Reise blog von Travellerspoint

Februar 2012

Bay Of Fires

es wird immer besser

sunny 29 °C
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Wir fahren die Ostküste ein Stück weiter hinauf. Ganz schön windig hier.

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In Little Bay übernachten wir. Es ist nicht kalt, wir machen uns trotzdem ein kleines Lagerfeuer - wenn es schon mal erlaubt ist.

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Wieder muss die Kamera für ein paar Nachtaufnahmen her, wir versuchen wieder mal den tollen Sternenhimmel überzubringen. Irgendwann werdfen wir es auch noch schaffen die beiden Nachbargalaxien, die man hier ständig sehen kann aufs Foto zu kriegen.

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Heute geht es zur zweiten Hauptattraktion Tasmaniens – die Bay of Fires

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mit ihren vielen traumhaft schönen Buchten.

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Die kannte kaum jemand bis ein UK Reisemagazin Binalong Bay - eine dieser Bucht(en) - 2005 zur Zweitschönsten der Welt erkoren hat.

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Wir wissen nicht welche die Schönste geworden ist, vielleicht war es ja Lucky Bay in WA – immer noch unsere persönliche Nr.1. Hier kann man bequem mit dem Auto hinfahren.

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Camping gibt es an vielen Stellen entlang der Küste kostenlos. Entlang der Küstenstraße bleibt uns mehrmals der Mund offen stehen bei diesen Aussichten.

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Egal was nun noch kommt, für mich ist Tasmanien jetzt schon der Höhepunkt der gesamten Reise. FanTAStische Urwälder, tolle Strecken mit dem Auto durch die Wälder und Berge, Strände so schön dass es im Auge weh tut.

Man braucht allerdings so ein Wetterdusel wie wir. Vorgestern als es so trüb war konnten wir uns vorstellen wie viel von der Faszination verloren geht wenn die Sonne und das Licht fehlt. Wir haben relativ viel Zeit für diese kleine Insel vorgesehen, aber wieder zu wenig. Ein Monat mehr wäre kein Problem.

Genug von den Stränden, wir fahren wieder ins Landesinnere über den Myrtle Pass und machen einen Abstecher zu einem kleinen Regenwaldlehrpfad entlang der Strecke. Noch haben wir uns an den Riesenfarnen nicht satt gesehen.

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Dann ist auch schon Schluss für heute. Wir übernachten in Weldborough auf der dortigen Campsite.

Am nächsten Tag holen wir ein wenig unseren Blog-Rückstand auf und fahren anschließend nach Launceston, zweitgrößte Stadt Tasmaniens. Als Pfarrer Horton 1822 hierhingeschickt wurde schrieb er nach kurzer Zeit: "Die Verrücktheit dieser Leute übertrifft alle Berichte. Blasphemie, Trunkenheit, Dummheit." Wenn einer seiner Vorgesetzten hier wäre würde er sofort verstehen warum viel mehr Missionare dringend benötigt werden. Anscheinend kamen die auch, denn es ist eine wunderbare ruhige Stadt geworden.

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Victorianische Architektur und eine wunderschöne Bade-Schlucht direkt neben dem Stadtzentrum. Wunderschöne Felsen, Wanderwege, ein kostenloses Schwimmbecken, ein Fluss, ein Platz zum Grillen - klasse!

Wir sind aber auch hier weil wir einer Einladung von Sharon und Stan folgen. Sie meinten wenn wir mal in der Gegend sind sollen wir vorbeikommen. Sind wir – machen wir. Die beiden haben wir vor gut einer Woche beim Campen am Lake Burbury getroffen. Die ersten Australier die uns zu sich nach hause einladen, das können wir uns nicht entgehen lassen.

Sharon und Stan haben haben einen Bungalow mit einer herrlichen Aussicht über den Fluss.

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Überall blühen die Rosen, im Garten gibt es Tomaten, Zitronen, alles gedeiht hier. Sie haben Freunde eingeladen und Stan steht am Barbie (BBQ). Er erklärt mir, das sei der Männerbereich. Eine australisches Barbecue ist grundsätzlich schwarz, hergestellt in China (?) und ein Heiligtum, dass Frauen nicht betreten sollten. Stan ist Brite und das merkt man auch, seine Humor ist einfach herrlich!

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Wir werden verwöhnt mit Fleisch vom Grill, Salat, Eiscreme und leckere Erdbeeren, Wein (aus der Flasche, kein Karton)

Nächter Tag es regnet Bindfäden. Sharon und Stan sagen wir könnten gerne noch einen Tag hier verbringen - was sollen wir bei dem Regen schon groß machen. Morgen müssen wir aber wirklich weiter, unsere Zeit hier geht zu Ende und Alina hat immer noch keinen Wombat gesehen.

Eingestellt von Tom Travel 03:39 Archiviert in Australien Kommentare (2)

Narawntapu National Park

Da die Dickerchen!

sunny 24 °C
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Nein, es ist kein Wallaby über die Tastatur gehüpft, dieser Park heißt wirklich so.

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Hier gibt es garantierte Wombatbegegnungen. Seit Tagen höre ich mir das nun schon von Alina an: "Warum sind wir nicht nach Cradle Mountain gefahren? Da gibt es Wombats!"

Dieser Park ist allerdings für seine Wombats bekannt und so hoffe ich, dass die Beschwerden dann endlich aufhören. Die tappsigen Dickerchen rangieren auf der Niedlichkeitsskala mit den Koalas und Quokkas ganz oben. Wombats und Koalas haben gemeinsame Vorfahren. Alina meint die Wombats bestehen nur aus Hintern, um so noch putziger auszusehen.

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Es ist Spätnachmittag als wir ankommen. Camper abgestellt und kaum losgegangen sehe ich auch schon den ersten Dicken. Dann noch einen und noch einen und noch einen. Alles voll hier!

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Sie sind nicht alle auf einem Haufen aber auf der Wiese sieht man sie vom Weitem.

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Manche sind recht scheu und laufen bei Annäherung weg.

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Das sieht noch süßer aus, wie laufende Minibärchen.

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Eine Familie Riesen-Kängurus läuft uns später noch über den Weg.

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Es gibt einen Boardwalk über den Fluß, einen See und rundherum eine riesige Wiese. Mehrere km² groß. Deswegen auch so viele Grasfresser hier. Wallabys, Pademelons, Wombats tummeln sich ab Spätnachmittag. Eine Pademelongruppe hält sich immer in unserer Nähe auf. Wir schauen ihnen den ganzen Abend zu.

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Alina sieht mal wieder eine Schlange und ich bin nicht dabei - klaro. Obwohl Alina meint ich darf ich mich nicht beschweren wir haben hier in Tasmanien bereits 2 gesehen. Jeden Abend lachen sich die Kookaburras einen Ast, das gefällt uns ausserordentlich.

Eines hätten wir fast vergessen. Wir wachen in der Nacht auf weil es am Auto kratzt und klappert. Wer macht sich da mitten in der Nacht an unserem Auto zu schaffen? Wir machen die Vorhänge auf und da guckt uns ein Opossum durch die Windschutzscheibe an. Er kommt näher zur Fensterscheibe als wir ihn anleuchten. Heute gibt es keinen Wein. Dann dann klettert er auf unserer Jalousie herum und bringt sie fast zum Einsturz. Thomas muss raus in die Kälte, um es wieder zurichten, damit es nicht nachts gegen den Van schnalzt.

Diese Opossums...wie werden wir sie bald vermissen. Zusammen mit den Kängurus, Kookaburras, Wombats, Koalas, Quokkas, Wrens, u.v.a. Die Tierwelt Australiens und speziell hier in Tasmanien ist einfach unglaublich.

Eingestellt von Tom Travel 02:05 Archiviert in Australien Kommentare (4)

Cradle Mountain National Park

noch mehr Wombats!

overcast 18 °C
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Gestern Nacht war es die kälteste Nacht bisher. So kalt dass wir nicht mal raus gehen und den Sonnenuntergang fotografieren wollten, obwohl der wirklich schön aussah. Ihr sitzt bei Minusgraden nachts schön warm in in eure Häusern, wir schlafen bei 8 Grad in der dünnwändigen Betsy. Unsere dünnen Decken wärmen nicht wirklich. Es ist so kalt diese Nacht, wir ziehen alles an was wir haben. Wer will tauschen? Wahrscheinlich viele von euch. :-)

Wir haben viele Wombats gesehen, sehr viele. Nicht genug meint Alina und deswegen fahren wir heute zur dritten muss-man-gesehen-haben Attraktion hier in Tasmanien: Cradle Mountain National Park. Landschaftlich ein Leckerbissen UND noch Wombats dazu - was will man mehr?

Zunächst mal beäugt uns ein Wallaby völlig furchtlos.

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Wir fahren bis ans Ende der Strasse zum Dove Lake.

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Wirklich hübsch hier, sogar ohne Sonne. Wir wandern einmal um den See und knipsen was das Zeug hält. Hier eine kleine Auswahl:

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Dann kochen wir erstmal. Es ist noch zu früh für Tierbegegnungen und wir warten auf die Dämmerung.

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Wieder ein Wallaby, diesmal allerdings schnell auf der Flucht

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Und da sind sie wieder, Alinas Lieblinge

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Als wir schon wieder fahren wollen kommt ein sehr neugieriges Wallaby auf uns zu und Alina kann sich kaum los reißen.

Das Gespräch geht so: Mensch du bist ja ein süsser! Ja klar das bin ich!

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Hast was zu futtern?

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Stellst dich neben mich hin für ein Foto? Ach weiss nicht, was springt denn dabei für mich raus?

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Du kommst in unseren Blog vor und wirst namentlich benannt! Ja dann.. klaro!

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So, jetzt müssen wir leider weiter.

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Nein bleib hier, du bist gar nicht so übel.

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Irgendwann kann ich sie doch loseisen und wir fahren talwärts in der Hoffnung dass es da unten wärmer wird. In Gowrie Park finden wir einen schönen Platz kurz vor Sonnenuntergang.

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Für euch noch eine nette Geschichte warum manchmal Känguru, manchmal Wallaby. Wallaby ist der richtige Aboriginee Name für diese Tiere. Als die Europäer diese Tiere zum ersten Mal sahen und die Aboriginees fragten wie diese heissen sagten diese: "Kangaroo". Sprachwissenschaftler haben heraus gefunden, dass dies uebersetzt heisst: "Ich verstehe dich nicht". Nette Geschichte - wir haben herzlichst gelacht. Mittlerweile werden die großen tiere "Roos" genannt und die kleineren Wallabys. Koala heisst uebrigens: "Trinkt nicht".

Eingestellt von Tom Travel 20:33 Archiviert in Australien Kommentare (2)

Tassie - das war viel zu kurz!

Abschied von Tasmanien

all seasons in one day 28 °C
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Von Gowrie Park aus fahren wir ein paar Kilometer und besuchen Steve und Nicole in der Nähe von Railton. Die kennen uns überhaupt nicht, haben uns aber trotzdem zu sich eingeladen. Stevens Mutter Sharon hat vermittelt. Offensichtlich haben wir uns bei ihnen gut benommen, sonst hätten sie uns nicht weiter empfohlen.

Die beiden sind seit kurzem unter die Bio-Bauern gegangen und haben ihre Wohnung in der Stadt gegen eine kleine Farm mit fantastischer Aussicht, Kühen, Hühnern, einem Hund

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und viel Gemüse getauscht.

Hier bleiben wir die nächsten 2 Tage und verpassen Betsy die Grundreinigung die schon lange fällig war. Eine kleine Überraschung hat die Farm auch noch für Thomas - er hat endlich eine Schlange gesehen!

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Wir werden gut bekocht und bekommen Einblicke in das tasmanische Farmerleben.

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Steve und Nicole sind keine Vegetarier (zu Freude von Thomas) und wir schlafen mal wieder in richtigen Betten. Das heisst für uns nicht mehr so frieren, die letzten Nächte waren ganz schön kalt. Wenn die Sonne tagsüber scheint wird es sofort zu warm. Sie brennt so stark, dass man das Gefühl hat es brennt durch alle Hautschichten. Es ist auch extrem hell, ohne Sonnenbrille geht es gar nicht. Hier ist das Ozonschicht wohl auch am dünnsten.

Was gibt es noch in der Gegend? Nicht viel, außer einer kleinen Stadt mit kunstvollem Heckenschnitt - ganz nett.

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Wir treffen Landsleute aus Bayern, Stefan und Regina aus Regensburg. Schon lange haben wir uns nicht mehr so schön verquatscht. eine Einladung nach Regensburg haben wir auch schon.

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Der Verkauf von Betsy steht in ein paar Tagen an und wir sind doch etwas nervös, denn wir haben keine so richtig gute Verhandlungsposition. Das Auto muss weg und das sehr schnell. Die Flüge nach Singapur und weiter nach Manila sind schon gebucht, ganz abgesehen davon läuft unser Visum Freitag ab. Ein englisches Pärchen schreiben uns seit Tagen Emails wegen Betsy, die wollen sie unbedingt haben. Ich finde Betsy sieht unter der Konkurrenz im Internet noch am besten aus. Wir haben viele getroffen, die das gleiche Geld gezahlt haben für Autos mit mehr km und einer selbstgezimmerten Austattung. Frisch geschäumt sieht Betsy einfach unwiederstehlich aus, es fällt uns schwer. Wir trennen uns schon wieder von unserem Haushalt. :-(

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Bisher war es immer so dass wir ganz froh waren weinn es weiter ging. Tasmanien verlassen wir allerdings nur schweren Herzens. Das wäre wirklich ein Ort zum Leben - wenn nur das Klima ein wenig wärmer wäre. Nur ein paar wirklich warme Wochen hat man hier.

Wir sind fast 2500km auf dieser relativ kleinen Insel von einer Ecke in die andere gefahren.

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Strecken an die ich mich noch lange erninnern werde. Überaus freundliche Bewohner, eine unglaubliche Tier- und Pflanzenwelt. Dass Tassie der Höhenpunkt war können wir gar nicht oft genug sagen. Bye-bye, Sharon und Stan, Nicole und Steve.

Ein letzter schwermütiger Blick zurück. Wenn Alina jetzt noch ein Känguru oder einen Wombat sieht springt sie vermutlich gleich ins Wasser und schwimmt zurück. Unser Schluckspecht (Opossum) kam nicht zum Pier, der ist vermutlich bei den Anonymen Alkoholikern gelandet..

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Auch Thomas mit sein Tasmanischen Teufel fällt der Abschied nicht leicht.

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Wir haben die Nachtpassage gebucht - viel geschlafen haben wir allerdings nicht in dieser Nacht - schon um 5 werden wir zur Ankunft in Melbourne geweckt. Mir geht der Autoverkauf die ganze Zeit durch den Kopf - hoffentlich finden wir einen Käufer. Etliche Interessenten haben wir zwar aber was ist wenn die alle auf dem Absatz umdrehen weil Betsy dann aus der Nähe doch zu teuer ist. Zugegeben, die 25 Jahre sieht man ihr schon an. Aber die inneren Werte müssen doch auch zählen - oder? ;-)

Eingestellt von Tom Travel 21:50 Archiviert in Australien Kommentare (0)

Bye bye Betsy

die letzten Tage in Melbourne

sunny 23 °C
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Runter vom Boot steuern wir den gleichen Parkplatz an auf dem wir mit Eva und Udo die letzte Nacht vor der Überfahrt verbracht hatten und schlafen erst mal noch eine Runde. Bis wir von 2 Interessenten telefonisch geweckt werden. Die sind dann auch kurz später da, schauen sich das Auto kaum an und sind schon wieder weg. Zu klein für ihre Zwecke - so das Urteil. Die beiden waren eh häßlich (und ziemlich fett), denen hätten wir Betsy sowieso nicht verkauft.

Das englisches Paar ist auch unsere größte Hoffnung. Gegen Mittag fahren wir zu ihnen und es sieht so aus als ob es ihnen ähnlich geht wie uns. Sie verlieben sich in den Van. Haben schienbar zuvor auch schon viel Schrott angeboten bekommen und können die inneren Werte des professionellen Dove-Umbaus erkennen. Kaum haben die 2 zugesagt, bekommen wir noch mehr Anfragen. Betsy ist begehrt, Alina will sie gar nicht abgeben, sie hat so oft da drin gehockt und aufgeräumt und gekehrt, ich würde sagen mehr als in unserer Wohnung!

Wir werden uns schnell handelseinig. Alina fügt hinzu, wenn da irgendwas schief geht dann behalten wir Betsy und verlängern noch 3 Monate. Manchmal denke ich sie hofft es sogar! An diesem Abend wird es sehr spät auf unserem improvisierten wilden Campingplatz in Port Melbourne. Abends sitzen wir zusammen es sind 6 Deutsche, 2 Niederländer, ein Australier, ein Russe kommt auch daher, ein Franzose entkommt uns. Wir quatschen bis tief in die Nacht hinen, Thomas bis 5 Uhr morgens mit Manuel das hat zu folge dass ich ihn morgens kaum aus den Federn bekomme.

Heute muss der geplatzte Reservereifen ersetzt werden. Dafür fahren wir quer von West nach Ost durch ganz Melbourne zu einem Schrottplatz. Am Telefon hieß es das Rad wäre im Lager, dort angekommen ist man sich plötzlich nicht mehr so sicher. Warum das so ist wird auch gleich klar wenn man das Geschäftsmodell der Melbourner Ausschlachter gesehen hat. Der Schrottplatz kostet nämlich Eintritt - nur 2$, aber keine Garantie dass man etwas findet. Hat man dann etwas muss man es selbst ausbauen. Werkzeug dafür wird nicht verliehen.

Wir haben wirklich Glück ganz in der Ecke steht ein völlig verfaultes Modell unseres Van dass noch genau 1(!) guten Reifen hat. Den hole ich mir (muss den Wagen selbst aufbocken usw) bezahle das Teil und habe für heute meine Tagesaufgabe erledigt. Zurück zum Pier, heute wird gemeinsam gekocht und wieder wird es spät. Jeffrey der Niederländer ist Koch und heute gibt es alles vom feinsten. Die Jungen Leute haben eine Quelle wo man Zeugs günstig bekommt und so gibt es Shrimps, Lachs, Rippchen, wir steuern Salat und Burger für den Grill dazu.

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Eine Gruppe Australier feiert auch noch neben uns es sieht hier nach kurzer Zeit aus wie ein Strassenfest. Wenn nur der Wind nicht wäre, sobald die Sonne unten ist, muss mann sich einkleiden siehe vorher-nachher-Bild.

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Unser Koch hat sich vor Tagen den Kopf ganz blöd an den Kofferraumtür angehauen, er wurde genäht, morgen muss er fürs Fäden ziehen 80 $ zahlen. Als ich ihm erzähle dass ich es auch machen kann, ist er so hin und weg er will nicht bis in der Früh warten. Alina assistiert mit Lampe, ich rauche gemütlich und er trinkt ein Betäubungsbier, ein Bild für die Götter.

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Ich schau mir noch Jeffreys Hund an, dem fehlt ein Ohr aber damit habe ich nichts zu tun!

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Morgen früh haben wir einen Inspektionstermin, leider wieder am ganz anderen Ende der Stadt. Echt kein Vergnügen den schwerfälligen Bus Stop-and-go durch die Stadt zu bewegen. Nach über einer Stunde sind wir dort und der Mechaniker macht sich ans Werk. Wir sind gespannt was er alles findet, negative Überraschungen können wir jetzt nicht gebrauchen.
Die Reparaturen werden dann doch etwas teurer als erhofft. Der Mann ist ein Mazda-Kenner und hat Einiges gefunden und abgestgellt dass den vorherigen Kollegen bei früheren Untersuchungen entgangen ist. Gut für die neuen Besitzer, nicht so gut für unsere Werkstattrechnung. Egal, nun ist alles bezüglich Betsy erledigt und bezahlt. Nun folgt nur noch die Übergabe morgen früh.

Letzter Abend den haben wir uns eigentlich anders vorgestellt. Wir sind direkt am Strand, es gibt hier kostenlose Duschen und Klos, das ist unser Ausblick. Nicht schlecht oder?

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Erstmal kochen wir ein letztes Mal und essen zu zweit in der schönen Betsy.

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Wir wollen mit unseren neuen Clique einen letzten schönen Abend verbringen, wir haben mehr Wein gekauft... aber das liebe Wetter. Es regnet, der Wind weht so stark, wir frieren wieder wie die Schneider im australischen Sommer. Das erinnert uns an was aber woran? An den deutschen Sommer! So übel ist der gar nicht und man hat den Vorteil, dass die Winterklamotten in greifbarer Nähe sind. Woran liegt es eigentlich dass wir Australien so heiß bewerten? An den Bildern, ich meine hat schon jemand Steve Irwine mit langen Hosen gesehen? Die Australier tragen meist kurze Hosen und Sandalen und auch die Ladys laufen meist in Spaghettitops mit Flip-Flops herum. Das hat leider nichts über das Wetter zu sagen, erst recht nicht das von Melbourne die Stadt is eher dafür bekannt, dass es tägliche Temperaturstürze bis zu 15° geben kann. Immerhin leben hier auch im Sommer Pinguine, das sollte einem zu denken geben.

Reiseweisheit #8: Wo Pinguine leben ist es meist kalt

Kommt ja nicht mit euren aktuellen Minusgraden daher. Betsy hat keine Heizung wenn sie steht, keinen Kamin, und oft machen wir nachts Tee und Wärmflaschen nur um innen zu heizen.

Nächster morgen, der Wind hat aufgehört es ist relativ warm. Wir haben zwar weniger Gepäck aber es kommt uns nicht weniger vor. Tim und Becki verspäten sich, wir sitzen im Auto, gucken auf den Strand, hören traurige Musik und uns kommen die Tränen. Die Betsy-Ära ist vorbei. Jeden abend beim Betten machen sah das so aus.

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Schon wieder den Haushalt abgeben, diesmal fällt uns es noch schwerer als vor 8 Monaten. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es dieses Mal so schnell geht.

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Die glücklichen neuen Besitzer, noch lachen sie. ^^

Die Wohungsübergabe hat mehr Zeit in Anspruch genommen. Witzigerweise geht unser Haushalt wieder an Leute aus UK, so wie auch unsere Münchner Wohnung. Gruß an die Lautensackstrasse.

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Wir verabreden ein gemeinsames Frühstück am Beach mit den neuen Besitzern. Sie bekommen noch etliche Tipps von mir und Alina und gegen Nachmittag geht es zur letzten Fahrt zum Flughafen. Wir sind viel zu früh aber ohne Auto mit dem ganzen Gepäck finden wir es am besten die letzten 8 Stunden bis zum Abflug nach KL im Terminal zu verbringen.

Da fährt unser Zuhause der letzten 3 Monate

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Bye, Bye Betsy

Eingestellt von Tom Travel 07:37 Archiviert in Australien Kommentare (2)

3 Monate Australien

der Rückblick

all seasons in one day 25 °C
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Wir verbrigen viele Stunden am Flughafen und sind mal wieder von den hohen Internetkosten hier in Australien genervt. 2$ für 10 min Netz, da kommen wir nicht weit. Also lassen wir die 3 Monate mal revue passieren.

Bereits vor Weihnachten haben wir mit Janine und Flemming ein Spiel gespielt, welche Adjektive am besten zu Australien passen. Das erste was uns einfiel (unabhängig voneinander) war kalt.

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Meist haben wir es mit Humor genommen.

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Wir haben so viele Geschichten von jungen Leuten gehört, die mit kurzen Hosen und ohne Pullover hier ankamen. Die Temperatursprünge von einem Tag zum anderen sind heftig. Eine Nacht ist es noch angenehm warm und man wird von Mücken gefressen, die nächste so kalt, dass es ohne Schlafhose nicht geht. Es fühlt sich für uns an wie durchgehend Aprilwetter.

Was einem als nächstes auffält ist wie aufgeräumt hier alles ist. Besonders wenn man so wie wir aus Asien anreist, ist der Gegensatz krass. Selbst am Strassenrand ist viel weniger Müll als bei uns oder in den USA. Ein dickes Plus für Australien und seine Bewohner.

Dann kommt der Schmerz beim Bezahlen. Alles, aber auch wirklich alles ist teurer bis sehr viel teurer als in Deutschland.
Extremstes Beispiel: Ein Schachtel Zigaretten = 20€-25€. Raucher sollten ans Aufhören denken, bevor sie hierher kommen - manche Mitreisende hören trotzdem nicht auf. ;-))

Obst, Gemüse, kostet mal rund das Doppelte. Vegetarier sollten den Fleischverzicht überdenken oder mehr Budget einplanen, denn nur Fleisch ist relativ günstig. Seltsamerweise ist hier Wein billiger als Coca-Cola (natürlich der Wein in Karton, manchmal schmeckt die Cola aber besser). Bier und Spirituosen sind dagegen wieder erheblich teurer. Beim Einkaufen achten wir sehr bald auf Sonderangebote, meine Mutter wäre stolz auf mich. Wir kauften was gerade günstig war, nutzten Tankrabattscheine und haben es so tatsächlich geschafft unser geplantes Budget nicht zu überziehen.

Übernachtungen kosten unglaublich viel. In Mehrbettschlafsälen oder mit eigenem Auto auf dem Campingplatz kostet mehr als ein ordentliches Doppelzimmer mit Frühstück in Bali oder Thailand. Benzin liegt zwischen 1,10-1,50 uns ist somit meist billiger als bei uns. Bei den riesigen Entfernungen nur ein schwacher Trost. Wir haben in Perth angefangen und in Melbourne am Ende 17.500km auf Betsys Tacho gefahren.

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Womit wir beim vierten Adjektiv wären: Groß. Australien ist groß, sehr groß. Das macht es zu einem sehr exklusiven Reiseziel. Es genügt nicht viel Geld mitzubrigen, man braucht auch eine Menge Zeit um die Distanzen zu bewältigen. Viel Zeit und viel Geld - eine Kombination die nur die wenigsten Urlauber haben.

Die weiteren Top-Adjektive: windig,

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tierreich,

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besonders in den schönen vielen Nationalparks,

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heiß (leider zu selten), wohlriechend, vogelbunt, blumig.

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Die Highlights

Margret River & Cave Road - mit dem schönsten Campingplatz (zusammen mit Cook Campsite in Bruny Island, Tasmanien)

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Lucky Bay & Esperance - für uns die schönste Bucht der Welt

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The Grampians National Park

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Sydney das Silvester Feuerwerk

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Tasmanien (alles dort außer in Bruny die Bootstour!!) - nicht nur das Highlight dieser Australien Reise, sondern das Highlight der ganzen 7 Monate bis jetzt und aller unserer bisherigen Reisen. Die Erwartungen waren sehr hoch, diese Insel hat alles erfüllt. Wer Tasmanien nicht in seinen Australien Trip einplant ist selbst schuld. Für mich rangiert diese Insel gleichauf mit Big Island Hawaii auf Platz 1 aller Reiseziele.

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Eingestellt von Tom Travel 00:48 Archiviert in Australien Kommentare (6)

mit alinaM in Manila

Der lange Tag

sunny 30 °C
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Alina hat versucht die 12 bestellten Quokkas, 3 Wombats, das Knuddel-Känguruh und unser Besoppum (besoffenes Opossum) mitzunehmen, aber der australische Zoll war dagegen. Nur Fluffy durfte mit, der ist quasi schon Deutscher und hat Weltreiseerfahrung. Unser Blog wird demnächst weniger tierisch werden.

Heute wird ein extrem langer Tag für uns werden. 3 Flüge innerhalb von 24 Stunden, das ist sogar für uns Rekord. Warten, Einchecken, Fliegen, Auschecken, Warten - mein Bedarf an Flughäfen ist für lange Zeit gedeckt. Auf dem Flug von Melbourne nach KL haben wir den Äquator auf dieser Reise zum 6. Mal überquert. In Kuala Lumpur angekommen, riecht alles nach Asien, die Sonne wärmt uns, es ist herrlich. Kostenloses Internet und Stationen zum Aufladen des Elektrozeugs, günstiges Essen sogar am Flughafen, was will man mehr?

Die Klippen der Airlines beim Check-In bezüglich Zahl der Gepäckstücke, Maximalgewicht und Handgepäcksbeschränkungen umschiffen wir mittlerweile souverän. In Singapur hat JetStar etwas Neues für uns auf Lager. Sie wollen ein Weiterflugticket sehen mit dem wir beweisen, dass wir auch wirklich vorhaben die Philippinen wieder zu verlassen.

Diese Bedingung ist uns bekannt. Praktisch jedes Land besteht zumindest auf dem Papier auf einem solchen Dokument. In Zeiten elektronischer Buchungen ohne Papierbelege wurden wir allerdings bisher noch nie danach gefragt. Bis jetzt. Ich versuche einen Bluff und sage der Dame wir haben einen bestätigten Rückflug in unserer Email und hoffte das würde nun genügen. Nichtsda - sie will die Email sehen. Verdammt! Rückzug ist angesagt. Naja, so wirklich fest ist nichts gebucht, gebe ich zu. Na dann sollen wir mal eben einen Flug buchen, meint sie. Wenn wir ein Ticket haben dürfen wir wieder kommen. Nur gut dass es noch 2 Stunden bis Abflug sind.

Wir packen den Laptop aus, loggen uns ins WiFi ein und finden einem günstigen Flug Manila-Singapur Ende März. Das extrem Ärgerliche daran ist, dass wir uns weder auf einen Tag noch auf das Ziel festlegen wollten. Diese schöne Wahlfreiheit werden wir nicht wegen den paar Euro aufgeben die uns dieser blöde Flug gekostet hat. Es sieht nun so aus als ob wir diesen Pro-Forma-Rückflug verfallen lassen werden. Es gibt so viele interessante Ziele, die man von den Philippinen aus ansteuern kann. Außerdem kann es ja sein, dass es uns dort so gut gefällt und wir bis Ende Mai dort bleiben wollen.

Pünktlich um 8 Uhr Abend landen wir. Es ist bereits stockdunkel. Die langen hellen Abende in Südaustralien sind nun vorbei. Kurze tropische Tage sind nun angesagt. Es ist warm - endlich wieder warm. Herrliche 26°. Der erste Eindruck von der Stadt ist gar nicht mal so übel, allerdings nervt uns der Verkehr so sehr, dass wir uns vom Taxifahrer in ein etwas besseres, allerdings auch doppelt so teures Hotel fahren lassen. Wir haben die Adresse des Hotels das wir uns für die erste Nacht ausgesucht hatten verloren und bei dem Verkehr keine Lust mehr weiter zu suchen.

Das Zimmer ist so lala, die Gegend..naja. Ich frage den Taxifahrer ob es hier eine gute Gegend ist und will eigentlich wissen, ob es einigermaßen sicher ist abends raus zu gehen. Er meint, "Jaja - viele Prostituierte hier - gute Gegend!"

Wer will es ihm verübeln, gibt es doch nur eine Sache für die Manila wirklich bekannt ist und das ist seine Rotlichtszene. Wir wagen uns hinaus und gehen in eine Kneipe um die Ecke - G-Point heißt sie. Alina braucht bis zum nächsten Tag bis ihr ein Licht bezüglich des Namens der Bar aufgeht.

Mit wenigen Ausnahmen (wir!) sitzen und stehen männliche Touristen weit jenseits der 50 und Philippinas unter 25 um die Tische. Es gibt billiges Bier und grottenschlechte Livemusik. Vorgetragen von einem gelangweilten Keyboarder und 3 lustlosen Sängerinnen. Wir kommen uns völlig fehl am Platze vor und suchen bald das Weite.

Für den nächsten Tag haben wir eine ziemlich lange Liste von Dingen die wir erledigen müssen. Ein neues Zimmer suchen steht ganz oben. Wir finden das Hotel in das wir eigentlich gestern schon wollten. Das Beste dort - Free WiFI! Endlich wieder Internet ohne Einschränkungen. Die Zimmer dort sind winzig klein. Der Vorteil daran, viel auspacken können wir nicht, da kein Platz ist und es keine Schränke gibt. 2x2 Meter - das versteht man hier scheinbar unter artgerechter Backpackerhaltung. Betsy war geräumiger.

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Dafür ist die Lounge auf der Dachterasse spitze! Dort sitzen wir bei lauwarmen Temperaturen den ganzen Nachmittag, schauen über die Manila Bay und erledigen online was schon längst gemacht werden mußte.

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Wir bekommen vom Internetsurfen schon viereckige Augen, da meldet sich der Hunger. Direkt gegenüber ist eine Kneipe die genau in unser Beuteschema passt. Versifft mit Falangs. Leser unseres alten Blogs werden vielleicht noch wissen was gemeint ist. Für die neuen hier eine kurze Erläuterung. Das beste und günstigste Essen bekommt man in Asien oft in Restaurants die nicht so piekfein ausssehen und in denn viele Touristen (in Thailand Falangs genannt) sitzen.

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So auch hier. Der Hauptgang ist einwandfrei und als Nachtisch eine sensationell gute Mango. 0,60€ für eine Flasche Bier, 0,80€ für eine Schachtel Zigaretten - hier machen die Laster wieder Freude.

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Das Tragen von Schusswaffen ist hier auf den Philippinen legal. Daran merkt man die Verbundenheit zu den USA nach dem 2. Weltkrieg. Solche Schilder an den Türen zu vielen Gebäuden geben einem dann doch gleich wieder ein gutes Gefühl der Sicherheit.

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Nächster Tag und weitere Dinge auf unserer To-Do-Liste werden abgearbeitet. Manchmal fühlt es sich nicht wie Urlaub an. Wir kaufen eine lokale SIM-Karte (ohne Telefon geht irgendwie nichts mehr), einen neuen Reserve-Akku für die Kamera, eine neue Sonnenbrille (schon wieder eine futsch) und versuchen die Weiterreise zu buchen.

Gar nicht so einfach. Die Reisebüros verkaufen nur Komplettpakete oder Flüge. Wir wollen aber nur per Bus und Fähre erstmal nach Puerto Galera auf Mindoro. Ein Local will uns zu seinem Hotel schleppen, das brauchen wir nicht, aber weil er schon mal da ist frage ich ihn wegen dem Transport. Es stellt sich heraus, dass jeden Tag morgens ein Bus genau vor dem Hotel abfährt in dem wir die erste Nacht verbracht haben. Das heisst morgen früh müssen wir wieder ein Taxi organisieren und den selben Weg zurück. Grmpf!

Der Bus fährt schon um 8 Uhr - früh aufstehen auch noch - das ist ja wirklich fast wie Arbeit hier. ^^

Eingestellt von Tom Travel 03:20 Archiviert in Philippinen Kommentare (3)

Sockenwetter

wieder was gelernt

rain 20 °C
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Heute habe ich in Manila eine weitere Lektion für leichtsinnige Touristen erhalten. Vor der Abfahrt auf der Straße noch einige Fotos gemacht. Ein kleiner Junge und ein alter Bettler stehen an unserem abfahrbereiten Bus, schauen zu und halten die Hand auf. Dem Alten drücke ich ein paar Münzen in die Hand, der Kleine geht leer aus. Kinder bekommen grundsätzlich nie etwas von mir.

Beim Einsteigen wird der Kleine noch mal aufdringlich und drückt sich an mich heran. Einen Moment abgelenkt denke ich mir erstmal nichts dabei. Bis wir dann am Hafen in die Fähre umsteigen wollen. Gewohnheitsmäßig klopfe ich auf die kleine Hüfttasche in der meine Digicam steckt - Schreck! leer! Die kleine Mistkröte hat mir doch glatt das Ding im Gedränge rausgezogen. Wieder 100g weniger Gepäck. Meine Sonnenbrille ist auch schon länger weg, unsere "Weg-Liste" wird immer länger. Eine neue Sonnenbrille hab ich aber bereits, Ersatz für die Kamera muss noch beschafft werden.

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Es hätte schlimmer kommen können. Alle Fotos bis auf die 2 letzten haben wir im Backup. Außerdem wollte ich sowieso eine neue bessere Digicam haben. Die Qualität der Bilder waren im Vergleich zu denen, die ich auf Alinas Kamera gemacht habe totaler Schrott und wasserdicht war sie auch nicht.

Es kam uns teilweise in Australien vor als würden wir von einer Regenwolke verfolgt. Wir haben das Schlechtwetter das uns seit Wochen verfolgt ausgetrickst. Durch die Zick-Zack-Fliegerei haben wir es abgehängt - dachten wir. In Singapur und die ersten 2 Tage in Manila war echt klasse Wetter. Nun hat unsere Wolke uns wieder gefunden. Wir kommen am Strand von Puerto Galera bei Nieselregen an. Wenigstens regnet es hier warm.

Abends gehen wir erst mal schön essen.

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Das ist eines der letzten Bilder als Alinas Kamera noch funktionierte.

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Ich möchte am nächsten Tag das Schlechtwetter fotografisch festhalten, immer nur die Schönwetterbilder im Blog ist auch gelogen.
Mist, Akku leer. Aber wir haben ja den frisch gekauften Reserveakku, der ist allerdings leer. Und das bleibt er auch. Das Ding ist kaputt von Anfang an und läßt sich nicht laden. Dann halt den alten Akku aufladen. Gesagt getan, nur jetzt zeigt die Kamera wieder den alten Belichtungssteuerungsfehler und läßt sich nun auch im manuellen Modus nicht mehr bedienen.

Jetzt haben wir gar keine Kamera mehr, außer das Handy. Es ist zum Kotzen. Wenn es viel Unglück in einem Gebäude gibt, dann sollte man etwas opfern, z.b. dem Gott der Erde auf der man gebaut hat. Bevor man das Meer überquert sollte man etwas dem Wasser opfern. Gibt es schlechtes Karma mit Elektrogeräten? Haben wir in vorherigen Leben Edison in der Schule verprügelt? Lieber Elektronikgott wir haben dir so viele Opfer gebracht, bitte verschone uns in Zukunft!

Zur Kameramisere gibt es Sockenwetter.

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Alina friert schon wieder. Es ist auch am dritten Tag bewölkt und abends regnet es ohne Unterlass was runtergeht. Die Temperaturen sinken auf inakzeptable 20°. (Jetzt wird uns sicher wieder Jammern auf hohem Niveau vorgeworfen)

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Im Februar regnet es hier im Schnitt 2 Tage pro Monat - die haben wir schon mal weg. Anscheinend kriegen wir die vom März auch noch aufgebrummt. Die warmen Sachen die wir ganz unten rein gepackt hatten und von denen wir dachten, dass sie da bis Schottland bleiben werden wieder hervorgekramt. Langärmlig und mit Socken sitzen wir auf der Terrasse. So haben wir uns das nicht vorgestellt. Unsere Gastgeberin hat einen Tauchladen, aber bei dem Wetter ist uns nicht nach Tauchen.

Es hilft alles nichts, hier auf der Insel kann mann keine gescheite Kamera kaufen. Die nächsten Wochen ohne Kamera geht gar nicht. Palawans Strände sollen der absolute Hammer sein, deswegen sind wir ja hier. Mit dem Handy brauchen wir das nicht zu fotografieren. Thomas muss zurück nach Manila und Ersatz besorgen. Ab nun gibt es vorerst mal nur Fotos von unserem Handy.

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Bei Sonnenschein sieht es hier gar nicht mal so übel aus. Hier der Ausblick beim Frühstück.

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Dann gibt es hier noch die weltweit besten Mangos. Alina ist verzückt.

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Heute ist Valentinstag, das Wetter endlich besser und wir gehen zur Feier mal in eine Bar mit Live-Musik. Die beiden Bands sind erstaunlich gut. Das Publikum besteht wieder zumeist aus alten Säcken die zuhause nichts abbekommen. Nicht wirklich unser Publikum. Daran werden wir uns hier wohl gewöhnen müssen. Genauso wie an die Fahrten in den Cheepneys - ehemals umgebaute US-Armee-Jeeps die nun für den Nahverkehr eingesetzt werden. Nichts für Sitzriesen wie mich.

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Eingestellt von Tom Travel 01:29 Archiviert in Philippinen Kommentare (3)

Die kleinen Dinge

No way Jose!

sunny 30 °C
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6 Nächte haben wir in Sabang Beach verbracht. Ganz schön lange, einer der längsten Aufenthalte der ganzen Reise an einem Ort. Gemacht haben wir in der Zeit nichts. Außer uns von der Terasse aus den Regen anzuschauen,

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Wir dürfen erst wieder meckern wenn uns die Schuhe oder Fluffy verschimmeln. (siehe Kommentare.. ;-) Kein Tauchen, kein Baden, nicht einmal den Zeh ins Meer eingetaucht. Wir nutzen eifrig das überall vorhandene kostenlose Internet (sogar in Bussen gibt es das hier). Alina arbeitet an ihrer Homepage, ich arbeite an meinem Angry Bird Highscore.

Vorgestern war ich in Manila, hin- und zurück 12 Stunden Reise mit Boot, Bus und Taxis. Der Grund – unser Kameramangel. Im Internet habe ich einen Shop gefunden der die Nikon D5100 (das Nachfolgemodell unserer defekten) auf Lager hat. Das sportliche an diesem Trip war es, alles an einem Tag zu erledigen und die letzte Fähre zurück zu erwischen.

Die Fähre fuhr früh morgens gleich mal mit einer halben Stunde Verspätung los. Bus nach Manila, Taxi zum Shop – ich war fast wieder in der Zeit. Dort haben ich mir auch gleich noch Ersatz für die gestohlene Digicam ausgesucht. Nun kam der Haken – die wollten Bargeld sehen. Kreditkarte wird nur gegen horrenden Aufpreis akzeptiert.

Dann muss ich mir die Scheine halt aus einem der vielen Geldautomaten ziehen, die hier im Einkaufszentrum herumstehen. 4 Kreditkarten habe ich dabei, das sollte doch kein Problem sein. Die Maschinen haben allerdings Limits. Pro Tag, pro Karte, pro was-weiß-ich. Ständig verweigern die Dinger mir die Geldausgabe. Nun beginnt eine Odyssee von einem Automaten zum anderen, dort jeweils alle 4 Karten durchprobiert. Jedes mal wenn eine der Kisten ein paar Scheine ausspuckt, komme ich mir vor wie ein Gewinner. So etwas dauert. 2 Stunden insgesamt, bis ich endlich den Betrag für die beiden Kameras beisammen habe.

Mittlerweile ist es 2 Uhr nachmittags, das letzte Boot fährt um halb 5. Kaum noch zu schaffen. Ich mache mich auf den Rückweg. Taxi ist nicht zu bekommen, denn es regnet aus Kübeln. Wie in allen Großstädten der Welt lösen sich auch hier in Manila freie Taxis bei Regen auf. Nach einer halben Stunde bekommen ich endlich eins. Taxi zum Bus, Bus zum Fährhafen durch den Rush-Hour Stau der mittlerweile eingesetzt hat. Keine Chance die Fähre noch zu kriegen.

Um Viertel vor 5 komme ich am Pier an. Wie zu erwarten ist das letzte Boot nach Sabang weg. Übernachten hier? Doch nicht. Es geht ein allerletztes Boot nach Puerto Galera, nur 5 km weg von Sabang Beach. Das kriege ich gerado noch. Das letzte Stück zurück zu Alina mit dem Mopedtaxi. Sie bewundert meine Beute und ist sofort neidisch auf die neue Kamera. Sie wird mit der alten verglichen und auf einmal funktioniert die alte Kamera wieder, der Fehler ist weg. Kruzefix und Birnbaum!

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Das darf doch nicht wahr sein! Die Freude währt allerdings kurz, bereits am nächsten Morgen spinnt die Kamera wieder. Jetzt packen wir sie endgültig weg! Unten erste Versuche der neuen Digi-Cam. NIcht so doll, aber das wird schon noch.

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Einen Tag brauche ich zum Ausruhen dann geht es weiter an die Südspitze von Mindoro, nach San Jose. Natürlich mit dem Jeepney, Alina lacht sich immer kaputt wie eingequetscht ich darin aussehe.

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Zwerge passen sogar mit Hut hinein.

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Mindoro ist eine seltsame Insel. Nahe an Manila gelegen sollte man meinen, dass es dort mehrere Tourismuszentren gibt. Dem ist nicht so. Außer der Halbinsel um Puerto Galera ganz im Norden, existiert der Rest der Insel touristisch quasi nicht. Dabei ist sie gar nicht mal so klein (150 auf 300km schätze ich mal). Wir müssen ans andere Ende. Das wird ein ziemlich spannender Trip, denn wir wissen gar nichts. Nicht wie wir dorthin kommen, nicht wo wir dort übernachten und vor allem nicht wie wir da wieder weg kommen. Ihr könntet nun fragen was wollt ihr dann dort?

Wir vermuten dass es von dort eine Fährverbindung nach Coron geben könnte. Das liegt auf halbem Weg nach Palawan (unserem eigentlichen Hauptziel hier auf den Philippinen für die die es vergessen haben sollten). Internet und Reiseführer gaben diesbezüglich keine oder widersprüchliche Informationen. Einheimische die wir im Norden der Insel befragten hatten auch keine Ahnung was da unten im Süden an Booten fährt.

Deswegen fahren wir mal eben dahin. Es wird ein langer holpriger Trip im Minibus. Da werden Turda Erinnerungen wieder wach.

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Mit 18 Personen gilt so ein Bus hier als voll und abfahrbereit. Dreimal umsteigen und gut 8 Stunden später kommen wir in San Jose an. Es ist bereits dunkel und es gibt gerade einen Stromausfall in der Stadt. Wir sind dankbar als uns der Minibusfahrer direkt vor einem Hotel absetzt. Mit dem ganzen Gepäck durch die finstere Stadt auf Zimmersuche – nicht was wir uns gewünscht hätten. Wir sind also da und haben eine Übernachtungsmöglichkeit. Bleibt nur noch die Frage wie kommen wir morgen hier weg und an unser eigentliches Ziel?

Es ist immer das Gleiche Spiel in der Welt. Kommst an einen Touristenort, weiß jeder sofort was du willst und schiebt dich in die richtige Richtung. Kostet allerdings meist auch ein wenig mehr. Kommst wohin wo keine Touristen sind, mache dich auf ungläubige Gesichter gefasst wenn du deine Wünsche äußerst. Die einfachsten kleinen Dinge werden schwierig. Bestelle mal abseits der ausgetretenen Pfade in Asien eine Diet-Coke – keine Chance!

Wir fragen an der Rezeption nach einer Fähre nach Coron oder El Nido, Palawan. Die Frage zündet nichts. die beiden Damen haben keine Ahnung. Allerdings könnte ein Tricyclefahrer es wissen. Diese sind zwar sozial nicht hoch angesehen, gelten aber hier als Quell des Wissens.

Wir gehen essen und die Damen an der Rezeption versprechen danach die Info von den Tricycle-Weisen erfragt zu haben. Zurück frage ich erneut und nun heißt es morgen früh um 4 geht ein Boot. Um 4?! Um 3:30 würde man uns wecken. Was sind denn das für unchristliche Uhrzeiten in diesem katholischen Land?

Wir haben uns bereits mit der sehr kurzen Nacht abgefunden, da klopft es an der Tür. Ein anderer Tricyclefahrer , den ich vorhin selbst an der Strasse angesprochen hatte, steht vor der Tür und berichtet es gibt kein Boot morgen. Erst am Dienstag um 9 fährt eines.

Werden wir nun um halb 4 geweckt und fahren zum Hafen, wie der eine Tricyclefahrer sagt? Oder bleiben wir liegen und beschäftigen uns die 3 Tage bis Dienstag hier in der Gegend? Auflösung im nächsten Blogeintrag.

Eingestellt von Tom Travel 00:28 Archiviert in Philippinen Kommentare (3)

Die kleinen Dinge II

Dosenfutter, Ei und pinke Würstchen

sunny 30 °C
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Die Klimaanlage in unserem Zimmer geht immer wieder von selbst aus. Wir werden nachts 3 mal wach weil es zu warm wurde. Alina schaltet sie jedesmal wieder ein. Grund hier für ist nicht etwa ein raffinierter Stromsparmechanismus sondern schlichtweg die ständigen Stromausfälle hier.

Um halb 4 hat keiner geklopft um uns zu wecken. Scheinbar ist hier nun allgemeiner Consens, dass erst am Dienstag ein Boot geht und es nichts bringt die Touristen mitten in der Nacht an den Hafen zu karren. Gut ausgeschlafen geht es erstmal raus zum Frühstücken. Kaum aus der Tür, treffen wir einen Österreicher, der das gleiche Problem hat wie wir. Gestrandet bis Dienstag, dann geht das Boot nach Coron. Das hat er aus erster Hand direkt am Hafen erfragt.

Das Frühstück wird ein Debakel. Eigentlich hätte man das filmen sollen. Alles auf der Speisekarte ist auf philippinisch, außer Ei mit Toast, aber das können wir schon langsam nicht mehr sehen. Wir fragen den recht jungen Kellner ob er uns die Speisekarte übersetzen kann. (Nun folgt eine Fortsetzung von Gestern) Er guckt uns an: "Wie ihr wisst nicht was Digranhgtzxrgs ist?" Nee, für uns hört sich das an wie Digranhgtzxrgs und kennen tun wir es auch nicht. Der Kellner ist ratlos, ich bin kurz davor zu lachen. Thomas geht volles Risiko und deutet einfach auf eines der 10 philippinischen Frühstücksgerichte.

Ich frage: "Ist das mit Fleisch?",
Er sagt "Ja, Schwein."
"Gibt es etwas ohne Schwein?"
"Digranhgtzxrgs!"
Thomas fragt: "Was für ein Tier ist denn in Digranhgtzxrgs?"
"Pork!"

Ich muss mich zusammenreissen um nicht loszuprusten, der König der Raffnixe steht leibhaftig vor uns! Oder sind wir die Raffnixe? Wir fragen erneut nach etwas ohne Schweinefleisch und er zeigt diesmal auf etwas anderes. Thomas bestellt sich das.

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Er bekommt, Ei, Reis und pinkfarbene Würtschen. Was das für Fleisch ist? Wissen wir immer noch nicht, aber Hühnchen ist es nicht. Warum wir kein Pork wollen? Hier gibt es ständig Stromausfälle (s.o.), Kühlungen fallen aus, da sollte man mit Fleisch von großen Tieren vorsichtig sein.

Egal, ich war ja schlauer und habe mir einen Fruchtsalat und ein Mangosaft bestellt. Der Saft kommt in einer Dose. Als ich frage ob sie keinen frischen Saft haben, lacht der Kleine mich fast aus. Nestle hat dieses Land fest im Griff.

Schon als Thomas vor über 20 Jahren zum ersten Mal hier war hat er sich darüber geärgert, dass Früchte und Säfte fast nur in Konserven angeboten werden, obwohl hier überall alles frisch am Baum hängt. Daran hat sich nichts geändert. Warum auf einen Baum klettern wenn das Zeug so praktisch haltbar im Supermarktregal steht?

Übrigens, der Fruchtsalat ist eine halbe Espressotasse mit gefrorenen Dosenfrüchten in Sahne. Urgs!

Thomas muß seit 1 Monat dringend zum Friseur. In Australien wollte er nicht, er wollte warten bis er für 3€ seine Haare geschnitten bekommt + Kopfmassage. Gesagt getan, hier gibt es sogar eine Rasur dafür obendrauf.

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Er hat sich ganz nett mit dem Friseur unterhalten. Die Filipinos hier sind ausgesprochen hilfsbereit und extrem freundlich. Nach einigen Minuten weiss Thomas wo wir evtl. unser Visum verlängern lassen können und wie die zuständige Dame heisst. Morgen können wir direkt hin. Das war ja einfach! Wir unterhalten uns mit dem Figaro über die vielen Stromausfälle. Er meinte in seiner Straße passiert das nie, da sie da 2 Leitungen haben. Kurz danach Vorführeffekkt - Strom geht aus. Er meint lächelnd heute seien wohl beide Leitungen ausgefallen. Soviel zum Thema redundante Anbindung.

Dass das bei Datenanbindungen nicht immer funktioniert - daran kann ich mich noch dunkel erinnern, für Strom war mir das neu.

Wir schauen uns ein wenig in der Stadt um. Den Markt lasse ich mir entgehen, denn der stinkt wie noch kein anderer. Es riecht nach Fisch, Fleisch. Ich sehe sogar eine Katze die Nase rümpfen. Eines war dann doch sehr nett, ein Mann der mit seinem Kalb spazieren geht..

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Mit einem Trycicle lassen wir uns ein wenig rumfahren,

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Es gibt hier wirklich nichts zu sehen. Keine anderen Touris, der Österreicher schient ausser uns der einzige Versprengte zu sein der sich hier in der Stadt aufhält.

Das Abendessen ist aber gar nicht übel immerhin gibt es Thunfischsteaks. Ich frage nach einer Zitrone und bekomme erstmal nichts. Ich frage noch 2 mal, jetzt muss sich jemand was einfallen lassen. Der Kellner sieht schon total fertig aus, nach dem Motto "Was will die bloss?". Wir sagen, Lemon, Citron, green, zeigen das Auspressen. Es zündet bei ihm, er gibt uns Zeichen - jetzt weiss er was ich meine. Ich gucke ganz schön blöd als ich anstatt Sojasosse mit Balsamico bekomme. Spontan entschliesse ich mich lieber diese zu nehmen, denn mein Fisch ist eh schon fast aufgegessen.

Am nächsten Morgen versuchen wir ein besseres Hotel am Beach zum Frühstück. Die Angestellten sind erstarrt vor Schreck, dass Touris hier frühstücken wollen die gar nicht im Hotel übernachtet haben. Also versuchen wir es mal wieder: "Frische Früchte?" Ja, sie haben grüne unreife Mangos, sie zeigen sie uns sogar. "Frische Säfte?" Immerhin gibt es Saft von Minizitronen. Dazu Tee, Kaffee und Pfannkuchen aus einer Backmischung.

Derart gestärkt fahren wir zum Immigration Office. Um 10:30 kommen wir da an. Keiner da. Angeblich sind alle in Mittagspause noch 1 Stunde. Um halb 11 Mittagspause - nicht schlecht. Seltsam, dass die hier vor 12 aus der Pause zurück sind. Die Frau am Eingang sagt ich hätte recht, es sei besser wenn wir erst um 1 kommen, da wären die zurück aus der Mittagspause.

Mist, wir lassen uns zum Frühstückshotel am Beach zurück fahren. Die haben Internet zum Zeitvertreiben. Auf den Weg sehe ich eine Frau die in ihrer Hütte eine frische Melone ißt ich werde woll neidisch, das gute Zeugs gibt es nur für die Armen, die Besseren essen Dosen. Pünktlich deutsch um 1 Uhr lassen wir uns von Tricycle zurück bringen. Die Tür zum Immigration Office ist immer noch zu. Nun heisst es wegen Stromausfall seien die Beamten nach Hause gegangen. Wir können es aber gerne morgen noch mal versuchen. Grmpf! Beamter auf den Philippinen - wo kann man sich bewerben? Die arbeiten zwar auch ihre 8 Stunden, allerdings auf die ganze Woche verteilt.

Morgen werden wir dann also das Boot nach Coron nehmen und es auf Palawan erneut versuchen unser Visum zu verlängern. Nochmal wollen wir denn Stress mit überzogenem Visum nicht haben. Noch haben wir 10 Tage Zeit...

Eingestellt von Tom Travel 07:22 Archiviert in Philippinen Kommentare (2)

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