Reise blog von Travellerspoint

Januar 2012

Happy New Year!

Planlos zum Mega-Ereignis

sunny 30 °C
View RTW Reloaded 2011-2013 auf Tom Travel's Reise-Karte.

Die Gründe warum wir unsere Tagesziele mitunter nicht erreichen sind zum Teil sehr sonderbar. Wir nehmen uns immer Zeit für wichtige oder unwichtige Sachen, aber ehrlich auf das Bild können wir mitsamt Fluffy nicht verzichten.

large_DSC_1128.jpg

Wir haben es heute nicht bis Bratwurst, äh Bathurst geschafft. Grund dafür war ein Aldi und ein McDonalds in Cowry. Cowry sollte man sich merken. Mitten im Nirgendwo, allerdings ist das Nirgendwo hier sehr ansehnlich. Schon lange (im Sinne von gefahrener Strecke) hat uns keine Gegend mehr so gut gefallen wie diese hier. Außerdem hat es einen Golfplatz mitten in der Stadt, einen McDonalds (sogar mit Steckdose) und einen ALDI – quasi für jeden was dabei. Im ALDI bekommen wir bei den günstigen Preisen einen kleinen Kaufrausch. Wir kaufen einen Packen Brezeln. Später stellen wir fest, die sind zum aufbacken. Blöd, denn ein Backofen haben noch nicht einmal die Campingplätze.

Kein Wort zu Cowry im Reiseführer, hier fährt normal auch kaum ein Tourist entlang. Wir machen unseren Blog fertig und fahren noch ein Stück weiter bis zum Blayney Tourist Park 40km vor Bathurst. Knapp 900 Meter hoch gelegen hat es hier etwas von Mittelgebirge. Es ist die kälteste Nacht bisher, aber dafür gibt es heute keine Mossies.

Die letzte Etappe morgen bis Sydney ist länger als geplant und wir sind kaum auf Silvester vorbereitet. Wir haben von Kent, den wir beim Tauchen in Indonesien kennengelernt haben, Tipps zum Feuerwerk gucken bekommen. Es soll einen super Platz in der Nähe des Zoos geben. Tja, wer Kent kennt, kennt so viel mehr - alles klar?
Da wir das Gelände um den Zoo vor 3 Jahren gesehen haben, können wir uns den Platz ungefähr vorstellen. Wie voll es dort sein wird, ob es noch Parkplätze geben wird und wo wir den Rest der Nacht schlafen können - wir haben keinen blassen Schimmer.

Am nächsten Tag sind wir wieder viel zu spät dran. Warum hetzen wir? Es ist der einzige fixe Termin den wir seit Anfang unserer Reise haben. Jetzt so kurz vor dem Ziel wollen wir es nicht verpassen. Ich kenne ein Pärchen, die eine Autopanne vor Silvester hatten und deswegen ein paar hundert Kilometer vor Sydney aufgeben mussten.

Wir sind noch später dran als wir dachten, denn wir haben auch noch die Zeitverschiebung vergessen. Bei unserer Reise von Küste zu Küste, quer über den Kontinent sind wir über 3 Zeitzonen gefahren. Gestern sind wir mal wieder über eine gefahren und haben dadurch wieder Zeit verloren. Dann haben wir vergessen nach dem Feuerwerk zu googeln, denn in Sydney gibt es mehrere Feuerwerke in der Silvesternacht. Eines um 24 Uhr, aber wann die anderen? Wir haben vergessen die Zoo-Gegend über Google View anzusehen. Wir wollen im Auto schlafen und ein Klo in der Nähe wäre ja nicht schlecht. Wir haben vergessen was Alkoholisches zum Anstoßen zu kaufen. Später stellen wir fest, dass Alkohol überall an öffentlichen Orten verboten ist – auch an Silvester!

Aiaiaiii – nur noch 10 Stunden bis Silvester und noch 110 km durch die Blue Mountains + Sydney und Stadtverkehr. Eines ist klar, zu Fuß können wir es nicht mehr schaffen falls Betsy, unser Auto, schlappmacht.

Wenn's pressiert Zeit lassen sagt ein bayerischer Spruch, also machen wir Mittagspause. Es gibt Wurstsalat und Brezeln, die auch ohne Backofen himmlisch schmecken.

5IMG_0165.jpgDSC_1147.jpg

Wir fahren durch die Blue Mountains - wunderschön aber wir müssen weiter. In Lithgow kaufen alles was wir für heute abend brauchen. Endlich alle wieder im Auto, Einkäufe verstaut, (bei einem vollgepackten Minibus nicht so einfach an den Kühlschrank zu kommen) es könnte weiter gehen, aber einer muss aufs Klo. Immer wieder anhalten wegen dies und das. Arghs!

Gegen 18 Uhr erreichen wir Sydney. Das Wetter ist herrlich, wir verfahren uns (klar!) aber so fahren wir bei Tageslicht noch über die Harbourbridge. Am Zoo angekommen staut es sich, alles großräumig abgesperrt. Die Veranstaltung nur mit Ticket, Alkohol verboten. Ein Parkplatz suchen auch viele andere (Frechheit!) die sich hier viel besser auskennen. In der Stadt Campen ist in Australien nicht erlaubt. Wie wir zu viert im Auto schlafen wollen ist auch nicht klar, aber um so etwas können wir uns jetzt nicht kümmern. Einen Parkplatz neben der Kirche fällt uns auf, den müssen wir nehmen. Flemming entdeckt, dass die Kirche ihre Klos im zugänglichen Hinterhof offen hat! Hallelujah, das ist mal eine positive Nachricht. Zu Fuß sind es noch 2km zum Zoo. Dort angekommen sieht es schlecht aus. Der Blick auf Hafen, Oper und Brücke wird durch Hecken versperrt. Eine Axt haben wir im Auto, aber das steht jetzt weit weg und die Polizei wäre sicher nicht einverstanden wenn wir eine Axt auspacken und Büsche weg hacken. Silvester hinter Gittern? Wenn die da Fenster haben mit Blick auf die Brücke würden wir uns schon darauf einlassen, wir befürchten aber dass die uns den Alkohol wegnehmen.

Endlich wir finden wir einen kleinen Platz ohne Hecken. Dort ist es aber schon ziemlich beengt und die Sicht ist nicht die beste. Depriphase, so haben wir uns das nicht vorgestellt. Gibt aber noch ein nettes Bild.

large_0DSC_1158.jpg

Thomas und Flemming werden als Scouts geschickt um etwas Besseres zu finden. Einige Zeit später kommen die Männer und erzählen von einen super Platz der noch relativ leer ist. Wie um diese Uhrzeit? So ein Platz? Ob Thomas schon was getrunken hat? Auf den Weg sehen wir die Sonne das letzte Mal 2011 über Sydney untergehen.

large_IMG_0194.jpglarge_6DSC_1161.jpg

Es gibt auch eine kleine Flugshow, hier ist was geboten.

large_4DSC_1163.jpg

Ich kann es nicht fassen, nur noch über einen Zaun klettern, über Moos-Steine am Wasser lang und dann sind wir an unserem Platz mit fantastischem Blick über Sydney. Genial! Besser geht’s gar nicht oder?

DSC_1168.jpg6DSC_1172.jpglarge_8DSC_1175.jpg

Viele Segeljachten im Wasser vor uns, wir unter Millionären. Wahnsinn!

large_3DSC_1170.jpg

Uns dämmert dass Feuerwerk meist nachts stattfindet und wir ohne Taschenlampe über die Steine und den Zaun wieder im Dunklen zurück müssen. Das wird schon irgendwie gehen. Hmm, warum sind die Steine nass und ist hier überall Feuchtmoos? Ob die Flut bis hierhin kommt? Dieser Gedanke lässt sich schnell weg trinken, mit der Flut befassen wir uns wenn es soweit sein sollte. Erstmal den Sonnenuntergang genießen. Wir haben alles dabei, Campingstühle, Stativ, Planen, Decken, wir kommen uns vor wie die Multimillionäre in ihren Jachten. Das „zwischen den Steinen Klo“ ausgenommen, aber wer wird schon kleinlich sein am Silvester.

DSC_1176.jpg

Die Stadtlichter leuchten in ihren schönsten Farben, der Blick ist einmalig...

large_3DSC_1203.jpg
large_IMG_0267.jpg

Zwischendurch gibt es Raketen die stündlich gezündet werden.

large_IMG_0250.jpg

Kaum zu Ende gedacht das 9 Uhr Feuerwerk....

large_IMG_0272.jpglarge_IMG_0277.jpglarge_IMG_0278.jpglarge_IMG_0281.jpglarge_IMG_0289.jpglarge_IMG_0290.jpglarge_IMG_0291.jpglarge_IMG_0293.jpg

Ist das klasse. Dann merken wir, dass wir was Antialkoholisches zu trinken vergessen haben. Mann hab ich Durst! Kaufen kann man hier nichts. Thomas drückt mir das Saftgemisch mit Rum in die Hand, das angeblich am wenigsten Alkohol hat. Das war aber leider zu viel des Guten, denn ich hab seit Mittag nichts gegessen und ich hätte nur Saft gebraucht. Janina geht es auch nicht gut. Thomas geht die 4km zum Auto und zurück und holt Wasser und eine Taschenlampe.

Pünktlich zum Feuerwerk werde ich hellwach, darauf habe ich schließlich schon viele Jahre gewartet. Countdown zählen und dann Happy New Year!!!

large_IMG_0312.jpglarge_IMG_0313.jpglarge_IMG_0314.jpglarge_IMG_0315.jpg

Jetzt der Abschluss ein Traum!

large_IMG_0317.jpglarge_IMG_0318.jpglarge_IMG_0320.jpg

Wir haben auch ein Video aber das bei McDonalds hochzuladen würde bis 2013 dauern.
Wir möchten jetzt unseren Leser, einfach nur ein Frohes Neues Jahr wünschen.

Morgen erfahrt ihr wie wir die Steine verlassen haben und was uns im neuen Jahr alles tierisches so passiert ist.

Eingestellt von Tom Travel 20:59 Archiviert in Australien Kommentare (9)

Der Morgen danach

Silvester vorbei und schon wieder keine Zeit

sunny 39 °C
View RTW Reloaded 2011-2013 auf Tom Travel's Reise-Karte.

Es gab nach der Silvesternacht doch noch einige Verluste zu beklagen. Zum einen hat Alina die Reserveschlüssel vom Auto verloren. Die Suche danach am nächsten Morgen erwies sich als zwecklos, die Flut hatte unseren Aussichtsplatz vom Vorabend überschwemmt. Viel schlimmer ist allerdings, dass ihre Kamera einen obskuren Fehler meldet und den Dienst verweigert. Keine Fotos mehr. Es bleibt nur noch meine Billigst-Digi-Cam und das Kopieren der Fotos, die die beiden Hamburger schießen. Gut dass wir sie dabeihaben. Sie machen auch direkt ein Neujahrsbild am Bradley Head. Das war der Platz wo gestern die Veranstaltung mit Ticket war. Schöner Blick auf Oper und Brücke.

large_IMG_0346.jpg

Wir verlassen unseren temporären Schlafplatz für die Nacht noch ziemlich mitgenommen von der letzten Nacht. Ich plädiere für eine kurze Tagesetappe Richtung Norden, raus aus der Stadt. Wir wollten uns die Oper ansehen brauchen aber zu lange zum Frühstücken und Klamotten verstauen und nun wollen wir endlich mal wieder duschen.

Die Campingplätze aus unserem Reiseführer sind voll. Kein Stück Rasen mehr frei. Der andere Campingplatz hat sogar zu, bzw, die Betreiber sind nicht - da nur die Gäste. Ein immer noch ziemlich angetrunkener Campingplatzbewohner gibt mir einen Tipp den ich allerdings kaum verstehe. Er lallt igendwas mit “Showground“ am Ende. Wir fahren in die angegebene Richtung und ich habe eigentlich die Hoffnung schon fast aufgegeben, da sehen wir ein Schild mit St. Ives Showground – das muss es sein. Kein Hinweis auf Campingmöglichkeiten. Dabei meinte mein besoffener Freund dort gäbe es Duschen, Strom und Wasser.

large_IMG_0369.jpg

Auf dem sehr weitläufigen Gelände stehen ein paar Camper und Zelte, alles hier kommt uns sehr sonderbar vor. Kein Büro oder sonst eine Spur von irgendeinem Offiziellen der hier zuständig sein könnte. Wir befragen ein paar der Bewohner und erfahren, dass das hier ein Nationalpark ist und ein Ranger vorbeikommt um die Platzmiete zu kassieren. Wir können also problemlos hier bleiben. Es gibt tatsächlich Strom und warme Duschen.

Der Platz ist ein Tierparadies. Zunächst fallen uns die Kookaburras auf. So viele haben wir noch nie gesehen und gehört.

large_IMG_0364.jpg

Riesen-Kakadus kreischen infernalisch hoch über uns in den Eukalyptus-Bäumen – wir kommen uns vor wie im Zoo in einer Voliere.

Nach Einbruch der Dunkelheit wird es noch besser. Opossums kommen an unser Auto, eines ist besonders mutig und lässt sich ausgiebig fotografieren. Es schielt nicht und heißt nicht Heidi. Es hat aber ähnlich wie die Quokkas einen extrem hohen Niedlichkeitswert.

large_IMG_0400.jpglarge_IMG_0398.jpglarge_IMG_0389.jpg

Noch später in der Nacht sehe ich einen Bandicoot – eine sehr seltene Begegnung, zu der mir sogar die Einheimischen hier gratulieren. Hätte ich gewusst wie selten diese Tiere sind hätte ich die Kamera geholt. Mit seiner langen Schnauze und dem nackten Schwanz hielt ich ihn für nicht sehr fotogen.

Einen Guana (Waran) auf Eierjagd haben wir am nächsten morgen beobachtet. Da war was los im Geäst. Die Kakadus schrien Mordio und die Kookaburras flogen Luftattacken gegen ihn als er in den Baum Richtung ihrer Nester klettern wollte.

large_IMG_0420.jpglarge_IMG_0426.jpglarge_IMG_0431.jpg

Frisch geduscht und die Laptops aufgeladen fahren wir noch einmal nach Manly Beach. Dort waren wir gestern schon, aber es war uns zu viel los. Wir denken dass heute Montag besser ist. Weit gefehlt – es sind noch mehr Leute am Strand und an der Promenade. Wir müssen einkaufen und wieder mal zu McDonald wegen Blog.

Danach wollen wir zu dem Ort wo am Vorabend die Non-Alkohol-Ticket-only Party beim Zoo stattgefunden hat. Alina und Janine haben alles für ein Picknick bei ALDI eingekauft. Leider schließen die Schranken hier um 8 Uhr und so wird es nichts mit weiteren Sonnenuntergangsbildern.

large_Unbenanntes_Panorama1.jpg

Der Pfeil zeigt von wo wir gestern das Feuerwerk gesehen haben.

Wir gehen statt dessen zu Fuß über die Harbour Bridge mit Blick auf die Sydney Oper. Es ist schon ein seltsames Gefühl nach 3 Jahren wieder am selben Ort zu stehen. Damals dachten wir dass es für lange Zeit das letzte Mal sein würde.

large_IMG_0436.jpglarge_IMG_0463.jpglarge_IMG_0492.jpg

Es wird dunkel und wir wissen wieder mal nicht wo wir schlafen sollen. Süden heißt die Antwort. Das bedeutet einmal von Nord nach Süd quer durch Sydney. Etwa 100km, aber als wir gegen halb 11 nachts am Rastplatz in der Nähe von Kiama ankommen sind wir ziemlich erledigt. Es ist der erste Rastplatz auf dem langen Weg nach Süden und außer uns sind mindestens noch 5 weitere Camper hier für die Nacht abgestellt. Ziemlich kahl – ein Autobahnrastplatz ähnlich wie bei uns in Deutschland, schön ist es hier nicht.

Für den nächsten Tag haben wir uns nicht viel vorgenommen. Ein kleiner Abstecher ins Kangaroo Valley wird zur Tortur für unsere alte Betsy. Es geht die Berge rauf und runter und das alte Mädel quält sich. Das Getriebe macht seit 2 Tagen seltsame Geräusche, die Bremsen sind auch ziemlich abgefahren. Hoffentlich hält sie noch die weiteren 5000km, die wir ihr noch drauf fahren werden.

large_IMG_0520.jpglarge_IMG_0534.jpg

Der Abstecher ist es wert. Saftig grün ist hier alles, Berge rundherum. Ein wenig wie in der Steiermark, nur eben mit anderer Vegetation. Vom Aussichtspunkt sehen wir unser heutiges Ziel – Nowra.

large_IMG_0541.jpg

Direkt am Fluss in einem Naturreservat gelegen müssen wir heute fürs Campen bezahlen. Hier sind außer uns vorwiegend Luxus-Camper. Die haben den halben Hausstand mitsamt Motorbooten dabei. Daher gibt es hier weder Campküche noch Picknicktische oder sonstige Annehmlichkeiten für arme Camper so wie uns. Sogar das Duschen kostet extra. Dafür bekommen wir Badespaß am Fluss.

large_IMG_0513.jpg

Es ist heute einer der heißesten Tage seit wir in Australien angekommen sind und das Wasser ist genau richtig als Abkühlung. Etwas störend sind die vielen Speedboote mit den Wasserskiläufern . Hier hat man eine etwas andere Vorstellung davon was in Naturschutzgebieten ok ist und was nicht. Lärmende Motorboote erlaubt, Alkohol ab 9 Uhr abends am Flussufer verboten. Schlechtes Vorbild für die hier lebenden nachtaktiven Tiere oder warum?

large_IMG_0554.jpg

Eingestellt von Tom Travel 15:19 Archiviert in Australien Kommentare (2)

zurück nach Adelaide

bitte mehr Licht

all seasons in one day 15 °C
View RTW Reloaded 2011-2013 auf Tom Travel's Reise-Karte.

Wir freuen uns auf den nächsten Tag und wollen an der Shoalhaven und Sapphire Coast entlang ein paar Raststationen einlegen. Wunderschöne Strände und Buchten soll es dort geben. Das Wetter macht uns fertig. Es ist am nächsten Tag windig, kühl und bewölkt. So sehen auch die besten Strände nicht gut aus. Wir fahren immer weiter nach Süden und hoffen auf besseres Wetter. Daraus wird nichts und wir beenden die Etappe nach gut 400km an einem Rastplatz namens Yellow Pinch Dam, ca. 20km nördlich von Eden. Highlight dieser Station ist ein weiteres Opossum, das in der Nacht ans Auto zum Schnorren kommt.

large_DSCF6060.jpglarge_DSCF6074.jpg

Eden wurde uns speziell als schönster Ort an der Küste südlich von Sydney ans Herz gelegt. Leider ist es auch heute wieder nichts mit Fotowetter. Kurz stehen bleiben, gucken, aha – und weiter geht es. Schade drum. Kurz nach Eden biegen wir ab zum Wonboyn Lake an der Desaster Bay.

DSCF6083.jpgDSCF6085.jpg

Ein gut 2 Meter großer Waran lag hier am Strand herum. Er hatte allerdings etwas gegen Paparazzi und ließ sich nicht fotografieren.

Wir verlassen New South Wales (da wo Sydney liegt) und überqueren die Grenze nach Victoria (da wo Melbourne liegt). Nun sind wir ganz rechts unten auf dem Kontinent. Von Exmouth ganz links oben bis hierher haben wir die komplette Diagonale durch den Kontinent hinter uns.

Hier im südöstlichen Victoria soll es tolle Nationalparks und Strände geben. Auch heute wieder das selbe Problem. Im richtigen Licht ist es hier bestimmt schön, nur so mit den ganzen Wolken wirkt alles fad. Wir wünschen uns sehnlich besseres Licht für unsere Bilder.

large_DSCF6086.jpg

Hierfür sind wir einen Umweg von 50km gefahren. Es ist zum Mäusemelken.

Weiter nach Cape Conran, einer der schönsten Plätze im Staat Victoria (laut Reiseführer). Noch eine Bucht mit weißem Sand, gähn... Wir sind ganz offensichtlich Strand-satt. Seit Lucky Bay kann uns kein Strand mehr begeistern. Eigentlich sollte man nach so einem Erlebnis einige Monate keine Strände mehr aufsuchen.

Hier bei Lakes Entrance schaut die Sonne mal ganz kurz raus - eine der wenigen Gelegenheiten für ein gutes Bild.

large_DSC_0058.jpg

Daher machen wir auch keine weiteren Stopps mehr an der Küste und fahren zur heutigen Nachtstation. Zum ersten Mal in Australien sehen wir eine vermüllte Raststation. Kein Wasser, keine Toiletten, keine Bänke. Hier in Victoria hält man es nicht für notwendig an Rastplätzen Mülleimer aufzustellen. Selbst bei den sehr umweltbewussten Australiern ist das vielleicht keine so gute Idee.

DSCF6088.jpg

Die Laune lassen wir uns aber nicht ganz verderben.

DSCF6081.jpg

Wir durchqueren Melbourne ohne stehen zu bleiben. Wir kommen ohnehin in 2 spätestens Wochen wieder hierher. In Beaufort finden wir einen wirklich hübschen Campingplatz am See für diese Nacht.

large_DSC_0063.jpg

Einen kleinen Umweg haben wir noch auf dem Plan. Wir wollen noch zum Grampians National Park. Dieser Weg lohnt sich für uns trotz schlechtestem Wetter.

large_DSC_0077.jpg

Es fing mit einem kleinen Schauer am Nachmittag an. Nicht wirklich wild und danach hörte es auch bald wieder auf, so dass wir kochen konnten. Doch dann kommt es so richtig runter – wie ein richtiger deutscher Sommer. Es regnet lang und heftig. So heftig dass Betsy zum ersten Mal undicht wird und es uns über das Hubdach in der Nacht rein regnet. Es regnet zuerst auf Alinas Kopfkissen. Sie macht das Dach runter und es hört bei ihr auf zu regnen. Sie dreht das Kissen um und legt sich wieder hin. Da die Hubdachplane nass ist, regnet es auf mein Gesicht runter. Alina tut so als wäre nichts, als ich wach werde. Wieder was gelernt – wenn es heftig regnet Hubdach herunter ziehen, und zwar von Anfang an und nicht mittendrin.

Bevor es zu regnen begann haben wir noch am Balcony Lookout angehalten. Eine Felsnase ragt hervor und eignet sich hervorragend für Danger-Fotos. Erstaunlicherweise will Alina auch da hin und mit aufs Titanic-Nachahmer-Bild.

large_9DSC_0088.jpg

Ich bin der König der Camper

large_1DSC_0082.jpg

Am Morgen nach dem großen Regen gehen wir noch einmal zu den Mackenzie Wasserfällen. Alinas Laune sinkt unter Null.

6DSC_0102.jpg

Grund dafür ist die immer häufiger auftretenden Probleme mit ihrer schönen Nikon. Zum Teil kann man nur nach x-fachem Aus- und Einschalten der Kamera ein Bild machen. Danach geht wieder nichts mehr. Wir stecken in einem echten Dilemma, denn Einschicken zum Nikon Kundendienst (so wie es uns die Fehlermeldung im Display empfiehlt) können wir die Kamera nicht. Wir haben unsere wertvolle Internetzeit für ein Schreiben an Nikon verwendet, so etwas wie: Hilfe, sind in Australien, haben keine Rechnung, Garantieschein usw, Kamera kaputt, wir kommen in 6 Monaten nach Deutschland, brauchen Kamera, was raten sie uns? Die Antwort war klasse: Bitte senden sie an diese Adresse (Deutschland) Kamera und Garantieschein... Leider hat sich das bei Nikon keiner durchgelesen.

Ein paar Bilder kriegen wir dann doch noch hin. So richtig Freude kommt aber nicht mehr auf wir freuen uns seit 3 Jahren auf Tasmanien und dann ohne Kamera? Ich imitiere schon mal den Tasmanischen Teufel auf meinem Shirt. In 2 Wochen sind wir vor Ort.

large_DSC_0115.jpg

Den Grampians Nationalpark sollte man sich auf jeden Fall merken und wir empfehlen jedem der nach Australien kommt hierfür ein paar Tage einzuplanen. Wir haben natürlich wieder Mal keine Zeit und müssen schon wieder weiter.
Kurz vor der Grenze nach South-Australia (da wo Adelaide liegt) ist Schluss für heute. Wir haben einen Stellplatz in Kaniva ausgesucht. Eine gute Wahl wie sich heraus stellt.

large_DSCF6109.jpg

Riesige Schwärme von Papageien und Kakadus fliegen hier zwischen einer Schafherde auf einer Weide neben dem Platz.

large_5DSC_0164.jpg

Es regnet nicht! Dafür bläst uns der Wind fast weg. Das Vordach unseres Autos flattert wie ein Segel im Sturm und ich mach mir ernsthaft Sorgen ob es die Böen auf lange Sicht - *rumms* - genau in dem Moment als ich dies hier schreibe bricht das Vordach über mir zusammen. In einer Kettenreaktion stürzen die Coladosen die ich zur Beschwerung darauf gelegt hatte zu Boden und eine platzt dabei auf. Alina und Janine sitzen wie üblich im Auto in Sicherheit. Alina lacht sich schlapp. Flemming und ich können gerade noch verhindern dass die Jalousie zurück schnalzt. Wir beenden das Experiment an dieser Stelle. Heute gibt es kein Vordach mehr.

Morgen geht es zur letzten gemeinsamen Etappe zurück nach Adelaide. Dort steht das Auto der jungen Leute und unser Koffer bei Mirel in der Garage.

Eingestellt von Tom Travel 23:31 Archiviert in Australien Kommentare (1)

neue Eiszeit?

VON WEGEN 30°

all seasons in one day 15 °C
View RTW Reloaded 2011-2013 auf Tom Travel's Reise-Karte.

Wir werden morgens von einem Papageienschwarm geweckt. Wie viele Vögel es hier gibt fällt uns diesmal viel mehr auf als vor 3 Jahren.

large_8DSC_0150.jpg

Den wunderschönen Sonnenuntergang von gestern in Kaniva wollten wir euch noch nachtragen.

large_0Unbenanntes_Panorama1.jpglarge_IMG_0164.jpg

Bei Adelaide gibt es eine Touristenattraktion, ein Dorf namens Hahndorf. Gegründet von deutschen Protestanten, ist es heute schön kitschig. Alles was Australier meinen dass es deutsch sein könnte wird hier verkauft. Wie viele Deutsche kennt ihr die eine Kuckuckskuhr haben? Ich kenne zwar viele die ein Dirndl besitzen und zähle auch dazu, aber so ein hässliches? Ieeek!

DSC_0255.jpg6DSC_0263.jpg2DSC_0264.jpgDSC_0265.jpg

Ich finde es hier trotzdem süß. Ein nettes Dörfchen, wo man sich gerne mal hinsetzen und ein wenig Zeit bei einem Kaffee oder Bierchen verplempern könnte. Aber nicht für uns, wir haben keine Zeit, von Geld kaum zu schweigen. Wir sind seit über 2 Monate hier und waren nicht ein einziges Mal im Restaurant Essen. Kaum liegen wir im Budget besser, kommt etwas das uns wieder runter zieht. Die Tasmanien Fähre hat uns z.B. fast 800$ gekostet - viel mehr als geplant.

In Adelaide bei Mirel angekommen springt das Auto von Janine und Flemming nicht an. Dass die Batterie leer war wussten wir, aber mehrere Versuche den Wagen anzuschieben sind zwecklos. Das Problem scheint gelöst als Mirel ein paar Starterkabel auftreibt. Nur leider ist der Anlasser fest und der Wagen startet trotz Fremdbatterie immer noch nicht. Ein paar freundliche Hammerschläge auf den Anlasser helfen manchmal – nicht so in diesem Fall. Bleibt nur noch Anschleppen mittels Abschleppseil. Wenn man eines hätte. Wir haben ein Bergsteigerseil (Made in China mit dem Warnhinweis es nicht zum Bergsteigen zu verwenden) Dann eben abschleppen und das tut es auch. Der Wagen springt an und wir fahren die wunderschöne Gorge Road in die Adelaide Hills. Zuvor verabschieden wir uns noch von Mirel, der uns erzählt dass es die letzten Tage in Adelaide zwischen 35- 40 Grad gab - als wir nicht da waren. Pünktlich zu unserer Ankunft ist es wieder kalt, dass wir überlegen uns noch eine Decke zu kaufen. Geht's noch? Thomas' lange Radlerhose die er monatelang sinnlos durch Asien geschleppt hat wird zum unentbehrlichen Kleidungsstück. Bei Tag und Nacht!

In den Adelaide Hills gibt es einen wunderbar gelegenen Platz, Cudlee Creek. Wieder ein Vogelparadies, diesmal sind Ibisse dabei.

large_DSCF6110.jpglarge_0DSC_0283.jpg

Wir kochen ein letztes mal zusammen. Leckeres Filetsteak - schwierig in der blöden Pfanne in Betsy, aber hat super geschmeckt. Wir feiern mit Karten spielen und Wein trinken in Flemmings Geburtstag hinein – er wird 19. Happy Birthday!

Am nächsten Morgen gibt es nach 10 gemeinsamen Betsy Tagen noch ein letztes gemeinsames Frühstück zu viert. Es hat in der Nacht schon wieder geregnet und Frühstück draußen geht nicht, also nochmal rein in der guten alten Betsy. Nach gemeinsamer Fahrt quer durch den Kontinent trennen sich unsere Wege heute endgültig. Aus einem kurzen „wir können doch gemeinsam hinfahren“ wurden am Ende 4 schöne und lustige Wochen die unglaublich schnell verflogen sind. Wir sind jetzt auch Blogleser und werden weiterhin den Weg der beiden verfolgen (auch ihr könnt es tun unter twoandahalfyear.blogspot.com) .

4DSCF6113.jpg

Janine und Flemming sind ein bemerkenswertes "nicht Pärchen", die so unkompliziert Australien meistern, da können sich einige ein Stückchen von abschneiden. Ihr sollt die 2 mal kochen sehen, von wegen Backpacker essen nur Erdnußbutterbrot.

large_DSC_0582.jpg

Wir wünschen den beiden noch ein paar tolle Monate und freuen uns auf ein Wiedersehen. Auf Reisen oder in Deutschland. Janine, Flemming ihr werdet uns fehlen, bitte fleißig Blog schreiben. Übrigens eure Sonnenmilch liegt bei uns im Auto, aber bei dem Wetter wird sie kaum einer vermissen!

Aber das ist nicht der einzige Abschied. Fluffy hatte ein Wiedersehen mit seiner Mutter. Er ist 50 km entfernt auf Känguru Island geboren, aber seine Familie ist mittlerweile weggezogen und lebt in Adelaide. Nach der Begegnung und Rücksprache mit der Familie, hat Fluffy gemerkt, dass er sich gar nicht so leicht von uns trennen kann. (dass wir ihn Singapur am Infinity Pool vergessen hatten hat er uns definitiv verziehen). Da ihm mittlerweile Australien zu kalt geworden ist, (können wir gut verstehen), er das reisen mit uns genießt und seine Geschwister sagten dass der Markt an Flauschi-Koalas hier recht überfüllt ist, wird er uns weiter begleiten. Jetzt fehlt Fluffy aber noch eins, wir müssen mal ein echten Koala treffen, quasi ein lebenden Verwandten.

large_DSC_0611.jpg

Wir machen uns auf die Suche nach Koalas, unser Navi meint es gut mit uns und sucht eine sehr schöne Route durch die Berge an der auch viele Koala Schilder zu sehen sind.

large_4DSC_0294.jpg

Nach über 450km in Richtung Süd-Osten nach Melbourne beenden wir den Tag auf einer Waldlichtung. Es regnet schon wieder.

large_DSCF6114.jpg

Himmelar***&Wolkenbruch. Für einen verregneten Sommer hätten wie echt nicht so weit fliegen müssen. Tagsüber geht es gerade mal knapp über 18° und nachts runter unter 10 °C! Wir tragen nur noch langärmlig und Jacken und Pullover, zum Schlafen ziehen wir uns eher an als aus. Die nächste Stufe ist wohl, dass wir nachts noch die Weihnachtsmützen aufsetzen.

Den Princess Highway haben wir weggelassen. Erstens sind wir den vor 3 Jahren schon gefahren und bei dem bewölktem Himmel nehmen wir die etwas kürzere Route über Mt Gambier. Da gibt es eigentlich nichts zu sehen außer einen blauen See, der heisst übrigens Blue Lake. Das gibt es auch in Deutschland mit entsprechender Sonne, aber es ist anders als ihr denkt. Dieser See ist auch ohne Sonne dermaßen blau, das sieht aus wie angemalt. Aber nur im Sommer und man glaubt es kaum, es ist jetzt hier Sommer. Die Fotos geben das Blau nicht so wieder, wir hätte das Bild lieber mit Sonne gemacht. Warum er so blau ist weiß keiner so wirklich, auch Wissenschaftler streiten. Von April – November sieht der See wie jeder andere aus.

large_3DSC_0308.jpg

Nur noch ein kleines Stück an diesem Tag. Fett Einkaufen in Warrnambool bei ALDI, bald geht es nach Tasmanien und dort ist es bestimmt nicht günstiger die Vorräte aufzustocken.

DSCF6115.jpg

Danach runter an die Great Ocean Road. Davon waren wir letztes Mal schon begeistert und der Ort Port Campbell hat uns am besten gefallen. Deswegen fahren wir auf den dortigen Campground mit Free WiFi – juhuh! Hier ist Hochsaison und der Ort ein touristisches Zentrum. Für den Preis den wir hier für 2 Nächte Campen bezahlen kann man in München ins Hotel gehen!

Auf dem Weg kam die Sonne kurz mal durch und wir nutzen die Gelegenheit sofort um bei einigen Lookouts anzuhalten und ein paar Fotos zu schießen. Der kalte Wind weht uns dabei fast von den Klippen. Danach ist es vorbei mit schönem Wetter und es regnet wieder mal bei 15°.

large_4DSC_0318.jpglarge_DSC_0323.jpglarge_2DSC_0326.jpglarge_Unbenanntes_Panorama2.jpg

Die Sonne grüßt kurz vor dem Untergehen, das haben wir festgehalten.

large_DSCF6121.jpglarge_DSCF6147.jpglarge_DSCF6117.jpg

Am nächsten Tag das selbe Bild. Kalt, windig, Nieselregen - keinen Hund würde man bei dem Wetter rausjagen. Die australischen Mitcamper ficht das nicht an, sie renen in kurzen Hosen mit Flip-Flops durch die Gegend. Ein klarer Beleg für die britische Abstammung.

Eingestellt von Tom Travel 00:07 Archiviert in Australien Kommentare (0)

Koalamania

entlang der Great Ocean Road

overcast 16 °C
View RTW Reloaded 2011-2013 auf Tom Travel's Reise-Karte.

2 Nächte auf dem zugegeben sehr schönen aber auch sehr teuren Campingplatz in Port Campbell reichen uns. Das Free WiFi haben wir reichlich genutzt. Wir fahren ein kleines Stück weiter die Great Ocean Road entlang nach Princetown.

large_DSCF6175.jpglarge_DSCF6172.jpglarge_DSCF6161.jpg

Auf dem dortigen Campingplatz feiert die Besitzerin mit Freunden Geburtstag. Endlich rührt sich mal was abends hier. Sonst sind die Campingplätze hier nach Einbruch der Dunkelheit tot wie der Zentralfriedhof in Wien. Einmal wurden wir energisch von einer Camper-Nachbarin zurechtgewiesen weil wir uns im Auto(!) laut unterhalten und womöglich sogar gelacht hatten. Hier legt man großen Wert auf die Nachtruhe, Spaß hat nur vor 22 Uhr statt zu finden.
Eine Herde Kängurus auf der Nachbarwiese findet das kühle Wetter wohl prima. Wenn es heiß ist sieht man tagsüber keines von ihnen.

large_DSCF6189.jpglarge_DSC_0358.jpg

Das Fotografieren mit Alinas Kamera wird immer mehr zum Geduldsspiel. Man kann nur noch manuell Bilder machen – nix mit automatischen Einstellungen. Kein Problem für einen Profi – nur das sind wir beide nicht. Im Schnellverfahren lernen wir Blende und Belichtungszeit abzuschätzen, um einigermaßen gute Bilder zu bekommen. Die Ergebnisse sind nicht immer brauchbar. Zu hell, zu dunkel – damit mussten wir bisher noch nie kämpfen. Nun ist auch noch der Reserve-Kamera-Akku defekt. Die Liste unseres Elektronikschrotts auf dieser Reise wird immer länger.

Da die Landschaft keine guten Fotoeindrücke hergibt wollen wir wieder etwas tierisches vor die Linse bekommen. Dabei spielt das Wetter keine so große Rolle.

In Port Otway soll es Koalas geben. Sehr viele Koalas in der Nähe des dortigen Leuchtturms. “Schlafen unter Koalas“ - so wirbt der dortige Campingplatz. Wir machen uns berechtigte Hoffnungen diese Vertreter der australischen Fauna hier zu sehen. Die 80km entlang der bei Sonne wunderschönen Great Ocean Road von Princetown hierher lassen uns völlig kalt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Es hat mal wider nur 15° und wir sehen keinen Grund für Fotos anzuhalten. Der Wetterbericht im Radio frustriert zusätzlich, denn ab Montag sind hier 30° angesagt. Dumm nur, dass wir dann auf der Fähre nach Tasmanien sind. Wir haben das Wetterglück scheinbar beim letzten Besuch hier verbraucht, wie toll diese Küste bei passendem Wetter aussieht kann jeder der gerne möchte in unserem alten Blog nachsehen. Link zum alten Blog

Wir hatten uns 4 Tage für dieses Mega-Highlight Australiens reserviert in der Hoffnung wenigstens einen guten Tag zu erwischen. Sollte wohl nicht sein.

Wir kommen an besagtem Campingplatz in Port Otway an und fragen nach den Koalas. “Die sind hier überall“ heißt es. Echt? Kaum zu glauben. Alina macht sich auf die Suche nach Knubbeln im Baum aber sieht vor lauter Bäumen keine Knubbel. Wir fahren auf unseren Campingplatz und ich frage unseren Nachbarn nach den Bären. Er deutet nach links und nach rechts in die Bäume – und tatsächlich, da sitzen schon die ersten. “Was für ein Glück“, denken wir. Kein Glück wie sich herausstellt. Hier sitzt fast in jedem Baum eines dieser Pelztiere. Mann sollte nur nach Knubbel schauen. Was für Knubbel? Ich zeigs euch!

large_DSC_0444.jpg

Nichts gesehen? Guckt mal in der Mitte genauer hin!

large_0DSC_0446.jpgDSCF6199.jpg

Überall Knubbel!

DSCF6201.jpgDSC_0465.jpg

Mann sollte nicht nach Bewegung in den Bäumen gucken. Sie bewegen sich kaum. Eigentlich schlafen sie meist, essen, und manchmal sieht man sie sich am Hintern kratzen.. Was für ein Leben!
Manchmal sieht es so aus als ob mann Teddybären im Baum aufgehängt hat.

DSC_0393.jpg1DSC_0372.jpg4DSC_0374.jpgDSC_0376.jpg
large_DSC_0490.jpg

Also der rechts unten das ist doch ein Teddy oder?

large_2DSC_0499.jpg

large_DSC_0371.jpg

Manchmal sieht man auch mehrere zusammen was die sich wohl zu sagen haben?
"NEEINNN! Wir sehen nicht aus wie Teddybären, diese Touris haben keine Ahnung."

large_7DSC_0494.jpg

Von unserer Schokoladenseite sehen wir richtig gefährlich aus oder?

large_DSC_0492.jpg

Es gibt viele Koalamummys mit ihren kleinen Bären die natürlich noch putziger aussehen.

large_6DSC_0480.jpglarge_8DSC_0470.jpg

Man sieht sie nicht nur, man hört sie auch. Diese süssen Bärchen klingen wie grunzende Nilpferde oder wie eine Affenhorde wenn die Männchen ihr Reviergebrüll anstimmen. Solche fiesen Geräusche hätte man diesen Tieren gar nicht zugetraut. Sie sitzen in gut 10m Höhe in den Bäumen, leider etwas zu hoch für Portraitaufnahmen.

Wir machen eine Wanderung zum Leuchtturm und auf einer Lichtung finden wir einen der es sich in nur 3 Meter Höhe gemütlich gemacht hat. Er zeigt uns sehr deutlich, dass er es gar nicht schätzt in seiner Ruhe gestört zu werden. Wir bekommen trotzdem unsere Nahaufnahmen.

large_DSC_0438.jpglarge_DSC_0436.jpglarge_DSC_0429.jpg

Fluffy muss auch mit auf's Bild, klaro!

large_3DSC_0414.jpglarge_DSC_0435.jpg

Hier gibt es auch viel schöne Vögel, aber bei den ganzen Knubbeln gehen die fast unter.

large_7DSC_0449.jpglarge_2DSC_0454.jpg

Es gibt Sätze die Alina nie in ihren Leben sagen wird und 3 davon haben mit Australien zu tun: "Ich hab genug 1. Koalas, 2. Quokkas oder 3. Känguruhs gesehen!" Sie geht morgens nochmal eine Runde und knipst weiter viele Bilder. Auch die unheimlichen Koala Geräusche machen ihr nicht aus. Ich muss mit. Der Spaziergang verläuft etwa so: "Schau mal da ist noch einer und da ist wieder einer...", das ist ja wie Schwammerlsuchen im Wald.

Ich schaffe es Alina ins Auto zu locken und fahre los. Sie guckt immer noch in die Bäume. Wir müssen schnell hier weg, sonst errichtet sie noch eine Koalastation und zweitens fährt morgen früh die Spirit of Tasmania nach Tassie und da gibt es Wombats. Alina lächelt wieder denn Wombats hat sie auch noch keine gesehen..

Eingestellt von Tom Travel 21:27 Archiviert in Australien Kommentare (0)

43° 08' 42'' Süd

Am Wendepunkt

sunny 27 °C
View RTW Reloaded 2011-2013 auf Tom Travel's Reise-Karte.

Heute klappt es tatsächlich noch mit dem Treffen mit meiner Ex-BT-Kollegin Eva. Eva und Udo sind auch seit mehreren Monaten unterwegs und machen gerade die Route von Sydney nach Perth. In Melbourne kreuzen sich unsere Wege und wir verabreden uns in Port Melbourne am Strand.
Sie haben natürlich einen standesgemäßen nagelneuen riesigen Mietcamper, nicht so ein verbeultes Stück aus den 80ern wie wir.

large_DSCF6237.jpg

Unsere gute Betsy hat es aber bald geschafft. Weit muss sie uns nicht mehr bringen.

Schon allein aus Komfortgründen sitzen wir daher bei Eva und Udo am Esstisch. Mehr als ein paar Stunden Wiedersehen ist leider nicht drin.

large_DSCF6235.jpg

Es gibt ein Sortiment edler Rotweine – das Camperleben ist nicht immer simpel, manchmal gönnt man sich was. Kein Wunder dass wir den Kopf nicht mehr hochhalten können. ;-p

large_DSCF6238.jpg

Es wird ein lustiger Abend, schade dass wir alle weiter müssen. Wir verraten noch schnell die besten Koalaspots und erzählen von unseren Australien Highlights. Morgen geht es nach Tasmanien, Eva war schon mal da wir sind sehr gespannt. Hier ein Foto der Spirit Of Tasmania die gleich mit uns losfahren wird.

large_DSCF6240.jpg

Das ist übrigens das erste Sonnenaufgangsbild in diesem Blog, direkt vom Bett aus geschossen. So eine Aussicht bekommt man hier in keinem Hotel, dazu muss man wild Campen. :-)
Wir wurden schon gefragt warum wir immer nur Sonnenuntergänge anbieten. Der Grund hierfür liegt in unserer studentischen Lebensweise, die es uns praktisch unmöglich macht einen Sonnenaufgang zu sehen.

Um kurz vor 9 geht es dann rauf aufs Schiff

large_DSCF6248.jpg

Ein paar Kormorane stehen Spalier beim Trocknen.

large_DSCF6242.jpg

Nach 9 Stunden sonniger Überfahrt dann auf der anderen Seite in Devonport, Tasmanien wieder runter. Die Insel begrüßt uns ohne Tasmanischen Teufel aber mit angenehmen 27° und blauem Himmel. So darf es gerne weiter gehen. Gefroren haben wir in den letzten Tagen nun wirklich genug.
So weit südlich waren wir beide noch nie. Tasmanien liegt etwa auf dem selben Breitengrad von Rom schätze ich mal. Wer es nachprüft kann mich gerne korrigieren. Gut 2 Wochen werden wir hier unten sein. Ab jetzt geht es dann schön langsam wieder Richtung Heimat.
Hier in Tasmanien ist es mit dem wild Campen angeblich viel lockerer als auf dem Festland. Wir probieren es heute gleich mal aus und bleiben für die Nacht einfach mal bei einem schönen Aussichtspunkt in der Nähe von Ulverstone stehen. So lässt es sich wirklich aushalten.

large_DSC_0556.jpg

Am nächsten Tag brauchen wir wieder mal das übliche – Power, Shower, und steuern einen Campingplatz direkt am Meer an. Für den heutigen Zweck tut es das hier, aber für einen längeren Aufenthalt ist das hier in Ulverstone nichts. Einkaufen müssen wir auch mal wieder.

Die Wäsche an der Leine war schon fast trocken als es heftig anfängt zu regnen. Nicht schon wieder, denken wir. Hat uns das schlechte Wetter schon wieder eingeholt? Absolut nicht, der nächste Tag ist wie aus dem Prospekt im Tourist-Office. Der Nord-Westen von Tasmanien hat üblicherweise das kälteste und nasseste Klima – deswegen hatten wir den Teil der Insel auch schon abgeschrieben. Windgepeitschte Küste im Regen hatten wir schon genug. Ganz anders heute blauer Himmel und irgendetwas zwischen 25° und 30°. Das müssen wir ausnutzen, wer weiß man so eine Gelegenheit mal wieder kommt.

Dismal Swamp heißt unser erster Stopp. Seltsamer Name und gar nicht so übel wie der Name vermuten läßt. Ein Besucherzentrum, eine Rutsche durch den Regenwald und ein Boardwalk

large_5DSC_0561.jpg

dekoriert mit lokaler Kunst.

large_DSCF6295.jpglarge_DSC_0567.jpg

20$ Eintritt – Alina und ich sind geteilter Meinung was den Wert dieser Attraktion betrifft.

large_DSC_0578.jpglarge_DSCF6297.jpg

Am Ende dann wenigstens noch eine Tiger Snake - die erste Schlange die wir überhaupt hier einigermaßen aus der Nähe zu Gesicht bekommen.

large_DSC_0581.jpg

Das Gute hier in Tasmanien ist, daß alle Schlangen giftig sind. Man kann sich insofern also immer sicher sein.

Ein Prospekt aus dem Besucherzentrum empfiehlt die Arthur River Forrest Rundstrecke durch den Kalt-Regenwald. Bei dem Wetter heute wollen wir uns das mal ansehen. Betsy muss heute noch mal richtig leiden, es geht über viele Kilometer Schotterpiste. Weisser Staub mischt sich mit dem immer noch vorhandenen roten aus Karijini. Der Verkaufstermin rückt näher, eine Wagenwäsche ist jetzt nach über 2 Monaten und fast 15.000km dringend fällig.

Die Landschaft ist erstaunlich abwechslungsreich. Ein paar kurze Stopps an der Küste, dann biegen wir ab ins Landesinnere. Es wird eine erstklassige Fahrt. Grün in allen Schattierungen. Eukalyptus dominiert wieder, hier allerdings ganz ohne Koala-Knubbel.

large_DSC_0667.jpg

Wir sind spät dran und für heute reicht es nur noch bis zum Chisholm Lake und der Campsite dort. Der See ist dann nichts Besonderes, allerdings der Weg durch den Farnwald bis dorthin ist es wert.

large_1DSC_0632.jpglarge_7DSC_0636.jpglarge_6DSC_0645.jpg

Wir gehen weich gepolstert auf Moos, die späte Sonne leuchtet wunderbar durchs Geäst.

large_DSC_0650.jpg

Da tritt ein Einhorn auf die Lichtung...err. Nee, doch nicht. Es wurde nur eben so romantisch, kitschig – da hätte ein Einhorn gut gepasst.

large_8DSC_0641.jpg

Wir fahren vom Seeparkplatz das kurze Stück zur Campsite - dann die Sensation. Etwas läuft vor uns über die Piste. Ein Tier dass wir hier noch nie gesehen haben. Etwas größer als ein Kaninchen. Dunkelbraun, mittellanger Schwanz, lange Schnauze – das muss ein junger Teufel gewesen sein. Wir halten sofort an und setzen ihm ins Unterholz nach, zwecklos. Für Fotos war die Begegnung viel zu kurz. Wir hatten nicht damit gerechnet hier einen leibhaftigen Tasmanischen Teufel zu sehen. Thomas zweifelt später daran dass es ein Teufel war, er meint wir hätten einen Eastern Bandicoot gesehen. So ein Quatsch, das hier ist die Westküste.

Eingestellt von Tom Travel 18:09 Archiviert in Australien Kommentare (1)

Wo wo Wombat?

Wo sind die Dickerchen?

sunny 22 °C
View RTW Reloaded 2011-2013 auf Tom Travel's Reise-Karte.

Der kalte Regenwald mit den Farnen gefällt uns einfach sehr gut. Tasmanien fängt schon mal sehr gut an.

DSCF6266.jpgDSCF6286.jpg

Wir fahren aus dem tiefen Wald an die Küste nach Stanley zum Frühstück am Circular Head bei schönstem tasmanischen Sommerwetter.

large_DSC_0678.jpglarge_5DSC_0679.jpg

Hier gibt es diese wunderschönen riesigen Tannen und wieder blüht alles als ob Frühling wäre.

large_5DSC_0593.jpglarge_DSC_0597.jpg1DSC_0722.jpgDSC_0724.jpg

Danach kurz an der Küste entlang bis Wynyard. Auf dem Weg zu einem Aussichtspunkt plötzlich *PENG* ein lauter Knall. Thomas bleibt sofort stehen. “Was war das?“ frage ich. “Reifenplatzer!“

large_DSCF6320.jpglarge_DSCF6308.jpgDSCF6306.jpgDSCF6310.jpg

Es folgt eine Zwangspause an der Straße zum Reifenwechseln. Am längsten dauert die Suche nach dem passenden Werkzeug. Schließlich ist alles gefunden, der Reifen gewechselt und es kann weiter gehen. Wieder nach Süden rein in den Wald. Die Nacht campen wir am Lake Burbury

large_DSC_0776.jpg

am Rand des Franklin-Gordon National Parks mit Lagerfeuer. Das wärmt auch super, die Nächte sind hier auch im Hochsommer recht kühl.

DSCF6322.jpgDSCF6323.jpg

An diesem Tag gab es keine tierischen Begegnungen, aber nette Australier die uns doch prompt zu sich nach Hause einladen. Die ersten mit denen wir tatsächlich mal mehr gequatscht haben.

Wir fahren am nächsten Tag den Lyell Highway durch den Park nach Derwent Bridge – eine fantastische Fahrt. Betsy leidet wieder sehr. Es geht rauf und runter wie an den höchsten Alpenpässen. Zum Teil ist der 2. Gang notwendig um die Steigungen zu erklimmen.

DSC_0605.jpgDSC_0610.jpg
DSC_0614.jpgDSC_0626.jpg
DSC_0692.jpg1DSC_0753.jpg

An dieser Stelle (siehe unten) kommt uns mitten in den Bergen ein Mann auf der Straße entgegen. Keine Mütze, kein Shirt(!) und auch nicht mehr viele Haare, dafür einen stattlichen weissrötlichen Bauch. Sehr seltsam, es gibt hier nur die eine Strasse und weit und breit kein Haus oder Auto. Da er angeheitert wirkt hat ihn warschinlich seine Frau ausgesetzt, damit er bis zuhause nüchtern ist :-) Es gibt hier Dinge die können wir uns nicht erklären.

large_DSC_0740.jpglarge_DSC_0756.jpg
large_4DSC_0727.jpglarge_5DSC_0733.jpg

Die Landschaft hier erinnert ein wenig an Norwegen oder Maria Laach! ;-)

Ich muss lange Nachdenken bis mir schönere Strecken einfallen, die ich in meinem Leben mit dem Auto gefahren bin. Death Valley fällt mir ein, die Saddle Road auf Hawaii. Viel habe ich nicht gesehen das diese Strecke toppen kann. Das Wetter auch heute wieder absolut Spitze, endlich hat unser Wetterpech ein Ende.

Besucherzentrum Lake St. Clair Nationalpark. Hier keine Wombats.

DSC_0801.jpg

Alina ist ziemlich säuerlich, die Wombats gibt es am nördlichen Parkeingang zum Cradle Mountian Park – leider 200km entfernt.

large_5DSC_0770.jpglarge_7DSC_0827.jpg

Wo wir nun schon mal da sind gehen wir einen kurzen Rundweg am See entlang. Missmutig stapft sie vor sich hin und macht mir Vorwürfe weil wir nicht gestern zum nördlichen Parkeingang gefahren sind. Da raschelt es vor mir – nicht zu fassen ein Echidna (Ameisenigel) kriecht durchs Unterholz. Kamera gezückt, nichts wie hinterher. Der Kleine ist scheu und versteckt sich erst mal tief im Gebüsch. Mist. Wir legen uns auf die Lauer und dann kommt er nochmal raus so dass wir ihn filmen können. Für Fotos hat es nicht gereicht, da war er schon wieder weg.

Entgegenkommende Besucher berichten von einem weiteren Exemplar etwa 100 Meter weiter. Bis wir dort sind ist der längst weg sagt Thomas. “Du glaubst doch nicht dass der auf dem Weg liegt und auf uns wart...“ und da ist er. Ein Jungtier sitzt nicht mitten auf dem Weg aber schön am Wegrand und gräbt mit seinem Rüssel im Boden. Er läßt uns ausgiebig Zeit ihn von allen Seiten abzulichten. Wunderbar, nun haben wir auch noch die Fotos zum Film falls sich das Video wieder mal nicht uploaden läßt.

large_4DSC_0818.jpglarge_8DSC_0815.jpglarge_0DSC_0812.jpglarge_DSC_0822.jpg

Es gibt hier auch noch eine Platypus Bay, aber so viel Glück ein Schnabeltier zu sehen haben wir heute nicht. Hinter einem Baum stehen Japaner und fotografieren wild. Wir schnell hin um zu sehen was es da gibt. Es gibt dann nur einen weiteren Japaner im hohlen Baum zu sehen. Japaner in Bäumen ist zwar neu, aber nicht so süß wie ein Platypus.

Der Plan war eigentlich die Nacht hier zu bleiben um die Wombats zu sehen. Wenn es hier keine gibt können wir ebensogut weiter fahren. (Da ist Alina knallhart, legt euch nicht mit ihr an wenn es um australische Tiere gibt!)

Spontan entscheiden wir auch den Mount Field Nationalpark zu besuchen. Im dortigen Camp bleiben wir die Nacht und werden belagert von einer Horde Mini-Kangurus, den Pademelons. Die kleinen Schnorrer sehen ähnlich aus wie Quokkas, allerdings nicht ganz so süß findet Alina, es fehlt das Schmunzelgesicht. Entscheidet selbst.

large_DSC_0869.jpg
9DSC_0860.jpgDSC_0847.jpg
5DSC_0846.jpgDSC_0842.jpg

Wir bauen unser Betsy Bett um, auf einmal höre ich etwas neben mir schlabbern. Wo kommt das bloss her? Hinter mir die Antwort: Ein freches aber wunderschönes Opossum steckt sein Schnabel in mein Weinbecher. Der kleine Schluckspecht säuft mir kackfrech den Weinbecher leer. Sieht selbst!

Opossum "Steht der Becher ohne Beobachter hier rum? Klasse!"

DSCF6337.jpgDSCF6334.jpg

Als es fertig ist, sieht mich das Opossum ungläubig an, klettert an mir hoch reisst die Augen auf nach dem Motto:
"Alter da muss noch Wein sein, GIB MIR DAS!!!!" Glaubt ihr nicht? Sieht selbst!

large_DSCF6339.jpg

Es ist das größte und schönste Opossum das wir bisher gesehen haben und auch das versoffenste. Wir fangen an zu lachen weil er bereits anfängt zu torkeln. Er geht erst nach rechts, dann nach links und die Bewegungen sehen immer seltsamer aus. Wir lachen Tränen dabei, können es nicht fassen, der Kleine hat den halben Becher gesoffen. Er torkelt richtung Fluss, sieht sehr verwirrt aus dabei. Wir hoffen das Flusswasser wird ihn wieder nüchtern machen.

Eingestellt von Tom Travel 19:49 Archiviert in Australien Kommentare (2)

Pinguine in Bruny

zu den Feen

sunny 26 °C
View RTW Reloaded 2011-2013 auf Tom Travel's Reise-Karte.

Der Weg zu den Russel Fällen gestern war einfach zu schön, da müssen wir heute früh ein zweites Mal hin.

large_DSC_0891.jpg
DSCF6381.jpgDSCF6376.jpg
large_DSC_0921.jpg
DSC_1048.jpg8DSC_1044.jpg

Nach den Fällen führt der Rundweg zum Big Tree Walk. Schon wieder Riesenbäume denken wir, diesmal heißen die Vertreter Swamp Gum und sind bis 90m hoch.

0DSC_0897.jpg3DSC_0901.jpg

Leider keine Besteigmöglichkeiten hier. Weiter zu den Lady Byron Falls – heute wird scheinbar der Wasserfalltag.

large_8DSC_0918.jpglarge_2DSC_0913.jpglarge_2DSC_0904.jpg

Pademelons hier wohin man schaut. Überall hüpfen sie. Eher selten sehen wir Wallabies, die sind sehr scheu und jeweils nur sehr kurz zu sehen. Vögel sind hier im Vergleich zum Festland wenige unterwegs. Die Erklärung hierfür bekommen wir einen Tag später.

Wir wollen heute einen Schlafplatz in der Nähe der Fähre nach Bruny Island und suchen uns die Snug Hills aus. Dort gibt es auch noch einen Walk zu einem Wasserfall. Entlang einem Bach mit wenig Wasser erwarten wir nicht wirklich etwas Großes am Ende. Der Weg ist auch nicht so besonders, wir sind schon wieder mal ziemlich verwöhnt was Wanderwege betrifft.

large_DSC_0936.jpg

Der Platz für die Nacht ist zwar ruhig, aber einer der unattraktivsten die wir bisher hatten. Keine Piknikbänke, keine Aussicht, kein Wasser, kein WC. Ist ja nur für die eine Nacht. Noch vor dem Frühstück fahren wir runter ans Meer, in der Umgebung wollten wir nicht. Snug Beach ist viel besser geeignet den Tag zu beginnen.

Wir müssen heute einen wichtigen Agendapunkt erledigen. Betsy muss im Internet zum Verkauf angeboten werden. Unsere Tage hier sind bald gezählt und der Verkauf des Autos ist der letzte Punkt der unser Budget noch ruinieren kann.
Was wenn wir keinen Käufer finden? Wir haben nur 4 Tage Zeit um nach Rückkehr von Tasmanien in Melbourne den Verkauf unter Dach und fach zu bringen. Nicht wirklich viel Zeit. “No worries“ sagen die Aussies.

Die haben Strom auch und Internet daheim. Es beginnt wieder eine Odyssee. Diesmal durch Tasmanien, denn McDonalds mit Steckdose ist ein Problem. Es gibt rund um Hobart viele Burgerbuden und die fahren wir alle der Reihe nach ab. Der Vorletzte hat eine Steckdose, die ist aber weit von Tischen und Stühlen entfernt. Wir fahren zum letzten McDonalds. Der hat natürlich auch keine Steckdose, aber liegt in einem Einkaufszentrum und da vertreiben wir uns erst mal die Zeit.

Natürlich nicht nur so flanieren, das geht mit Thomas eh nicht. Er braucht Schlappen, denn seine hat er an einem Rastplatz mitsamt Campingstuhl stehen lassen. Meine Sonnenbrille die ich seit 2 Monaten habe ist auch weg. Wieder etwas auf unserer kaputt-verloren-Liste (siehe am Ende des Beitrags). Ich weiß nicht was wir besser bei der ersten Reise gemacht haben, da hat Thomas in einem Hotel ein Pullover vergessen den wir 3 Tage später wieder abgeholt haben und nur meine Kamera blieb in Sydney. Wobei die Liste “kaputt“ ist viel länger, die Schlappen und auch der Campingstuhl hatten ihre besten Tage hinter sich. “Ihr hattet doch 2 Campingstühle“ würdet ihr sagen? Der erste ist bereits vor 2 Wochen kaputt gegangen.

Wir finden nicht nur neue Schlappen sondern auch ein Cafe mit Internet. Betsy steht nun zum Kauf bereit und wir bekommen schon erste Anfragen. Nun können wir beruhigt nach Bruny fahren.

Bruny ist eine wunderschöne Insel im Südosten von Tasmanien die uns empfohlen wurde.

large_3DSC_1051.jpgDSC_1103.jpg

Da müssen wir mit der Fähre rüber. Erstaunlich günstig, sonst sind die Fähren hier ziemlich teuer.

DSCF6392.jpg

Was gibt es hier? Zwergpinguine oder Feenpinguine übersetzt, (so süß) die nach Sonnenuntergang zu ihren Nestern tappen. Das haben wir schon auf Philipp Island vor 3 Jahren gesehen, dort war es eine Veranstaltung voller Aufpasswachteln und sauteuer. Wir sehen uns den Schauplatz tagsüber an. (unten links kommen abends die Kleinen hin zum schlafen)

large_DSC_0941.jpg

Das wollen wir uns nicht entgehen lassen. Thomas schlägt vor wir campen bei dem Campingplatz in der Nähe und gehen zu Fuß zurück und legen uns auf Lauer. Super Plan. Ich will lieber mit Betsy hinfahren, aber so ein Spaziergang abends ist doch so romantisch.

Die ersten Bedenken kommen schnell, immerhin ist der Strand von hohem Gebüsch begrenzt. Nicht viele Wege dazwischen, wie sollen wir da nachts zurück zum Campingplatz finden? Zur Not laufen wir an der Straße. Klingt erst mal gut. Nach einiger Zeit merken wir, dass es viel weiter ist als gedacht. Jetzt gibt es aber kein zurück mehr, sonst verpassen wir die Dämmerung.

Am Strandabschnitt wo die Kleinen ankommen legen wir uns ins Gebüsch. Warten - manno so ohne Bewegung wird es ganz schön kalt hier, aber frieren sind wir ja gewohnt. Seit 2 Monaten tun wir ja fast nichts anderes. Wenn nur der blöde Wind nicht wäre. Nun ist es fast dunkel, wir sehen fast nichts, außer ein paar Punkten die sich bewegen. Das müssen die Kleinen sein. Es ist mal wieder etwas planlos verlaufen. Grmpf!

Wir wollen zu den anderen Beobachtern hinter der Absperrung, haben aber Bedenken, dass da Rangerwachteln rumstehen die uns anschnauzen wenn wir vom Strand kommen. Was nun? Ein Stück zurück haben wir einen kleinen Weg durch das Gebüsch gesehen. Den versuchen wir nun zu finden. Vergeblich. Dann Känguruspuren im Sand. Vielleicht kannte der einen weg durchs Gebüsch? Ja, der kennt bestimmt einen aber der kommt auch hüpfend einfacher durch als wir.

Nach weiterem Suchen finden wir einen kleinen Durchgang. Thomas sagt “Was läuft denn da vor mir her?“ Dann schreit er “Pinguin“, da ist der Kleine schon im Gebüsch verschwunden. Wir laufen bis zu Straße und bis zum Campingplatz. Da krabbelt wieder was an der Straße. Ich schreie “Echidna“, warum läuft der aber so seltsam? Auf einmal wird uns klar, es ist ein weiterer Zwergpinguin panisch vor uns herlaufend. Das ist so niedlich stellt euch vor ein Pingiun so groß ist wie eine Taube und schnell watschelnd. Für Fotos zu spät.

Wirereichen in dieser Nacht tatsächlich noch den Campingplatz und legen uns erschöpft ins Bett. Heute sind wir echt viel gelaufen, aber es war es wert.

Liste kaputt: Handy 1, Handy 2, Foto Objektiv, Fotocamera, Reserveakku (Camera), USB Stick,
2 Campingstühle, Autoreifen, Sonnenbrille, Schuhe, Schlappen,

Liste weg:
2 Sonnenbrillen, Schlappen, Campingstuhl

Eingestellt von Tom Travel 22:34 Archiviert in Australien Kommentare (0)

Bruny II - noch mehr Pinguine

zurück in Tassie

sunny 25 °C
View RTW Reloaded 2011-2013 auf Tom Travel's Reise-Karte.

Am nächsten Tag wollen wir eine Bruny Island Cruise Tour machen. Trotz Montag ist die erste Tour am Vormittag ausgebucht. Werbung für diese Veranstaltung findet man überall in Tasmanien. Ausgezeichnet mit etlichen Preisen. Beste Eco Tour Australiens 2010. Schon wieder das Wort "Eco" - wir sind skeptisch.

DSCF6402.jpgDSCF6399.jpg

Aber das ist scheinbar DIE Tour hier. Wir buchen die Nachmittagstour und reichen 100$ pro Person über den Schalter *schluck*. An die exorbitanten Preise für alles hier haben wir uns auch nach über 2 Monaten noch nicht gewöhnt.

In der Zeit bis es losgeht checken wir auf Campsite ein. Wir finden eine tolle Stelle direkt am Wasser. Einer der besten Stellplätze der ganzen Reise. Wir richten uns provisorisch ein, denn in ein paar Stunden geht unsere Tour los.

Die Tour fängt dann auch ganz ordentlich an, einen Kelpwald habe ich noch nie aus der Nähe gesehen. Das Wasser ist kristallklar. Ich stelle mir vor wie toll es sein müsste durch diesen Tangwald zu tauchen. Allerdings bei 18° Wassertemperatur – lieber doch nicht.

DSC_0969.jpg0DSC_0967.jpg
large_9DSC_0980.jpg

Die Klippen hier bestehen aus Dolerith, das gibt es angeblich nur noch an 2 anderen Stellen in der Welt. Ahja - diese Info haut uns nicht wirklich vom Hocker, die Klippen schon eher.

large_DSC_0987.jpgDSCF6441.jpg

Das Boot fährt nacheinander einige Stellen mit Höhlen und Felsformationen an.

Maria mit Kind

large_DSC_0986.jpg

Das Schlüsselloch

large_7DSC_1010.jpg

und das hier sieht aus wie ein …

large_DSC_0999.jpg

Am Ende der Fahrt noch ein paar Pelzrobbenkolonien. Zuerst sieht man sie, dann hört man sie...

large_DSC_1020.jpg

und zuletzt riecht man sie auch.

large_DSC_1022.jpg

Das war es dann auch schon, mach 2 Stunden geht es wieder zurück zum Pier. 200$ hierfür finden wir nun extrem überteuert. Für uns beginnt sich ein Muster abzuzeichnen. Unsere Highlights hier in Australien sind kostenlos oder zumindest mit wenig finanziellem Aufwand verbunden. Attraktionen, speziell für den Tourismus aufbereitet, sind gelegentlich interessant aber immer völlig überzogen im Preis. Beispiele?

1x über die Hafenbrücke von Sydney gehen = 150€; (unten gehen ist kostenlos)
1x Tauchen am Ningaloo Riff = 150€;
Tree Top Walk in Victoria in der Nähe der Great Ocean Road kostet mehr als das doppelte als der Tree Top Walk in WA, ist aber nicht besser.
Eintritt Australia Zoo = 40€ (der Zoo in Dubbo soll besser, größer sein, der Zoo in Sydney ist auch klasse)

Die Aufzählung könnte so weitergehen. Wir würden hier nichts mehr buchen das in irgendeinem Prospekt beworben wird.
Was noch kostenlos ist, ist der Sternehimmel am wunderschönen Capitan Cook Campingplatz. Dank kaputter Kamera und Flemmings Schnellkurs vor ein paar Wochen bekommen wir den Sternenhimmel so gut hin wie es eben ohne Stativ geht. Nicht schlecht oder?

large_0DSC_1096.jpglarge_DSC_1097.jpg

Auch Tagsüber ist der Campingplatz einer der schönsten.

large_9DSC_1055.jpglarge_7DSC_0951.jpglarge_DSC_0959.jpg

So erkunden wir dann auch am nächsten Tag den Süden der Insel auf eigene Faust. Es wird wieder eine Folter für unser Auto. Ungeteerte Strassen mit Löchern so tief, dass man darin schwimmen könnte wenn Wasser drin wäre. (Es kommen Erinnerungen an Turda in Rumänien auf)

large_DSC_1130.jpg

Die schönsten Stellen sind hier entlang an der Dirt Road, zum Beispiel der Leuchtturm.

2DSC_1106.jpgDSC_1107.jpglarge_0DSC_1109.jpg

Zur Krönung fahre ich Betsy auch noch auf den Strand und am Meer entlang.

large_0DSC_1099.jpg

Das ist hier erlaubt, offiziell ist das allerdings als 4WD-Strecke ausgeschrieben. Dicht am Wasser ist der Sand fest genug dass wir ohne Probleme am anderen Ende der Bucht ankommen.

DSC_1102.jpg

Dort gibt es eine Campsite im Nationalpark. Auch hier möchte man gerne 10$ zusätzlich zum Nationalparkeintritt den wir ohnehin schon bezahlt haben. Eigentlich nicht viel Geld, allerdings gibt es hier weder Wasser noch Mülltonnen. Hier werden wir die Nacht nicht bleiben. Auf dem Rückweg werden wir am Strand von einem Ranger angehalten.

Er fragt uns nach den Nationalparkausweis, Thomas versteht nur “park“ und meint zu ihm: “Aber wir wollen hier gar nicht parken“. LOL Seltsamerweise habe ich (die hinter Thomas stand und sonst nur die Hälfte verstehe) es verstanden und Tom auf die Sprünge geholfen. Dann kapiert Thomas, und wedelt mit dem Ausweis. Der Ranger rollt die Augen und fährt weiter. Was er sich über deutsche Touristen denkt kann man sich denken.

Wir fahren alle Buchten ab auf Bruny und entdecken auch noch den Glibberstand, ich nenne ihn zumindest so.

large_2DSC_1113.jpg

Hier gibt es Glibberwürmchen, sowas haben wir auf allen Reisen noch nicht gesehen.

8DSC_1124.jpgDSC_1123.jpgDSC_1117.jpgDSC_1116.jpg

Wir haben vor den Feenpinguinen einen weiteren Besuch abzustatten. Vielleicht kriegen wir die Vögel doch noch aus etwas geringerer Entfernung zu sehen. Auf dem Parkplatz dort könnten wir auch die Nacht bleiben.

Pinguinnacht
Wir warten erneut auf die Mini-Pinguine und da kommen sie tatsächlich. Die sind sowas von süß und klein, wie sie ängstlich umherwatscheln. Wir dürfen nicht blitzen, weil sie sonst zurück ins Wasser gehen und ihre Kleinen heute nichts zu fressen kriegen. Das wollen wir natürlich nicht riskieren.

Ein paar Filme drehen wir, aber selbst dafür reicht das wenige Licht das die Ranger mit abgedunkelten Rotlichstrahlern machen kaum aus. Pinguine sind die Hauptattraktion hier, aber die Ranger machen auch auf die Muttonbrids, die hier wie verrückt rumfliegen aufmerksam. Die haben auch ihre Nester hier, aber gegen die kleinen Pinguine kommt keiner an. Wir machen noch ein paar Filmchen und gehen dann ins Bett. Immerhin hat der Ranger 15 Pinguine gezählt, so viele wie seit Tagen nicht mehr. Es ist zum verrückt werden, um diese Jahreszeit gibt es hier die wenigsten Pinguine und die meisten Besucher.

Angekommen in unserer Betsy warten wir bis die Ranger wegfahren und machen unser Bett. Ein paar Franzosen übernachten auch hier in einem riesigen Van. Auf einmal sehen wir eine die ganze Zeit auf die Straße leuchtet. Ein kleinen Pinguin der sich verlaufen hat oder unsicher ist ob er durchgehen kann. Er steht und sieht sich alles an, er ist so niedlich es kostet verdammt viel Überwindung den kleinen nicht zu packen ihn ordentlich zu knuddeln und mit ins Bett zu nehmen. Thomas müsste wegen dem Pinguin-Fisch-Geruch draußen schlafen, aber gegen den kleinen Pinguin hätte Thomas längst verloren, das ist ihm klar. Ich merke aber wie verstört der Kleine ist und lasse ihn in Ruhe.


Pinguinmorgen

Am nächsten Morgen stehe ich um halb 5 auf um die Pinguine zu sehen wenn sie zurück ins Wasser gehen. Wenn man sie dabei stört kann es wenigstens nicht passieren, dass sie umdrehen und ihre Brut für diesen Tag alleine lassen. Alina will nachkommen, zumindest grummelt sie etwas in der Art im Halbschlaf. Es ist noch dunkel aber da sind sie schon.

large_6DSC_0002.jpg

NIcht sehr erfreut von meiner Anwesenheit, aber auf dem Weg zum Wasser lassen sie sich nicht sehr stören.

large_8DSC_0026.jpg

Alina steht endlich auch auf aber die Pinguine sind längst weg. Wir sehen noch viele Muttonbirds, die sich auf dem Boden wie Pinguine bewegen. Wieder zurück beim Auto sehe ich einen Muttonbird auf der Strasse liegen. Sieht leblos aus. Der lag eben noch nicht da. Ich hebe ihn auf, da regt er sich langsam wieder. Ich will Alina fragen ob sie weiss was mit dem passiert ist und halte ihn ihr vor die Nase. Sie schreit schrill und nun ist auch der Vogel wieder hellwach. Alina hat Angst vor Vögeln besonders vor toten Vögeln. Federvieh ist ihr nicht geheuer, es sein denn es ist was Papagaien- oder Pinguin-artiges. Der Vogel war gegen die Stromleitung geflogen, das hat Alina mitbekommen, sich aber nicht rangetraut. Eine kurze Untersuchung ergibt - der Vogel ist unverletzt, nur noch ein wenig benommen. Ich setzte ihn auf einen Busch, da sollte er sich wieder erholen.

Das war es dann auch schon mit unserem Bruny-Intermezzo. Wir nehmen die Fähre zurück nach Tassie.

Eingestellt von Tom Travel 19:19 Archiviert in Australien Kommentare (6)

TASmanien = fanTAStisch

von Bruny zur Wineglass Bay

sunny 28 °C
View RTW Reloaded 2011-2013 auf Tom Travel's Reise-Karte.

Wir verbingen die Nacht in Sorell an einem eher faden Platz am Stadtrand. Fast wäre uns dieser Sonnenuntergang entgangen.
Schon wieder war der Akku der Nikon leer und wir können nur mit der kleinen Fuji fotografieren.

large_DSCF6473.jpg

Am nächsten Tag ist Australia Day – Nationalfeiertag. Was macht der Australier am Australia Day? Känguruh Whiskey trinken? BBQ mit Emu Öl? Dieses Jahr nicht, denn wir haben zum ersten Mal auf Tasmanien Sch***wetter. Arme Australier, die können einem fast Leid tun, all die schön vorbereiteten Barbies (BBQ) fallen heute aus. Wir tun heute mal nichts und verbringen den ganzen Tag an der Swansea Campsite mit Faulenzen. Das tut uns auch mal gut.

Man kann nicht hier in Tasmanien sein und nicht zur Wineglass Bay im Freycinet National Park fahren. Eine der muss-man-gesehen-haben Attraktion. Da fahren wir heute hin und wir haben schon wieder bestes Foto- und Wanderwetter dafür. 28° und fast wolkenlos - ein Wetter zum Eierlegen!

large_6DSC_0029.jpg

Die Bucht ist nur über einen ziemlich beschwerlichen Weg zu erreichen. 2-3 Stunden hin- und zurück. Alina hat Flip-Flops als Schuhwerk gewählt und bereut das bald. Stößt sich mehrfach die Zehen und flucht wie ein Kesselflicker hinter mir. Natürlich bin ich schuld.

7DSC_0056.jpg9DSC_0104.jpg
6DSC_0058.jpg

Zunächst geht es zum Aussichtspunkt.

DSCF6479.jpg

Blick auf die Wineglass-Bay und es wird auch sofort klar warum die so heisst. (Endlich mal etwas das der Laacher See nicht hat!)

large_7DSC_0042.jpglarge_3DSC_0045.jpg

Von dort durch den Wald hinunter an den Strand. Das Wasser sah schon von oben so einladend aus. Viele Einheimische gehen auch glatt zum Baden rein – wir nicht!

large_0DSC_0061.jpglarge_0DSC_0077.jpglarge_5DSC_0075.jpg

Dann treffen wir das unerschrockenste Wallaby hier. Es lässt sich streicheln und unzählige Fotoshootings über sich ergehen, Hauptsache es kann die Bananenschale zu Ende kauen. Die Banane hat er aus dem Beutel einer Touristin geklaut. Interessanterweise scheint ihm die Schale besser zu schmecken als die Frucht darin. Wir meinen hätte sie es vorher gewusst dass er die Banane nicht will, hätten die zwei es doch teilen können. Jetzt ist die Banane voller Sand.

DSC_0087.jpg3DSC_0088.jpg
large_0DSC_0095.jpg

Das nutzt Alina aus, vergessen ist die falsche Schuhwahl, jetzt wird gestreichelt und posiert.

DSC_0098.jpg2DSC_0101.jpg

Danach probiert das freche Wallaby doch die Banane. Am Ende war es doch zuviel des Guten für das Tier und wir sehen ein Känguruh kotzen.
Bilder ersparen wir euch.

Eingestellt von Tom Travel 19:18 Archiviert in Australien Kommentare (3)

(Einträge 1 - 10 von 10) Seite [1]