Reise blog von Travellerspoint

Mai 2012

Haie vor dem Frühstück

wir unternehmen doch was

semi-overcast 27 °C
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Als wir hier vor einem Monat verloren mit unserem Gepäck am Strand standen hätten wir nie gedacht wie sehr wir uns in diesen Ort verlieben würden.

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Wir wollten ausruhen mit etwas Komfort und Abwechslung. Zu einsam und abgelegen durfte unser Domizil nicht sein. Etwas Unterhaltung sollte auch sein, andererseits wollten wir nicht auf eine Partyinsel. Es wurde genau das was wir uns am Ende der Reise gewünscht hatten. Die Menschen, die Tauchgänge, der Strand - einfach perfekt für unsere Wünsche. Von uns aus hätten es auch gerne 3 Monate werden dürfen.

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Jeden Morgen der traumhafte Ausblick auf weissen Strand und türkisgrünes Meer schon beim Frühstück, ich bekam nie genug davon.

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Unzulänglichkeiten des Hotels beim Frühstück mit ständig wechselnd fehlenden Speisen, Getränken, Klopapier etc. nehmen wir dafür gerne in Kauf. Wir haben uns nach einer "Einarbeitungszeit" selbst den Interrnetrouter gestartet, unsere Drinks geholt und hingen so oft vor und hinter der Theke, dass wir oft von Neuankömmlingen nach freien Zimmern und Drinks gefragt wurden.

Es war fast wie in einer großen Familie. Wenn wir zum essen gingen, fielen die Jungs über unsere Laptops her um ihre Facebook-Accounts zu aktualisieren. Erst sitzen sie brav da, dann geht das Facebook gekloppe los.

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Alina brachte einem Haufen Hühnern ein paar lustige Partyspiele bei.

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Beim Volleyballspielen konnte ich mangelnde Technik durch Länge ausgleichen.

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Die Tauchgänge gehören zum besten was wir je gemacht haben.

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Alina hat ihren ersten Nachttauchgang gemacht wir reichen dazu noch die Mandarinfische und das Seepferdchen nach (von Irina fotografiert) Irina ist übringens die einzige Reisende mit der wir über und unter Wasser Bekanntschaft gemacht haben.

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Gato Island mit 5 Weissspitzenhaien und der Frühmorgentauchgang mit 3 Fuchshaien sind absolute Höhepunkte unserer Taucherzeit. Fuchshaie haben eine einmalige Jagdtechnik, sie peitschen mit ihrer verlängerten Schwanzflosse in einen Fischschwarm und fressen anschließend gemütlich die betäubten Fische. (Dank an Marina für das Video und Irina für die Bilder)

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Auch wenn sie gerade nicht jagen sehen sie damit sehr elegant aus. Das einzige Problem (und für uns ein großes) ist, dass man um 4 Uhr morgens aufstehen muss um sie zu sehen, denn nur dann kommen sie aus der Tiefe auf 30m hoch um sich von Putzerfischen von Parasiten säubern zu lassen.

Ich wiederhole nochmal um VIER UHR MORGENS!!!!Blöde Viecher! Ratet mal wie oft wir sie gesehen haben. Was meint ihr wie oft stehen wir um 4 Uhr morgens auf und gehen ohne Frühstück ins Wasser? Wir hätten sie gerne öfters gesehen, aber wir konnten einfach nicht.

In Gato Island habe ich auch endlich eine Klippe zum Runtersrpingen gefunden. So etwas habe ich schon auf der ganzen Reise gesucht und bisher nirgends gefunden.

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Wir werden hier in die Geschichte eingehen als die langsamsten Advanced Taucher, da wir den Kurs in nichtsportlichen 3,5 Wochen gemacht haben. Normal macht man so etwas in 3 Tagen. Länger bleibt auch der durchschnittliche Besucher nicht auf dieser Insel - eine Schande. Die schauen sich die Fuchshaie an und sind gleich wieder weg.

Es gab für uns diverse Gründe so lange zu brauchen. Keine Lust zum Tauchen, keine Lust ein Advanced Kapitel im Buch zu lesen, zu wenig Sonne. Thomas hatte an einem Tag seine Hausaufgaben nicht gemacht und behauptet die kleine süsse Boracay (der Hotelwelpe) hätte die Hausaufgaben gefressen.

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Alina konnte an einem Tag nicht tauchen, da sie ihre Haare bereits gewaschen hatte. Mit solchen "Problemen" mussten wir uns hier ständig herumschlagen.

Wir haben unsere Diveinstructors Chris und Valerie fast zu Verzweiflung gebracht, da wir immer wieder unsere Advanced Lessons nach hinten geschoben haben. Sie fragten dann ganz vorsichtig ob wir heute auch wirklich tauchen wollen, ob die Sonne unseren Wünschen entspricht, Alina's Haare nicht gestresst sind, usw.

Gestern war es dann soweit uns sind die Ausreden ausgegangen, und wir mussten die letzte Prüfung machen. Kompass und Navigation. Hin und zurück haben wir beide super gemeistert aber ein Viereck zu Tauchen ist doch ein bisserl schwieriger. 20 Flossenschläge geradeaus, Kompass 90° justieren, drehen, wieder 20 Flossenschläge und so weiter. Alina hat dabei so viele Pirouetten mit dem Kompass gedreht, da wurde sogar den Haien schwindelig. Nach 2 Turns war sie völlig ratlos wohin es weiter gehen soll. Die Wegfindung unter Wasser anhand natürlicher Orientierungspunkte hat sie das aber viel besser hinbekommen als ich. Obwohl nur ein paar Schwämme und kein Schuhladen unter Wasser als Orientierung diente.

Heute letzter Tauchtag mit 2 Tauchgängen. Deep Rock, da haben wir 3 Tintenfischschwärme gesehen, von ganz klein bis ziemlich groß. Sehen aus wie Aliens und bewegen sich sehr majestätisch.

Thomas hat wieder die Nemos geärgert und wurde ein paar Mal gebissen. Mann konnte direkt sehen wie stolz die Nemos waren wenn sie den "Großen" verscheuchen konnten. Als ob Mama Nemo und die Kleinen sagen, "Gut gemacht Papa!" Ich signalisiere Thomas er soll das lassen. Als ich mich später umsah kam Thomas in meine Richtung, hinter ihm ein kleiner Haufen wütender Nemos. Ich musste wieder unter Wasser lachen. Tauchen mit dem ältesten Lausbub der Welt. Thomas und der Beweis, dass er wieder was angestellt hat hinter ihm her schwimmend.

Später mein zweiter Nachttauchgang bei Lapus-Lapus im Mondschein. Der war um Längen besser als der erste. Ich hab meinen ersten Oktopus gesehen und noch so viele andere Dinge - ich kann gar nicht alles aufzählen. Das Romatischste war, als mir Thomas den Fast-Vollmond von unter Wasser aus gezeigt hat. So etwas muss man gesehen haben, das sieht so schön aus.

Eingestellt von Tom Travel 19:07 Archiviert in Philippinen Kommentare (9)

ab nach hause

wo war das noch mal?

sunny 32 °C
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Wir wollen es nicht wahr haben, aber unsere 30 Tage in Malapascua und die 90 Tage auf den Philippinen sind vorbei. Wir müssen nach hause. Uns ist fast zum heulen. Die Disco heute am Samstag abend wird ohne uns statt finden.

Nach dem Frühstück müssen wir los, abends geht der Flieger von Cebu City nach Manila und bis dahin ist es noch 1 Stunde mit dem Boot und mehrere Stunden mit dem Bus. Wir verabschieden uns von allem was uns hier so lieb geworden ist.

Der letzte Mango-Shake an unserem Hausstrand

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Der letzte Pfannkuchen. Es gab natürlich nicht 1 Pfannkuchen für jeden, den mussten wir uns teilen da mal wieder Mehl alle war. (Grmpf!) Daher esse ich meine Hälfte. Wir haben witzigerweise nicht mehr erwartet, wurden schon zu geduldigen Gästen erzogen.

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Der kleine Hotelhund Boracay wird besonders Alina sehr fehlen, sie hat ihn täglich geknuddelt, entfloht und bei jedem Husten kam sie mit Valerie daher und hat mich allerhand Zeugs gefragt.

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Jhona, die gute Seele hinter der Bar, die uns 1 Monat lang mit Eis, Shakes, Bier versorgt hat. Wie immer auf Photos gibt sie sich sehr schüchtern. Ihr "Schschsch!" war legendär, da hat noch nicht einmal Thomas es gewagt zu widersprechen.

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Chris und Valerie, unsere Tauchlehrer können sich nun wieder mit normalen Tauchschülern befassen. Wir haben ihre Geduld doch sehr strapaziert.

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Auf diesem Bild haben beide nicht etwa Juckreiz am Arm. Das ist eine Insideranspielung auf Alinas Navigation mit dem Kompass.

large_DSC_8746.jpg Unverschämtheit!!!

Dann müssen wir endgültig weg. Die Jungs helfen uns mit dem Gepäck zum Boot. Ab da wird es wieder sehr anstrengend. Boot, Bus, Taxi, Flugzeug, nochmal Taxi - 10 Stunden später sind wir endlich im Hotel in Manila. Wir stellen übereinstimmend fest, dass uns Reisen überhaupt keinen Spaß macht. Wir hassen Transporte aller Art, ausgenommen wenn wir selbst fahren. Das ist in Flugzeugen meist schwierig. Wir sind lieber an einem Ort, als unterwegs irgendwohin zu sein. Am liebsten würden wir uns zu den Orten hinbeamen und da bleiben. Und dann alle Klamotten aus der Cloud holen. Wo kann ich mich für die Schuhcloud registrieren?

Einen knappen Tag Aufenthalt haben wir in Manila. Ich mag diese Stadt immer noch nicht, Alina findet es nicht so übel und verbringt die meiste Zeit in der Robinson Shopping Mall. Ich gehe derweil zum Friseur, Haarschintt und Rasur - beides überfällig.

Am nächsten Abend dann der 16 Stunden Flug nach Frankfurt. Fliegen mögen wir auch nicht, schon gar nicht Langstrecken. Dieser Flug hatte schöne Aussicht auf Blitze im Himmel von oben. Schön und gleichzeitig gruselig. Andererseits haben uns die heftigen Turbulenzen an die Fahrt aus Turda erinnert. Einigermaßen zerknautscht und unausgeschlafen kommen wir um 7 Uhr morgens in Frankfurt an.

Ein Bistro hellt unsere Laune auf. Käsebrezen!, Backwaren, das ist ein guter Grund wieder nach Hause zu kommen. Das hat 11 Monate lang gefehlt.

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Wir nehmen den Zug für das letzte Stück vom Flughafen, der erste Zug auf der gesamten Reise. In den 11 Monaten sind wir mit allen möglichen Verkehrsmitteln unterwegs gewesen - ein Zug war nie dabei. Am Bahnsteig zieht es wie im Vogelkäfig. 10° mehr hat Deutschland nicht zu bieten an diesem Maimorgen.

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Wir ziehen alles an was wir dabei haben und wissen auch gleich wieder warum wir bald wieder hier weg wollen - Käsebrezen hin oder her.

Eingestellt von Tom Travel 07:05 Archiviert in Philippinen Kommentare (6)

dahoam z'Minga

2-in-1-Fete im Feinkost Expresss

all seasons in one day 15 °C
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Knapp ein Woche später geht es mit dem Quer-durchs-Land-Ticket der Bahn nach München. 9 1/2 Stunden für 500 km. Der Preis unschlagbar, aber in der selben Zeit wären wir schon wieder auf den Philippinen.

München empfängt uns nasskalt und ungemütlich. Wir sind bei Freunden gut untergebracht - zentral an der Hackerbrücke. Geht kaum besser. Großen Dank nochmal. Weiter als bis zur Augustinerschwemme in der Landsbergerstraße kommen wir heute abend nicht mehr. Wieder mal frierend und völlig durchnässt - es regnet diagonal - kommen wir uns hier seltsam vor. Liegt auch daran dass wir hier immer mit Freunden und nie alleine waren. Dieses Mal sind wir quasi auch nur Touristen.

Nach dem Essen regnet es nicht mehr und die Sonne kommt raus. Heißt das nun willkommen daheim?

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Nächster Tag unsere kombinierte Wiedersehens-Abschieds-Party. Erst sitzen wir ganz allein da, bis der erste Gast die Nadja ankommt.

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Sie begrüßt uns mit dem Satz :" kann nicht glauben dass ihr wirklich da seid" Da war sie nicht die Einzige.

Einige schlugen die Hände vors Gesicht.. Ach nee die sind schon wieder da.

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Andere freuten sich umso mehr

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Manche wollten uns lieber nicht sehen

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Wir fanden es dieses Mal noch schöner als das letzte Mal vor einem Jahr.

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Die nächsten Tage wurde es immer besser. Es wurde endlich Frühling und warm. Wir waren oft zum Essen eingeladen und hatten noch nie so viele Termine in München. Dank nochmal an alle, es war so schön!

Der Nachteil dabei, die Häuser und Wohnungen die wir gesehen haben, waren so schön, dass wir schnell wieder weg müssen, sonst gefällt uns unser Nomadenleben nicht mehr.

Also bye bye München, Freunde. Nächster Halt Schottland

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Eingestellt von Tom Travel 06:54 Archiviert in Deutschland Kommentare (4)

Islay Festival of Malt and Music - zum 3. Mal

Badewetter bei 27-30°

sunny 27 °C
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Nächster Stop Schottland stimmt nicht so ganz. Von München erstmal zurück ins Rheinland und erst von dort weiter nach Edinburgh. Wir fliegen diesmal von Düsseldorf-Weeze, ein Billigflughfen der Ryan-Air. Warum das Düsseldorf heißt ist uns ein Rätsel, das ist direkt an der holländischen Grenze über 100km weg von DÜS.

Die Billigheimer von Ryan-Air haben besonders strenge Vorschriften bezüglich des Handgepäcks. Da wir keine Lust haben die völlig überteuerten Koffertarife dazu zu buchen loten wir die Limits bis an die Grenze aus. (Wir heißt Thomas, ich wollte schon mehr Klamotten mitnehmen) Zu hause abgemessen, erscheint der Dame am Check-In unser Rollkoffer zu groß und sie nötigt uns ihn in das Messgestell fürs Handgepäck zu pressen.

Schlauerweise haben wir noch eine Ratsche mitgenommen, Koffer festbinden, Passt...fast. Nur die Räder schauen raus - sie meint das geht nicht - alles muss rein. Ich frage nach einem Hammer damit ich die Räder weg schlagen kann. Das findet sie nicht lustig.

Ein weiterer Versuch und Drücken mit aller Kraft - voila! der Koffer passt. Nur leider steckt er nun so fest im Gestell - wir kriegen ihn nur mit größter Mühe aus dem Gestell heraus. Die Ryanairmitarbeiterin ist genervt, jetzt gibt es kein Zusatzgeld für die Gesellschaft. Alina's Eltern lachen sich kaputt.

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Warum so viel Platz im Koffer ist fällt uns natürlich bald auf. Wir haben mal wieder einiges vergessen, das Handyautoladekabel, die Halterung für unser Navi, die Kaution für den Camper die wir in € ausgehandelt haben (die Verhandlungsgespräche sind jetzt für die Katz da wir es nun doch in Pfund wechseln müssen). Alles wäre nicht so schlimm aber wir haben den Fluffy auch vergessen. Der ist schon sauer weil der schon in München nicht dabei sein durfte. Dabei er hat sich extra für Schottland in Schale geworfen.

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Die weitere Reise verläuft ohne Probleme. Mietwagen Edinburgh, Fahrt zum Fährhafen. Kennen wir ja schon vom letzten Jahr. Vorher noch zu Tesco, unserem Stamm-Supermarkt. Wir kaufen Lebensmittel so viel wie in den Kofferraum geht, auf Islay ist alles teurer.

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Wir fahren in die Dämmerung rein, es ist so schön wir wünschen uns die Dämmerung würde länger dauern. Kaum zu Ende gedacht, merken wir das tut sie tatsächlich, wir sind ja viel weiter im Norden und hier dämmert es bis Mitternacht. Um 2 Uhr morgens kommen wir am Hafen an. Nix los und das Boot geht um 6:30. Da bleiben noch ein paar Stunden die wir im Auto schlafend verbringen wollen. Moderen Technik verhindert das zunächst. Die Armaturenbeleuchtung unseres Renault Megane bleibt an, auch wenn Zündung aus und Keycard abgezogen ist. Was tun? Ich nehme die Fernbedienung und verriegle das Auto von innen. Licht geht aus. Prima! Nun aber schnell Heia - wäre da nicht die Alarmanlage, die plötzlich losheult weil sich einer von uns bewegt hat. Wie stellt man denn das ab? Wir haben beide keine Ahnung und dämpfen das Licht vom Armaturenbrett mit Taschentüchern.

Nach sehr kurzer unbequemer Nacht, legt pünktlich um 7 die Fähre ab. Wir verschlafen an Bord die 2 Stunden der Überfahrt nach Islay. So tief und fest, dass wir nach der Ankunft die Ansage dass wir zum Auto gehen sollen gar nicht mitbekommen hatten.

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Auf Islay beziehen wir unser Haus in Port Charlotte. Das schönste Haus was wir bisher hatten mit großer Küche, Garten, BBQ.

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Noch sind wir alleine, unsere beiden Mädels kommen erst am Montag und die Kollegen aus Deutschland sind auch noch nicht da.

Es wird ein wunderschöner erster Tag.

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Hitzewelle in Schottland. Das Wetter - ein Traum. Die Schotten gehen direkt baden.

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Viel zu warm zum Whisky trinken. Barfuß in den Sandalen, T-Shirt ist schon fast zu viel, Aircon im Auto ist an - wer hätte so etwas für möglich gehalten.

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In der Festival Woche ist Ausnahmezustand auf Islay. Tausende Whisky-Liebhaber aus aller Welt besetzen jede freies Bett. Die die nichts mehr bekommen haben schlafen in Zelten (siehe unten), manche kommen schon mit Camper.

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Jeden Tag hat eine andere der acht Destillen Open-Day und es bilden sich Schlangen zum Erwerb der begehrten und nur hier erhältlichen Festival-Abfüllungen. Eine Woche später ist der Spuk vorbei und die Insel fällt wieder in ihren Dornröschenschlaf. Die 2000 Bewohner wieder allein mit ihren Schafen.

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Wir fahren zu Lagavulin, die haben heute Tag der offenen Tür. Dort treffen wir Michael, einen Ex-Kollegen von BT, der mit Frau und Kind soeben angekommen ist.

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Direkt vor ihnen in der Schlange zur Ausgabe der Festival-Flasche lernen wir nette Norweger kennen. Viele andere kennen wir aus den letzten beiden Jahren - zumindest vom Sehen.

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In der Schlange auch Brian mit seinem Vater - 2 Schotten aus dem Hochland, die wir ebenfalls vom letztem Jahr kennen. Das Traumwetter genießen alle auf den Wiesen so locker haben wir das Festival noch nie gesehen.

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Endlich eine Gelegenheit sich die Veranstaltungen und die Landschaft genauer anzusehen..

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Michael, Claudia und Jasmin wohnen auch in Port Charlotte, aber nur unser Haus hat Garten und BBQ. Deswegen grillen wir heute bei uns auf der Terrasse. Ein unerwarteter Luxus hier in Schottland. Spät am Abend kommt dann Peter mit Nikki und Sohn Jonas dazu. Nun sind die Islayfahrer der letzten beiden Jahre komplett.

Es kommen unerwartet ungeladene Gäste. Die Midges sind da! Das ist keine schottische Familie, sondern schottische Stechmücken, wir dachten sowas gibt es hier nicht. Sie sind winzig klein, stechen wie kleine Nadeln, nicht nur auf freie Hautstellen, sonder auch in den Haaransatz und kriechen unter die Klamotten. Alina die stets als biologischer Mückenköder dabei ist meistert ihre Aufgabe tadellos. Auch Michael entpuppt sich als äußerst nützlicher Stechmückenmagnet.

Nächster Tag, Sonntag Bruichladdich Open Day. Wie jedes Mal eine Riesenveranstaltung mit Live Musik und viel Folklore.

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Das größte Festival schlechthin. Es ist so heiß, ich beneide die Schotten um ihre Röcke. Meinen Rock hatte ich aus Gewichtsgründen daheim gelassen ich gehe alle Kleider durch die ich jetzt lieber an hätte während ich schwitze. Die Schotten schwitzen auch und lassen tief blicken.

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Den Abschluss macht die Band "Skerryvore" eine Gruppe Dudelsackrocker.

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Es wird getanzt was das Zeug hält, siehe kurzvideo.

Montag abend kommt Nadja mit ihrer Freundin Pia eingeflogen.

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Wir holen sie ab und lernen beim Warten ein paar Kanadier kennen. Wir erzählen von unseren weiteren Reiseplänen und sie laden uns direkt zu sich nach Toronto ein. Alina ist sehr zufrieden, da wollte sie schon immer hin. Noch nicht mal in den USA angekommen wird die Liste unserer geplanten Ziele schon wieder länger. Nun gibt es also voraussichlich einen Abstecher rüber nach Kanada.

Die Mädels sind zum ersten Mal auf englischen Boden und erzählen selbst Ihre Eindrücke hier in einem eigenen Blog.

http://pianadjaschottland.travellerspoint.com

Abends machen wir einen Spaziergang und bewundern die schottischen Hochlandrinder. Eine Polizist hält an, fragt ob alles klar ist und ob wir zu Party wollen. Er würde uns hinfahren. Wir sind so baff, lehnen ab und ärgern uns hinterher. Auf einer Party von der Polizei vorgefahren zu werden - das wäre doch mal was, oder? Normal enden Partys wenn die Polizei kommt. Nicht hier, hier werden die Gäste angekarrt.

Es liegt womöglich an daran, dass hier mehr Schafe als Menschen leben. Jeder kennt jeden. Als der junge Polizist 3 Mädels allein spazieren sah hat er seine Chance gesehen. Mir fällt die Wette von vor 3 Jahren ein. Ich sollte doch irgendwie ins Gefängnis kommen. Blöderweise fährt meine gehe-ins-Gefängnis-Karte-ohne-was-anzustellen davon. Mist!

Die Mädels filmen ein Hochlandrind

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und unterlegen seine Kratzaktion mit Musik. Gefällt uns!

Was Mädels heutzutage so drauf haben.. :D

Eingestellt von Tom Travel 03:14 Archiviert in Schottland Kommentare (5)

Ein Quadratfuß Land, Teestunde und Dudelsackrocker

Temperatursturz

semi-overcast 19 °C
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Dienstag, Laphroaig Open-Day. Wir besuchen das Stück Land das uns hier im Sumpf seit letztem Jahr gehört. Nadja und Pia lassen sich den geschenkten Qudratfuß Land auch nicht entgehen. EIne Urkunde gibt es auch dazu. Immerhin besitzen wir nun zusammen schon ein paar Quadratfuß wir könnten darauf ein Vogelhäuschen aufstellen.

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Für die beiden ist es bisher super gelaufen. Kommen hierher - Traumwetter, schöne Bude, Land geschenkt, Polizei fährt dich zu Partys, nette Schotten - den beiden gefällt es hier.

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Danach fahren wir zum Yachthafen.

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Der klein aber fein und wir haben die Möglichkeit uns schon mal Bootsgrößen für die Zukunft anzusehen. Seltsamerweise ist Thomas von der Jacht namens "Double Trouble" begeistert. Was das wohl heißt?

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Wir wollen direkt Probesitzen und zwar auf dem einzigen Boot dass wir aktuell tatsächlich fahren dürften.

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Mull of Oa ist die südlichste Spitze der Insel. Hohe Klippen, gut für Danger-Fotos

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und atemberaubende Ausblicke auf die Küstenlinie Islays.

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Hier gibt es ein Monument und viele tolle Fotomotive.

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Wir machen Blödsinn wie immer :D.

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Danach ausruhen und die Landschaft geniessen.

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Abends ein letztes Mal grillen auf der Terasse. Wir haben keine Holzkohle, ich werfe den Grill mit Torf an. Die Nachbarin schaut skeptisch über den Zaun, denn es qualmt gewaltig. Und es stinkt. Sie meint das wird nichts, unsere Würstchen würden ungenießbar über dem Torffeuer.

Es dauert lange, aber nach 1 Stunde hört der Torf auf zu rauchen und stinken. Es bleibt reine Glut die bestens geeignet ist für unser Fleisch und die Kartoffeln. Die Bedenken der Nachbarin waren nicht angebracht. Woher soll sie es auch wissen, eine ausgeprägte BBQ-Kultur ist hier in Schottland nicht vorhanden. Wir sitzen und essen zu 10. in auf unserer Terasse bis uns die Mückeninvasion wieder ins Haus treibt.

Mittwoch heißt es für uns um halb 6 Uhr aufstehen. Bowmore hat Open-Day und es gibt von der dortigen Festival Flsche nur 200 Stück. Vor der Tür haben einige über Nacht kampiert um sicher zu gehen, dass sie auch ja eine Flasche bekommen. Wir stehen nur 15 Minuten da bekommen wir einen Gutschein mit dem wir uns später am Tag die Flaschen abholen können. Mit der gewonnenen Zeit beschließen wir uns die Robben in Portnahaven anzusehen. Die sind aber alle beim Frühstücken scheint's. Nur weit weg auf einer Sandbank sehen wir noch einen Nachzügler der wohl verpennt hat. Das Wetter ist heute zum ersten Mal so wie erwartet. Nebel und Nieselregen früh am morgen. Tagsüber wird es etwas besser, aber die schönen warmen Tage sind wohl erstmal vorbei.

Wir haben eine Einladung zum Spaghetti Essen abends bei Domke/Höner und bis dahin noch ein bisschen Zeit totzuschlagen. Zuerst gehen wir in ein britisches Kaffeehaus.

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Die Briten sind die Kuchenesser schlechthin. Hier ist das Land der Cupcakes und Muffins. Die Kuchen schmecken wie in Rumänien, süß und getränkt mit Sirup. Nadja bei ihrer ersten Teestunde, very british.

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Eines lernen wir auch, die Schotten scheinen ihre Lämmer gerne zum Teetrinken mitzunehmen, hier ist es wohl nicht erlaubt.

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Ich will den Mädels unbedingt die Dudelsackrockerband vom Sonntag zeigen.

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Ich denke das wird den Mädels gut gefallen. Damit treffe ich voll ins Schwarze, die Mädels können sich kaum noch lossreissen die kaufen sich direkt je 1 CD und wollen die Band bald wiedersehen wenn sie durch Deutschland touren.

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Eingestellt von Tom Travel 15:15 Archiviert in Schottland Kommentare (0)

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