus kleinen Muscheln - metertief. Kein Sand so wie wir es kennen.

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Nach Denham - die westlichste Stadt Australiens - in die Werkstatt und dann ins Monkey Mia Resort - Delfine gucken. Dort muß man nicht um 6 Uhr aufstehen und mit Booten umherschippern, dort kommen die Tiere jeden Tag direkt bis ans Ufer - garantiert! Nach unseren bisherigen schlechten Ergebnissen bei organisierten Tierbeobachtungstouren ist das genau was wir brauchen.

Wir hatten vorgesorgt, uns gut auf vorbereitet. Wir haben 2 baugleiche Handys mit GPS. Hat den Vorteil, dass man nur ein Ladegerät braucht. Thomas' Handy läßt sich mittlerweile nicht mehr aufladen. Durch Akkutausch können wir das umgehen. Meist nutzen wir eh nur ein Handy für die Navigation. Im Auto sollte das eigentlich kein Problem sein, wir können es am Zigarettenanzünder laden. Eigentlich...das geht nämlich nicht wirklich gut. Mal lädt es, mal nicht. So tauschen wir ständig die Akkus. In Deutschland wären wir zum Händler, von hier ist es echt kacke!

Am nächsten Tag in Denham angekommen fahren wir zur Werkstatt. Der Mechaniker ist nicht da, macht Urlaub, vermutlich in Europa. Mist! Wir wollen den Filter selbst tauschen, aber den müssen wir erstmal finden. Motor ist unter dem Beifahrersitz. Hochklappen - etwas klemmt, aber mit mehr Kraft geht es. Da war der Filter nicht. Der findet sich unter dem Auto neben dem Tank. Kurz danach ist der Filter ist getauscht. Im alten war auch ordentlich Dreck. Wir wollen mal hoffen, dass das wirklich die Ursache war.

Warum der Stuhl eben, geklemmt hat, sehe ich nun. Das Handy lag drunter, es ist in der Mitte durchgebrochen, das Display ist im Eimer. Es war natürlich das mit der funktionierenden Akkuladevorrichtung! Jetzt haben wir 2 defekte Handys :-( .

Wir haben die Nase voll und beschließen in einem Cafe Pause zu machen. Alina sieht erschrocken drein, sie hat sich auf ihre neue Sonnenbrille gesetzt. Meine ist vor 3 Tagen kaputtgegangen, die davor wurde mir von den Affen geklaut. In 5 Monaten ist das die siebte kaputte Brille, ein paar Lesebrillen von mir mit eingeschlossen. Diese Artikel kosten vielleicht wenig, aber bei so vielen kommt was zusammen. Wenigstens habe ich keine weiteren Käppis verloren. In Australien gibt es keine Affen - gottseidank!

Weiter nach Monkey Mia (auch hier gibt es keine Affen - weiß der Geier wie es zu diesem Namen kommt) ein wirklich schönes Resort mit Campingplatz. Nette tierische Nachbarn haben wir auch.

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Wir machen einen Strandspaziergang und beobachten einen einsamen Pelikan zwischen vielen Komoranen - der wollte wohl mal der Größte sein.

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Um näher heranzukommen müssen wir durch das Wasser, ist nicht tief. Alina hat Angst auf was draufzutreten. Ich lache sie aus, "da ist doch nichts außer Sand", sage ich zu ihr. Auf einmal schwimmt ein junger Gitarrenrochen aufgeschreckt davon. Wer hätte das gedacht.

Abendessen ist fertig am Tisch angerichtet. Alina ist noch am Salat machen. Ich gehe kurz zu ihr, da höre ich die Möven hinter mir streiten. Ach du Sch***, denke ich und renne zurück zu unserem Essen, bzw. was davon übrig ist. In wenigen Sekunden haben die Möven unser halbes Essen geklaut. Von wegen nette Nachbarn! Seltsamer Tag heute. Auto repariert, Handy, Brille kaputt, Abendessen geklaut. Der Sonnenuntergang ist dann aber wieder mal ganz schön.

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Tags darauf gehen wir runter an die Bucht und da sind sie schon - die wartende Touristen-Menge zeigt an wo sich hier gleich die Show abspielt. Im flachen Wasser sehen wir etliche Rückenflossen - etwa 10 Tiere spielen im seichten Wasser. Aber noch dürfen wir nicht näher ran gehen. Alles bestens organisiert hier. Pünktlich um 7:45 dürfen wir bis 1 Meter an die Wasserlinie vortreten. Mit den Delfinen schwimmen geht hier nicht.

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Normalerweise darf man hüfttief ins Wasser und die Delfine um sich schwimmen lassen. Heute ist selbst das nicht erlaubt, weil ein 3 Wochen altes Jungtier dabei ist. Das soll nicht gestört werden. Einige Auserwählte dürfen dann doch knietief ins Wasser und den Tieren Fische ins Maul stecken.

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Es sind wilde, freie Tiere, die Show wirkt auf uns aber dann doch zu einstudiert. Zusammen mit 50-100 anderen Touristen für 15-30 Minuten in Reih' und Glied am Ufer stehen um angefütterte Delfine zu sehen, das hier soll eines der tollsten Erlebnisse an der Westküste Australiens sein? Wir sind schwer enttäuscht. Dann doch lieber eine spontane Begegnung auf einem Boot oder beim Tauchen - selbst wenn die Tiere dann viel weiter weg sind.

Den Nachmittag verbringen wir heute ebenso wie gestern in Denhamin einem Internet-Cafe um endlich mal wieder unseren Blog zu aktualisieren.

Weiter Richtung Norden - Carnarvon. Auf de Weg ein Emu, endlich. Ganz gemütlich geht er über die Strasse. Warum man diese großen Vögel trotzdem nicht gut sehen kann, sie tarnen sich sehr gut im Outback, siehe letztes Bild.

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Nur ein weiterer Zwischenstopp auf dem Weg zum nächsten Ziel: Coral Bay und Ningaloo National Park.
Ab hier wird es richtig einsame und abgelgen - Telefon und Internet werden wir so gut wie nie mehr haben in den nächsten zwei Wochen. Entsprechend seltener werden die Updates im Blog sein.

Eingestellt von Tom Travel 01:32 Archiviert in Australien Kommentare (4)

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