Reise blog von Travellerspoint

Juli 2012

Urlaub ist vorbei

endlich wieder unterwegs

sunny 37 °C
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Unser Deutschland-"Reiseurlaub" ist vorbei, es geht wieder los. Wir haben uns vorgenommen frühzeitig zu packen. Alina wollte am letzten Tag nichts mehr arbeiten. Einen kleinen Sieg haben wir, mit Packen waren wir um 3 Uhr morgens fertig und haben nicht erst kurz vor Abfahrt wie vor einem Jahr. Spät ins Bett gehen ist vor einem Flug in den Westen eh das beste. Blöderweise müssen wir um 7 in der Früh schon aufstehen. Etwas aufgeregt sind wir immer noch, das geht anscheinend nie weg. Schon ein komisches Gefühl nun wieder für ein Jahr unterwegs zu sein.

Vieles von dem was wir in der Pause in Deutschland unternehmen wollten haben wir gar nicht geschafft. Wenigstens waren wir noch einmal am Rhein.

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Es wurde echt Zeit das es wieder los ging. Ab jetzt reisen wir nach Westen. Endlich bekommen wir Zeit geschenkt. Das ewige Unausgeschlafensein beim Reisen Richtung Osten gehört der Vergangenheit an. Wir sagen Tschüß zu unserem temporären Domizil bei Alina's Eltern und knuddeln noch mal die Katze. Alina's Eltern bringen uns zum Flughafen Frankfurt. Abschied nehmen fällt schwer, auch wenn sie uns nun schon zum dritten Mal zu einer großen Reise begleiten, auch ihnen fällt es schwer. Viele wollten wir noch anrufen und uns persönlich verabschieden, wir haben es aber nicht geschafft.

Gepäckmäßig haben wir um 20kg reduziert, nur noch gut 50kg haben wir dabei.

Reiseweisheit Nr.10: Wenn du dich über wenig Gepäck freust, wirst du feststellen, dass du etwas vergessen hast.

Das ist diesmal unser heißgeliebter Dreifachstecker. Das Untensil was wir jedem Reisendem dringend empfehlen. Kamera, Handy, Laptop, elektrische Zahnbürste (jaja sowas brauchen wir), wollen ständig aufgelanden werden. Einen deutschen Dreifachstecker wird in den USA nicht zu bekommen sein. Wer uns besucht und und ein Geschenk mitbringen will: Käsebrezen und Dreifachstecker wären sehr gefragt hier.

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Condor bringt uns weg.

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Beim Check-In taucht unerwartet ein Problem auf. Alina's USA Visum ist nicht im Computer registriert. So darf sie nicht mitfliegen. Schreck - was ist da los? Wir haben doch die Bestätigung als EMail erhalten dass alles in Ordnung ist. Hektisch kramt Alina ihren Laptop heraus und zeigt der Dame am Schalter die Bestätigung der US Border Security. Da steht ihr Name und ...ups... da ist der Fehler - eine falsche Passnummer. Irgendwie hat Alina sich da vertippt und die Einreise mit einer verdrehten Passnummer angefragt.

Und nun? 2 Stunden bis Abflug ... was tun? Neues Visum beantragen, ohne darf sie nicht mitfliegen. Gut dass wir die Laptops dabei haben, kostenloses WiFi gibt es auch. Online versuchen wir in der Kürze der Zeit ein neues Visum mit den richtigen Passdaten zu bekommen. Und es klappt - innerhalb von 30 Minuten ist alles geklärt. Alina und ihre Tasche dürfen mit - puuh! Das war knapp. Ich hatte kurz befürchtet es wird zur Regel dass Alina zurück bleibt und ich alleine voraus fliege.

Wir wurden oft gefragt ob wir ein Buch schreiben wollen. Da unsere Reise noch andauert, muss unser Buch noch warten. In der Zwischenzeit gibt es von uns Reiseweisheiten und Weltreisetipps. Wenn du dir z.B. keinen ärztlichen Check leisten kannst, einfach mal wieder fliegen, eine kleine Münze in der Hose verstecken und schon bekommst du eine Röntgenuntersuchung und eine Brustabtastung gratis oben drauf. Erwähne noch Al Qaida und die Darmspiegelung ist auch umsonst. Das haben wir zwar nicht gemacht aber immer wird einer von uns rausgezogen und gefilzt. Meist Thomas, aber auch ich habe den unschuldigen Blick schon länger verloren und musste öfters zu Abtastung.

Dann war da noch die Sache mit dem Onward Ticket. Man bekommt dieses günstige 90-Tage Visum für die USA nur wenn man ein Rück- bzw. Weiterflugticket nachweisen kann. Für die meisten Reisenden kein Problem, die fliegen ja alle nach ein paar Wochen wieder zurück nach Hause. Nicht so bei uns.

Deswegen hatten wir uns ein Ticket nach Honduras gekauft. Abflug am 3.10. Bei Ankunft am 5.7., so hatten wir ausgerechnet sind das genau 90 Tage. Punktlandung um den maximalen Aufenthalt auszuschöpfen. Schon wieder Irrtum. Der Ankunfts und Abflugtag zählt dazu und wir haben uns um genau einen Tag verrechnet. Der Flug ist nicht umbuchbar. 175 US$ futsch - Autsch!

Auf unseren kleinen Rechenfehler weist uns der durchaus freundliche Beamte bei der Einreise in Baltimore hin. Er ermahnt uns dringend das Land auch spätestens am 2.10 zu verlassen. Hauptsache wir sind erstmal drin in den USA. Wie und wann und wohin wir rauskommen das sehen wir dann wenn es soweit ist.

"Die Temperatur am Zielort beträgt 37°", so die Durchsage des Kapitäns kurz vor der Landung. Heftig! Wir haben's gerne warm. Die knapp 2 Monate in Deutschland - unterbrochen durch den 2-wöchigen Schottland Trip - waren wettermäßig eine große Enttäuschung. Von wegen schöner Spätfrühling und Sommeranfang. Dann auch noch im EM-Halbfinale rausgeflogen gegen zugegebenermaßen sympatische Italiener. Public Viewing hat schon mal mehr Spaß gemacht.

Wir verlassen das Flughafengebäude ohne weiter Vorkommnisse. Die Hitze die uns jetzt um 4 Uhr nachmittags entgegenschlägt ist rekordverdächtig. Seit Dubai und dem australischen Outback haben wir das nicht mehr gehabt. Schwitzen ist uns viel lieber als frieren, dennoch drehen wir die Aircon in unserem Auto auf höchste Stufe. Ziel für heute ist in Leesburg, Virginia bei Florian. Ein Ex-BT Kollege der seit 6 Jahren mit seiner Familie hier lebt und arbeitet. So ein nettes Angebot nehmen wir sehr gerne an, denn so haben wir die Chance uns Washington DC wenigstens für ein paar Stunden anzusehen. Ohne diese Möglichkeit hätten wir direkt die 6 Stunden nach Norden zu meiner Familie fahren müssen. Nach dem langen Flug wäre das sicher kein Spaß gewesen.

So können wir uns einen Tag ausruhen. Sehr amerikanisch ist es bei Florian nicht. Seine Frau ist Brasilianerin, es wird portugiesisch, deutsch und ein wenig englisch geredet, das gefällt uns, wir fühlen uns sehr wohl. Zum Abendessen gibt es - na was wohl? Natürlich Burger. Lecker!

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Frühstück am nächsten Morgen auf der Terasse - wunderbar.

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Eingestellt von Tom Travel 12:56 Archiviert in Vereinigte Staaten von Amerika Tagged reiseweisheit Kommentare (4)

107° Koalawetter

durch 6 Bundesstaaten nach Norden

sunny 41 °C
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Es ist so heiß hier!!! 99° Fahrenheit das entspricht 37° Celsius hier. Klar, kaum sind wir unterwegs müssen wir uns schon wieder übers Wetter beschweren. Unsere Regenwolke hat uns bisher nicht gefunden.

Schon müssen wir uns wieder verabschieden. Es fällt uns schwer, denn wir wurden so verwöhnt und Florians deutsch-brasillianische Familie ist uns schnell ans Herz gewachsen. Hier noch ein Foto vom gar-nicht-Angry-Bird Lui. Ein sehr freundlicher Vogel, der Alina sofort das Herz gebrochen hat. Am liebsten hätte sie ihn eingepackt.

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Wir hatten viel Spaß, haben nette Leute kennengelernt, müssen aber weiter. Es liegen zwar noch 11 Monate vor uns aber wie üblich haben wir keine Zeit. Warum?

Reiseweisheit #11: Egal wie lange deine Reise dauert, alles wirst du nie sehen.

Wir verlassen Leesburg, VA und fahren nach Washington DC. 107° Fahrenheit - über 41° hat es bei unserer Besichtigungstour durchs US Regierungsviertel in Washington. Fluffy fühlt sich temperaturmäßig wie zu hause im Outback. Er ist bereits zum zweiten Mal in den USA, aber zum ersten Mal an der Ostküste. Er hat nie Probleme mit dem Visum.

Ein paar Eindrücke von Washington. Das Washington Memorial (siehe unten) sieht kein bischen aus wie George Washington, oder der war überaus häßlich und quadratisch.

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Fluffy Kong auf dem Weg nach oben.

Bei Abe Lincoln ist schon viel mehr Ähnlichkeit zu erkennen.

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Fluffy vor dem Oral Office

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und vor dem Senatsgebäude auf dem Capitol Hill

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Nach nicht einmal 2 Stunden Besichtigung sind wir völlig platt und ausgedörrt. Es liegt aber noch die Fahrt durch 6 Bundesstaaten und ca. 500km vor uns. Von Virginia gestartet geht es zunächst zurück nach Maryland wo wir in Baltimore noch den Mietwagen wechseln müssen.

Dann durch Delaware und Pennsylvania nach New Jersey. Wir lassen New Yor City links liegen, bzw. fahren westlich daran vorbei. Ich bin mehr der Naturfan. Alina würde gerne nochmal nach NY, aber Broadway und Hotel in Manhattan ist diesmal nicht drin.

Wir fahren durch den Staat New York zu meiner Familie in Cairo, NY. Heute sind wir schon fast 700 km gefahren, es reicht. Kurz vorm Ziel fängt es an zu tröpfeln. Mist, die Regenwolke hat uns wieder. Vielleicht sollten wir als profesionelle Regenmacher arbeiten, so könnten wir Geld verdienen und immer noch Reisen.

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Eingestellt von Tom Travel 13:41 Archiviert in Vereinigte Staaten von Amerika Kommentare (3)

Das Monster

hier ist alles größer

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Wir wurden von meiner Familie herzlichst empfangen. Wir beziehen für ein paar Tage unser Zimmer in Mary's riesigem Haus

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und bekommen unser letztes richtiges Bett für die nächsten Monate. Demnächst in unserem rollenden Zuhause wir es weniger geräumig. Aber nicht viel enger wie sich bald herausstellt.

Gleich am nächsten Tag schauen wir uns den Campervan an den Karl und Dolores für uns ausgesucht haben. Das Ding ist riesig. Da könnte man die komplette Betsy reinstellen und es würde nichts davon rausgucken. Knapp 4 Meter hoch, über 9 Meter lang, 5 Tonnen schwer, 10 Zylinder V8 Motor. Wahrscheinlich muss man beim Tanken den Motor abstellen damit der Tank jemals voll wird. "25l/100km braucht er" sagt der Vorbesitzer und wird nicht rot dabei. So ein Verbrauch ist völlig OK hier. Ich kannte das nur von Panzern und Formel 1 Wagen. Gut dass Sprit nur 60 €-Cent/l kostet. An dieser Stelle ein schöner Gruß nach Tasmanien an Sharon und Stan: Dieses Ding hier ist sogar noch größer als euer rollendes Taj Mahal.

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Der Verkäufer geht nochmal um 1000$ runter und wir werden handelseinig. Alina ist begeistert. Sie hat Betsy immer so gerne rausgefegt. Bei jeder Gelegenheit hatte sie den Besen in der Hand und war am Kehren. Manchmal sogar heimlich, ein Besenkoholiker quasi. Hier ist alles Teppich, nix is mit Kehren - dafür wird ein Staubsauger mitgeliefert. Ich glaube das ist das Einzige was ihr nicht gefällt, Staubsaugen ist nicht so ihr Ding.

Eigenen Generator haben wir natürlich auch, Strom für den Sauger wird es also jederzeit geben. Stress wer wann was zu machen hat ist vorprogrammiert. Ich bin der Chauffeur, so bin ich fein raus. Die Exbesitzerin meint zu Alina das Fahren mit dem Ding sei kein Problem. Sie fährt und ich koche? Das muss ich ihr schnellstens ausreden.

Ein Kühlschrank der von der Größe her in jeder deutschen Einbauküche mitspielen könnte - hier in den USA ist einfach alles größer. AirCon, Dusche, WC, 4-Flammen-Gasherd, Mikrowelle und SAT-TV runden die Ausstattung ab. Der Wagen bietet Schlafgelegenheit für bis zu 6 Personen. Falls jemand unserer Leser in den nächsten 6 Monaten Urlaub in den USA machen will - wir haben Platz.

Unsere geplante Route

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2000km durch Kanada, 8000km durch die USA.

Ziemlich schnell wird uns klar, dass wir unseren Aufenthalt verlängern werden. Für 3 Monate rentiert sich das nicht. 5 oder 6 Monate werden es schon werden. Müssen wir halt mal wieder unser Visum erneuern, das kennen wir ja schon aus Indonesien und von den Philippinen.

Bleibt also nur noch der Behördenkram. Zulassung , Versicherung usw. In Australien war das eine Sache von 10 Minuten und der Camper war auf uns zugelassen, versichert und abfahrbereit. Nicht so im Staat New York. Auf der Zulassungsstelle bekomme ich einen Stapel Formulare. Nach eingehendem Studium der möglichen Optionen stellt sich heraus, dass wir hier mit unserem Touristenvisum kein Auto versichern oder auf unseren Namen zulassen können.

Gut dass wir hier Familie haben. Dolores wird alles auf ihren Namen machen. Das könnte zwar Probleme beim Weiterverkauf in Florida geben, aber darum kümmern wir uns dann wenn es soweit ist. Wenn wir alles jetzt klären würden, gibt es nicht Lustiges für euch zum lesen hinterher. Eine weitere Folge von Pleiten, Pech und Pannen ist sehr wahrscheinlich. Wie ich uns kenne haben wir an irgendwas mal wieder nicht gedacht.

Diesmal haben wir aber ein Riesenvorteil. Der Nachbar von Thomas' Familie besitzt einen Delorian mit Fluxkompensator, damit könnten wir ja jederzeit in die Vergangnheit zurückreisen und die Fehler ausbügeln, das ist doch was oder?

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Laut Doc Brown wird man 1984 in jeder Apotheke Plutonium kaufen können. Da hat er sich leider gerirrt, aber 2012 kann man im Internet eine ganze Anlage kaufen und man tut Greenpeace sogar ein Gefallen. Googelt mal nach Plutonium und Greenpeace wenn ihr es uns nicht glaubt.

Wir entscheiden uns dagegen, denn wir haben auch so schon Probleme mit unserer Technik und noch Krieg mit dem Elektrogott. 1850 im Wilden Westen festzusitzen wäre furchtbar, da kann man kein Blog schreiben.

Eingestellt von Tom Travel 14:15 Archiviert in Vereinigte Staaten von Amerika Kommentare (9)

Hollareidullihöh

umpah umpah

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Der Papierkram wegen dem Auto ist so gut wie erledigt, wir sind eigentlich abfahrbereit. Wir haben auch schon einen Namen für das Campervan-Monster. Moby Dick soll er heißen. Groß, weiß, frißt eine Menge, das passt.

So leicht lassen die uns aber hier nicht weg. Mary und Arnold verwöhnen uns mit leckerem Essen. Es ist wie bei den Waltons. Jeden abend sitzen ein Haufen Leute um den Esstisch. Mary erzählt Geschichten von anno tobak. Die Mojitonight auf der Terasse bei Lagerfeuer hat Folgen für Alinas Kopf am nächsten Tag. (Autsch!)

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Glühwürmchen tanzen jede Nacht in den Bäumen, wir fühlen uns mal wieder pudelwohl. Unser Moby Dick versauert derweil ganz alleine unbewohnt im Garten und wartet auf seinen Einsatz.

Es bleibt Zeit für eine Runde Golf mit mienem Cousin Arnold. Ich arbeite weiter an meinem Titel als schlechtester Golfer der auf allen Kontinenten gespielt hat. Mir fehlt nur noch die Antarktis, dann reiche ich die Bewerbung beim Guiness Book ein.

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Bevor wir losfahren, wollten wir unbedingt noch die Schwarzenegger Connection live sehen. Arnold und sein Vater spielen alpenländische Volksmusik in leicht amerikanisierter Form. Hier im Mountain Bräuhaus spielen sie regelmäßig. Ob ihr es glaubt oder nicht, hier gibt es jedes Jahr ein Oktoberfest. Sogar mehrere.

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Fluffy ist natürlich auch dabei. Daneben Thomas Cousin, Arnold. ;)

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Es wird getanzt zu bayerischer Musik, die Leute haben richtig Spass. Es gibt Erdinger Weißbier und Spaten Hell. Thomas tanzt zur Sicherheit aller Beteiligten am Tisch.

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Sonntag sind wir noch kurz zum Mittagessen bei Tim und Jean. Es gibt Jamaica Huhn. Wieder nette Leute kennegelernt zu denen wir ungerne bye, bye sagen.

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Einkäufe auf dem Farmer's Markt heben Alina's Laune. Selbst wenn es nur Maiskolben sind.

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Eingestellt von Tom Travel 19:49 Archiviert in Vereinigte Staaten von Amerika Kommentare (2)

Der Wal - da bläst er!

on the road again

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Hier noch 2 Videos als Nachtrag zum Volksmusikabend

Schwarzenegger Connection

Schuhplattler

Unser Moby Dick ist abfahrbereit. Unsere Siebensachen sind verstaut, alle Tanks voll. Jetzt könnte es wirklich los gehen.
Jedes Mal wenn ich den Van ansehe kann ich es wieder nicht fassen wie groß das Ding ist. Enge Seitenstrassen und Waldwege können zur Falle werden. Wenden kaum möglich, wenn es nicht gerade auf einem Supermarktparkplatz ist.

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Fotos vom Innenraum wollten wir auch noch nachliefern. Hier das Schlafzimmer

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WC und Dusche getrennt - man gönnt sich ja sonst nichts.

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Die Küche

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Das Esszimmer

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Das Wohnzimmer

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und das Gästezimmer

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Dienstag wollten wir eigentlich los, daraus wurde natürlich nichts. Die Nacht zuvor haben wir zur Generalprobe schon mal im Camper verbracht. Ziemlich warm war es, hier ist gerade mal einer der trockensten und wärmsten Sommer seit Langem. Die Bauern jammern bereits wegen der fehlenden Niederschläge. Wie überall auf der Welt wenn es zu nass, zu trocken, zu kalt oder zu warm ist. Uns ist es recht, nach dem einem der kältesten Sommer in Australien 2011 haben wir uns ein wenig Wärme verdient.

Leider ging unser Plan mit dem günstigen Internet nicht auf. Es gibt für Reisende wie uns keinen vernünftigen, bezahlbaren Tarif. Dann müssen wir halt wieder Free WiFi schnorren bei McDonald's und Konsorten. Sonst haben wir alles erledigt und verpackt und am Mittwoch um 1 Uhr nachmittags kommen wir tatsächlich von Marie's Hof. Vorher natürlich noch schnell ein Bild von den Lieben denen wir Byebye sagen müssen.

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Der Weiße Wal setzt sich tatsächlich in Bewegung. Es geht nach Nordwesten Richtung Kanada zu den Niagara Fällen. Auf einmal sehe ich sowas wir ein kleinen braunen Wombat. Ich sage zu Thomas das kann ja gar nicht sein, was sonst kann hier aussehen wie ein kleiner Bär? Die Antwort ist - ein kleiner Bär. Thomas erzählt eine Bärin mit 2 Jungen war gestern bei der Nachbarin im Garten. Wieder der Nachteil von Moby Dick, einfach schnell mal drehen geht nicht. In dem Fall eh nicht denn wir waren auf der Autobahn. Wir werden demnächst hoffentlich noch viel mehr Bären sehen.

Die Strecke kennen wir noch vom letzten Mal, ist ziemlich fad. Kein Grund sich irgendwo länger aufzuhalten. Lederstrumpf und der Letzte Mohikaner haben sich hier herumgetrieben. Irokesen waren hier zu hause. Heute ist nichts mehr übrig von der Indianerromantik. Viel Landwirtschaft (es riecht wie auf der A92 zwischen Plattling und Landau) und ein wenig Industrie. Wenigstens habe ich Käpt'n Ahab dabei, der fährt die Strecke gut auch ohne Holzbein. Fluffy guckt bewundernd.

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Nach kurzer Fahrt kommt der erste Tankstopp. 140 Liter fließen mal eben so in den Tank. Dabei war er nicht mal ganz leer. Mal sehen wie weit das reicht. Wir sind das langsamste Vehikel auf der Interstate, alles überholt uns. Wir fahren nur knapp 90 km/h in der Hoffnung den Durst unseres Wals etwas zu besänftigen. Der Erfolg wird sich frühestens beim nächsten Tankstopp zeigen.

450 km sind es heute geworden. Trotz später Abfahrt und Schneckentempo. Unsere Wahl für die erste Nacht quasi in freier Wildbahn fällt auf einen langweiligen Rastplatz kurz vor Buffalo. Das einzig Erfreuliche hier ist das Free WiFi. So können wir diesen Beitrag hier heute schon veröffentlichen.

Käpt'n Ahab hat rumgenölt weil ich eine teure Spülbürste haben wollte und Spüli das die Hände schont. Zu Strafe muss er Käse schneiden,

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das Gemotze dabei könnt ihr euch vorstellen.

Eingestellt von Tom Travel 18:45 Archiviert in Vereinigte Staaten von Amerika Kommentare (2)

Kana da?

wo geht's hier lang?

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In den USA ist alles größer - fast alles. Die Niagara Fälle nicht. Auf der US Seite (im Bild links) sind sie direkt mickrig gegen das was man auf der kanadischen Seite zu sehen bekommt.

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Deswegen fahren wir rüber über die Rainbow Bridge auf die andere Seite. Kanada das 13. Land auf unserer Reise. Mit unserem Camper müssen wir eine gesonderte Warteschlange über die Grenze nehmen. Der Grenzer fragt was wir denn so vorhaben in Kanada. "Freunde und Verwandte besuchen für ein paar Tage" - sagen wir. Ob wir was dabeihaben. Alkohol, Tabak, Geschenke? "Nichts" sagen wir. "Was seit ihr denn für Besucher. Nichtmal Geschenke dabei." meint er dann noch und wünscht uns eine gute Fahrt.

Es ist bewölkt, nicht so gut für Fotos. Ohne Sonne leider auch nicht der berühmte Regenbogen über den Fällen.

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Wir sind denoch wieder sehr beeindruckt.

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Letztes Mal hatten wir ein schickes Zimmer in dem Turm hier in der Bildmitte der aussieht wie ein Eis am Stiel.

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Damals hatten wir durch die bodentiefen Fenster Blick auf die beleuchteten Fälle vom Bett und von der Badewanne aus. Eine Fahrt mit der "Maid of the Mist" hatten wir auch schon. Beides können wir jedem der zum ersten Mal hierher kommt absolut empfehlen.

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Bis Niagara Falls navigieren wir ziemlich souverän mit unserem Handy-Navi und Karte. Für Kanada haben wir nur das Handy-Navi - dachten wir. Als wir unser heutiges Schlafziel in der Nähe von Toronto eingeben wollen verweigert es den Dienst. Die Kanada Karte ist nicht drauf bzw. nicht nutzbar. Wieder mal muss McDonald's helfen. Wir laden uns die Routenführung offline auf den Laptop und los geht es. Zunächst durch riesige Weinanbaugebiete. Wer hätte das gedacht - kanadischer Wein. Etwas weiter dann die Gegend um Toronto. Sehr dicht besiedelt. Runter vom Highway sind es nur noch etwa 30km bis zum Ziel. Allerdings geht es nun durch eng bebautes Gebiet und mitten durch die Innenstadt von Hamilton (500.000 Einwohner). Ich komme ganz schön ins schwitzen. Diese Strassen sind absolut nichts für unseren Moby Dick. Viel zu eng. Es ist wie Hubschrauberfliegen im Wohnzimmer. Einmal falsch abgebogen und wir stehen im Nirgendwo auf einem Supermarktparkplatz - unsere Offline Routenführung ist nicht mehr zu gebrauchen.

Mit viel Glück sehen wir eine Strasse, die uns dann doch wieder auf den richtigen Weg führt und wir kommen etwas verspätet bei unseren Gastgebern Christine und Bob an. Ein Platz vor dem Haus für Moby Dick findet sich auch. Der bleibt heute Nacht allerdings alleine, wir bekommen ein richtiges Bett.

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Kurz darauf sitzen wir mit unseren Gastgebern am Pool bei kanadischem Wein, Würstchen und Burgern vom Grill.

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Christine und Bob verdanken wir überhaupt das wir in hier sind, denn ohne ihre nette Einladung hätten wir Kanada ausgelassen. Alina wollte schon immer nach Kanada, sie ist natürlich wieder total happy.

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Eingestellt von Tom Travel 20:12 Archiviert in Kanada Kommentare (4)

von Party zu Party

Feiern bis der Arzt kommt

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Wir sind scheinbar gar nicht so übel. Wir sind von Christine und Bob eingeladen die ganze Woche bis nächsten Samstag zu bleiben. Letzten Freitag waren wir in ein nobles Restaurant eigeladen, das nobleste bisher auf unsere Reise. Christine hat ihren ganze Mannschaft, alles angehende Ärzte, eingeladen und uns direkt mit.

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Die können hier feiern, das sag ich euch. Die Gastfreundschaft dieser Leute hier ist immer wieder erstaunlich.

Freunde von den beiden veranstalten am nächsten Tag eine Gartenparty irgendwo nördöstlich von Toronto. Wir sind schon wieder mit eingeladen. Die haben ein Haus, besser gesagt ein Anwesen von der Größe der Southfork Ranch. Unser Moby Dick fällt auf diesem Gelände gar nicht auf. Hier könnten Hunderte von seiner Sorte stehen. Wie ihr seht ist unser Moby ist der Kleine rechts.

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Alleine das Poolhaus mit Küche, Bad und Dusche erscheint größer als unsere Münchner Wohnung. Es gibt lecker Weine und Essen.

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Am Pool gibt es dann etwas später echte kubanische Zigarren. Hier in Kanada legal käuflich, in den USA immer noch verboten.

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Um so etwas zu finanzieren kann man so wie Harold Besitzer eines Yachthafens sein. Das reicht dann offensichtlich für die dringendsten Anschaffungen. Hier kann man es wirklich aushalten.

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Dort lernen wir die andere Freunde der beiden kennen. Eine ist die einzige Herzchirurgin Kanadas. Sie und ihr Mann haben an den Niagara Fällen ein Ferienhaus. Da sind wir nächsten Samstag auf der nächsten Party. Da sagen wir spontan zu und hoffen uns nicht an dieses Leben zu gewöhnen. Bis dahin gibt es leckeres essen jeden abend bei Christine und Bob am Pool.

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Zubereitet vom Grillmeister persönlich

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Einer von Christines Assistenzärzten bringt einen Riesenlaib deutsches Brot mit da staunen sogar wir. Er glaubt in Deutschland ist so ein großes Brot gang und gäbe.

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Christine erzählt uns dass sie und Bob zwischendurch Bedenken hatten wegen uns. Hätte ja sein können, dass wir Serienmörder auf der Flucht sind. Klar - wir sind in Nordamerika und da muss man mit so etwas rechnen. Sie sind dann aber doch das Risiko eingegangen, schließlich stammen beide aus Neuseeland und da ist man weniger ängstlich.

Dass ich rauche ist für sie auch ein mittleres Problem. Immerhin ist sie Lungen und Herzfachärztin und Raucher kennt sie ansonsten nur als Patienten im Endstatdium.

Um wenigstens etwas von der Gastfreundschaft zurück zu geben helfe ich Bob bei Arbeiten rund ums Haus. Heute sind es mal wieder gut über 30° im Schatten und man kommt auch bei der geringsten Anstrengung ordentlich ins Schwitzen.

Tags darauf machen wir mit Bob eine Tour durch das Weinanbaugebiet Niagara, südlich des Ontario Sees.

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Er muß fahren und endlich kann ich auch mal Weine probieren. Im Barossa Valley, Australien und Napa Valley, Kalifornien war immer ich der Dumme und durfte nur zusehen während Alina beim Tasting immer lustiger wurde.

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Wir klappern insgesamt 4 Weingüter ab.

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So wirklich umgehauen hat uns keiner der probierten Rot- und Weißweine. Allerdings sind wir auch nicht wirklich Kenner. Üblicherweise trinken wir Wein aus 5l-Kanistern zu 10$ und nicht wie hier für 20-40$ pro Flasche.

Wieder zurück sind wir schon wieder von einer anderen Ärztin, Angela, in den Nobelschuppen vom letzten Freitag eingeladen.

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Wieder wird gegessen und ordentlich gebechert. Das nimmt ja wirklich kein Ende hier. Da ist sogar Bali ein Dreck dagegen wie die hier feiern. Wir sind schon nach knapp einer Woche ziemlich mitgenommen. Gut dass wir gestern und vorgestern zwei Ruhetage ohne Feier bis spät in die Nacht hatten.

Eingestellt von Tom Travel 17:51 Archiviert in Kanada Kommentare (1)

Tief im Wald

Der Inspektor stellt fest Moby Dick ist nicht ganz dicht

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Angela erzählt von ihrem Haus tief im Wald. Sie ist ein paar Tage nicht da und meint wir könnten dort unseren Moby Dick gut abstellen und etwas von der kanadischen Wildnis sehen. Das klingt sehr verlockend. Bisher haben wir nur Eichhörnchen gesehen, die jeden Tag um den Pool herum springen.

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So schön es ist bei Christine und Bob den ganzen Tag am Pool abzuhängen, es wird uns langsam peinlich und wir denken es ist gut ein paar Tage woanders zu verbringen. Dafür haben wir schließlich unseren Moby Dick. Wir haben erst 3 Mal darin geschlafen seit wir ihn haben. 2 Mal davon war nur zur Probe noch bei Mary vor dem Haus.

So fahren wir tief in den Wald in das Naturschutzgebiet in dem Angela lebt. Dieses Gebiet ist Teil eines Grünstreifens der bis nach Toronto geht.

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Kaum angekommen begrüßt uns ihre Katze. Die Katze nennen wir Inspektor Columbo. Sie inspiziert unser Auto genauestens.

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Nach einigem Miauen gehen wir davon aus dass alles OK ist. Scheinbar haben wir das Miauen falsch verstanden. Es regnet heftig und unter dem Fenster läuft ein kleines Bächlein ins Auto. Jetzt ist es amtlich, Moby ist zwar dick aber nicht ganz dicht. Thomas versucht von außen etwas zu retten. Da es aber wie aus Kübeln regnet zieht er dazu seine Badehose an. Duschen kann er sich heute sparen. Wir haben die Quelle lokalisiert, es ist das Schlafzimmerfenster. Glücklicherweise hört es auf zu regnen. Wir brauchen dringend Silikon zum Abdichten vor dem nächsten Regenguss.

Nächster Tag - Inspektor Columbo ist mittlerweile Dauergast. Mit dem Inspizieren ist er allerdings noch lange nicht fertig.

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Zum Arbeiten gehe ich in Angelas Haus, wegen besserem Internetempfang. Ich bin ja allein im Wald nicht so der Held. Es wird langsam dunkel und ich meine im Haus wäre noch jemand. Ein Geräusch, habe ich im Augenwinkel nicht was gesehen? Hat da was geflattert? “Nee, kann nicht sein“ denke ich, bis mir eine kleine Fledermaus über den Laptop fliegt. Nun folgt eine Reihe spitzer Schreie meinerseits. Die Kleine ist panisch und will raus. Wie ist sie überhaupt reingekommen? Ich mache die Tür auf, aber die Fledermaus rafft es nicht und fliegt von Zimmer zu Zimmer. Thomas muss helfen. Er kommt, die Fledermaus ist nirgends zu sehen. Wir hören Geräusche. Die Fledermaus ist im Fensterrahmen zwischen den Fenstern eingeklemmt. Thomas öffnet das Fenster, aber sie fliegt nicht weg. Thomas packt sie mit der Hand und bringt sie raus. Zum Dank beißt sie ihn in den Finger.

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Wir haben hier mit Füchsen und Hirschen gerechnet, eine Fledermaus im Haus ist mal was anderes.

Keine weiteren Vorkommnisse in dieser Nacht. Am nächsten Morgen holen wir Bob ab und fahren ans Südufer des Ontario Sees zu Michael und Stefanie.

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Unter der Woche wohnen sie in Toronto, am Wochenende am Lake Ontario mit Blick auf die Skyline Torontos. Privater Seezugang und Pool – na klar.

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Bocciaturnier, BBQ, Gitarren Live Musik. Es gibt Wein des Weingutes “Foreign Affairs“ aus dem Niagara Weinanbaugebiet nebenan. Die Besitzer des Gutes sind auch auf der Feier. Beim Bocciaturnier stellen wir uns gar nicht mal so übel an.

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Wir kommen bis ins Halbfinale, werden dann aber weggefegt. Dann gehen wir halt wieder in den Pool.

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Etwas später dann Live Musik.

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Der Sänger ist US-Amerikaner und von ihm bekommen wir weitere Adressen in Wyoming und Montana. Wildfremde Leute für uns - gute Freunde unserer neuen Bekanntschaften.

Sonnentuntergang überm See, schön kitschig.

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Hier kann man es wirklich aushalten.

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Wir mischen uns unter die Partygäste und merken das ist eine andere Liga. Einer erzählt von einem Wochenendtrip wo er so interessante Leute kennegelernt hat. Der Eintritt kostete nur 4000$. Andere waren in Uganda bei den Gorillas im Nebel. Kostet mal eben 5000$ für die 3 Tage Affengucken. Eine sehr netter Herr erzählt mir von seiner Porschesammlung. Ich weiss gar nicht was ich sagen soll. Wir bekommen ein Angebot nach dem anderen. Einer hat einen Sohn, der könnte mit uns eine Runde über Toronto mit seinem Kleinflugzeug fliegen. Thomas lehnt ab, er hat genug, er will in die Natur. Würden wir es darauf anlegen, ich glaube wir könnten hier noch Monate praktisch kostenlos bleiben. Unser Netzwerk wächst unglaublich schnell.

Eines hat Alina doch noch durchbekommen, schon wieder haben wir für morgen eine Einladung quasi um die Ecke. Spezialtasting im “Foreign Affairs“ Weingut . Manchmal glaube ich, wir kommen hier nie mehr weg.

Nächster Tag, Alina geht mit den anderen Frauen shoppen. Sie erbeutet ein Paar Schuhe. Nur 50$ und die sind ja sooo bequem. Ich hatte Schlimmeres befürchtet. Dann ab zum Tasting.

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Die Besitzer warten auf uns. Wir bekommen Proben aus speziellen Fässern. Weine die sonst nicht zum Tasting angeboten werden.

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Bei zweien davon denke ich "Boah, schmeckt das Zeug gut! Was habe ich sonst immer für Wein getrunken?" Die zweite Frage ist "Warum ist das Zeug so teuer?" Bei 163$ pro Flasche, da müssen wir ganz schön schlucken. Der Wein ist es allerdings wert, wenn man es sich leisten könnte. Unsere Begleiter kaufen einfach mal je eine Kiste. Alina kauft eine schicken Weincooler als kleines Dankeschön für unsere Dauergastgeberin Christine. Die netten Besitzer schenken ihr dann noch einfach so eine Flasche Eiswein.

Jetzt müssen wir aber wirklich los. Einen Kaufrausch können wir uns hier nicht leisten. Schon wieder Abschied nehmen - etwas was wir nicht gerne machen, erst recht nicht von den Kanadiern. Die sind bei uns nun auf Platz #1 der gerade-kennengelernt-Gastgeber. Wir bekommen noch eine Einladung zur berühmten Weihnachtsfeier im Dezember in Stefanies und Michaels Haus. Alina denkt ernsthaft darüber nach. Aber eines weiss ich, sie hasst nichts mehr als Kälte. Dezember in Kanada? Brrrrr! Auch wenn das hier der südlichste Zipfel des Landes ist. Liegt etwa auf der Höhe von Mailand - die Winter sind richtig kalt. Der Sommer den wir hier gerade erleben ist allerdings traumhaft. Jeden Tag warm, kaum mal Regen. Wir setzen Kanada als 3. Land auf die sehr kurze Liste der Länder (dieser Reise) in denen wir noch nicht gefroren haben. Türkei und VAE sind die anderen beiden. Wenn wir gemeinsame Ziele nehmen kommt übrigens nur noch ein Land ohne Frierphasen hinzu: Fiji

Eingestellt von Tom Travel 10:43 Archiviert in Kanada Kommentare (4)

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