Reise blog von Travellerspoint

auf nach Bunaken

der lange Weg zurück

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Morgen nachmittag fährt die Fähre mit uns zurück nach Gorontalo. Es ist genau wie der Reiseführer es beschrieben hat, hier weg zu gehen fällt extrem schwer. Der Abschied ist ebenso herzlich wie die Begrüßung. Hier checkt nicht Zimmer 9 aus, sondern es fühlt sich auch nach so kurzer Zeit an, wie wenn man Freunde verläßt.

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Der Weg zu den Togeans war schon lang, aber der Weg von dort weg ist noch viel mühsamer. Die Fähre fährt nachmittags ab und man kommt zu völlig unchristlicher Zeit um 4 Uhr morgens in Gorontalo an. Die elegante Option mit dem kurzen Flug von Manado nach Gorontalo gibt es für den Rückweg nicht. Das einzige Flugzeug pro Tag fliegt so früh, dass man es nach Ankunft der Fähre nicht erreichen kann.

Um 2 Uhr nachmittags beginnt also der lange Rückweg mit dem Black Marlin Shuttle-Boot zurück nach Wakai.

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Dort warten wir 2 Stunden bis die große Fähre ankommt.

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Kinder spielen in der Wartehalle und verkürzen uns die Wartezteit.

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Die Sonne geht unter - hier ein Foto von den Fotografen - man beachte Thomas' Shirt ^^

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Diesmal nehmen wir keine Kabine, weil wir denken, dass es sich für die sehr kurze Nacht nicht rentiert. Wir vertreiben uns die Zeit mit Didiers Ipad.

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Ein paar Stunden schlafen wir zwischen den Einheimischen in einer Art Matratzenlager im Zwischendeck.

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Wir kommen nochmal am Black Marlin vorbei und noch einmal kommen alle zum Winken raus,

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am liebsten würden wir ins Wasser springen und dort bleiben.

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Die Toilette, die schon auf der Hinfahrt eine Katastrophe war ist auf der Rückfahrt noch schlimmer. Die abschreckenden Bilder davon ersparen wir euch. Es wird die befürchtet kurze und unruhige Nacht. Keiner von uns schläft mehr als ein paar Stunden. Alina und ich haben uns auf der Rückfahrt von Una-Una im Spritzwasser der Wellen erkältet. Das geht tatsächlich auch bei 29° Wasser und 30° Lufttemperatur. Ob die frisch entdeckten Früchte gegen Erkältung helfen? Schmeckt ein wenig wie ein sehr säuerlicher Apfel, den Namen der Frucht wissen wir nicht.

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Für die Weiterreise von Gorontalo nach Manado haben wir ein privates Taxi organisiert. 10 Stunden für die Strecke von 400km auf dem Landweg nach Manado - im Vergleich zu 40 Minuten mit dem Flieger eine enorme Verschlechterung. Billiger ist es nämlich auch nicht. Unser Fahrer stinkt zum Himmel, leider nicht zum Himmel hinaus sondern ins Auto hinein.

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Dann haben wir noch einen Ösi mitgenommen, der eine Mitfahrtgelegenheit gesucht hat. Das bereuen wir schon bald. Er wird ab und zu pampig und riecht auch nicht gut. Wir konnten alle auf den Boot nicht duschen, aber keiner von uns 3 riecht so.

Wegen einiger dringend notwendiger Pausen (Frischluft) brauchen wir am Ende 12 Stunden für die Fahrt und kommen ziemlich zerknautscht und wegen der kurzen Nacht zuvor auf dem Boot auch ziemlich gereizt in Manado an.

Immer noch nicht am Ziel, aber immerin können wir die Insel Bunaken vom Hafen aus schon sehen. Wir müssen nur noch da rüber.

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Aber wie? Unser Fahrer spricht kein Wort Englisch. Irgendwie hat er dennoch kapiert was wir wollen. Er fährt kreuz und quer im Hafengebiet und ist ständig am Telefonieren. Wir vermuten um einen Skipper zu finden. Ich frage ihn was es denn kostet da rüber zu fahren. Er nennt mir eine völlige abstruse Zahl. Der Betrag ist so hoch, dass ich es für zwecklos halte zu handeln. Ich mache ihm klar, dass wir die Nacht im Hotel verbringen und morgen mit dem normalen Boot für ein Zwanzigstel seines Preises übersetzen werden.

Mein Pokerspiel zeigt Wirkung und er findet einen Skipper, der gleich mal einen Preis nennt der ein Drittel unter dem ersten liegt. Als ich schon weich werde kommt Alina und verlangt resolut weiteren Nachlaß. Die Jungs sind so beeindruckt, dass wir am Ende zu einem wirklich super Preis weg kommen.

Da fällt unserem Fahrer ein, dass wir die Klimanlage benutzt haben. Das war als wir uns an dem Gestank gewöhnt hatten und die Fenster zumachen konnten. Dafür will er extra Geld. Thomas meint es habe ja auf der Fahrt auch kurz geregnet, ob er uns die Scheibenwischer nicht auch noch extra berechnen wolle. Er versteht die Ironie nicht und fängt an zu rechnen. Die Locals drumherum lachen den Typ aus. Wir sagen einfach Nein und Trinkgeld gibt es auch keins. Seife und Deospray würden wir ihm höchstens schenken.

Das wäre also geschafft. Mittlerweile wird es dunkel, wir haben seit über 24 Stunden nichts Richtiges im Bauch und immer noch keine Unterkunft auf der Insel. Ich nenne dem Skipper ein Hotel, dass ich im Reiseführer ausgewählt habe und los geht die Überfahrt.

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Nicht lange - mitten auf dem Meer geht auf einmal der Motor aus. Oh-oh! Kein gutes Zeichen, das erkennt man auch auf Thomas' Gesicht (siehe oben). Der Skipper versucht X-mal den Motor wieder anzuwerfen - vergeblich.

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Viel können wir nicht helfen. Ich leuchte ihm ein wenig mit der Taschenlampe, während er unter der Abdeckung des Aussenborders herum fummelt. Es stinkt überall nach Benzin - das Ding ist völlig abgesoffen. Wir treiben mit der Strömung ab. Unser Boot hat keine Positionslichter. Ich leuchte hektisch mit der Lampe, weil aus der Dunkelheit ein anderes Boot in unserer Nähe auftaucht. Das fehlte noch, dass einer in uns reinfährt während wir hier herum dümpeln.

Etliche Versuche später wird der Motor hustend und spuckend doch noch einmal lebendig. Es reicht bis ans andere Ufer und wir springen erleichtert an Land. Wo wir sind können wir nur ahnen - es ist mittlerweile schon völlig dunkel. Hinter dem schmalen Uferstreifen befindet sich ein Hotel - ein paar Lichter in der Dunkelheit. Wir beenden den Tag im Bunaken Beach Resort.

Endlich haben wir auch wieder Internet. Alina kann arbeiten und ich komme dazu den rückständigen Blog zu schreiben. Alina und ich haben morgen wegen unserer Erkältung Tauchpause, Didier wird am Nachmittag alleine gehen. Mal sehen wie sich das hier mit den Togeans vergleichen läßt.

Eingestellt von Tom Travel 04:53 Archiviert in Indonesien

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Kommentare

Dann wünsche ich mal gute Besserung!

von Zvonimir

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