Reise blog von Travellerspoint

Togean Diving und eine unerwünschte Rettungsaktion

der Weg hat sich gelohnt

semi-overcast 30 °C
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Diese Insel ist herrlich und es findet sich auch eine kleine Gruppe netter Leute in unserem Resort zusammen. Jeden Abend sehen wir uns gemeinsam den Sonnenuntergang an. Ein paar stehen immer am Strand und fotografieren, die anderen schauen von ihrer Hängematte auf der Terasse zu.

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Mann kann hier auch super Schnorcheln, das Wasser ist immer lauwarm, es gibt viel zu sehen - sogar vom Ufer aus. Manchmal gibt es Aufruhr im Wasser. Direkt von unserem Resort zwischen ein paar Seegrasbüscheln verbringt ein großer Schwarm Sardinen den Tag bei Ebbe. Das Seegras sieht man allerdings kaum, es wird von den Schwarm völlig verdeckt.

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Ab und zu kommen Räuber vorbei, die Sardinen springen teilweise panisch aus dem Wasser auf den Strand. Die Locals sammels sie auf und freuen sich über den Gratisfrischfisch. Wenn sich so viele Sardinen im Wasser bewegen gibt das ein Geräusch wie eine riesige Welle, das kriegt jeder mit.

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Für heute Nachmittag haben wir den ersten Tauchgang ausgemacht. Mit dem Schnellboot dauert es keine 15 Minuten bis wir über dem Tauchspot sind. Taipi Wall heißt er – Steilwandtauchen, genau mein Ding.

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Es ist leicht bewölkt und die Sonne kommt nur teilweise durch. Das ist schon mal sehr schade. Ohne Sonne sind die Farben halt nicht so brillant. Die Landschaft unter Wasser ist ziemlich klasse, nur leider sieht man nicht sehr weit - die Sicht beträgt ca.15 Meter. Es gibt hier auch Zeiten mit 30 Meter Sicht und mehr. Eher kleine Dinge sind hier zu sehen. Nacktschnecken und Seesterne. Dank Didier und seiner neuen Unterwasserkamera können wir euch auch ein paar Bilder davon zeigen.

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Morgens soll es besser sein, also machen wir tags darauf den Frühtauchgang. The Gap heißt der Tauchspot. Hier gibt es schon mal erheblich mehr Fische als gestern. Wir sehen nichts ganz Großes, aber die Vielzahl an Korallen entschädigt. So viele verschiedene Arten auf einen Haufen habe ich selten gesehen. Und vor allem - den Korallen hier geht es prächtig. Keine Schutthaufen wie in Gili Trawangan. Die Sicht leider wieder nur 15 Meter.

Nachmittag haben wir tauchfrei. So schön wie es hier ist, wir brauchen Internet. Alina muss arbeiten. Die Inseln hier sind so abgelegen, dass wir nicht mal mittels unseres USB-Sticks über das Telefonnetz online gehen können. Deswegen fahren wir zurück nach Wakai, in der Hoffnung dort besseren Empfang zu haben.

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Leider Fehlanzeige, irgendwas mit der Verbindung klappt nicht. Wir kommen nicht online und somit steht fest, dass wir am Donnerstag wieder abreisen müssen. Zwar war das von Anfang an so geplant, aber die Leute hier sind so nett, die Atmosphäre so gemütlich, da wären wir auch gerne länger geblieben.

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Später am Tag gehen wir in den Dschungel hinter dem Strand um Kokosnusskrabben zu suchen. Riesenviecher die hier leben – allerdings trotz ihrer enormen Größe nicht leicht zu finden wie sich herausstellt. Nach wenigen Minuten im Dschungel sind wir völlig durchgeschwitzt. Die Einheimischen haben uns gewarnt alleine in den Dschungel zu gehen, es haben sich schon mehrfach Touristen verirrt und mussten mitten in der Nacht gesucht und gerettet werden. Unterwegs ein paar hübsche Fotomotive.

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Der Pfad ist kaum zu erkennen und teilt sich mehrfach. Nach einer halben Stunde wird es Alina und Didier mulmig da es bald dunkel wird und sie drängen auf Rückzug. Keine Kokosnusskrabbe für uns :-( schade darauf haben wir uns so gefreut, wir zeigen euch eine Bild aus dem Netz wie sie aussieht.

grdpz.jpg Artikel dazu hier lesen

Aber wir sind ja nicht nur wegen der Krabben hier. Am dritten Tag heißt der Tauchspot Mini Canyon. Jede Menge gesunder Korallen und kleine Fische. Ein paar mittelgroße Drückerfische sind dabei – immerhin.

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Sicht wieder nicht besonders. Wirklich ein Jammer, denn mit Sonne und klarem Wasser wäre das hier bestimmt Weltklassetauchen.

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Wenn die Wolken über den Taucher hängen sieht es Unterwasser nicht schön aus, aber über Wasser ist es ein super Bild geworden.

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Der für heute bereits fest ausgemachte Nachttauchgang wurde gestrichen – zu wenig Lampen für alle. Es sind neue Taucher angekommen die einen Kurs machen, damit gibt es mehr zu verdienen als mit uns. Daher erhalten sie den Vortritt. Didier geht alleine und wird promt von einen Rotfeuerfisch gestochen. Zum Trost sieht er aber einen schönen Oktopus und einen tollen Seestern.

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Alina und ich werden das Nachttauchen in Bunaken nochmal versuchen.

Nachtmittags wollen die 2 Herren schwimmen gehen, was ja nicht sonderlich schlimm ist aber sie wollen zu der gegenüberliegenden Insel schwimmen ca. 2-3 km Luftlinie hin und zurück

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Zuerst schwimmen sie geradeaus müssen aber bald umkehren, da sie wegen Ebbe und Wassertiefstand die Korallen streifen würden. Ich freu mich schon und denke die geben es auf - von wegen. Dann schwimmen sie wegen der Strömung einen Riesenbogen. Sie wollen zu linken Insel, schwimmen aber scheinbar zur rechten.

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Ich beobachte mit ein paar Touris und ein paar Locals das Geschehen. Die Schwimmer werden zu winzigen Punkten im Wasser und werden immer kleiner. Ich hole mir das Tele-Objektiv und sehe die Schwimmer immer noch auf die falsche Insel zuschwimmen.

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Die Locals sagen mir, bisher habe nur ein junger Mann erfolgreich versucht zur Insel zu schwimmen - der hatte aber Flossen! Ich sehe langsam die Punkte zu richtigen Insel wandern aber sie sind noch ein großes Stück entfernt. Auf einmal sind die Punkte weg. Mist!

Abwarten, alle gucken mich komisch an, dann wieder zu Insel. Einer der Locals schnappt sich ein Kanu und fährt hin. Ein anderer erzählt mir, dass es auf der Insel keinen Strand zum Ausruhen gibt - alles steile Felsküste dort.

Der Kanufahrer kommt zwar der Insel näher, winkt aber nicht oder macht auch sonst nichts dass mich beruhigen könnte. Also sieht er anscheinend auch keinen Schwimmer. Ich werde panisch und besorge mir ein Motorboot. Die Fahrt dauert zwar nur Minuten, die kommen mir aber wie Stunden vor.

Kurz vor der Insel sehe ich die 2 Herren wie sie gerade wieder ins Wasser gehen. Sie verstehen die ganze Aufregung nicht und sagen ich soll verschwinden *grmpf*. Sie wollen jetzt zurück schwimmen und nicht gerettet werden. Meine Begeisterung könnt ihr euch vorstellen.
Motorboot und Kanu kehren unverrichteter Rettungsdinge zurück und die Herren Schwimmer folgen wegen der Strömung in großem Bogen.
Eine halbe Stunde später entsteigen sie dem Wasser als ob nichts gewesen wäre. Dieser Local war auch besorgt, der wollte glatt mit seinem Bambus-"Boot" hinterher. ;-)

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Tags darauf der Höhepunkt - wir fahren nach Una-Una, eine Vulkaninsel eine Stunde mit dem Speed-Boot entfernt. Dort ein Tauchspot namens Pinnacle oder auch Fish-O-Mania. Die 100 PS im offenen Schnellboot schieben ordentlich und schon auf dem Hinweg gibt es für die Passagiere reichlich Spritzwasserduschen.

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Gleich nach dem Einstieg sehen wir 6 riesige Büffelkopf-Papageifische - sicher 50kg oder mehr. Echte Monster dieser Gattung mit riesigen Schnäbeln. Die knabbern die Korallen weg wie Kekse.

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Es wird ein fantastischer Tauchgang. Schluchten, Canyons, Steilhänge und Abgründe - Korallenformationen in allen Farben und Formen - wow! Sicht 20 Meter und mehr. Sonne haben wir auch - perfekt. Gegen Ende wartet ein Schwarm Jacks in einem Canyon und umringt mich von allen Seiten. Tausende Fischleiber wohin man sieht. Sensationell! Das war so gut, dass Alina und Didier nur zuschauten und nur ein kleiner Teil des Schwarms passte auf s Foto werden.

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Nach knapp einer Stunde ist die Luft bei uns alle und wir müssen hoch. Normal taucht man den zweiten Tauchgang nicht an der selben Stelle wie den ersten, aber heute machen wir eine Ausnahme. Besser kann es nicht werden und nach einer Lunch-Pause am Strand von Una-Una geht es erneut runter.

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Der zweite Tauchgang ist genau so gut wie der erste. Wir sehen dieses Mal noch einen riesigenNapoleon Fisch. Der sieht übrigens fast genauso aus wie der Büffelkopf Papagaienfisch und ist auch genausogroß. Sehr nützliche Tiere, denn die fressen am liebsten Dornenkronen siehe unten links - Seesterne die sich von Korallen ernähren und ganze Riffe zerstören wenn sie in Massen auftreten.

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Zum Schluß dann noch Millionen von kleinen Puffer-Fischen.

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Nur wenige Zentimeter lang aber in solchen Massen das man kaum durch den Schwarm sehen kann. Sie schwimmen sehr langsam, so daß man sie mit der Hand fangen kann.

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Ein Schwarm Hornhechte patroulliert über dem Schwarm und frißt weg was zu weit nach oben schwimmt. Wie Chips vom Couchtisch schnappen sie sich einen nach dem anderen von den Kleinen. Wirklich dezimieren können auch die ganzen Räuber diesen riesigen Schwarm scheinbar nicht.

Ein Steinfisch ist ein Fische der aussieht wie ein Stein - kaum zu erkennen aber höchst giftig wenn man draufsteigt. Thomas zeigt drauf

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Ihr seht ihn immer noch nicht? Kein Problem Alina hat den Fisch stundenlang(!) mit Photoshop für euch bearbeitet.

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Wieder ist die Luft viel zu schnell weg und wir müssen hoch. Das war nicht zu toppen und wird unser letzter Tauchgang hier sein. Auf dem Rückweg zum Dive Center gibt der Skipper ordentlich Gas und wir werden alle pitschnaß auf dem Boot.

Und am letzten Abend eine Sonnenuntergangs-Überraschung. Die Sonne geht im Meer unter und wird nicht wie die letzten 4 Monate von Wolken bedeckt.

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Eingestellt von Tom Travel 22:47 Archiviert in Indonesien

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Kommentare

hahaha, das mit den beiden schwimmern ist ja wieder klasse :-) alina, ich kann dich gut verstehen.

von Michaela Altkorn

Na toll---genau die richtigen Fotos die man braucht um sich für die Arbeit am Montagmorgen zu motivieren..... grrrrrrr. Nee, im Ernst: wunderschöne Bilder und wie immer sehr unterhaltsam geschrieben.

von Thomas

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